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Kokosmilch Test: Ein Glas voller Kokosnussstücke am Holztisch
Wir haben 13 verschiedene Kokosmilchprodukte auf ihre Zusammensetzung und Schadstoffe hin untersucht. Bild: vitals / Shutterstock.com

Test: Welche Kokosmilch ist die beste?

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Wir haben 13 Produkte getestet. Schwerpunkte im Test waren die Zusammensetzung der Produkte und der Schadstoffgehalt. Ebenfalls interessierte uns die Kennzeichnung der Produkte.

Welche Kokosmilch haben wir getestet?

Wir haben 13 Produkte in Supermärkten und anderen Geschäften eingekauft. Fünf Produkte waren bio-zertifiziert, acht stammen aus konventioneller Produktion. Zehn waren in Konservendosen, drei in Verbundkartons erhältlich.

Ist Kokosmilch gleich Kokosmilch?

Nein. Im Test zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Angeboten. Kokosmilch wird aus dem zerkleinerten Fruchtfleisch der Kokosnuss und Wasser hergestellt. Die getesteten Produkte enthielten zwischen 42 und 94 Prozent Kokosanteil.

Ebenfalls größere Unterschiede gibt es bezüglich der Anzahl der verarbeiteten Zusatzstoffe. Manche Produkte enthalten etwa Verdickungsmittel oder Emulgatoren wie Carboxymethylcellulose (E466) oder Polysorbat 60 (E435). Emulgatoren haben die Aufgabe, für eine cremige Konsistenz zu sorgen.

Was haben wir getestet?

Wir haben die Zusammensetzung der Produkte überprüft. Wichtigster Prüfpunkt im Test war, ob sich Schadstoffe in der Kokosmilch befinden. Alle Produkte wurden im Labor auf Mineralölrückstände, Chlorat und Bisphenol A untersucht.

Außerdem haben wir den NOVA-Score, der den Verarbeitungsgrad eines Lebensmittels angibt, sowie den Nutri-Score, der den Nährwert eines Lebensmittels bewertet (siehe hierzu Nutri-Score - Ampel mit Sinn 1/2020), bestimmt.

Wir haben zusätzlich überprüft, ob auf der Verpackung alle wichtigen Produkthinweise vorhanden waren. Außerdem haben wir die Lesbarkeit der Hinweise überprüft.

Diese Produkte haben wir getestet

>> Wenn Sie angemeldet sind, gelangen Sie hier direkt zur Testtabelle Kokosmilch (Produktfinder).

Kokosmilch Dosen und Päckchen unseres Tests von verschiedenen Anbietern
Kokosmilch Test - Produkte folgender Marken waren in unserem Vergleich: Alnatura, Aroy-D, Asia, Billa, Chaokoh, Echt Bio!, EZA, Freshona, Roi Thai, S-Budget, Shan’Shi, Spar Vital, Wind Mill Bild: VKI

Kokosmilch im Test

Wir haben 13 verschiedene Produkte auf ihre Zusammensetzung und Schadstoffe hin untersucht. Der Kokosmilch Test bietet werbefreie, unabhängige Testergebnisse. 

Hofer ruft Produkt zurück

Asia Kokosnuss-Milch Produktfoto
Durchgefallen: Kokosnussmilch der Marke Asia von Hofer Bild: VKI

Mit „nicht zufriedenstellend“ durchgefallen ist die Kokosnussmilch der Marke Asia von Hofer. Der gemessene Gehalt an Bisphenol A überschritt den geltenden Grenzwert.

Wir haben Hofer als Anbieter der Kokosnuss-Milch der Marke Asia mit dem Testergebnis konfrontiert. Der Diskonter hat die betroffene Charge (Nr. 26625331022) vorsorglich zurückgerufen und vom Verzehr des Produktes abgeraten.

Woher kommt Kokosmilch?

Kokosmilch wird aus dem weißen, zerkleinerten Fruchtfleisch der Kokosnuss und Wasser hergestellt. Die größten Kokosnussproduzenten der Welt sind Indonesien, die Philippinen, Indien, Sri Lanka und Brasilien. Geerntet werden Kokosnüsse meist von Hand.

Was kann man damit machen?

