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Eier - neue Kennzeichnung - Frohe Ostern!

, aktualisiert am

Jetzt kommen sie wieder in die Geschäfte: Ostereier in allen Farben. Normale Eier müssen seit 1.1.2004 einzeln gekennzeichnet sein.

Haltungsformen

Käfighaltung: Die Käfighaltung ist in der EU ein Auslaufmodell. Seit Jänner 2003 dürfen keine neuen Käfiganlagen mehr errichtet werden, bis 2012 müssen bestehende Käfighaltungen aufgelöst werden. Doch auch bei den alternativen Haltungsformen gibt es erhebliche Unterschiede in der Lebensqualität der Tiere.

Bodenhaltung: Bei der Bodenhaltung werden die Hennen in Gruppen gehalten, die mehrere tausend Tiere umfassen können. Dabei müssen sich bis zu sieben Hennen einen Quadratmeter Bodenfläche teilen. Der Stallboden ist in der Regel in eine eingestreute Scharrfläche und eine Gitterfläche mit darunter liegender Kotgrube unterteilt. Über der Gitterfläche sind Futtertröge, Tränken und oft die Nester zur Eiablage angebracht. Die hohe Besatzdichte und die zur Produktionssteigerung übliche dauernde Beleuchtung der Hallen verursacht viel Stress für die Tiere.

Freilandhaltung:  Besser ergeht es den Hühnern in der Freilandhaltung. Nach dem derzeit geltenden österreichischen Tierschutzrecht ist eine Auslauffläche von mindestens 10 m2 pro Huhn vorgeschrieben. Damit liegt die österreichische Regelung weit über der EU-Norm, die nur 4 m2 pro Tier vorsieht. Tendenzen gehen jedoch dahin, das in Vorbereitung befindliche neue österreichische Tierschutzgesetz auf den EU-Standard abzusenken.

"Tierschutzgeprüft": Den Vermerk „tierschutzgeprüft“ dürfen Eier tragen, wenn den Hühnern eine gewisse Anzahl an artgerechten Angeboten zur Verfügung steht. Dazu gehören etwa Nester mit Einstreu, erhöhte Sitzstangen, kein Kupieren der Schnäbel. Erlaubt sind Bodenhaltung mit
maximal sechs Hühnern pro Quadratmeter sowie Freilandhaltung.

Biohühner:  Die „glücklichsten“ Hühner sind Biohühner. Für sie sind artgerechte Haltung und Auslauf zwingend vorgeschrieben, auch der natürliche Tag-und-Nacht-Rhythmus bleibt gewahrt. Zur Fütterung dürfen ausschließlich Produkte aus biologischem Anbau verwendet werden. Vorbeugende Medikation gegen Durchfall ist genauso verboten wie der Einsatz künstlicher Farbstoffe für die Dotterfärbung.

Spurensuche: Damit sich keine Eier von weniger glücklichen Hühnern unter die Bio- beziehungsweise tierschutzgeprüften Eier schwindeln, wird auf verdächtige Käfigspuren am Ei kontrolliert. Zusätzlich soll eine Mengenkontrolle, die am Hof Betriebsgröße, Tierbestand und Eiaufkommen in Relation setzt und auch die Ein- und Verkaufsmengen der Packstelle auf Plausibilität prüft, die wundersame Vermehrung „glücklicher Eier“ verhindern.

Ei-Produkte: kein Hinweis auf Tierhaltung  

Keine verpflichtende Kennzeichnung über die Art der Tierhaltung gibt es auf Eiprodukten und daraus hergestellten Erzeugnissen wie etwa Kuchen oder Teigwaren. Die Eiprodukte stammen fast zur Gänze aus konventioneller Tierhaltung und kommen überwiegend aus der EU, aber auch aus fernen Ländern wie Indien, Brasilien und China.

Ostereier

Eier, die man selbst hart gekocht hat und deren Schale intakt ist, können im Kühlschrank bis zu sechs Wochen, bei Zimmertemperatur bis zu vier Wochen aufbewahrt werden. Für die im Handel erhältlichen gefärbten Ostereier gibt es keine spezifischen Vorschriften. Solche mit spezieller Lackierung sind auch ungekühlt bis zu drei Monate lang hygienisch einwandfrei. Im Handel werden gefärbte Eier in der Regel mit einem Mindesthaltbarkeitsdatum von bis zu fünf Wochen angeboten.

So erkennen Sie Frische

So erkennen Sie Frische  

Die auf der Packung angegebene Mindesthaltbarkeitsfrist beträgt 28 Tage. Ein frisches Ei erkennen Sie auch daran, dass es in einem Glas mit Wasser flach am Boden liegen bleibt. Je höher es steigt, desto älter ist es. Bei einem aufgeschlagenen frischen Ei sind Dotter und Eiklar deutlich gewölbt; ein altes Ei zerrinnt.

