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Streaming: Tipps für mehr Sicherheit - Legale und illegale Angebote

Tipps zum sicheren Streamen, Beispiele für die häufigsten Methoden, mit denen Online-Gauner versuchen, Geld und private Informationen zu lukrieren sowie legale Portale.

Bild: MicroOne, naum/Shutterstock.com

Streaming bietet maximale Flexibilität, ist legal und im Abo relativ günstig. Ein spezielles Speichermedium ist nicht mehr erforderlich, die Daten werden bei "Video on demand" nur zwischengespeichert. Die auf den Plattformen verfügbaren Filme und Serien können beliebig oft und jederzeit abgerufen werden. Der Markt ist trotz enormer Zuwachsraten so riesig, dass er sogar einige Player mehr verträgt. Erst kürzlich sind Disney+ und Apple TV+ noch schnell in das digitale TV-Business eingestiegen. Wir haben die einzelnen Streaming-Plattformen - Wer streamt was?.

Neben den bekannten Namen tummeln sich im Internet aber auch dubiose Anbieter, die ihre Inhalte unerlaubt und angeblich kostenlos anbieten. Wer glaubt, sich ein paar Euro sparen zu können, ist aber möglicherweise gerade in eine Abo-Falle um einen vielfachen Betrag getappt.

Legale versus illegale Angebote

Schnell die Suchmaschine befragt und mit ein paar unbedachten Klicks landet man auf Seiten, die Filme ohne Zustimmung des Urhebers bzw. Rechteinhabers anbieten. Auch auf YouTube landen immer wieder Videos ohne Genehmigung. Was vielen nicht bewusst ist: Bei der Frage, ob das bloße Ansehen eines illegalen Streams rechtliche Konsequenzen haben kann, handelt es sich teilweise noch um einen Graubereich. Das Umgehen von technischen Beschränkungen, etwa die Nutzung eines speziellen Proxyservers gegen Ländersperren, ist nicht erlaubt.

Die Marktführer

Wer sich bei den bekannten Anbietern Netflix, Sky, Maxdome, Amazon Prime Video, Disney+ oder Apple TV+ ein Abo nimmt, kann davon ausgehen, dass alle dort angebotenen Filme legal gestreamt werden. Die Unternehmen finanzieren sich durch Werbung, Abos, Einzelabruf oder Verleih und können damit die Lizenzgebühren, die sich aus den Urheberrechten der Künstler ergeben, bestreiten.

Die Qual der Wahl

In unseren Wohnzimmern geht es neuerdings sportlich zu: Marathons werden allerdings nicht gelaufen, sondern gestreamt. Binge-Watching, auf Deutsch Komaglotzen, ist nicht nur bei Jugendlichen eine überaus beliebte Freizeitbeschäftigung. Vorbei die Zeiten, als Filmabende mit Freunden aufwendig organisiert werden mussten. Dank Digitalisierung gibt es Lieblingsfilme und Serien für wenig Geld zum Downloaden oder Streamen. Netflix, Amazon & Co befinden sich daher nicht erst seit der Coronakrise auf Höhenflug.

Da die Nachfrage nach Serien und Filmen ständig steigt, wird neuerdings selber produziert. Dadurch bleibt das Angebot exklusiv und das Programm kann besser gesteuert werden.

Flexibel bleiben

Mehr Konkurrenz

Für die Konsumenten bedeutet mehr Konkurrenz günstigere Preise – mit einem ganz großen Nachteil: Serien-Junkies müssten sich mehrere Abos zulegen, wenn sie alle angesagten Titel sehen wollen. Die deutsche Stiftung Warentest hat erst kürzlich zu Testzwecken nach 200 besonders populären Titeln gesucht (Ausgabe Heft 1/2020). Das Ergebnis: Bei keinem Portal waren von den 200 Titeln mehr als 58 Titel gelistet.

Das beste Angebot mit vielen eigenproduzierten Serien hat Marktführer Netflix. Filmfans werden eher bei Sky fündig (viele Blockbuster). Beim Abo von Amazon Prime Video gibt es sowohl Filme als auch Serien. Schlusslicht Apple TV+ konnte mit seinem Angebot (noch) nicht überzeugen. Was viele nicht wissen: Auch die Mediatheken der großen TV-Sender bieten ein wechselndes, hochwertiges Programm, und zwar gratis.

