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Autospengler in Wien: Lackschäden - Vergleichen und verhandeln

Ein Jahr nach unserem Test von Autospenglern in Tirol haben wir uns diesmal die Wiener Werkstätten vorgenommen.

Diese Werkstätten finden Sie in unserer Tabelle:

  • Andreas Kreiszner
  • Auto Ludwig
  • Auto Nuri
  • Autohaus Miro GmbH
  • Autopark Wien – Alex Guillaume Ellinger GmbH & Co KG
  • BMW Wien Donaustadt
  • BMW Wien Heiligenstadt
  • car-rep Autolackier GmbH
  • Car-Rep Autolackier GmbH
  • Chips Away  Sladjan Ljubojevic
  • Decker Kfz Handels- u. Reparatur GmbH
  • Eisner Auto Italia Vertrieb- und Service GmbH
  • F. Weiser Ges.m.b.H
  • FCA Motor Village Austria GmbH
  • Friedrich Edinger GmbH
  • Gibley & Rathmanner GmbH
  • Gruber Karosseriefachbetrieb GmbH
  • Josef Holzer GmbH
  • Lucky-Car  Rado Lukic
  • Lucky-Car Christopher Dangl
  • Marzi Karosserie & Technik
  • Megadenzel Wien Erdberg
  • Özbay KEG
  • Porsche Inter Auto GmbH & Co KG
  • Porsche Wien Oberlaa
  • R.B.M. Autorepair OG
  • Singer Herbert GesmbH
  • Tretton Ges.m.b.H.
  • Wiesinger Ges.m.b.H.
  • Zitta Betriebs GmbH

Die Tabellen enthalten Infos zu den Kosten (Kostenvoranschläge) und die Dauer der Reparatur sowie Urteile zu Durchführung der Reparatur, Einhaltung des Termins, Aussehen der Oberfläche, Farbgenauigkeit, Sauberkeit. - Hier unser Testbericht:


Für diese Kratzer am Kotflügel eines Skoda Fabia veranschlagte Porsche Wien Oberlaa 3.000 Euro. Repariert wurde der Schaden um 660 Euro – bei einer anderen Werkstatt (Foto: VKI)

Große Preisspanne: Für diese Kratzer am Kotflügel eines Skoda Fabia veranschlagte Porsche Wien-Oberlaa 3.000 Euro. Repariert wurde der Schaden um 660 Euro – bei einer anderen Werkstatt (Foto: VKI)

Test: Qualitätsunterschiede bei Reparaturen

Eines zeigt der Vergleich der beiden Er­hebungen ganz grundlegend: Bei Beratung und Service unterscheiden sich die Bundesländer kaum. Innerhalb Wiens schwanken jedoch die Reparaturen zwischen makellos und schleißig.

Der Modus hat sich seit dem letzten Test nicht geändert. Mit vier leicht beschädigten Autos fuhren wir jeweils mindestens sieben verschiedene Werkstätten an, ließen uns beraten und fragten nach den Reparaturkosten. Im Unterschied zu vielen anderen Regionen in Österreich findet man in Wien fast an jeder Ecke eine Werkstatt, das Angebot ist groß. Wir wählten also nach dem Zufallsprinzip aus und ließen das Los entscheiden, welche der insgesamt 30 Firmen am Schluss den Auftrag zur Reparatur bekam.

Preis: Verhandlungssache

Was wir vor Ort erzählt haben? Dass wir einen selbst verursachten Schaden aus eigener Tasche zu bezahlen hätten, denn eine Deckung durch die Versicherung sei nicht gegeben. Dabei stellte sich einmal mehr heraus, dass man bei einer privat bezahlten Reparatur verhandeln kann.

Viele Werkstätten lassen mit sich reden und verrechnen einen günstigeren Stundensatz. Die Wiener zeigten sich etwas flexi­b­ler als die Kollegen in Tirol. Manche ließen uns im Vorjahr nämlich spüren, dass ohne Ver­sicherung kein Interesse an einer Reparatur besteht.

Keine faulen Tricks

Keine faulen Tricks

Überhaupt wurden wir in der Bundeshauptstadt durchwegs freundlich behandelt und kompetent beraten. Man muss also nicht befürchten, über den Tisch gezogen zu werden – zumindest in den von uns angefah­renen Werkstätten. Manche wiesen uns sogar auf andere Werkstätten in der Nähe hin, die um einiges günstiger seien. Auch erfreulich: Unnötige Arbeiten, wie man sie uns zum Teil im Vorjahr einreden wollte, wurden uns diesmal nicht aufgedrängt.

Große Varianz beim Preis

Wir empfehlen jedenfalls, mehrere Firmen zu kontaktieren und Kostenvoranschläge ein­zuholen. Ein schriftliches Angebot ist in der Regel kostenpflichtig, mündliche sind gratis. Vergleichen lohnt sich auf jeden Fall, denn die Preise unterscheiden sich dramatisch. Unseren Skoda Fabia mit Kratzern am Kot­flügel und an der Tür wollten sich die günstigeren Autospengler schon für 400 Euro vornehmen. Bei einer Vertragswerkstatt – diese sind meist teurer – sollte die Arbeit 3.000 Euro kosten, fast acht Mal so viel!

