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Mehrere Reiswaffeln auf Teller, auf einer sind Joghurt und Erdbeerscheiben, auf einer zweiten streicht ein Messer Joghurt auf
Reiswaffel mit Joghurt - eine von vielen Zubereitungsarten. Wie gesund sind Reiswaffeln bzw. Maiswaffeln? Bild: irenastar / stock.adobe.com

Wissenswertes rund um Waffeln

Knabbern Sie gerne anstatt Süßigkeiten Reis- oder Maiswaffeln? Hier finden Sie interessante Informationen rund um Waffeln, inklusive Tipps für die Küche. Lesen Sie außerdem unseren Test von 22 Waffeln Reiswaffeln und Maiswaffeln im Test | KONSUMENT.AT

Sind Reis- und Maiswaffeln gesund?

"Natur" Reis- bzw. Maiswaffeln sind hinsichtlich ihrer Nährstoffe mit einem Nutri-Score von A und B (ungesalzene und ungesüßte Varianten) eine sinnvolle Zwischenmahlzeit. Gerade Reiswaffeln beinhalten auch recht viel Eiweiß und Ballaststoffe und eignen sich als Sportlersnack.

Sind Reis- bzw. Maiswaffeln sinnvoll, wenn man Gluten meiden muss?

Reis- bzw. Maiswaffeln, die zu 100 Prozent aus Reis oder Mais bestehen, sind für Personen, die auf Gluten sensibel reagieren, durchaus sinnvoll und eine Alternative, wenn kein glutenfreies Brot oder Gebäck erhältlich ist. Vor allem im Restaurant beziehungsweise im Urlaub kann dies der Fall sein.

Wo werden Reiswaffeln hergestellt?

Eine Herkunftsangabe über die Rohstoffe konnten wir bei den konventionellen Produkten nie finden. Bei Bio-Produkten ist die Herkunftskennzeichnung an sich verpflichtend. Häufig wird jedoch die leider zulässige Aufschrift EU/Nicht-EU verwendet, was die Angabe komplett entwertet. Im Test war die Herkunft nur auf einem Produkt eindeutig angegeben.

Reiswaffeln auf schwarzem Hintergrund
Reiswaffel Nährwerte und Schadstoffe, was ist in den Produkten drin? Bild: Rufat / stock.adobe.com (generiert durch KI)

Warum findet man immer wieder Arsen in Reiswaffeln?

Arsen ist ein Halbmetall und kommt natürlich in der Erdkruste vor. Durch Vulkanausbrüche, Bergbau, aber auch die Nutzung fossiler Brennstoffe gelangt es in die Atmosphäre und in Böden und kann von Pflanzen aufgenommen werden. Arsen liegt in verschiedenen Formen vor (anorganisch und organisch). Im Boden ist vorwiegend die giftigere Form, das anorganische Arsen, zu finden. Reis kann mehr Arsen in anorganischer Form enthalten als andere pflanzliche Lebensmittel. Der Arsengehalt im Reis schwankt je nach Arsengehalt des Bodens und des Wassers der Anbauregion. Ebenfalls eine Rolle spielen dabei die Anbaumethode und die Reissorte. Werden etwa Felder beim Anbau geflutet, erhöht sich die Verfügbarkeit von Arsen im Boden.

Wie gefährlich ist Arsen?

Anorganisches Arsen ist giftig und krebserregend. Wird Arsen aufgenommen, gelangt es in alle Organe des Körpers. Wird anorganisches Arsen über längere Zeit aufgenommen, kann es eine Reihe von Krankheiten verursachen, etwa Hautschädigungen, Herzerkrankungen, Atemwegserkrankungen und verschiedene Krebsarten wie Haut-, Blasen- und Lungenkrebs. Während der Schwangerschaft kann Arsen von der Mutter auf den Embryo übertragen werden, dies kann gesundheitliche Konsequenzen für das Kind haben.

Wie kommt Cadmium in Waffeln?

Cadmium ist ein Schwermetall und steckt wie Arsen natürlicherweise im Boden. Über Gesteinserosionen und Vulkanausbrüche sowie industrielle Emissionen ist es in der Umwelt weit verbreitet. In Nutzpflanzen gelangt Cadmium hauptsächlich über die Wurzeln. Bodenbeschaffenheit, Anbausorte und landwirtschaftliche Praktiken, etwa der Einsatz von Phosphatdünger oder Klärschlamm, beeinflussen dabei die Aufnahme. Cadmium reichert sich im Körper, vor allem in der Niere, an. Eine dauerhaft hohe Aufnahme kann Nieren- beziehungsweise Knochenschäden auslösen.

Was hat es mit Acrylamid in Waffeln auf sich?

Meiden Sie eine zu starke Bräunung bei der Zubereitung. Je stärker eine Speise gebräunt ist, desto mehr Acrylamid entsteht. Backen, Braten und Frittieren Sie Kartoffel- und Getreideprodukte mit möglichst niedrigen Temperaturen und halten Sie die Garzeiten möglichst kurz. Acrylamid bildet sich vor allem an der Oberfläche. Dickere Pommes und Kartoffelstücke sowie großes Gebäck enthalten weniger Acrylamid, weil sie im Verhältnis zum Volumen eine kleinere Oberfläche haben. Auch das Garverfahren ist entscheidend. Beim Dünsten, Kochen und Dampfdruckgaren entstehen keine nennenswerten Mengen an Acrylamid.

Frau hält Reiswaffel in der Hand über Teller, darauf sind Garnelen und Avocadoscheiben
Zubereitungsideen für Reiswaffeln oder Maiswaffeln - Wie schmeckt's am besten? Bild: New Africa / stock.adobe.com

Waffeln in der Küche

Waffeln sind nicht nur zum Knuspern da, man kann sie auch für eine feine Jause verwenden. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Unsere Ernährungsexpertin Mag.a Nina Eichberger gibt Tipps, die Appetit machen.

  • Für die würzige Variante eignen sich Frischkäse oder Cottagecheese mit frischen Kräutern, Sesam, Sprossen wie Kresse, Radieschen und Gemüsesticks, aber auch Aufstriche jeglicher Art. Verfeinern lassen sich die Waffeln auch mit einer reifen, zerdrückten Avocado mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer und obendrauf kleinen Tomatenstücken und Sprossen.
  • Maiswaffeln eignen sich auch gut für kleine Tacos mit Salsa, Paprika oder Faschiertem, die als Vorspeise oder Partysnack gereicht werden können.
  • Aus Reiswaffeln kann man Minipizzen zaubern, wenn man sie mit Tomatensauce und Mozzarella belegt und kurz in den Ofen schiebt.
  • Süß schmecken die Waffeln sehr gut mit Nuss- oder Schokomus und frischen Beeren oder Nüssen. Auch ein griechisches Joghurt mit Honig und Nüssen passt sehr gut zu den Reiswaffeln.
  • Klassisch schmecken Reiswaffeln auch mit ein wenig Natur-Frischkäse und Marmelade und als Topping Obst. Wer es nicht so süß möchte, kann anstelle der Marmelade ein schnell selbstgemachtes Fruchtpüree verwenden.

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