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Lebensmittelverpackungen aus Plastik
Lebensmittelkontaktmaterialien: bei welchen Materialien können Schadstoffe in Lebensmittel übergehen? Bild: Marian-Weyo / Shutterstock.com

Lebensmittel-Kontaktmaterialien: Prekäre Beziehung

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Das Wissen über den sicheren Umgang mit Lebensmittelkontaktmaterialien hält sich in ­Grenzen. Dies zeigt eine von KONSUMENT in Auftrag gegebene repräsentative Umfrage. Klare Vorgaben des Gesetzgebers sind notwendig.

Es gibt kaum ein Lebensmittel, das, bis es auf unserem Tisch landet, nicht mit ­irgendwelchen Werkstoffen in Berührung kommt. Dafür vorgesehene Mate­rialien werden als Lebensmittelkontaktmaterialien bzw. im internationalen Sprachgebrauch als „Food Contact Mate­rials“ (FCM) bezeichnet. Dazu ­gehören etwa Transportbehälter wie Tanks, Verpackungsmaterialien, Lagerregale, aber auch Töpfe, Teller und ­Besteck.

Metall, Papier, Glas, Keramik, Kunststoffe, ...

Entsprechend vielfältig sind die Stoffe, die für FCM zum Einsatz kommen. Die Produkte können etwa aus ­Metall, Papier, Glas, Keramik oder Kunststoffen bestehen. Sie können jahrzehntelang verwendet werden (z. B. Weinfässer) oder, wie Frischhaltefolie, für den einmaligen Gebrauch ­bestimmt sein.

Verordnungen

Gemäß EU-Verordnung dürfen aus FCM keine Stoffe in Mengen an Lebensmittel abgegeben werden, die die menschliche Gesundheit gefährden. So weit, so gut. Aber in der Verordnung heißt es etwa auch, dass FCM nicht für eine "unvertretbare Verän­derung" der Zusammensetzung von Lebensmitteln sorgen oder eine Beeinträchtigung ihrer organolep­tischen ­Eigenschaften herbeiführen ­dürfen.

Was dies konkret bedeuten soll, bleibt unklar. Zudem existieren nur für einige Materialien genaue Regelungen, etwa für regenerierte Zellulose (Zellophan), Keramik, Kunststoff sowie Kunststoffbeschich­tungen. Noch keine Vor­gaben gibt es für Metalle, Glas sowie Papier und Pappe. Für diese Materialien ist weder definiert, aus welchen Ausgangsstoffen sie bestehen, noch, welche Substanzen sie in welchen Mengen enthalten dürfen.

Sicherheitsfragen

Da wir tagtäglich mit FCM konfrontiert sind, sollten wir zumindest grundlegende Kenntnisse im Umgang mit Lebensmittelkontaktmaterialien haben. Um den Wissensstand abschätzen zu können, haben wir dazu gemeinsam mit anderen Verbraucherschutzorganisa­tionen eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben. Grundsätzlich zeigte sich, dass Frauen deutlich besser als Männer über die korrekte Verwendung von FCM und deren Kennzeichnung ­Bescheid ­wissen.

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