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Neben der Gebühr für Rechnungen bekommen Prime-Kunden die zu viel bezahlte Prime-Gebühr zurück. Bild: Claudio Divizia/Shutterstock

Amazon-(Prime-)Rückerstattung

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Als Amazon-Kunde empfiehlt es sich, einen langen Atem zu haben. Das beweist der Konzern immer wieder. Aus Erfahrung kann ich sagen: Dranbleiben lohnt sich!

Wenn du Amazon-Prime-Kunde bist, hast du hoffentlich von der Rückforderung der zu viel bezahlten Prime-Gebühr Anfang Juni gehört. Die Arbeiterkammer hat im Zuge einer Verbandsklage eine tolle Lösung für Prime-Kunden erreicht. Auch im KONSUMENT haben wir darüber berichtet.

Rechtswidrige Klauseln und Geschäftspraktiken wurden geklagt und als unwirksam deklariert. Neben der Gebühr für Rechnungen bekommen Prime-Kunden auch die erwähnte zu viel bezahlte Prime-Gebühr zurück. Diese wurde im Februar 2017 von 49 auf 69 Euro (Studententarif von 24 auf 34 Euro) erhöht. Auch Gutscheine und Geschenkkarten sind nun länger gültig. Mehr dazu auf der AK-Website.

Rückforderungsansuchen gefinkelt versteckt

Bis 30. Juni 2019 hatten Prime-Kunden Zeit, ihr Geld zurückzufordern. Man musste sich als Kunde aktiv bei Amazon melden. Davon war auch ich betroffen. Also erledigte ich die mühevollen Schritte auf der Website von Amazon, um mein Geld zurückzubekommen. Das Formular zur Rückforderung war nämlich ziemlich gut im Kundenservicebereich versteckt. Amazon wollte es seinen Kunden wohl nicht leicht machen und verkündete die frohe Botschaft nicht aktiv. Aber das wundert wahrscheinlich niemanden.

Als hartnäckige Userin schaffte ich es schließlich durch das Klickprozedere und schickte mein Ansuchen ab. Das war übrigens am 13. Juni. Sofort bekam ich ein automatisch generiertes E-Mail retour, das mir sagte, ich solle wählen, wie ich meine Rückerstattung abwickeln möchte:

  • als Überweisung auf das Referenzkonto
  • oder als Gutschein

Ich wählte das Bankkonto. Prompt erhielt ich ein weiteres E-Mail. Dieses versprach mir, mein Ansuchen sei in Bearbeitung und ich erhalte innerhalb von 14 Tagen per E-Mail eine Rückmeldung.

Bitte warten

Die Zeit verging. Auch nach 2 Wochen hatte ich noch keine Antwort. Fast hatte ich schon darauf vergessen! Wie es einem eben so ergeht, wenn man sich auf das Entgegenkommen von Unternehmen verlässt. Bei der monatlichen Kontrolle meines Bankkontos fiel es mir wieder ein und ich war „not amused“, da keine Gutschrift von Amazon aufschien.  So schrieb ich dem Kundensupport am 13. August (also 2 Monate später) eine Nachricht, dass mein Ansuchen noch nicht erledigt sei und ich um baldige Rückmeldung und Überweisung ersuche. Wider Erwarten erhielt ich noch am selben Tag eine personalisierte Antwort von einem Kundenservice-Mitarbeiter, der mir mitteilte, dass mein Antrag nicht korrekt geprüft worden sei. Er habe dies nun jedoch erledigt und ich würde meine 40 Euro (für 2 Jahre zu viel bezahlte Prime-Mitgliedschaft) binnen 5-7 Werktagen erhalten.

So geschah es dann auch. Zwar nicht nach Wunsch auf mein angeführtes Bankkonto, sondern auf meine Kreditkarte. Aber immerhin: Ich erhielt das Geld. 

Kein Einzelfall

Wie es scheint, bin ich kein Einzelfall. Nach kurzem Umhören im Freundeskreis kam bald die Bestätigung. „Also, ich hab auch noch kein Geld erhalten.“ „Was? Ich hab das innerhalb von 2 Wochen überwiesen bekommen.“ Tja. Wie Amazon die Auswahl getroffen hat, wer das Geld sofort bekommt und bei wem man es probiert, ob derjenige nicht vielleicht doch darauf vergisst – wir werden es nie erfahren. (Anmerkung: Das ist eine nicht verifizierte Unterstellung von mir.) Man sollte meinen, dass alle Prime-Kunden bevorzugt behandelt werden. Man will seine Kunden ja nicht verärgern oder gar vergraulen. Dem ist aber nicht so!

Mein Fazit

Hartnäckig bleiben lohnt sich! Lasst euch nicht über den Tisch ziehen. Auch wenn es nur um 40 Euro geht – Peanuts sozusagen. Hier geht‘s ums Prinzip! Mündige, unnachgiebige Konsumenten werden belohnt. 

Schreib mir doch deine Erfahrungen zu Amazon-Prime in einem Kommentar. Ich freue mich auf regen Erfahrungsaustausch.

Im konsument.at Forum "Schlechte Erfahrungen gemacht" gab es dazu ebenfalls Diskussionen. 

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