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Joghurt, Buttermilch, Skyr & Co - Was steckt in fermentierten Milchprodukten?

Buttermilch, Joghurt und andere Milchprodukte können zu einer ausgewogenen Ernährung beitragen. Doch wie unser Test von 113 Produkten zeigt, fehlt es bei Buttermilch und Skyr mitunter an den wichtigen Milchsäurebakterien.

Bild: Jenny-Sturm / Shutterstock.com

Wir haben unterschiedliche fermentierte Milchprodukte getestet, in den Kategorien:

  • NATURJOGHURT
  • GETRÄNKE NATUR
  • JOGHURT MIT GESCHMACK
  • GETRÄNKE MIT GESCHMACK
  • SAUERMILCH MIT GESCHMACK
  • SKYR

Es waren unter anderem folgende Marken dabei: Alpengut, Besser Bio, Bio Wiesen Milch, Billa, Clever, Ein gutes Stück Heimat, Erlebnis Sennerei Zillertal, Free, Gmundner Milch, Ich bin Österreich, Ja! Natürlich, Ländle, Milfina, Natürlich für uns, Nöm, SalzburgMilch, S Budget, Schärdinger, Spar, Spar Natur pur, Stainzer, Zurück zum Ursprung

In der Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu: ZUTATEN (Aus biol. Landwirtschaft, Ohne Gentechnik hergestellt, Aroma enthalten, Süßungsmittel enthalten, ...), NUTRI-SCORE, TEMPERATUR, LEBENDKEIMZAHL 

Lesen Sie auch unseren Sauermilch, Ayran, Kefir: fermentierte Milchprodukte - Gute Kulturen.

Nachfolgend unser Testbericht.


Natur- & Fruchtjoghurt, Butter-& Sauermilch, ...

Auch wenn es mancher gar nicht so genau wissen möchte – der Gehalt an Bakterien ist es, der maßgeblich über die Güte eines ­Joghurts, einer Butter- oder Sauermilch entscheidet. Mindestens 10 Millionen sogenannte koloniebildende Einheiten (KBE) sollen sich in einem Gramm bzw. Milliliter tummeln, bei Milchmischerzeugnissen (Buttermilch mit Frucht oder Vanillejoghurt) mindestens 1 Million, damit die Qualität stimmt.

Test: Gehalt an Milchsäurebakterien

Wir haben insgesamt 113 verschiedene fermentierte Milchprodukte, darunter Naturjoghurt, Fruchtjoghurt, Buttermilch, Milchgetränke und Sauermilch, unter die Lupe genommen und im Labor auf den ­Gehalt an Lebendkeimen untersuchen lassen. Insgesamt wiesen die meisten Produkte am Ende ihrer Mindesthaltbarkeit erfreulich hohe (300 Mio. KBE/ml) Keimzahlen auf. Lediglich einige Butter- und Sauermilch- ­sowie Skyr-Produkte tanzten aus der Reihe.


Die Analyse der Lebendkeimzahl entstand in Kooperation mit „AgrarMarkt Austria“ (AMA).

NOVA-Score: Grad der Ver­arbeitung

Beim Skyr konnten in zwei Produkten, die aus einer deutschen Molkerei stammen (Spar Skyr, Exquisa milder Skyr), überhaupt keine Lebendkeime nachgewiesen werden. Auf den Packungen ist zudem nicht angegeben, dass die Milch erhitzt wurde und man deshalb auch gar keine Lebendkeime in den Produkten erwarten darf.

Deutlich zu wenig Bakterien steckten auch in drei Buttermilchprodukten (Alpengut Buttermilch natur, OM Bergbauern Butter Milch, Ein gutes Stück Heimat Bio Heumilch Buttermilch).

Eine Sauermilch (Stainzer Dicke Milch) und eine Buttermilch (Clever Buttermilch) ent­hielten vergleichsweise wenige Lebendkeime, allerdings noch innerhalb der Toleranz.

NOVA-Score

Neben der Keimzahl gibt es allerdings noch weitere Parameter, die für die Qualität von Milchprodukten bestimmend sind. So haben wir uns genauer angesehen, wie stark die Produkte verarbeitet wurden. Inzwischen weiß man nämlich, dass der Grad der Ver­arbeitung bei Lebensmitteln sich letztlich auch auf die Gesundheit der Verbraucher auswirken kann. Brasilianische Wissenschaftler haben dazu bereits vor einigen Jahren den sogenannten NOVA-Score entwickelt. Dieses mittlerweile auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) anerkannte System klassifiziert Lebensmittel in vier Gruppen:

- Unverarbeitet oder minimal verarbeitet (z.B. Gemüse, Obst, Getreide, Fleisch wie gewachsen, Milch und Joghurt ohne weitere Zusätze).

- Verwendung verarbeiteter kulinarischer Bestandteile (z.B. Salz, Rübenzucker, Honig, Stärke, naturbelassene Pflanzenöle). Lebensmittel dieser Gruppe 2 werden meist mit Lebensmitteln der Gruppe 1 verzehrt.

