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Tiefkühlpizza - Des Guten zu viel

  • Nur eine einzige mit wenig Fett.
  • Durchwegs viel Salz drin.
  • Probleme bei der richtigen Backzeit.

Salami-Pizzen im Test

Klar, dass Mahlzeiten schmecken sollen. Geht es zusätzlich nach den Regeln der Vernunft, sind sie außerdem ausgewogen, liefern wenig Fett, viele Ballaststoffe und Vitamine, und ihr Kaloriengehalt schlägt nicht übermäßig zu Buche. Und sie finden bei Tisch statt. Geht es nach Lust und Laune, sieht die Sache oft anders aus. Da hat mitunter gerade Deftiges magische Anziehungskraft: Einer würzig belegten Pizza, frisch aus dem Backrohr, können viele nicht widerstehen.

Salami: beliebteste Pizza-Sorte

Salami-Pizza ist, zumindest bei Tiefkühlware, eindeutig die beliebteste Pizza-Sorte hierzulande. Und auf der Couch, vor laufendem Fernseher, schmeckt sie mitunter noch besser. Aber das ist ein Kapitel für sich. Tiefkühlkost ist ganz einfach praktisch, wenn schnell ein warmes Essen auf den Tisch soll. Und Kinder lieben Pizza. Was die Nährstoffbilanz der deftigen Köstlichkeit anbelangt: Sie kann auch mit wenig Aufwand, zum Beispiel mit Salat oder dazu getrunkenem Fruchtsaft, aufgewertet werden.

Verkostung und Praxistest

Unsere Testleiterin konnte sich diesmal jedenfalls nicht über mangelndes Interesse potenzieller Teilnehmer an Praxistest und Verkostung beklagen. Bei Pizza waren sowohl Erwachsene als auch Kinder gerne mit dabei. Für unseren Test kauften wir in Wiener Supermärkten und bei Diskontern ein. Reine Salami-Pizzen waren unsere erste Wahl – doch die gibt es nicht in allen Geschäften. Bei Edeka, Zielpunkt, Penny, Lidl und BioMarket erstanden wir daher solche, die zusätzlich mit Champignons beziehungsweise mit Champignons und Schinken belegt waren.  

Verkostung und Praxistest

Unsere Testleiterin konnte sich diesmal jedenfalls nicht über mangelndes Interesse potenzieller Teilnehmer an Praxistest und Verkostung beklagen. Bei Pizza waren sowohl Erwachsene als auch Kinder gerne mit dabei. Für unseren Test kauften wir in Wiener Supermärkten und bei Diskontern ein. Reine Salami-Pizzen waren unsere erste Wahl – doch die gibt es nicht in allen Geschäften. Bei Edeka, Zielpunkt, Penny, Lidl und BioMarket erstanden wir daher solche, die zusätzlich mit Champignons beziehungsweise mit Champignons und Schinken belegt waren.

14 Tiefkühlpizzen als Testkandidaten

Schlussendlich waren 14 Tiefkühlpizzen im Test, darunter eine, die auch in der Mikrowelle zubereitet werden kann (Minuteria von Wagner), eine mit Zutaten aus biologischer Landwirtschaft (Bio Steinofen von Unsere Natur) und eine fettreduzierte Pizza (Steinofen Balance Geflügel-Salami von Wagner).

Dürftige Zubereitungsanleitungen

Die Pizzen wurden von den Verkostern zuhause gebacken. Mitunter auf gut Glück. Denn etliche Zubereitungsanleitungen waren alles andere denn umfassend informativ. So fehlten zum Beispiel öfter Angaben dazu, welche Einschubleiste im Backrohr denn nun die richtige ist. Am schnellsten wurde die Mikrowellen-Pizza gar. 5,30 Minuten sind bei Minuteria von Wagner als Backzeit vorgegeben. Danach war sie servierfertig. Manche Verkoster bemängelten den Teig zwar noch als zu weich, für andere war er aber genau richtig.

Angegebene Backzeiten zu kurz

Bei den übrigen Pizzen im Test betragen die Backzeiten laut Anleitung zwischen 8 und 13 Minuten. Das ist aber manchmal zu knapp bemessen: Etliche Tester ließen die Pizzen von Dr. Oetker sowie die von Gut & Günstig/Edeka, von Riggano/Hofer und von Da Marco/ Zielpunkt einige Minuten länger als vorgegeben im Rohr. Erst dann waren sie mit dem Ergebnis zufrieden.

