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MPreis Knoblauch - Aus Argentinien statt aus Österreich


Lebensmittel-Check: KONSUMENT-Experten vergleichen Packung und Inhalt (Bild: Men on the Moon)

 

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Knoblauch aus Österreich, der in Wahrheit aus Argentinien kam.

 

MPreis Knoblauch: Das Regalschild führt Österreich als Herkunftsland an, auf dem Etikett steht Argentinien. Was denn nun? Bild: VKI
MPreis Knoblauch: Das Regalschild führt Österreich als Herkunftsland an, auf dem Etikett steht Argentinien. Was denn nun? Bild: VKI

MPreis Knoblauch: Das Regalschild führt Österreich als Herkunftsland an, auf dem Etikett steht Argentinien. Was denn nun? Bild: VKI

Widesprüchliche Herkunfstangaben

Das steht drauf: MPreis Knoblauch

Gekauft bei: MPreis

Das ist das Problem

MPreisBei MPreis gab es frischen, in Netze verpackten Knoblauch. „Bio Knoblauch aus kontrolliert biologischem Anbau, Österreich …“ war auf dem Regalschild zu lesen. Doch auf dem Etikett stand „Bio Knoblauch, Ursprung: Argentinien“.

Knoblauch aus Argentinien

Eine Kundin war über diese widersprüchlichen Angaben gestolpert. Sie fotografierte das Regalschild und das Etikett und schickte MPreis und uns das Bild sowie folgendes Schreiben: „Ich suchte in der Filiale in Silz einen Knoblauch aus Österreich. Mit Freuden lass ich das Auszeichnungsschild – doch die Freude war kurz: Am Etikett der Ware stand ,Herkunftsland Argentinien‘. Die Art der Auspreisung, auf das Regalschild ,Österreich‘ zu schreiben, empfinde ich als Irreführung der Kundschaft. Nicht jeder Kunde schaut immer gleich auf das Etikett, das an der Ware hängt, und bemerkt die ,Verarschung‘.

Gerade in der heutigen Zeit, in der die Kundschaft immer kritischer wird, ist das ein Unding. Ich bin empört. Noch dazu, da es heimischen Knoblauch gibt. Es wird ja sogar in Tirol Bio-Knoblauch angebaut! Wo ist noch überall ,Ausland‘ drinnen, obwohl ,Österreich‘ draufsteht???“

Korrekte Deklaration veranlasst

Wir baten MPreis um Stellungnahme. Dort entschuldigte man sich für den Fehler und veranlasste umgehend die korrekte Deklaration des Knoblauchs.
Wir wissen aus zahlreichen Zuschriften unserer Leser, dass widersprüchliche Herkunftsangaben bei Supermarktware sehr häufig vorkommen. Und wir haben auch schon oft darüber berichtet (siehe z.B. unsere Beiträge über Merkur Clever Birnen - Widersprüchlich gekennzeichnet, Spar Natur pur Bio Cherry Tomaten - Dreierlei Herkunftsangaben, Billa Kiwis - Falsch deklariert, ...).

Packungsaufschriften lesen

Wollen Sie genau wissen, woher frisches Obst stammt, dann nehmen Sie sich beim Einkauf besser Zeit zum Lesen der Packungsaufschriften. Denn dort muss bei frischem Obst und Gemüse das Ursprungsland angegeben sein. Von dieser Regelung sind nur bestimmte Obst- und Gemüsearten (z.B. Früh- und Speisekartoffeln, frische Bananen, Oliven, Zuckermais, Kokosnüsse, Paranüsse oder Datteln) ausgenommen. Auch bei verarbeitetem Obst und Gemüse (z.B. Konserven oder Tiefkühlprodukten) muss das Ursprungsland nicht deklariert sein.

Reaktion der Firma MPreis

Was MPreis zur falschen Herkunftsangabe am Regal sagt. 

„Leider gab es keinen BIO Knoblauch aus Österreich mehr (alte Ernte – Ware ausgegangen). Bei Nichtverfügbarkeit von regionalen Produkten (aufgrund saisonaler Erntezeiten oder mangelnder mengenmäßiger Verfügbarkeit) wird Ware nach vorgegeben Qualitätskriterien zugekauft. Wie in diesem Fall BIO Knoblauch aus Argentinien.
Dass die Herkunftsauszeichnung am Regal im MPREIS Silz (noch) nicht abgeändert wurde, bedauern wir sehr und möchten uns für das Versehen entschuldigen. Leider kann menschliches und technisches Versagen nie gänzlich ausgeschlossen werden.

Selbstverständlich wurde unsere Marktleitung bereits darüber informiert und wird den BIO Knoblauch sofort korrekt auspreisen, um weitere Kundenenttäuschungen vermeiden zu können. Umso mehr freut es mich, Ihnen mitteilen zu können, dass der frische Tiroler BIO Knoblauch ab Mitte/Ende Mai 2017 wieder bei MPREIS erhältlich sein wird.“

MPREIS Warenvertriebs GmbH
13. 4. 2017

Wir meinen: Lesen Sie die Packungsaufschrift. Wie auch dieses Beispiel zeigt, ist auf Herkunftsangaben auf Regalschildern oft kein Verlass.
 

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