- Verarbeitete Lebensmittel. Darunter fallen einfach zusammengesetzte Produkte mit zwei oder drei Zutaten (z.B. frisches Brot, Räucherfisch, Hülsenfrüchte aus der Dose).

- Ultrahochverarbeitete Lebensmittel. Diese haben eine lange Zutatenliste (meist mindestens 5 Zutaten) und Zusatzstoffe wie Aromen oder künst­liche Süßstoffe.

Aus ernährungsphysiologischer wie gesundheitlicher Sicht sollten Lebensmittel der Gruppe 4 (ultrahochverarbeitete Lebens­mittel) einen möglichst geringen Anteil an der Ernährung haben. Studien haben gezeigt, dass sie meist eine ungünstige Zusammensetzung hinsichtlich der Nährstoffe auf­weisen. Zudem scheinen diese Lebensmittel das Krebsrisiko zu erhöhen.

Ungesunde Fruchtprodukte, Aroma, Süßung, Nutri-Score

Ungesunde Fruchtprodukte

Die Analyse ergab, dass alle Frucht­joghurts als Produkte der Stufe 4 gelten. Die meisten enthalten Aroma und zahlreiche Zusatzstoffe wie Säureregulatoren, diverse Ver­dickungsmittel, modifizierte Stärke, ­Süßungsmittel, Emulgatoren, Glukose-Fruktose-Sirup statt Zucker, Stabilisatoren oder Farbstoffe.

Im Handel erhältliche Fruchtjoghurts sind deshalb keineswegs mit einer Mischung aus Naturjoghurt plus Obst oder Naturjoghurt plus selbst eingekochter Marmelade vergleichbar. Ebenfalls in die Gruppe 4 einzuordnen sind Trink­joghurts, Buttermilch, Sauermilch und Skyr-Produkte, die mit Frucht- oder auch Vanillegeschmack versetzt sind.

Nutri-Score

Bereits seit Längerem berücksichtigen wir bei der Bewertung von Lebensmitteln den Nutri-Score. Dabei wird das Nährwertprofil eines Lebensmittels anhand einer fünf­stufigen Farbskala, die von Grün bis Rot reicht, klassifiziert. Für die Verbraucher hat dies den Vorteil, dass sich auf einen Blick erkennen lässt, ob man bei einem Lebensmittel guten Gewissens zugreifen darf (Grün/A und B) oder das Produkt möglichst selten bzw. nur in kleinen Mengen zu sich nehmen sollte (Orange/D und Rot/E).

In Frankreich, wo der Nutri-Score entwickelt wurde, wird die Anwendung bereits seit 2017 von der Regierung empfohlen. In ­Österreich ist er für hierzulande produzierte Produkte nach wie vor offiziell nicht erlaubt, auch wenn er schon auf einzelnen Lebensmitteln aus Österreich zu sehen ist.

Bei den von uns getesteten Produkten haben wir den Nutri-Score deshalb selbst berechnet. Die meisten unge­süßten Produkte mit ­Mager-/Halbfettmilch erreichen den Bestwert A. Vollfett-Produkte ohne Zucker­zusatz haben einen Nutri-Score von B, griechisches vollfettes Joghurt erreicht etwa ­einen Score von C.

Bio und gentechnikfrei

In die Bewertung floss weiters ein, ob es sich um biologisch und gentechnikfrei hergestellte Produkte handelt. Tierische Produkte aus biologischer Landwirtschaft bieten gegenüber konventionell hergestellten Produkten diverse Vorteile. So ist etwa die Verwendung von Zusatzstoffen eingeschränkt, und auch im Hinblick auf die ­Tierhaltung unterliegen sie strengeren ­Vorschriften.

Bei konventioneller Landwirtschaft darf auch gentechnisch verändertes Futter verwendet werden. Da auf dem Produkt nicht deklariert werden muss, ob zur Mast der Tiere gentechnisch verändertes Futter verwendet wurde, können Verbraucherinnen und Verbraucher nicht nachvollziehen, ob derartiges Futter ein­gesetzt wurde.

Aromen und Süßungsmittel

Joghurts oder Joghurtdrinks mit ausreichend hohem Fruchtgehalt benötigen keine Zusätze von Aromen. Derartige Hilfsmittel werden eingesetzt, um Produkte, bei denen an der Frucht gespart wurde, geschmacklich aufbessern. Eine intensive künstliche Aromatisierung ist zudem nicht wünschenswert, weil sie unseren Geschmackssinn manipuliert.

Nicht aromatisierte ­Lebensmittel werden dann als geschmacklich weniger intensiv wahrgenommen. Ähnliche Auswirkungen hat der Einsatz von Süßstoffen. Unser Gaumen wird dadurch an süßen Geschmack gewöhnt. Dies führt zu einer Bevorzugung von gesüßten Produkten.

Kühlung

Ein weiteres Problem, mit dem wir uns ­unter anderem bei Milchprodukten immer wieder konfrontiert sehen, ist mangelhafte Kühlung. Gerade Milchprodukte verderben leicht und werden ungenießbar, wenn sie in der Verkaufstheke nicht ausreichend ­gekühlt werden.

