Spar hat den vorsorglich getroffenen Rückruf beendet und übermittelt folgende Information:
"Vorsorglicher Rückruf beendet – HiPP Produkte wieder im Verkauf
Der vorsorgliche öffentliche Rückruf von HiPP Babykost im Glas vom 17.04.2026 ist abgeschlossen.
Der Rückruf betraf HiPP Babykost-Gläschen, die bei SPAR Österreich gekauft wurden. Diese Maßnahme wurde von HiPP aus Gründen des vorbeugenden Verbraucherschutzes ergriffen, nachdem das Unternehmen HiPP Ziel einer Erpressung geworden war.
SPAR Österreich hat diese Vorsichtsmaßnahme von Beginn an unterstützt.
Abgesehen von den in der Presseberichterstattung genannten sechs Gläschen hat HiPP keine Kenntnis von weiteren Manipulationen.
Wichtig ist es uns zu betonen, dass der Vorfall in keinem Zusammenhang mit der HiPP Produktqualität steht. Die Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse bei HiPP waren und sind uneingeschränkt intakt.
In enger Abstimmung zwischen beiden Partnern wird SPAR Österreich die HiPP-Produkte nun wieder in sein Sortiment aufnehmen.
HiPP und SPAR betonen gemeinsam, dass Verantwortung und konsequenter Verbraucherschutz immer im Mittelpunkt ihres Handelns stehen. Die Sicherheit der Verbraucherinnen und Verbraucher – insbesondere bei Produkten für Säuglinge und Kinder – hat dabei höchste Priorität.
Beide Unternehmen danken ihren Kundinnen und Kunden für das Verständnis und das Vertrauen. Für Rückfragen stehen die jeweiligen Kundenservices weiterhin zur Verfügung.
Unabhängig von diesem konkreten Fall gilt – für HiPP ebenso wie generell bei Babynahrung:
- Achten Sie bitte immer auf die Unversehrtheit der Verpackung,
- insbesondere auf einen intakten Vakuumverschluss bei Gläsern,
- und verwenden Sie keine Produkte, die Auffälligkeiten zeigen"
Ausgangspunkt der getroffenen Maßnahmen war folgendes Ereignis:
Was bisher bekannt ist
Ausgangspunkt der Ermittlungen ist ein im Burgenland sichergestelltes Glas der Sorte „Gemüsegläschen Karotte mit Kartoffel (190 g)“, das laut Behörden positiv auf Rattengift getestet wurde. Das Produkt war von einem Kunden gemeldet worden, ein Verzehr fand nicht statt.
Die Polizei geht davon aus, dass zumindest ein weiteres manipuliertes Glas im Umlauf sein könnte. Ermittlungen laufen in Österreich, Deutschland, Tschechien und der Slowakei. Ein konkreter Verdächtiger ist weiterhin nicht bekannt.
Erpressung bestätigt
HiPP teilte nun mit, dass ein Erpresser eine Nachricht an ein unternehmensinternes Sammelpostfach geschickt habe. Dieses werde im Rahmen von Standardprozessen nur in größeren Abständen überprüft.
Nach Bekanntwerden habe das Unternehmen umgehend Polizei und Behörden informiert sowie einen internen Krisenstab eingerichtet. Laut HiPP erfolgen alle weiteren Schritte in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden.
Das Unternehmen betont, dass es sich um eine kriminelle Manipulation von außen handelt, die außerhalb des eigenen Einflussbereichs erfolgt sei. Ein Zusammenhang mit der Produktqualität oder der Produktion bestehe nicht. Produktions-, Qualitäts- und Kontrollprozesse seien uneingeschränkt intakt.
Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise auf weitere Manipulationen.
Rückruf und betroffene Produkte
HiPP hat vorsorglich alle Babykostgläschen zurückgerufen, die bei SPAR Österreich gekauft wurden. SPAR hat die Produkte aus dem Sortiment genommen, auch in weiteren Ländern wurden Vorsichtsmaßnahmen gesetzt.
Beachten Sie diesen Produktrückruf wie auch viele andere auf vki.at/produktrückrufe.
Wichtig: Laut Unternehmen handelt es sich nicht um ein Produktions- oder Qualitätsproblem. Die Gläser hätten das Werk in einwandfreiem Zustand verlassen.
Woran erkenne ich ein auffälliges Glas?
Nach Angaben der Polizei weisen möglicherweise manipulierte Gläser folgende Merkmale auf:
- Weißer Aufkleber mit rotem Kreis am Glasboden
- Beschädigter oder bereits geöffneter Deckel
- Fehlendes „Knack-Geräusch“ beim ersten Öffnen
- Ungewöhnlicher oder verdorbener Geruch
Welche Gefahr besteht?
Der Verzehr eines manipulierten Gläschens kann lebensgefährlich sein. Rattengift kann die Blutgerinnung beeinträchtigen. Mögliche Symptome sind unter anderem:
- Zahnfleisch- oder Nasenbluten
- Blaue Flecken
- Blut im Stuhl
- Auffällige Blässe oder Schwäche
Die Beschwerden treten meist verzögert auf, nach zwei bis fünf Tagen.
Bei ärztlicher Behandlung, insbesondere durch die Gabe von Vitamin K, ist die Vergiftung gut behandelbar.
Was sollen Eltern jetzt tun?
- Gläschen vor der Verwendung genau prüfen
- Auffällige Produkte keinesfalls öffnen oder verfüttern
- Betroffene Gläser sicher aufbewahren und zurückgeben
- Bei Symptomen sofort ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen und auf den möglichen Zusammenhang hinweisen
Was ist bei einem (möglichen) Schadensfall zu tun?
Heben Sie das Glas auf, entsorgen Sie es nicht und geben Sie es nicht zurück. Dokumentieren Sie den Vorfall am besten schriftlich (inkl. möglicher Beschwerden, Arztbesuche, Diagnosen) und falls möglich per Foto oder Video.
Rückgabe und Kontakt
Alle bei SPAR Österreich gekauften HiPP-Babykostgläser können in SPAR-, EUROSPAR-, INTERSPAR-Märkten sowie Maximarkt-Filialen zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird auch ohne Kassabon erstattet.
Hinweise zu verdächtigen Produkten nimmt die Landespolizeidirektion Burgenland unter +43 59 133 10 – 3333 entgegen.
Weitere Kontaktinformationen:
Vergiftungsinformationszentrale – Notruf rund um die Uhr: 01 406 43 43
Rettung 144
Ärztefunkdienst 141
Euro-Notruf 112.
Das HiPP Elternservice Österreich erreichen Sie unter der Nummer +43 7612 76577-104.
Baby-Beikost selber machen
Sie möchten Beikost selber zubereiten? Das ist gar nicht so schwierig. Informationen rund um das Thema finden Sie unter richtigessenvonanfangan.at. Dort finden Sie auch Rezepte zu verschiedenen Brei-Arten.
QUELLEN:

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