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Leberkäse in einer Semmel
Bild: Food-Impressions/Shutterstock

Käse im Leberkäse?

Sie fragen - wir antworten: unsere Expertinnen und Experten beantworten Leserfragen - hier Mag. Nina Eichberger.

Frage

"Beim Kauf eines Leberkäses zum Selberbacken war ich erstaunt, als ich in der Zutatenliste las: „Kann Spuren von laktosefreiem Käse enthalten.“ Leberkäse hat zwar als Wortbestandteil das Wort Käse, wird aber in Wurst erzeugenden Betrieben und nicht in Käsereien hergestellt. Wie können dann Spuren von laktosefreiem Käse vorhanden sein? Man liest immer wieder den Hinweis auf möglicherweise enthaltene Spuren. Wo ist die Grenze zwischen möglichen Spuren und Zutaten?"

Antwort

Portrait Nina Eichberger
Bild: Mag. Nina Eichberger | Bild: A. Konstantinoudi/VKI

Im Gegensatz zur vorgeschriebenen Allergenkennzeichnung bezieht sich der Hinweis „kann Spuren von enthalten“ ausschließlich auf Bestandteile, die nicht gemäß Rezeptur, sondern unbeabsichtigt durch Verunreinigung ins Lebensmittel gelangen.

Betriebe erzeugen üblicherweise mehrere Produkte. Trotz gründlicher Reinigung der Maschinen können eventuell kleinste Restmengen von Zutaten über den Herstellungsprozess in Produkte eingebracht werden, die diese Zutaten normalerweise nicht enthalten. Auch Betriebe, die Wurst erzeugen, können Zutaten wie Käse bei anderen Produkten verwenden, z.B. für Käsekrainer oder Käsewurst.

Überdeklaration

Um Haftungsansprüchen entgegenzuwirken, neigen Hersteller mitunter zur Überdeklaration und kennzeichnen Produkte mit umfangreichen Listen möglicher Allergenspuren. Das zieht aber wiederum eine unnötige Einschränkung für Allergiker oder strenge Vegetarier/Veganer bei der Produktauswahl nach sich. Da die Angabe freiwillig ist, können vergleichbare Produkte, die keinen Hinweis enthalten, trotzdem Verunreinigungen mit Allergenen aufweisen.

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