Kokosmilch ist in der Küche vielfältig verwendbar, etwa in asiatischen Currys und Wok-Gerichten sowie zum Verfeinern von Soßen und Suppen. Sie kann aber auch beim Backen oder in Desserts, Smoothies und Cocktails eingesetzt werden.

Warum Milch?

Kokosmilch darf gemäß einer EU-Ausnahmeregelung als Milch verkauft werden, obwohl sie nicht tierischen Ursprungs ist bzw. nicht durch Melken gewonnen wird.

Im Gegensatz dazu sind Bezeichnungen wie „Hafermilch“, „Sojamilch“ oder „Mandelmilch“ seit 2013 verboten. Derartige Produkte dürfen seither nur als „Drinks“ in den Handel kommen.

Kokosmilch Nährwert

Der Kalorien- und Nährstoffgehalt hängt vom Kokosgehalt ab. Im Durchschnitt hatten die Produkte in unserem Test rund 190 kcal pro 100 ml und sind mit 19 g Fett pro 100 ml relativ fettreich. 90 Prozent des enthaltenen Fettes sind gesättigte Fettsäuren, diese können sich negativ auf die Blutfette auswirken. Kokosmilch sollte deswegen und auch aufgrund der gefundenen Schadstoffe nicht allzu häufig konsumiert werden. Auch kleinere Mengen Kohlenhydrate und Eiweiß sind enthalten. Das Produkt enthält von Natur aus auch etwas Zucker (rund 2 g pro 100 ml). 

Kokosmilch oder Sahne?

Im Vergleich mit Schlagobers ist sie tatsächlich etwas „schlanker“: Schlagobers enthält rund 350 kcal/100 ml, rund 35 g Fett und davon entfallen rund 60 Prozent auf gesättigte Fettsäuren.  Als Alternative bieten sich Soja- und Hafercuisine an, diese können als Kochcremen ebenso für Currys, Suppen und Saucen verwendet werden. Hafer- und Sojacuisine enthalten rund 110–150 kcal pro 100 ml und 10–15 g Fett (davon rund 12 Prozent gesättigte Fettsäuren).  

Kokosmilch light

Light-Produkte unterscheiden sich von normaler Kokosmilch lediglich darin, dass sie mehr Wasser enthalten. Dies ist auch der Grund, warum das Light-Produkt weniger Kalorien hat und einen niedrigeren Fettgehalt aufweist.

Unsere Marktrecherche zeigt jedoch, dass Light-Produkte in etwa genauso teuer sind wie herkömmliche. Wer weniger Kalorien und Fett zu sich nehmen möchte, kann also einfach eine normale Kokosmilch mit Wasser strecken bzw. nur einen Teil der Packung verbrauchen und den Rest einfrieren.

Wie Kokosmilch ersetzen?

Alternativ bieten sich als Ersatz auch Hafer- bzw. Soja-Cuisine an, die beide deutlich weniger Kalorien, Fett und gesättigte Fettsäuren als Kokosmilch oder Schlagobers enthalten.

Kokosmilch wie lange haltbar?

Wenn diese in Konservendosen oder Verbundkartons angeboten wird, ist sie in der Regel mehrere Jahre haltbar. 

Kokosmilch in Dose hat feste Konsistenz
Bild: Shutterstock/Svetlana Monyakova

Warum ist die Kokosmilch fest?

Im Laufe der Zeit kann sich allerdings die fetthaltige Kokosnussmasse vom enthaltenen Wasser absetzen. Dies ist kein Hinweis darauf, dass das Produkt verdorben ist, sondern meist ein Zeichen dafür, dass keine Emulgatoren oder Stabilisatoren hinzugefügt wurden. Die in feste und wässrige Phasen getrennte Masse kann ganz normal verwendet werden, denn beim Erhitzen verflüssigt sich der feste Anteil wieder.

Wie Kokosmilch aufbewahren?

Geöffnet hält sich das Produkt im Kühlschrank ein paar Tage. Dennoch ist es ratsam, die Reste aus der Dose zum Beispiel in Schraubgläser umzufüllen. Falls man dafür einen Löffel verwendet, sollte man darauf achten, die Beschichtung der Dose nicht zu zerkratzen.

Kann Kokosmilch eingefroren werden?

Sie lässt sich auch sehr gut einfrieren. Sehr praktisch ist dabei die Verwendung einer Eiswürfelform (am besten aus Edelstahl), weil sie für die Weiterverwendung flexiblere Dosierungen ermöglicht.

Wann ist Kokosmilch schlecht?

Folgende Anzeichen könnten auf einen Verderb hindeuten: Veränderung der Farbe (z. B. gräulich, bräunlich, sichtbarer Schimmelbefall), der Konsistenz (z. B. Bildung von Klumpen), des Geruchs und des Geschmacks (z. B. stechend, ranzig). 

Kann Kokosmilch ablaufen? 

Kokosmilch in ungeöffneten Verpackungen hat in der Regel eine sehr lange Haltbarkeit von mehreren Jahren. Dennoch ist auf die richtige Lagerung von geschlossenen Verpackungen zu achten: Trocken und nicht zu heiß, z. B. im Vorratsschrank oder in der Speisekammer. Auch nach dem MHD kann sie noch genießbar sein. Dennoch am besten das Produkt vor der Verwendung auf oben genannte Anzeichen hin überprüfen – ebenso, wenn sie schon länger geöffnet ist.

Kokosmilch wo im Supermarkt?

Sie steht oft im Regal bei eingelegten Produkten und Konserven (z. B. in der Nähe von Bohnen, Linsen, Tomatenprodukten, Essiggurkerl). Manche Supermärkte haben auch eigene Regale für internationale bzw. exotische Produkte wie Kokosmilch, Currypasten und Sojasauce. Die Marktmitarbeiter:innen können bei der Suche bestimmt behilflich sein. 

KONSUMENT-Tipps

  • Zutatenliste beachten. Die Produkte unterscheiden sich sowohl hinsichtlich ihres Gehaltes an Kokosnussfleisch, als auch hinsichtlich der eingesetzten Zusatzstoffe deutlich voneinander. Deshalb lohnt es sich, beim Einkauf einen Blick auf die Zutatenliste zu werfen.
  • Selten konsumieren. Kokosmilch sollte nicht allzu häufig konsumiert werden, denn sie enthält viele gesättigte Fettsäuren, die sich negativ auf die Blutfette auswirken können.
  • Unnötige Schadstoffe. Im Test konnten wir in allen Produkten Schadstoffe nachweisen. Doch es zeigte sich auch, dass manche Produkte frei von Mineralölrückständen und Chloraten waren. Bisphenol A fanden wir zwar in allen Produkten, doch in den Verbundkartons steckten vergleichsweise geringe Mengen. Das ist ein Beleg dafür, dass es bei entsprechender Sorgfalt grundsätzlich möglich ist, ein Produkt auf den Markt zu bringen, das in Bezug auf Schadstoffe unproblematisch ist.
  • Bioprodukte bedingt besser. Im Test schnitten Bioprodukte teilweise besser ab als konventionelle. Immerhin haben einige Bioprodukte eine Fair-Trade-Zertifizierung. Diese garantiert bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten in den Plantagen und in der Produktion.

Missbrauch von Affen bei der Koksnussernte

Laut der Tierschutzorganisation PETA werden in der thailändischen Kokosindustrie nach wie vor Affen bei der Kokosnussernte eingesetzt. Die Affen werden angekettet gezwungen, Kokosnüsse zu pflücken. Entgegen den Beteuerungen der Produzenten, wonach dies bei Produkten, die für den Export bestimmt sind, nicht mehr geschieht, finde der Missbrauch von Affen, PETA-Eigenrecherchen zufolge, nach wie vor statt. Die soziallebenden Tiere würden in Einzelkäfigen, ohne Kontakt zu Artgenossen, teilweise angekettet gehalten und misshandelt.

So haben wir getestet

Zusammensetzung: Kokos-Anteil, Anzahl Zusatzstoffe, Zusatz umstrittener Zusatzstoffe (Polysorbat 60 und Natrium-Carboxymethylcellulose) laut Angabe. Berechnung von Nutri-Score und NOVA-Score.

Analytik

  • Mineralölrückstände MOSH/MOAH: DIN EN 16995 : 2017-08 mod., Bestimmungsgrenze jeweils 0,5 mg/kg
  • Chlorat: mittels LC-MS/MS, Bestimmungsgrenze 0,01 mg/kg
  • Bisphenol A: mittels LC-MS/MS, Bestimmungsgrenze 100 ng/kg

Abwertungen: Der Nachweis von vergleichsweise höheren Werten bei MOSH/MOSH-Analogen inkl. Nachweis von MOAH sowie der Nachweis höherer Bisphenol-A-Gehalte führte jeweils zur Abwertung des Testurteils beim Parameter „Analytik“.

Das Überschreiten des Migrationsgrenzwerts bei Bisphenol A (0,05 mg/kg Lebensmittel) führte zur Abwertung des Testurteils beim Parameter „Analytik“ und nachfolgend zur Abwertung des Testurteils.

Aufmachung

  • Gutachten: Die Kennzeichnung wurde von Gutachter:innen auf die Einhaltung von EU-Verordnungen geprüft.
  • Verbraucherfreundlichkeit: Dazu prüften wir die Schriftgröße der verpflichtenden Kennzeichnung in Millimeter, Lesbarkeit der Schrift, Kontrast, Übersichtlichkeit des Etiketts, Anzahl der Sprachen auf dem Etikett, Auffindbarkeit und Lesbarkeit des Mindesthaltbarkeitsdatums, Lagerungsempfehlungen vor und nach dem Öffnen, Hinweis zur Vorgehensweise bei Konsistenzänderung des Produkts, Aufdruck von nährwertbezogenen Angaben (Health Claims) und dazugehörende verpflichtende Angaben.

Welche Kokosmilch ist die beste?

Wir haben 13 Produkte getestet, nur eines schnitt mit „gut“ ab. Vor allem Schadstoffe wie Bisphenol A und Mineralölrückstände trüben den exotischen Genuss.

Enttäuschendes Testergebnis

Das Testergebnis fiel insgesamt enttäuschend aus. Nur die in diversen Asia-Shops, bei Gurkerl, Metro, Transgourmet und im Billa-Onlineshop erhältliche „Coconut Milk Original“ von Aroy-D erreichte eine gute Bewertung, acht Produkte schnitten mit „durchschnittlich“ und drei mit „weniger zufriedenstellend“ ab.

Mit „nicht zufriedenstellend“ durchgefallen ist die Kokosnussmilch der Marke Asia von Hofer. Der gemessene Gehalt an Bisphenol A überschritt den geltenden Grenzwert.

Schadstoffe

Bei der Schadstoffuntersuchung zeigte sich allerdings ein heterogenes Bild. So waren immerhin in fünf Produkten keine Mineralölbestandteile (MOSH, MOAH) nachweisbar. MOSH können sich im menschlichen Körper anreichern, zur Gruppe der MOAH können auch krebserregende Verbindungen gehören. Mineralölbestandteile können während der gesamten Produktionskette von der Ernte bis zum Verpacken in Lebensmittel gelangen.

In vier der fünf Produkte war auch kein Chlorat nachweisbar. Chlorat kann über gechlortes Wasser, das bei der Lebensmittelverarbeitung bzw. bei der Desinfektion der Verarbeitungsanlagen eingesetzt wird, in die Lebensmittel kommen. Betroffen sind vor allem Obst und Gemüse (lesen Sie hierzu auch unsere Tests zu Schadstoffen in Obst und Gemüse: Pestizide in exotischem Obst 1/2023, Pestizide in Obst und Gemüse 8/2020). Chlorat kann beim Menschen dazu führen, dass die Jodaufnahme gehemmt wird.

Im Prüfpunkt zum Schadstoff Bisphenol A (BPA) schnitten die drei in Verbundkarton verpackten Produkte mit „sehr gut“ ab. BPA gelangt etwa über Schutzbeschichtungen, die verhindern sollen, dass das Blech von Konservendosen korrodiert und sich Metalle herauslösen, in die Lebensmittel. Bisphenol A birgt vor allem bei langfristiger Aufnahme Gesundheitsgefahren.

