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Temu-Logo auf schwarzem Display
Bild: PixieMe/Shutterstock

Temu: Behörden wollen unfaire Praktiken abstellen

Verbraucherschutzbehörden und EU-Kommission erhöhen den Druck.

Ginge es nicht um Milliardenbeträge, könnte man es als Schulkomödie abtun. Temu macht Ärger; Temu bekommt Ärger. 

Falschinfos über Rabatte

Die chinesische Handelsplattform setzt Verbraucher:innen beim Kauf unter Druck, indem sie Falschinfos über Rabatte oder verfügbare Produkte verbreitet. Solche aggressiven und irreführenden Geschäftspraktiken sind verboten. 

Temu steht unter Beobachtung

Deshalb geht nun das Netzwerk der europäischen Verbraucherschutzbehörden CPC (Consumer Protection Cooperation) gegen Temu vor. Temu steht nun unter Beobachtung, soll seine Verstöße einstellen und muss über die Fortschritte berichten. Wenn nicht, wird es teuer. 

Spielregeln bestimmen

Neu daran ist: Europäische Behörden beginnen die Spielregeln zu bestimmen und ziehen – koordiniert - die Daumenschrauben an. Die europäische Untersuchung wird geleitet von den Behörden Belgiens, Irlands und Deutschlands. Nebenher laufen verbraucherrechtliche Untersuchungen in Ungarn, Polen und Frankreich.

Aggressives Marketing mit Glücksspielelementen

Eingeleitet hat das CPC-Netzwerk die Aktion im Juli 2024. Die Behörden werfen Temu unter anderem vor, Kund:innen das Widerrufsrecht (Rücktritt) unnötig zu erschweren. Daneben richtet sich die Aktion auch gegen mutmaßlich gefälschte Verbraucherbewertungen, aggressives Marketing mit Glücksspielelementen und irreführende Informationen zu Mindestbestellwerten. Parallel zur CPC hat auch die EU-Kommission im Rahmen des Gesetzes über digitale Dienste (DSA) ein Verfahren gegen Temu eingeleitet.

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