Auf der äußeren Verpackung

Auf der Verpackung müssen folgende Angaben ersichtlich sein:

  • Haltungsform,
  • Name und Anschrift des Produktverantwortlichen,
  • Kennnummer der Packstelle, 
  • Güteklasse und Gewichtsklasse, 
  • Anzahl der verpackten Eier, 
  • Mindesthaltbarkeitsdatum, 
  • empfohlene Lagerbedingungen.

Neu: Stempel auf dem Ei

Seit Jahresbeginn 2004 ist in der gesamten EU eine Einzeleikennzeichnung vorgeschrieben. Am Ei findet der Konsument nun Angaben über Haltungsform, Herkunftsland; Betriebscode (ausgewiesen als Zahlencode):

  • „0“ steht für Bioproduktion,
  • „1“ für Freilandhaltung,
  • „2“ für Boden- und
  • „3“ für Käfighaltung.

Das Herkunftsland wird mit den bekannten Kürzeln wie AT, DE, IT, FR angegeben. Daran schließt sich die Kennnummer des Landwirtschaftsbetriebes an.
Lediglich Eier, die vom Kleinst-Erzeuger ab Hof, am Markt oder an der Haustür unverpackt abgegeben werden, brauchen in einer Übergangsfrist bis 30. Juni 2005 keinen Stempel zu tragen.

Gewichtsklassen

Es gibt nur noch vier Gewichtsklassen. Sie lauten:

Bezeichnung Gewicht
S unter 53 g
M 53 bis unter 63 g
L 63 bis unter 73 g
XL 73 g und darüber

Tipps gegen Salmonellen

Schale und Dotter . Salmonellen sind Bakterien, die beim Ei sowohl auf der Schale als auch im Dotter vorkommen können. In feuchter, warmer Umgebung verdoppelt sich ihre Anzahl jede halbe Stunde. Kühlschranktemperaturen velangsamen das Wachstum, abgetötet werden die Bakterien bei Temperaturen ab + 75 °C. Im Eiweiß sorgt in den ersten zehn Tagen ein Enzymsystem dafür, dass keine Salmonellen eindringen können. Doch Achtung: Waschen der Eier zerstört die auf der Schale vorhandene Schutzschicht.

In Eiern gering. Im Verhältnis zum Geflügelfleisch ist das Auftreten von Salmonellen in Eiern gering. In einer von der Stiftung Warentest im Jahr 2000 durchgeführten Untersuchung von 3000 Eiern wurden keine Salmonellen gefunden.

Möglichst frisch. Wer absolut nicht auf das weiche Ei zum Frühstück oder die Dottercreme in der Torte verzichten mag, kann das Risiko mindern, indem er ausschließlich frische Eier verwendet, bei denen die Kühlkette nicht unterbrochen wurde. Leider ist die gekühlte Lagerung im Handel noch immer nicht verpflichtend!

Küchentipps. Das fertige Gericht innerhalb von 24 Stunden verzehren und bis dahin in den Kühlschrank stellen. Bei selbst gerührter Mayonnaise hemmt ein Schuss Essig das Bakterienwachstum. Absolute Sicherheit vor Salmonellen gibt aber nur das Erhitzen auf mindestens 75 °C!

Hygiene. Überall dort, wo erhöhte Salmonellengefahr besteht, also etwa auch beim Umgang mit rohem Geflügel, muss besonders sauber gearbeitet werden: Küchenwerkzeug und Schneidbretter nicht ohne gründliche Reinigung für andere Speisen verwenden, zwischendurch Hände waschen und entweder den Putzfetzen in die Kochwäsche geben oder mit Küchenrolle arbeiten.

Eier und Gesundheit

Lange Zeit galten Eier als eher ungesundes Nahrungsmittel. Grund dafür ist ihr Cholesteringehalt, der bei einem Ei mittlerer Größe fast der maximal empfohlenen täglichen Cholesterinaufnahme von 300 mg entspricht. Inzwischen weiß man aber, dass das Nahrungscholesterin bei der Erhöhung des Blutcholesterins eine untergeordnete Rolle spielt.

Der Cholesterinspiegel wird überwiegend von der Gesamtfettzufuhr sowie der Fettzusammensetzung bestimmt. Wer gesund und nicht übergewichtig ist, sich fettarm und ausgewogen ernährt, der darf ruhig auch drei bis vier Eier pro Woche genießen. Schließlich sind Eier hochwertige Nahrungsmittel: Ein Ei deckt von der empfohlenen Tagesmenge an den Vitaminen A, D, E, K, Folsäure und B12 zwischen 11 und 37 Prozent ab. Und wer sich sonst vernünftig ernährt, der darf auch ab und zu über die Stränge schlagen.

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