Flexibel bleiben

Es muss nicht immer gleich ein Jahresabo sein. Prüfen Sie vor Abschluss die Kündigungsmöglichkeiten und wählen Sie lieber ein kurzfristiges Monatsabo, auch wenn ein Jahresabo eventuell günstiger ist. Da das Angebot an Titeln beschränkt ist, kann es durchaus Sinn machen, für eine bestimmte Zeit zu einem anderen Anbieter zu wechseln und später, wenn neue interessante Serien herauskommen, wieder einzusteigen. Die Flatrate ist vor allem für Serienfans gedacht, die die kultigen "Originals" (Eigenproduktionen) sehen wollen.

Die Auswahl an Filmen hat sich bei allen Anbietern zwar verbessert, preisgekrönte Filme sind aber immer noch eher rar. Zudem sind seit dem Einstieg von Disney+ die meisten Filme, deren Rechte bei Disney liegen, nun auf diesem Kanal konzentriert und wurden den anderen entzogen. Das betrifft nicht nur die Disney-Filme selbst, sondern auch Pixar, Star Wars und (teilweise) Marvel. Wer nur gelegentlich nach einem guten Film sucht, ist mit einem Einzelabruf besser dran. Aber: Sollte der Filmabend doch länger dauern, weil sie noch einen zweiten oder dritten Film ausleihen, dann kostet das so viel wie ein Monatsabo.

Vorsicht vor Gratis-Angeboten!

Illegale Downloads von raubkopiertem Material (Stichwort Piraterie) haben zwar in den letzten Jahren abgenommen, die Zahl illegaler Streams jedoch ist gewachsen, insbesondere während der Coronakrise. Es gibt also immer noch genug Leute, die für die Filme nicht bezahlen wollen, im Netz nach Gratisfilmen suchen und aus Unwissenheit mit ein paar unbedachten Klicks auf illegalen Seiten landen.

Die Folgen: viel Ärger mit teuren Abos, Datenklau und im schlimmsten Fall ein infizierter Computer durch Schadsoftware oder Computerviren, worauf wir später genauer eingehen.

Abo-Fallen und Malware

Vorsicht, Abo-Falle!

Ein üblicher Trick von Betrügern besteht darin, eine seriös wirkende Titelseite mit Bildern oder Trailern mit glaubwürdigen Medieninhalten zu präsentieren. Die Trailer können durchaus Originaltrailer sein. Die Seite wirkt dadurch echt und kommerziell. Versprochen werden ein kostenloses fünftägiges Abo und sofortiges Streamen.

Die Betrugsmasche läuft

Sobald Sie sich registriert haben, werden Sie feststellen, dass Sie auf die versprochenen Inhalte doch nicht zugreifen können. Da Sie nichts bezahlt haben, denken Sie vielleicht, es sei kein Schaden entstanden, und ignorieren den Vorfall. Leider ein Irrtum. So leicht werden Sie die Internetbetrüger nun nicht mehr los. Einige Tage später trudelt eine Rechnung ein, in der mehrere Hundert Euro verlangt werden. Sie werden darüber informiert, dass sich das Probeabo nach Ablauf der Testphase automatisch in ein Jahresabonnement für den Premium-Status verwandelt hat.

Bloß nicht zahlen

Jetzt heißt es Ruhe bewahren, denn die Betrüger setzen bewusst auf Drohung und Druck, um die verschreckten Kunden zum Zahlen zu bewegen. Manche Gauner gehen so weit, dass sie in selbst erstellten YouTube-Videos falsche Anwälte wortreich erklären lassen, warum diese Jahresabos rechtlich verbindlich sind und Sie unbedingt zahlen müssen. Schenken Sie den Drohungen keinen Glauben, sondern holen Sie lieber Rat bei einer Konsumentenberatungsstelle ein. Keinesfalls sollten Sie die Rechnung in Panik sofort begleichen, sonst ist ihr Geld unwiederbringlich verloren.

Ihre Daten sind gefragt

Mit der Registrierung ist jedenfalls ein gewisser Schaden bereits dadurch entstanden, dass Sie eine Reihe von persönlichen Daten abgeliefert haben. Aus der Beratungspraxis wissen wir, dass manchmal mehrfache Registrierungen verlangt werden. Mit jeder Registrierung wird eine weitere Betrügerei angehängt, beispielsweise ein Jahresabo und eine (kostenpflichtige) Jahresmitgliedschaft. Ihre Mailadresse – und hoffentlich nicht das Lieblingspasswort – haben die Betreiber dieser Fake-Seiten daher gleich doppelt und dreifach abgesaugt.

