DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.

Zum Inhalt

Fische
Bild: JK Fotografie Design/Shutterstock

Alter Fisch im Tiefkühler?

Sie fragen - wir antworten: unsere Expertinnen und Experten beantworten Leserfragen - hier Teresa Bauer, BSc MSc.

Frage

"Gestern kauften wir im Supermarkt zwei Wildlachsfilets. Nach der Zubereitung ist uns ein eigenartiger Geschmack aufgefallen. Bei genauerer Inspektion haben wir gesehen, dass der Fisch im Zeitraum vom 01.06.2019 – 30.09.2019 gefangen wurde. Er war also bereits fast drei Jahre alt. Meine Frage nun: Ist es in diesem Sektor normal, derart lang gekühlte Produkte zum regulären Kaufpreis anzubieten?"

Antwort

Portrait von Teresa Bauer
Teresa Bauer, BSc, MSc - Ernährungswissenschaftlerin beim VKI Bild: A. Konstantinoudi/VKI

Fisch wird entweder sofort nach dem Fang filetiert und tiefgefroren oder zunächst nur geköpft, ausgenommen und tiefgefroren. In letzterem Fall muss er später wieder aufgetaut, filetiert und erneut eingefroren werden. Dieses doppelte Einfrieren muss nicht auf der Verpackung stehen.

Verpflichtende Datumsangabe des ersten Einfrierens 

Seit Inkrafttreten der EU-Lebensmittelinformationsverordnung am 13.12.2014 muss aber zumindest das Datum des ersten Einfrierens angegeben werden. Das gilt aber nur für unverarbeitete tiefgefrorene Fischereiprodukte, nicht für verarbeitete Tiefkühl-Fischerzeugnisse wie beispielsweise Schlemmerfilets. Die langen Zeitspannen sind auch darauf zurückzuführen, dass der Fisch durch die Verarbeitungsschritte, die teils in unterschiedlichen Ländern ausgeführt werden, länger unterwegs ist.

Lebensmittelaufsicht oder Hersteller kontaktieren

Trotzdem muss der Hersteller garantieren, dass typische Eigenschaften des Produktes noch bis Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums erhalten bleiben und das Lebensmittel sicher ist. Da in Ihrem Fall eine ungewünschte geschmackliche Veränderung bemerkbar war, können Sie sich an die für Ihr Bundesland zuständige Lebensmittelaufsicht wenden oder direkt den Hersteller kontaktieren.

Wir empfehlen auf konsument.at

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang