Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Hofstädter Faschiertes gemischt
Erhältlich bei: Billa
Statt dem gewohnten Mischverhältnis von Rind- und Schweinefleisch gibt es beim gemischten Faschierten von Hofstädter jetzt eine „neue Rezeptur“: Der Rindfleischanteil wurde dabei reduziert. Diese Produktänderung kann man auch als “Skimpflation” bezeichnen. Konsument:innen könnte das neue Mischverhältnis überraschen.
Das steht drauf: Hofstädter Faschiertes gemischt
Erhältlich bei: Billa
Das Produkt „Hofstädter Faschiertes gemischt“ wurde in den letzten Jahren einige Male in seiner Zusammensetzung geändert. Ursprünglich bestand das Produkt aus 50 Prozent Schweine- und 50 Prozent Rindfleisch, wie über einen früheren Homepageeintrag des Herstellers einsehbar war. Wie uns der Hersteller mitteilte, war das Produkt zwischenzeitlich mit einem Mischverhältnis von 65 Prozent Schwein und 35 Prozent Rind bzw. 60 Prozent Schwein und 40 Prozent Rind erhältlich. Jetzt wurde der Rindfleischanteil weiter reduziert und beläuft sich auf magere 30 Prozent. Die Änderung der Zusammensetzung wurde bei der 770 Gramm-Packung zumindest auf der Vorderseite kommuniziert: Auf einem Aufkleber fand sich dabei folgender Hinweis „Neue Rezeptur: Mit 70 % Schweinefleisch & 30 % Rindfleisch“.
Als möglicher Grund für den sinkenden Rindfleischanteil vermuten wir die gestiegenen Preise von Rindfleisch. Die veränderte Zusammensetzung des gemischten Faschierten hat dabei jedoch Auswirkungen auf den Geschmack und die Nährwerte. Konsument:innen, welche zuvor gerne zum Hofstädter Faschiertes gemischt gegriffen haben, könnte das veränderte Produkt verärgern. Als wir im Jänner 2026 eine 420 Gramm-Packung eingekauft haben, war kein blickfangmäßiger Hinweis mehr zur “neuen Rezeptur” zu sehen. Unsere Recherche zeigte außerdem, dass das Produkt 2024 noch 800 Gramm enthielt, mittlerweile sind es nur noch 770 Gramm.
Gemischtes Faschiertes besteht in Österreich immer aus Rindfleisch und Schweinefleisch. Ein genaues Mischungsverhältnis ist dabei nicht gesetzlich festgelegt. Rindfleisch sorgt für einen kräftigen Geschmack und enthält weniger Fett, Schweinefleisch sorgt für Saftigkeit. Der Fettgehalt von gemischtem Faschierten darf laut dem Österreichischen Lebensmittelbuch maximal 30 Prozent betragen.
Die Rezeptur des Artikels wurde kürzlich umgestellt:
vorher: 60% Schweinefleisch, 40% Rindfleisch
nachher: 70% Schweinefleisch, 30% Rindfleisch
Mit dieser Umstellung wurde auch der Verkaufspreis entsprechend angepasst:
VKP 770g vorher: 11,99€
VKP 770g nachher: 11,49€
Die Aussage, dass es sich um eine Qualitätsminderung zum gleichen Preis handelt, trifft daher nicht zu.
Zusätzlich weisen wir mit einem gut sichtbaren Sticker „Neue Rezeptur“ transparent auf die Änderung hin, um unsere Kund:innen offen zu informieren.
REWE Group
14.11.2025
Bei Rezepturen kann es im Zeitverlauf immer wieder zu Änderungen kommen, die wir auch für Konsument:innen transparent machen. Für Kund:innen ist der Inhalt auf der Packung leicht ersichtlich. Wir haben aber bereits 2022 auf das Verhältnis 65% Schwein zu 35% Rind umgestellt.
REWE Group
20.11.2025
Prüfen Sie die Zutatenliste bei gemischtem Faschiertem genau. Es gibt hier große Unterschiede in der Zusammensetzung. Bei unserer Recherche haben wir eine Spanne von 30 bis 50 Prozent im Handel festgestellt.
Das Produkt „Hohes C Milder Multi“ ist ein Opfer von Shrinkflation geworden. Das Produkt wurde von 1 Liter-Flaschen auf 750 Milliliter-Flaschen umgestellt. Der Preis ist gleichgeblieben.
Im Kühlregal werden immer mehr Produkte mit Proteinzusatz beworben. So auch der Skyr Natur der Lidl-Eigenmarke Milbona. Auf der Verpackung des Produkts ist der Zusatz „Eiweißbombe“ zu lesen.
Die Snack Stixx sind nun in kleineren aber dafür mehr Portionen erhältlich. Auch die Zutaten und Auslobungen wurden überarbeitet.
Das Missverhältnis zwischen Salami-Sticks und Verpackung war groß – nun hat der Hersteller Änderungen vorgenommen.
Die Rinder-Ripperl von Tann, erhältlich bei Spar, haben eine große Verpackung. Der Inhalt jedoch ist dazu verhältnismäßig klein. Das sorgt für Ärger beim Kauf.
Die Verarbeitung des Schweinskarrees von "Steirerfleisch" passiert zwar in Österreich, das Schwein dafür kommt aber aus Deutschland.
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