Malware und erwünschte Downloads

Eine weitere Einnahmequelle für Betrüger ist die Werbung. Aggressive Pop-up-Anzeigen können auf dem Bildschirm erscheinen. Durch den Versuch, die Werbung zu entfernen, oder durch gefälschte Fehlermeldungen kann Ihnen der nächste Schaden entstehen. Am häufigsten ist jedoch der Fall, dass Sie gefälschte Viewer-Software herunterladen müssen, um sich die versprochenen Inhalte überhaupt ansehen zu können. Das kann Schadsoftware sein, die das Gerät blockiert oder beschädigt. Auch Umleitungen auf andere Seiten sind ein Hinweis darauf, dass Sie gerade auf einer Scamming-Seite gelandet sind.

Fakes, Raubkopien, illegales Streamen

Alles Fake

Scamming ist die englische Bezeichnung für das, was wir im Deutschen als „Vorschussbetrug“ kennen. Im Prinzip geht es darum, dass man (vorab) für eine Leistung bezahlt, die man niemals bekommen wird. Hunderte solcher Websites folgen dem gleichen Muster und werden in ganz Europa eingerichtet, oft von denselben Kriminellen.

Sie verschwinden, sobald sie auf dem Radar von Verbraucherschützern auftauchen, die entsprechende Warnungen sofort weitergeben. Oder sie werden von den Strafverfolgungsbehörden geschlossen, was die betrügerische Domain weniger profitabel macht. Die Sites tauchen kurz darauf unter neuen Domain-Namen wieder auf und es beginnt eine neue Runde des Betrugs.

Pseudo-Sicherheiten und Datenklau

Neben dem Verkauf von Fake-Abonnements profitieren diese Websites auch vom Phishing: dem Verkauf persönlicher Daten, die von den Benutzern bei der Registrierung eingegeben wurden. Um den arglosen User in besonderer Sicherheit zu wiegen, werden nach der Registrierung zusätzlich persönliche Daten per E-Mail oder SMS abgefragt. Hier ist größte Vorsicht geboten, denn die Betrüger erhalten zusätzlich Telefonnummern und im schlimmsten Fall Kontodaten und Passwörter. Alle Daten werden natürlich nur gesammelt, um weiterverkauft zu werden, oft an andere kriminelle Unternehmen.

Raubkopien und illegales Streamen

Gegen Piraterie der besonderen Art kämpft seit Jahren die Filmindustrie. Anders als beim Scamming wird zwar eine „Gegenleistung“ geboten, also beispielsweise der gewünschte Film, der Content wurde aber ohne Zustimmung der Rechteinhaber und Verwertungsgesellschaften hochgeladen.

Gratis, aber illegal

Aufgrund der Gratis-Mentalität im Internet fehlt es oft an Bewusstsein, aber auch an Wissen um die Konsequenzen. Kommt Ihnen eine Webseite nicht ganz geheuer vor, klicken Sie lieber weg. Denn: Um ganz sicher zu gehen, ist es ratsam, nur von Seiten zu streamen, die eindeutig eine Erlaubnis von den Urhebern bzw. Rechteinhabern haben und bei denen es sich somit um eine legale Quelle handelt. Für Versierte mag das Umgehen von technischen Beschränkungen wie Ländersperren ein besonderer Kick und ein Erfolgserlebnis sein. Es ist jedenfalls nicht erlaubt und kann ein juristisches Nachspiel haben.

Vorsicht vor Raubkopien

Im Gegensatz zu gefälschten Websites kann man auf illegalen Websites zwar Inhalte sehen, es handelt sich dabei aber meistens um gestohlenes Material, also Raubkopien. Sich auf diesen virtuellen Tauschbörsen die neuesten Filme anzusehen, mag verlockend sein, stellt aber eine Verletzung der Urheberrechte und Nutzungsbedingungen dar. Dementsprechend ist auch das Hochladen geschützter Inhalte ohne Genehmigung nicht erlaubt.

All jenen, die an der Produktion mitgewirkt haben, wie Drehbuchautor, Regisseur, Produzent oder Musikverlag, aber auch den Steuerbehörden werden durch Raubkopien rechtmäßige Einnahmen entzogen. Gleichzeitig wird die damit verbundene Cyberkriminalität gefördert. Das in letzter Zeit beliebte Übertragen von Serien oder Sportevents auf Social Media- und Video-Sharing-Plattformen kann zum Löschen von Benutzerkonten führen.

Unsichere Upgrades

Unsichere Upgrades für TV-Geräte

Auch bei Hardwarezusätzen zum smarten TV-Gerät gibt es Probleme mit Piraterie. Sogenannte Kodi Boxen oder Amazon Firesticks und ähnliche Geräte werten moderne Fernseher zu Medienzentren auf. Zwielichtige Händler versprechen unzählige zusätzliche Streaming-Quellen „gratis“ dazu, wenn man eine sogenannte „fully loaded“ oder „jailbroken“ Version oder ein „verbessertes“ Billigimitat aus Fernost davon kauft, welche in den Geräten sonst eingebaute Schutzmechanismen aushebeln.