Tretton in Favoriten

Das Los beim Skoda fiel letztlich auf Tretton in Favoriten, wo man mit 660 Euro einen der günstigeren Kostenvoranschläge stellte. Das Resultat ließ aber leider zu wünschen übrig: Auf der lackierten Fläche waren mehrere grobe Einschlüsse zu sehen, der Tankdeckel wurde nicht mitlackiert und hob sich farblich ab, die Kunststoffab­deckung im Radkasten wurde nicht abgeklebt bzw. abmontiert und trug Lackspuren davon – saubere Arbeit sieht anders aus.

Offenbar beherrscht nicht jeder Lackierer, der auf die Kunden losgelassen wird, sein Handwerk aus dem Effeff. Wenig Glück hatten wir nämlich auch mit unserem Fiat Scudo, der Kratzer am Heck und einen Schaden an der Stoßstange aufwies.

Lange Wartezeit

Marzi: minimale Lackeinschlüsse

Wir ließen das Malheur bei Marzi in der Linzer Straße beheben und mussten auch hier minimale Lackeinschlüsse entdecken. Außerdem waren offensichtlich Fehler beim Abkleben passiert, sodass Lack­nebel die Seitenscheiben zierte, und auch die neue Stoßstange wurde ungenau eingebaut. Der ölige Fußabdruck auf der Fußmatte beim Fahrersitz ist zwar nicht das größte Malheur, auf so ein Souvenir würde man als Kunde aber dennoch lieber verzichten.

Wartezeiten: mehrere Wochen keine Seltenheit

Die Wartezeiten auf einen Termin können gerade in der Urlaubszeit länger ausfallen, mehrere Wochen sind keine Seltenheit. Die Reparaturen selbst gehen dann aber flott über die Bühne. Drei Tage für den Skoda waren das Maximum. Besonders schnell war BMW Zitta in der Murbangasse. Obwohl wir nach der Besichtigung des Fahrzeugs nur telefonisch und ohne schriftlichen Auftrag einen Termin ausgemacht hatten, bestellte die Vertragswerkstatt in unserer Abwesenheit bereits den benötigten Kofferraumdeckel und lackierte ihn auch im richtigen Farbton. Das Auto konnten wir dadurch noch am selben Tag wieder abholen. Die Kosten: 1.665 Euro.

Gebrauchten Kofferraumdeckel suchen

Günstigere Reparaturen boten übrigens auch bei unserem BMW 525 die freien Werkstätten an. Bei Gruber in der Hirschstettner Straße schlug man uns sogar vor, selbst nach einem gebrauchten Kofferraumdeckel zu suchen. Das Lackieren würde dann nämlich nur mehr 600 Euro kosten. Auf diese Idee wird zwar nicht jeder anspringen, der Vorschlag an sich ist aber, vor allem bei älteren Fahrzeugen, definitiv ein Pluspunkt.

US-Pick-up-Truck GMC Canyon

GMC: hierzulande weniger verbreitet

Diesmal hatten wir mit dem US-Pick-up-Truck GMC Canyon auch ein Fabrikat im Test, das hierzulande weniger verbreitet ist. Bei solchen Autos müssen sich Besitzer auf längere Wartezeiten für Ersatzteile ein­stellen. Das sollte einem natürlich schon beim Kauf des Fahrzeugs klar sein.

Beim GMC unterschieden sich die ange­gebenen Lieferzeiten stark, von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Wir benötigten wegen eines Schadens am Heck eine neue Leuchte.

Günstigere Nachbauteile

Offensichtlich hatten manche Unternehmen besseren Zugang zu einem Ersatzteillager mit exotischeren Teilen. Einige Werkstätten boten uns Nachbauteile an, die günstiger und schneller zu bekommen waren als die Originale aus Übersee. Die Wartezeit auf Austausch und Lackieren bei Auto Ludwig in Liesing dauerte etwas länger als geplant, die Arbeit war ansonsten aber tadellos.

Testtabelle: Reparatur der Lackschäden

Tabelle: Kostenvoranschläge Fiat

Tabelle: Kostenvoranschlag GM

Tabelle: Kostenvoranschlag BMW

Tabelle: Kostenvoranschlag Skoda

Tipps

  • Spielraum: Sie bezahlen aus eigener Tasche? Freie Werkstätten haben tendenziell mehr Spielraum zum Verhandeln. Auch manche Vertragshändler bieten günstigere Stundensätze.
  • Gedächtnisstütze: Auch mündliche Kostenvoranschläge sollten Sie z.B. auf einer Visitenkarte festhalten, damit es eine Gedächtnisstütze gibt.
  • Wartezeiten: Rechnen Sie mit längeren Wartezeiten für einen Termin und fragen Sie wenn nötig schon vorab nach einem Ersatzauto für die Dauer der Reparatur.

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