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Frau ist mit einem Geschenk unzufrieden
Auf Umtausch haben Sie kein gesetzliches Recht Bild: pathdoc Shutterstock

Passt nicht, funktioniert nicht: Tipps zum Geschenkumtausch

Rücktritt, Gewährleistung und Garantie – die Regelungen im Überblick

Nicht alle Weihnachtsgeschenke lösen bei den Beschenkten große Freude aus: Sei es nun das Kleidungstück in der falschen Größe, ein technisches Gerät, das kurz nach dem Auspacken seinen Geist aufgibt oder eben einfach ein Geschenk, das nicht gefällt. Welche Möglichkeiten haben Konsumentinnen und Konsumenten, wenn mit den Geschenken etwas schief gegangen ist?

Mag. MA Maria Ecker - Bereichsleiterin Beratung
Mag. Maria Ecker, MA - Leiterin des Beratungszentrums Bild: VKI/Alexandra Konstantinuidi

Welche Möglichkeiten haben Konsumentinnen und Konsumenten, wenn mit den Geschenken etwas schief gegangen ist? Darüber informiert Maria Ecker, Leiterin des Bereichs Beratung im Verein für Konsumenteninformation (VKI).

Umtausch bei Nichtgefallen?

Von einem im Geschäft gültig geschlossenen Kaufvertrag kann man nicht ohne weiteres zurücktreten. Sie als Kunde haben kein gesetzlich verankertes Recht auf Umtausch. Umtausch ist ein Zugeständnis des Händlers. Viele Unternehmen zeigen sich jedoch gerade im Weihnachtsgeschäft kulant und räumen ihren Kunden eine Umtauschmöglichkeit ein. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, sollten Sie schon vor dem Kauf des Geschenks danach fragen. Lassen Sie sich gegebenenfalls die Umtauschoption schriftlich auf der Quittung bestätigen. Geld zurück gibt es kaum. Meist können Sie das ungeliebte Produkt aber gegen eine andere Ware oder gegen einen Gutschein eintauschen. Ob das Geschäft andere Produkte hat, die besser Ihren Vorstellungen entsprechen ist aber offen.

Rücktrittsrecht bei Käufen in Online-Shops

Rechtlich gesehen sind Online-Käufe besser. Bei Kaufverträgen, die online zwischen Verbrauchern und Unternehmen abgeschlossen werden, gibt es (mit wenigen Ausnahmen) ein gesetzliches Rücktrittsrecht. Grund: Kunden können bei einem Online-Kauf die Ware nicht unmittelbar begutachten. Die Rücktrittsfrist beträgt 14 Tage. Sie beginnt in der Regel, sobald die bestellte Ware beim Käufer bzw. der Käuferin eintrifft. Um von einem online abgeschlossenen Vertrag zurückzutreten, ist eine formlose Erklärung ausreichend. Wir raten aber zu einer schriftlichen Rücktrittserklärung. Ein kommentarloses Zurückschicken der Ware genügt hingegen nicht. In einigen Fällen gibt es allerdings kein Rücktrittsrecht – beispielsweise bei Entfernung der Versiegelung bei einer Blu-Ray oder bei einem nach persönlichen Vorgaben angefertigten Produkt (Beispiel: ein graviertes Schmuckstück). Einige Onlinehändler gewähren darüber hinaus ein freiwilliges verlängertes Rückgaberecht.

Gewährleistung, Reparatur, Austausch, Preisminderung, Geld zurück

Gewährleistung ist ein gesetzliches Recht. Es steht dem Käufer in jedem Fall zu, sofern das Produkt einen Mangel aufweist. Ist zum Beispiel der neu gekaufte Fernseher nicht funktionsfähig, dann muss das Unternehmen den Fehler entweder innerhalb einer angemessenen Frist beheben oder das Produkt ersetzen. Ist das nicht möglich, kann alternativ eine Preisminderung oder die Rückerstattung des Kaufpreises verlangt werden. Generell gilt: Unternehmen können das Recht auf Gewährleistung weder ausschließen noch einschränken, unabhängig davon ob direkt im Geschäft oder via Internet eingekauft wurde.

Mehr Rechte ab 1.1.2022

Am 1.1.2022 tritt ein neues Gewährleistungsrecht in Kraft. Es gilt aber erst für Warenkäufe nach dem 31.12.2021. Auf Käufe aus der (Vor-)Weihnachtszeit 2021 treffen die neuen Regeln noch nicht zu.

Garantie: freiwillig, aber bindend

Die vertragliche Garantie ist eine freiwillige Zusage des Unternehmens oder Herstellers, dem Konsumenten im Fall einer Reklamation entgegenzukommen. Was das konkret beinhaltet, steht in den Garantiebedingungen. Die sind also von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich. Liegt eine Garantie-Zusage vor, dann ist diese aber auch verbindlich.

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