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Kind hält sich zwei Donuts vor Augen
Werbung wirkt. Werbeverbote gegen Junkfood auch Bild: Sharomka/Shutterstock

Junkfood: Werbeverbot wirkt

Werbung wirkt, Werbeverbote auch. - London macht es erfolgreich vor; Wien schweigt.

Gab es früher in jeder Klasse ein dickes Kind, sind es jetzt vier (27 % der Schulkinder sind übergewichtig). Wenig Bewegung, ungünstige Ernährung und Armut zählen zu den Ursachen für Übergewicht. Zucker-, fett- und salz­haltige Lebensmittel – umgangssprachlich Junkfood – ­bestimmen bei vielen den Speiseplan. Die Ernährungswissenschaft verwendet dafür die englische Abkürzung HFSS (high fat, salt and sugar). 

Kampagne gegen Übergewicht bei Kindern

Als Teil einer Kampagne gegen Übergewicht bei Kindern kün­digte der Bürgermeister von London 2018 ein Werbeverbot für HFSS-Lebensmittel an. Zwar konnte er dies nur für den Londoner Verkehrsverbund TfL (Transport for London) tun, aber die Entscheidung hatte es in sich. Der TfL ist der größte Verkehrsverbund Westeuropas. Über seine Kanäle laufen 40 Prozent der Außenwerbung in London, 20 Prozent des ganzen Landes – ein Sumo­ringer im Werbemarkt. TfL führte das Werbeverbot mit 25.2.2019 ein, und es wirkt.

1.000 kcal weniger pro Haushalt und Woche

Das bestätigt eine parallel dazu gestartete Studie, die fast 2 Millionen Ein­käufe von HFSS-­Lebensmitteln auswertete. Das Werbeverbot verringerte die Käufe von Junkfood deutlich. Der Rückgang betrug rund 1.000 kcal bei HFSS-Produkten pro Haushalt und Woche. Besonders deutlich war die Verringerung bei Schokolade und Süßwaren (minus 19 Prozent).

Anfrage bei den Wiener Linien

Unsere Ernährungswissenschaftlerin Mag. Birgit Beck kontaktierte die Gewista (sie verkauft Außenwerbung in Österreich) und die Wiener Linien und fragte: Gibt es schriftliche Richtlinien, welche Werbung bei den Wiener Linien erlaubt ist und ­welche nicht? Beck: „Schriftlich gebe es nichts, wurde mir versichert, und auch nichts in Bezug auf Lebensmittel und Getränke“ (Ausnahme: Alkohol).

Mehr dazu auf blog.vki.at/werbeverbote-wirken

Burger-King-Plakatwerbung an einer Haltestelle
Werbung wirkt, Werbeverbote auch Bild: B.Beck/VKI

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