Zu scharf

Bei der Verkostung hatten die Erwachsenen nicht allzu viel zu kritisieren. Am besten schmeckte die Pizza von Bofrost, aber auch bei Unsere Natur, Paolos Pizza/Spar und Riggano/Hofer hatten die Tester wenig auszusetzen. Minuteria Pepperoni-Salami und Steinofen Balance Geflügel-Salami (beide von Wagner) sind eher nach dem Geschmack jener, die es pikant mögen. Etlichen Testern waren diese Pizzen allerdings zu scharf. Vor allem die mit Geflügel-Salami. Den Kindern war darüber hinaus noch die Pizza Speciale von Taverna Giuseppe/ Lidl zu feurig.

Über 900 Kalorien

Aber zurück zur Steinofen Balance Geflügel-Salami-Pizza von Wagner. Sie ist – wie schon erwähnt – die einzige fettreduzierte im Test. Von den Erwachsenen heimste sie beim Geschmackstest allerdings nur ein „durchschnittlich“ ein. „Zu wenig Käse, zu viel Tomaten, zu dünner Boden“, lautete die Kritik. Doch mit 14 Gramm Fett auf 300 Gramm Gesamtgewicht und rund 600 Kilokalorien ist sie für eine Pizza tatsächlich ein Leichtgewicht. Am anderen Ende der Skala stehen bis zu 350 Gramm schwere Pizzen mit bis zu 40 Gramm Fett und über 900 Kilokalorien.

Zu fett, üppiger Wurstbelag

Wer auf seine Linie achten will, langt hier besser nur hin und wieder zu. Etliche dieser Schwergewichte waren den Verkostern auch zu deftig: Zu fett, hieß es über Pietro Pizzi von Dr. Oetker, die Steinofenpizza von Gut & Günstig/Edeka und die Pizza Speciale von Taverna Giuseppe/Lidl. So viel Salami wie auf Pietro Pizzi haben wir übrigens auf keiner anderen Pizza im Test gefunden. Auch bei den beiden anderen als zu fett bekrittelten Pizzen war der Wurstbelag recht üppig.

Pizza Mann: über 500 Gramm Gewicht

Hinsichtlich Fettgehalt haben wir die Tiefkühl- noch mit Salami-Pizzen von Wiener  Zustelldiensten (Pizza Mann und Pizza Flitzer) verglichen. Ergebnis: Beim Fettanteil unterschieden sich die Durchschnittswerte tiefgekühlter und frischer Pizzen nicht allzu sehr voneinander. Aber: Vor allem die Pizza von Pizza Mann war mit über 500 Gramm Gewicht doch um einiges imposanter als die getesteten Tiefkühlpizzen. Wer sie verspeist, schluckt fast 60 Gramm Fett mit und nimmt insgesamt an die 1400 Kilokalorien zu sich.     

Deklarationen in Ordnung

Bei Tiefkühlpizzen ist der Fettgehalt auf der Packung übrigens deklariert. Wir haben überprüft, ob und inwieweit die deklarierten mit den tatsächlichen Werten übereinstimmen und sind auf keinerlei grobe Unstimmigkeiten gestoßen. Auf die Packungsangaben ist also Verlass. Wie viel Salami jeweils auf der Pizza ist, wird ebenfalls auf der Packung angegeben. Hier gibt es je nach Produkt große Unterschiede.

Reichlich Salz

Über den Salzgehalt waren wir allerdings wenig erfreut. Unsere Untersuchungen ergaben, dass alle Hersteller recht großzügig sind, was Salz anbelangt. Zwischen 4 und 7 Gramm Salz haben wir auf den Tiefkühlpizzen gefunden, bei der Pizza von Pizza Mann sogar 9 Gramm. Die Ernährungsgesellschaften empfehlen pro Tag aber nicht mehr als 6 Gramm (etwa ein Teelöffel). Blutdruckempfindliche Personen sollten Pizzen daher eher mit Vorsicht genießen. Ernährungsbewusste werden Pizza wohl in erster Linie nach dem Kalorien- und Fettgehalt aussuchen.