Der Spaß kann recht teuer werden, wenn durch den Jailbreak-Versuch der Eigentümer aus seinem System für immer ausgeschlossen wird, der Zoll das illegale Gerät am Postweg abfängt, es Feuer fängt, weil es elektronisch unsicher ist, oder wenn Europol einen kriminellen Server beschlagnahmt, auf dem vom Nutzer hochgeladene und unter Copyright stehende Inhalte zu finden sind. Am wahrscheinlichsten ist aber die Gefahr, sich auf diesem Weg Schadsoftware ins Heimsystem zu holen und es von außen angreifbar zu machen.

Markenwerbung und Originaltrailer

Illegale Websites zu erkennen, ist gar nicht so einfach. Der Webauftritt kann auf den ersten Blick recht professionell wirken. Manchmal wird die Benutzeroberfläche legaler Plattformen kopiert und mit (bezahlter) Markenwerbung und Originaltrailern aufgewertet. Viele Unternehmen wissen oft gar nicht darüber Bescheid, an wen sie die Trailer verkaufen. Einer Untersuchung der Europol (Crime Threat Assessment Report 2019) zufolge haben 46 der 100 weltweit führenden Unternehmen mindestens eine Markenwerbung auf einer das Urheberrecht verletzenden Website geschaltet.

Gaunerei im Doppelpack

Besonders trickreich ist die Kombination von Raubkopien und gefälschten Websites. Solche Websites geben vor, eine große Bibliothek zu haben. Sie locken Kunden in ein Abonnement, indem sie einige kostenlose Streams zeigen. Der vielversprechende "Gesamtkatalog" ist in diesen Fällen allerdings gefälscht und dient nur zum Kundenfang. Beeindruckt durch die angebotenen Titel in der Testversion können die Opfer den Betrug eventuell nicht rechtzeitig erkennen und tappen auch hier in eine Abo-Falle.

Kein Jugendschutz

Kriminelle kümmern sich nicht darum, Kinder vor schädlichen Inhalten zu schützen. Teenager und Kinder sind besonders anfällig, weil sie ihre mobilen Geräte übermäßig stark nutzen und zu wenig über legale und illegale Inhalte Bescheid wissen. Dazu kommt noch, dass viele Portale nur auf Englisch verfügbar sind. Illegale Websites enthalten häufig pornografische oder andere nicht jugendfreie Inhalte oder werben mit Glücksspiel- oder Wettangeboten, die allesamt für ein jüngeres Publikum nicht geeignet oder verboten sind.

Mit einem Klick geteilt

Für Kriminelle sind Social-Media-Kanäle ein riesiger Markt, den sie günstig abzocken können. Besonders interessant ist die Möglichkeit, Inhalte über einen einfachen Link mit vielen zu teilen. Die Links werden dorthin gesetzt, wo illegale Inhalte gehostet oder illegale Streams gepostet werden. Vor allem illegale Live-Sportübertragungen erreichen ein riesiges Publikum.

Auch auf YouTube und anderen etablierten Videokanälen ist illegal bereitgestelltes Material nicht auszuschließen. Der Rechteinhaber muss immer sein Einverständnis gegeben haben, dass „sein Werk“ auf diesem Kanal gezeigt werden darf. Vorsicht ist immer dann geboten, wenn der beworbene Film noch in den Kinos läuft und auch noch nicht auf den etablierten Streaming-Portalen verfügbar ist.

Tipps, Tricks & legale Alternativen

Hinweise auf Fake-Seiten

  • Aufdringliche Werbung in Pop-up-Fenstern
  • Reißerische Texte und Gratis-Versprechen
  • Viele Klicks bis zum gesuchten Film
  • Dubiose Mehrfachregistrierung
  • Kundendienst existiert nicht
  • Umleitung auf andere Seite
  • Riskanter Softwaredownload erforderlich
  • Schlechte Qualität der Filme
  • Fragwürdige private "Sicherheitsabfragen"
  • Kein Jugendschutz
  • Impressum oder Adresse fehlen, sind unvollständig oder gefälscht

Angriff aus dem Netz

Schadsoftware oder Malware sind Computerprogramme, die unerwünschte, schädliche oder erpresserische Funktionen ausführen. Hier die Einteilung der Bedrohungen:

  • Adware – im Hintergrund laufende heimliche Software, die unaufgefordert lästige Werbung anzeigt, dabei das System verlangsamt und kaum zu deinstallieren ist.
  • Malware – schädliche Software, die Ihre Daten verrät oder die Ressourcen Ihres Geräts missbraucht.
  • PUP – potenziell unerwünschte Programme; diese lästige und nutzlose Software verlangsamt Ihr Gerät.
  • Ransomware – verschlüsselt die Daten in Ihrem System; um wieder Zugriff zu erhalten, werden Sie mit Geldforderungen erpresst
  • Scareware – zeigt gefälschte Fehlermeldungen oder gefälschte Mitteilungen von Behörden. Sie werden in den Pop-up-Fenstern beschuldigt, etwas Illegales getan zu haben. In der Folge werden Strafzahlungen oder Gebühren für technische Unterstützung verlangt.
  • Viren und Trojaner – zerstören Ihr Betriebssystem oder stehlen persönliche Daten wie Kontakte; durch heimlichen Zugriff werden der Computer und alle Dateien ausspioniert.

Legale Alternativen nutzen

  • Unbedenklich und kostenlos sind die Mediatheken vieler Fernsehsender. Gute Serien oder Fernsehfilme finden sich beispielsweise auf tvthek.orf.at, ardmediathek.de, zdf.de/ZDFmediathek, www.sat1.at/video, www.arte.tv/de oder tvnow.de (eingeschränkt gratis).
  • Für Cineasten und Serienfreaks sind Online-Video-Portale wie viewster.com oder netzkino.de interessant: Hier gibt es weniger bekannte Serien und herausragende Filme legal und kostenlos.
  • Gegen eine geringe Gebühr lassen sich Filme und Serien zum Beispiel bei großen Anbietern wie Maxdome, Sky, Netflix, Amazon Prime oder Apple TV+ streamen.
  • Arthouse-Filme findet man bei Mubi, Festival Scope, LaCinetek und dem Indie-Filmportal Realeyz.
  • Freunde des österreichischen Films werden im Filmarchiv Austria fündig, ein Teil des Archivs ist gratis. Neuere Produktionen aus Österreich und ORF-Klassiker gibt es auf www.filmmit.com (Abo oder Einzelkauf). Ebenfalls österreichisches Kino gibt es im Verleih des Kino VOD Club (www.vodclub.online).
  • Weiters können Sie unter diesen Links nach weiteren Plattformen suchen, die Urheberrechte respektieren: agorateka.eu (die Gesamteuropäische Webpräsenz, die legale Plattformen teilnehmender Länder listet), sroc.info (für Sportevents) und pro-music.org (für Musik).

Video-Portale im Transparenz-Check

  • Zuerst abchecken, dann registrieren: Wenn Sie nach Streaming-Seiten suchen und etwas Interessantes finden, melden Sie sich nicht sofort an. Investieren Sie eine weitere Minute, um Bewertungen und Warnungen über diesen Anbieter zu prüfen, z.B. auf www.watchlist-internet.at.
  • Informiert die Website über die Kosten? Nach europäischem Recht müssen Websites Kosten für Abos oder Leihe/Kauf transparent darstellen; und falls der Kaufvorgang mit einem Extra-Button beendet wird, muss dieser klar auf die Zahlungspflicht hinweisen (z.B. mit „Produkt kaufen“ oder „Buy now“).
  • Gibt es einen Kundensupport? Kommt Ihnen die Seite oder die Preisgestaltung komisch vor, kontaktieren Sie den Support und fragen Sie nach den genauen Bedingungen. Wenn niemand Ihre Anfrage beantwortet, abonnieren Sie nicht!
  • Mit Kreditkarte oder Online-Zahlungsdiensten bezahlen: Im Betrugsfall können Sie den Kundendienst des Zahlungsabwicklers für Ausgleichsbuchungen in Anspruch nehmen. Außerdem erhalten die Betreiber weniger persönliche Informationen (etwa die Kontonummer). In Österreich ist diese Art von Chargeback allerdings nicht verpflichtend und vom Einverständnis der Kreditkartenfirma abhängig.
  • Sie können sich nicht für einen Anbieter entscheiden? Auf www.europakonsument.at/streaming stellen wir die Broschüre "Safer Streaming" mit weiteren Tipps zum Download bereit, sowie relevante Links zum Thema. Auf Webseiten wie www.justwatch.com und www.werstreamt.es kann nach Filmen und Serien gesucht und ermittelt werden, welche Anbieter sie gerade im Programm haben.

Foto: ECC-Net und Europäische Union

Dieser Artikel entstand im Rahmen der „Action 670702 – ECC-NET AT FPA“, für welche das Europäische Verbraucherzentrum Österreich Förderungen aus den Mitteln des Verbraucherprogramms der Europäischen Union (2014–2020) erhält.

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