In Tierversuchen zeigte sich, dass es die Fortpflanzungsfähigkeit und die Entwicklung des ungeborenen Organismus stört. Zudem hat es eine hormonähnliche Wirkung und es wird mit einem erhöhten Brustkrebsrisiko, Übergewicht, neurologischen Schäden und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern sowie Auswirkungen auf das Immunsystem in Zusammenhang gebracht. Besonders gefährdet sind Kinder und Schwangere (lesen Sie dazu unseren Test Bisphenole in Kinderprodukten 5/2023).

Unser Test macht also deutlich, dass es bei entsprechender Sorgfalt bzw. Materialienauswahl möglich ist, Kokosmilch zu produzieren, die nicht durch Mineralölbestandteile, Chlorat oder BPA beeinträchtigt wird.

Zusammensetzung

Uns interessierte natürlich auch, wie sich die Produkte zusammensetzen. In dieses Gruppenurteil flossen der Kokosanteil, die Anzahl der Zusatzstoffe bzw. kritischen Zusatzstoffe (Polysorbat 60 und Natrium-Carboxymethylcellulose), der NOVA-Score, der den Verarbeitungsgrad eines Lebensmittels angibt, sowie der Nutri-Score ein.

Der Kokosanteil muss in der Zutatenliste angegeben sein. Wir haben ihn nicht im Labor bestimmen lassen, sondern auf die Angaben der Hersteller vertraut. Die Kokosgehalte der getesteten Produkte divergieren stark und machen zwischen 42 und 94 Prozent aus.

Beim Nutri-Score erreicht Kokosmilch keine Spitzenbewertung. Das Lebensmittel enthält viele gesättigte Fettsäuren und sollte deshalb selten konsumiert werden. Beim NOVA-Score konnten lediglich vier Bio-Angebote überzeugen, die rein aus Kokosnussfleisch und Wasser bestehen.

Die meisten Produkte im Test enthalten Zusatzstoffe, beispielsweise Verdickungsmittel oder die Emulgatoren Carboxymethylcellulose (E466) oder Polysorbat 60 (E435), um die cremige Konsistenz der Kokosmilch zu erhalten. In Tierstudien zeigte sich allerdings, dass Emulgatoren negative Effekte auf den Darm haben können, deshalb sehen wir sie kritisch.

Kennzeichnung

Eine korrekte und lesbare Kennzeichnung ist gerade bei Lebensmitteln wichtig. Hier besteht bei mehreren Produkten Verbesserungsbedarf. Häufiger Kritikpunkt ist die schlechte Lesbarkeit. So sind die Hinweise teilweise in so vielen Sprachen aufgedruckt, dass Übersichtlichkeit und Schriftgröße zwangsläufig darunter leiden müssen. Bei einigen Produkten ist der Kontrast zwischen Schrift und Hintergrund so ungünstig, dass die Informationen kaum lesbar sind.

Testtabelle: Kokosmilch

Klicken Sie auf den Link. Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken. In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 13 Produkten zur Verfügung. (Stand: August 2023)

Produktfinder

Dosen ohne Bisphenol A?

In allen getesteten Produkten in Konservendosen war Bisphenol A nachweisbar. Dieses stammt aus der Epoxidharz-Beschichtung, mit der die Metalldosen imprägniert werden.

Laut dem deutschen Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) gibt es derzeit nur begrenzt Beschichtungssysteme für Konserven, die kein Bisphenol A enthalten. Sie bedürfen allerdings zum Teil noch einer Bewertung bezüglich ihrer gesundheitlichen Unbedenklichkeit.

Auf dem Markt erhältliche Dosenlackierungen, die „Bisphenol A non-intent“ sind, bei denen in der Herstellung also bewusst kein BPA eingesetzt wurde, sind zumindest derzeit noch keine Alternative.

Wir konnten im Rahmen eines internationalen Tests BPA auch in Konserven nachweisen, die in Dosen mit „Bisphenol A non-intent“-Beschichtungen abgefüllt waren. Mögliche Ursache wären laut Öko-Test Kreuzkontaminationen in den Produktionsanlagen, in denen auch Dosen mit konventionellen Beschichtungen hergestellt werden.