Pizzaboden:  zu weich oder zu hart

Nicht nur der Belag, auch der Teig muss bei Pizza passen: nicht zu dick, nicht zu dünn, nicht zu weich, nicht zu hart, einfach richtig schön knusprig – so sollte er sein. Doch das ist wohl leichter gesagt als durchgängig machbar. Denn etliche Tester bemängelten nicht nur bei der Mikrowellen-Pizza von Wagner, sondern auch bei Pietro Pizzi den Boden als zu weich und teigig. Bei den Steinofenpizzen von Wagner, Clever/Rewe, Gut & Günstig/Edeka sowie den Pizzen von Da Marco/Zielpunkt und Papalina/Penny war manchen der Boden wiederum zu hart. Dennoch war gleichzeitig bei Gut & Günstig/Edeka und Da Marco/Zielpunkt  am Ende der Backzeit der Belag oft noch nicht durch. Und bei Gut & Günstig/Edeka  hatte sich außerdem so wie bei zwei weiteren Eigenmarken von Diskontern (Papalina/Penny  und Taverna Giuseppe/Lidl) bei einigen Pizzen Wasser am Belag gebildet.

Erfreulich: Kühlkette eingehalten

Zusätzlich zu Verkostung und chemischer Untersuchung wurden die Pizzen von Experten begutachtet. Das erfreuliche Ergebnis: Bei keiner einzigen wurde Gefrierbrand (verursacht Geschmackseinbußen, kann unter anderem durch Unterbrechung der Kühlkette entstehen) festgestellt. Und ranzig war ebenfalls keine. 

Eigenmarken punkten bestenfalls beim Preis

Darüber hinaus lohnt sich aber auch ein Blick auf den Preis. Und hier haben die Handelseigenmarken die Nase vorn. Die günstigsten Tiefkühlpizzen kosten je 1,25 Euro, und es gibt sie gleich von vier Marken: von Taverna Giuseppe/Lidl (Pizza Speciale, 350 Gramm) und von Riggano/ Hofer (Steinofen Pizza Salami, 350 Gramm), von Papalina/Penny (Pizza Speciale, 330 Gramm) und von Clever/ Rewe (Steinofen Pizza Salami, 330 Gramm).  Die beiden „sehr guten“ Pizzen von Wagner kosten dagegen doppelt so viel. Am meisten ist mit 3,79 Euro für die Bio-Steinofen-Pizza von Unsere Natur zu bezahlen. Zutaten aus biologischer Landwirtschaft haben nun einmal ihren Preis.

Besser etwas zu blass als zu braun

Beim Pizzabacken können sich sowohl im Teig als auch im Belag unangenehme Substanzen bilden: Acrylamid entsteht beim Braunbacken des Teigs. Je höher die Backtemperaturen, desto dünkler wird der Teig und desto höher der Acrylamidgehalt. Acrylamid kann Veränderungen der Nervenzellen verursachen, wenn es in hohen Mengen über die Nahrung aufgenommen wird.

Niedrigere Backtemperatur wählen

Bei der Herstellung von Salami kommen Stoffe wie Nitrat oder Pökelsalz mit Nitrit zum Einsatz. Nitrit kann, wenn es stark erhitzt wird, mit bestimmten Stoffen zu Nitrosaminen (gelten als krebserzeugend) reagieren. Damit Acrylamid- und Nitrosamingehalt so niedrig wie möglich bleiben, sollten die Backtemperaturen bei Umluft maximal 180 Grad, sonst maximal 200 Grad Celsius betragen. Niedrigere Temperaturen können teilweise mit längeren Backzeiten kompensiert werden.

Woher kommt die Pizza?

Die Pizza, so heißt es, stammt aus Neapel. Zumindest so, wie wir sie heute kennen.

Klassische Pizza weltweit bekannt

Klassischer Pizzateig besteht so wie anderer Brotteig aus Mehl, Germ, Salz und etwas Wasser. Vor dem Belegen wird er mit Olivenöl beträufelt. Paradeiser oder vorbereitete Paradeissauce und Mozzarella sind üblicherweise Fixbestandteile des Belags. Dazu können dann noch Schinken, Salami, verschiedene Käsesorten, Pilze, Meeresfrüchte, Gemüse oder was das Herz sonst begehrt kommen. Darüber zu guter Letzt noch Gewürze und ein Schuss Olivenöl, und dann geht’s ab in den Ofen. In dieser Form ist Pizza heute weltweit bekannt.

