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Eine Packung Milka Feine Eier in Lila mit abgebildeten Süßigkeiten-Eiern
Bild: VKI/Konstantinoudi

"Milka Feine Eier": Alkohol nicht gekennzeichnet

Wieder einmal ist der genaue Blick auf die Zutatenliste besonders wichtig. Diesmal bei „Feine Eier Marzipan-Crème“ von Milka. Diese enthalten nämlich Alkohol, auf der Verpackungsvorderseite ist dies allerdings nicht ersichtlich. 

Diesmal im Lebensmittel-Check:  

Bereits vor Weihnachten hat uns ein Konsument darauf aufmerksam gemacht, dass die „Milka Feine Kugeln Marzipan-Crème“ Alkohol enthalten. Nun haben uns erneut Hinweise erreicht, dass Alkohol auch Bestandteil der Oster-Version der Süßigkeit ist. Gekennzeichnet ist das allerdings da und dort nicht auf den ersten Blick, lediglich in der Zutatenliste inmitten anderer Inhaltsstoffe haben wir den Alkohol entdeckt.  

Das steht drauf: „Milka Feine Eier Marzipian-Crème“ 

Gekauft im: Lebensmittelhandel und online 

Das ist das Problem

Alkohol nur in der Zutatenliste anzuführen, ist zwar rechtlich in Ordnung und ausreichend, für die Konsument:innen kann das allerdings zum Problem werden. Nicht alle werfen beim Kauf von Süßigkeiten einen genauen Blick auf jede einzelne Zutat. Und schon landet die Süßigkeit mit Alkoholgehalt im Osternesterl eines Kindes. Auch, wenn es sich nur um geringe Mengen Alkohol vorrangig zur Haltbarmachung der Süßigkeit handelt, sind solche Produkte für Kinder nicht unbedingt geeignet.  

Die Zutatenliste der Milka Feinen Eiern.
Einziger Hinweis auf Alkohol: Ganz klein in der Zutatenliste. Bild: VKI/Konstantinoudi

Sie sollten sich nicht an den Alkoholgeschmack gewöhnen, schon gar nicht in der Kombination mit der Geschmacksnote “Süß”, wie in diesem Fall die Süße von Schokolade, Marzipan und anderen Inhaltsstoffen. 

Egal zu welcher Jahreszeit

Auch vor Weihnachten haben uns Zuschriften erreicht, die dasselbe Problem mit den „Milka Feine Kugeln mit Marzipan-Crème“ beobachtet haben. Wie schon zu Ostern landen auch diese Süßigkeiten nicht selten in Kinderhänden, zum Beispiel als Weihnachtsbaumschmuck. Und über noch ein Produkt des Herstellers haben wir bereits berichtet – der „Milka Tender Milch“ enthält nachwievor Alkohol. Dabei handelt es sich um einen Kuchensnack, auch dieser erfreut sich vor allem bei Kindern großer Beliebtheit.  

Reaktion von Milka

Der Hersteller beruft sich auf die sehr geringe Menge von Alkohol, die in manchen Produkten zur Haltbarmachung verwendet wird. Alkohol wird deshalb verwendet, um die Haltbarkeit der Produkte zu verlängern.  

„Wenn wir Alkohol verwenden, dann nur in sehr kleinen Mengen. Zum Beispiel bei Produkten mit Marzipan, wie Milka Feine Eier Marzipan-Crème oder bei unseren Milka Tender Kuchen. Alkohol wird in unseren Produkten nicht nur aus geschmacklichen Gründen eingesetzt, sondern um empfindliche Zutaten zu schützen und eine optimale Haltbarkeit zu erzielen. Durch solche Zusätze lässt sich die Sicherheit des Produkts über den gesamten Zeitraum der Mindesthaltbarkeit gewährleisten. Die dazu nötigen Mengen an Alkohol sind sehr gering und entsprechen in etwa dem Alkoholgehalt einer reifen Banane.  

Beim Aufreißen der Packung kann es ein bisschen nach Alkohol riechen. Die Erklärung dafür ist einfach: Der im Produkt enthaltene Alkohol verdunstet während des Lagerns, bleibt aber in der versiegelten Hülle fest verschlossen. Nach dem Öffnen entweicht er dann.  

Uns ist bewusst, dass Alkohol für manche Menschen ein Tabu darstellt. Aus diesem Grund weisen wir den Alkohol immer deutlich in der Zutatenliste aus. Wir empfehlen deshalb, die Zutatenlisten vor dem Kauf aufmerksam zu lesen.“ 

Mondelez Österreich GmbH 

6.3.2025 

Alkohol besser kennzeichnen

Wir sind der Meinung, Alkohol sollte gleich nach einem ersten flüchtigen Blick auf das Produkt zu erkennen sein. Durch einen deutlichen Hinweis auf der Vorderseite der Verpackung würden die Kund:innen auf Anhieb über die Zutat Bescheid wissen. Das ist nicht nur für Eltern junger Kinder eine wichtige Information, sondern natürlich auch für andere Personengruppen, wie beispielsweise ehemalige Alkoholiker:innen.  

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