Unicef bezieht sich auf Studien in der medizinischen Fachzeitschrift „The Lancet“. UPFs sind industriell hergestellte Produkte, die viel Salz, Zucker, ungesunde Fette, industrielle Stärke und Zusatzstoffe enthalten. Die UPF-Industrie erzielt mit einer Handvoll Hersteller enorme Umsätze.
Hoch verarbeitetes Essen: Gefahr für Kinder
Stark verarbeitete Lebensmittel prägen den Speiseplan vieler Kinder. Im Child Nutrition Report 2025 warnt das Kinderhilfswerk Unicef vor der Ernährung von Kindern und Jugendlichen mit hoch verarbeiteten Lebensmitteln (Ultra-processed foods, UPFs).
UPFs bilden die höchste Verarbeitungsstufe der NOVA-Klassifikation, die Lebensmittel einteilt in: unverarbeitet (Obst, Gemüse, Milch), leicht verarbeitete „Kochzutaten“ (Pflanzenöl, Zucker, Salz), verarbeitet (Brot) und hoch verarbeitet (Fertiggerichte, Süßigkeiten). Laut „The Lancet“ fördert der globale Anstieg vonUPFs chronische Krankheiten. Unicef zufolge ist weltweit bereits jedes zehnte Kind fettleibig.
Mögliche Gegenmaßnahmen
- Umfangreiche Maßnahmen können helfen, etwa
- Marker (für Farbstoffe, Aromen, Süßstoffe) in Nährwertprofile (etwa Nutri-Score) integrieren
- Warnhinweise auf Packungsvorderseiten
- Verzicht auf Marketingmaßnahmen für Kinder
- Höhere Steuern für UPFs
San Francisco klagt internationale Konzerne
Das Thema rückt auch in den Fokus der Justiz. So klagt die Stadt San Francisco gegen internationale Konzerne und macht sie für eine Gesundheitskrise mitverantwortlich, da der Konsum von UPFs Risiken wie Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs berge. Zu den Beklagten gehören unter anderem Coca-Cola, PepsiCo, Kraft Heinz, Mondelez, WK Kellogg’s und Mars. Gefordert wird ein Verbot dieser Lebensmittel sowie Schadenersatz.
Fazit: Die Entwicklung rund um UPFs zeigt, dass die Verantwortung für die Ernährung unserer Kinder nicht dem Markt überlassen werden darf, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist.

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