Belegtes Fladenbrot bereits vor 3000 Jahren

Schon vor 3000 Jahren haben die Etrusker Fladenbrot auf Steinen gebacken und mit Lebensmitteln belegt. Die Griechen übernahmen diese Speise später und änderten sie ab, indem sie Brotfladen schon vor dem Backen belegten. Aus diesen beiden Vorformen entwickelten dann schließlich die Römer je nach Region und verfügbaren Lebensmitteln verschiedene eigene Varianten. Als die Tomate nach Europa gebracht worden war, wurde vor allem in der Gegend rund um Neapel das mittlerweile Pizza genannte Fladenbrot damit belegt. Diese Kombination wurde bald zur lokalen Spezialität.

Wie kommt die Pizza Margherita zu ihrem Namen?

Als im 19. Jahrhundert der italienische König Umberto und seine Frau Margherita Neapel einen Besuch abstatteten, sollen ihnen Pizzen serviert worden sein. Eine mit Paradeisern, Mozzarella und Basilikum belegte war – so wird es überliefert – die Favoritin der Königin. Sie heißt seitdem Pizza Margherita und findet sich bis heute auf allen einschlägigen Speisekarten.  

Amerikanisiert

Es waren italienische Auswanderer, die die Pizza später außerhalb Italiens bekanntmachten. Sie brachten sie in die USA mit, wo sie bald auch jenseits der italienischen Wohnviertel beliebt wurde. In den späten 50er-Jahren entdeckte sie dann die  Systemgastronomie, und die ersten auf Pizza spezialisierten Fast-Food-Ketten entstanden. Wenig später wurde dann – ebenfalls in den USA – Pizza vorgebacken und tiefgekühlt als Fertiggericht entwickelt. Pizza-Ketten gibt es inzwischen längst auch bei uns. Ebenso wie Tiefkühlpizzen. Von den USA war das Know-how nach Italien, von dort weiter in andere europäische Länder gelangt. Tiefkühlpizza zählt heute zu den erfolgreichsten Fertiggerichten. 

Tiefkühlpizza: Kompetent mit Konsument

  • "Gut" und preiswert . Die Pizzen von Taverna Giuseppe/Lidl (350 Gramm) und Papalina/Penny (330 Gramm) kosten mit je 1,25 Euro am wenigsten. 
  •   Für Kalorienbewusste. Achten Sie auf die Nährwertdeklaration. Beim Kalorien- und Fettgehalt gibt es – je nachdem, ob die Pizza fettreduziert oder besonders üppig belegt ist – große Unterschiede.
  • Mehr oder weniger Salami. Wagner’s Minuteria und Steinofen Balance sind mit etwa 25 Gramm Salami belegt. Ausgeprägte Salami-Tiger sind mit den Pizzen von Pietro Pizzi und Bofrost (je rund 50 Gramm Salami) am besten bedient.
  • Ganz schön scharf. Die Salami auf Wagner Minuteria und Wagner Steinofen Balance war etlichen Erwachsenen und Kindern zu scharf, den Kindern außerdem noch die Salami auf der Pizza Speciale von Taverna Giuseppe/Lidl.
  • Nicht ausgebacken. Die in den Zubereitungsanleitungen vorgegebenen Backzeiten sind mitunter zu kurz. Daher am Ende der Backzeit besser prüfen, ob die Pizza wirklich durch ist.

Tiefkühlpizza: So haben wir getestet

Im Test: 14 Tiefkühl-Pizzen der Geschmacksrichtung Salami. Zum Vergleich wurden Salami-Pizzen zweier Zustelldienste auf den Fettgehalt untersucht.

Verkostung: Laienverkostung inklusive Praxistest (Zubereitung der Pizzen) mit 42 Erwachsenen und 14 Kindern.

Chemische Untersuchung: Bestimmung des Wasser- und Aschegehalts (Veraschung), des Fettgehalts (gravimetrische Bestimmung), des Eiweißgehalts (photometrische Bestimmung), Berechnung des Kohlenhydratanteils und des Kaloriengehalts. Ermittlung des Kochsalzgehalts (Atomabsorption, akkreditierte Methode VKI).

Genusstauglichkeit: Organoleptische Überprüfung auf Gefrierbrand und Genusstauglichkeit durch Experten.

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