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Billa Äpfel - Wirrwarr bei der Kennzeichnung

Was Konsumenten alles versprochen und dann nicht gehalten wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Äpfel mit widersprüchlichen Herkunftsangaben.

 

Billa Äpfel: Eine Kundin wollte Äpfel aus der Steiermark kaufen ... (Bild: VKI)
Billa Äpfel: Eine Kundin wollte Äpfel aus der Steiermark kaufen ... (Bild: VKI)

Billa Äpfel: Eine Kundin wollte Äpfel aus der Steiermark kaufen ... (Bild: VKI)

... auf dem Etikett stand aber 'Herkunft: Deutschland' (Bild: VKI)
... auf dem Etikett stand aber 'Herkunft: Deutschland' (Bild: VKI)

... auf dem Etikett stand aber 'Herkunft: Deutschland' (Bild: VKI)

Herkunft unklar

Das steht drauf: Apfel Sorte Braeburn

Gekauft bei: Billa

Das ist das Problem

Wir haben schon oft über falsche Herkunftsangaben bei Obst und Gemüse in Supermärkten berichtet. Diesmal informierte uns eine KONSUMENT-Leserin über besonders verwirrende Angaben bei Billa.

Sie wollte steirisches Obst kaufen, nahm aus einer Kiste mit der Aufschrift "Da komm ich her – Frisches aus der Steiermark" einige Äpfel und legte sie auf die Waage. Als sie die entsprechende Taste drückte, wurde aber ein Etikett mit der Angabe "Herkunft: Italien" ausgedruckt.

Deutschland, Italien oder Österreich?

Sie fragte beim Filialleiter nach und es stellte sich heraus, dass auf der Kiste nicht nur „Frisches aus der Steiermark", sondern auch Italien stand. "Ebenso auf der Kiste daneben, auch angeblich Äpfel aus der Steiermark und bei Äpfeln aus Oberösterreich, die aber aus Deutschland stammten", schrieb uns die Kundin. Eine Woche später war es ähnlich: Äpfel der Sorte Braeburn mit "Da komm ich her"–Etikett aus der Steiermark zeigten beim Wiegen wieder Italien als Herkunftsland an.

Wir fragten bei Rewe nach. Dort erklärte man, wann in der Filiale Äpfel der Sorte Braeburn mit österreichischer Herkunft, wann mit deutscher Herkunft und wann mit italienischer Herkunft angeboten wurden. Die Filialen werden über alle Änderungen informiert.

Überprüfung versprochen

Um auch Einzelfälle von falscher Auszeichnung auszuschließen, werde man sich um eine Überprüfung dieses Bereichs in der betreffenden Filiale kümmern, teilte uns das Unternehmen mit. 
Wir haben schon so oft solche Erklärungen auf unsere Berichte über falsche Herkunftsangaben bei Obst und Gemüse in Supermärkten erhalten. Vielleicht mangelt es ganz einfach an wirklich umfassenden Personalschulungen?

Reaktion der Firma Rewe

Was Rewe zur falschen Herkunftsangabe auf den Kisten sagt:

"Die am Tag des Einkaufs der Kundin (02.05.) in dieser BILLA-Filiale angebotenen Äpfel der Sorte Braeburn stammten aus Deutschland, so wie es auch auf dem Etikett im beigelegten Foto der Kundin zu lesen ist.
Bis inklusive 22.04. wurden die Filialen mit der Apfelsorte Braeburn aus Oberösterreich (OÖ, Teile von Salzburg und Teile von NÖ) und der Steiermark (Rest Österreich) beliefert. Beginnend mit 02.05. wurde die Sorte Braeburn mit der Herkunft Deutschland in die Filiale ausgeliefert.
Seit 08.05. wird der Braeburn-Apfel mit der Herkunft Italien angeboten, deshalb ist auch seit diesem Tag auf dem Waagenetikett Herkunft „Italien“ zu lesen. 
Unsere Filialen werden selbstverständlich über alle Änderungen informiert und sind dazu angehalten, alle notwendigen Schritte im Sinne höchstmöglicher Informationstransparenz für unsere Kundinnen und Kunden durchzuführen. Um auch etwaige Einzelfälle von falscher Auszeichnung auszuschließen, kümmern wir uns aktuell um eine Überprüfung dieses Bereichs in der Filiale Weitmoserstrasse 2."

REWE International AG
9.5.2017

Wir meinen: Verlassen Sie sich bloß nicht auf die Herkunftsangaben auf Kisten oder am Regal. Lesen Sie auch die Waagen- bzw. Produktetiketten.
 

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