Stellungnahmen der Hersteller

Anbietern von Produkten mit dem Testurteil „weniger" bzw. „nicht zufriedenstellend“ bieten wir die Möglichkeit, eine Stellungnahme abzugeben.

Asia Kokosnuss-Milch

Vielen Dank für Ihre Nachricht und die Möglichkeit zur Stellungnahme. Alle unsere Produkte unterliegen einem engmaschigen Kontrollnetz aus Lieferantenprüfungen und Eigenprüfungen der ALDI SÜD Gruppe. Bei diesen wurden keine Auffälligkeiten ermittelt. Ebenso zeigen die Untersuchungsergebnisse der aktuell am Markt verfügbaren Ware, dass der spezifische Migrationsgrenzwert gemäß Artikel 2 (1) der Verordnung (EU) 2018/213 eingehalten wurde. Daher gehen wir davon aus, dass es sich bei dem Testergebnis der Charge um einen bedauerlichen Einzelfall handelt. Trotzdem nehmen wir das Ergebnis sehr ernst. Die betroffene Charge haben wir bereits aus dem Handel genommen und wir rufen das Produkt zurück. Zudem untersuchen wir derzeit - gemeinsam mit unserem Lieferanten - wie es dazu kommen konnte, um derartige Situationen künftig noch besser verhindern zu können.

Hofer Kommanditgesellschaft

Freshona Kokosnuss-Milch

Wir haben Ihre Testergebnisse bereits an unseren Lieferanten weitergeleitet, der seinerseits das Produkt auf die festgestellten Werte prüft. Die Ergebnisse brauchen noch mehr Zeit. Für Mineralölrückstände sind derzeit keine gesetzlichen Grenzwerte vorgegeben. Der für MOAH anwendbare Richtwert (1 mg/kg für Lebensmittel mit einem höheren Fettgehalt) wurde jedenfalls auch laut Ihren Ergebnissen nicht überschritten. Nichtsdestotrotz werden wir den Fall zum Anlass nehmen, die Thematik weiterhin streng zu prüfen. Wir befassen wir uns schon viele Jahre mit dem Thema, führen regelmäßig Tests durch und sind in Austausch mit unseren Lieferanten.

Lidl Österreich

Shan‘shi Kokosmilch

Wir sind uns dieser angesprochenen Thematik bewusst und beobachten unsere Produkte bzgl. MOSH/MOAH unter Berücksichtigung aktueller Risikobewertungen im Rahmen unserer Produktuntersuchungen genau. Mit 0,74 mg/kg MOAH liegt die Probe unter dem Aktionswert (1 mg/kg für Lebensmittel mit einem höheren Fett-/Ölgehalt (über 4 %)), den die EU derzeit für MOAH festgelegt hat. Zudem werden aktuell MOSH/MOAH-Verbindungen von der EFSA aktuell neu bewertet. Im aktuell vorliegenden Entwurf (Update of the risk assessment of mineral oil hydrocarbons (MOH) in food; Jänner 2023) konnten laut EFSA relevante gesundheitliche Effekte in Bezug auf die Aufnahme von MOSH-Verbindungen durch den Menschen nicht identifiziert werden. Unsere Produkte werden laufend Kontrollen unterzogen und die Produktsicherheit entsprechend den Branchenstandards bewertet.

Maresi Austria GmbH

S-Budget Kokos-Milch

Glücklicherweise werden alle unsere Eigenmarkenprodukte in regelmäßigen Abständen sowohl von unserer Qualitätssicherung als auch von externen Laboren überprüft. Bei gegenständlicher Charge ist auch unserem Qualitätsmanagement ein abweichender Wert an MOSH und MOAH aufgefallen. Wir haben daher bereits reagiert, noch bevor uns ihr Schreiben überhaupt erreicht hat und gegenständliche Charge umgehend aus dem Verkauf genommen. Nachdem wir in regelmäßigen Abständen prüfen und unsere vorherigen Ergebnisse bisher in Ordnung waren, können wir bei dieser Charge von einem Einzelfall ausgehen. Wir freuen uns, dass wir aufgrund unserer internen Kontrollschleifen in diesem Fall so rasch reagieren konnten.

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