Wir haben deshalb beim Einkauf die Kerntemperatur der Produkte ermittelt. Auf gravierende Mängel sind wir dabei nicht gestoßen. Lediglich bei drei Proben aus drei unterschiedlichen Märkten (Merkur, Penny, Unimarkt) konnten wir leichte Abweichungen zu den von den Herstellern empfohlenen Kühltemperaturen feststellen.

Darmflora

Im Zusammenhang mit Milchprodukten ist oft die Rede davon, dass sie einen positiven Einfluss auf unsere Darmflora haben.

Das mag zum Teil stimmen, auch wenn es keine Beweise dafür gibt, dass bestimmte Bak­terien („Probiotika“) einen Vorteil bieten. Entscheidender scheinen laut Studien die Ballaststoffe in der Ernährung zu sein. Sie sind die wichtigste Nahrungsquelle für Darmbakterien.

Eine Ernährungsumstellung von einer eiweißreichen Kost mit viel Fleisch, Käse und Eiern hin zu einer Ernährung, die auf (Vollkorn-)Getreide, Gemüse, Obst und ­Hülsenfrüchten basiert, führt innerhalb von zwei Tagen zu einer deutlich veränderten Darmflora. Eine fettreiche Ernährung förderte das Wachstum von Bakterien, die sich typischerweise in der Darmflora von fett­leibigen (adipösen) Menschen finden.

VKI-Tipps

  • Ernährung: Achten Sie auf eine möglichst ausgewogene Ernährung, die vor allem auf Gemüse, Obst und Getreideprodukten basiert. Milchprodukte für den täglichen Konsum sollten möglichst unverarbeitet sein (NOVA 1) und einen Nutri-Score von A oder B aufweisen. Fermentierte Pro­dukte sind unfermentierten (z.B. Trinkmilch) vorzuziehen.
  • Fermentierte Milchprodukte: Die Qualität von Joghurt, Buttermilch oder Sauermilch wird maßgeblich durch den Gehalt an Lebendkeimen bestimmt. Vor allem bei Buttermilch und Skyr fehlte es teilweise an Milchsäurebakterien.

Testtabelle: Naturjoghurt

Testtabelle: Getränke Natur

Testtabelle: Joghurt mit Geschmack

Testtabelle: Getränke mit Geschmack

Testtabelle: Sauermilch mit Geschmack

Testtabelle: Skyr

Testkriterien

Zutaten

Bewertet wurde im Vergleich: bio/nicht bio, Gentechnik enthalten/gentechnikfrei, Aroma/kein Aroma, Süßungsmittel/keine Süßungsmittel sowie der Verarbeitungsgrad (NOVA).

NOVA: Unterschieden wurde zwischen 1 (unverarbeitet oder minimal verarbeitet), 2 (verarbeitete kulinarische Bestandteile), 3 (verarbeitet) und 4 (ultrahochverarbeitet).

Beim Verarbeitungsgrad 4 (ultrahochverarbeitet) konnte das Testurteil um maximal 2 Stufen besser ausfallen (d.h. „gut“).

Nutri-Score

Reihung von A (günstigste Nährstoffzusammensetzung) bis E (ungünstigste Nährstoffzusammensetzung).

Temperatur

Überprüft wurde, ob die vom Hersteller empfohlene Lagertemperatur in den Geschäften eingehalten wurde. Die Kerntemperatur wurde mit einem Stichthermometer ermittelt. Zusätzlich wurde auch die Temperatur am Regal abgelesen und die Oberflächentemperatur mittels Infrarot-Thermometer am Platzierungsort des jeweiligen Produktes gemessen.

Lebendkeimzahl

Abhängig von der jeweiligen Produktgruppe wurde die Lebendkeimzahl bei Probeneingang sowie am letzten Tag der Mindesthaltbarkeit ermittelt.

Zur Anwendung kamen folgende Methoden:

  • Joghurtkeime Lactobacillus spp.: ISO 7889, Kulturelles Zählverfahren (nicht chromogene Nährböden), 37 °C
  • Joghurtkeime Streptococcus spp.: ISO 7889, Kulturelles Zählverfahren (nicht chromogene Nährböden), 37 °C
  • Lebendkeimzahl bei 37 °C: Interne Methode vom Labor, akkreditiert, Kulturelles Zählverfahren (nicht chromogene Nährböden), 37 °C
  • Lebendkeimzahl bei 30 °C: Interne Methode vom Labor, akkreditiert, Kulturelles Zählverfahren (nicht chromogene Nährböden), 37 °C

Lagen die Keimzahlen niedriger als in der AMA-Gütesiegel-Richtlinie Milch und Milchprodukte angeführt, konnte das Testurteil nicht besser ausfallen als das Gruppenurteil Lebendkeimzahl.

Folgende Grenzwerte gelten:

1. Ungesüßte fermentierte Milchprodukte (Joghurt, Sauermilch, Buttermilch etc.): ≥ 10 Mio. KBE/g, Toleranz minus 0,5 log-Einheiten

2. Fermentierte Milchmischprodukte (Fruchtjoghurt, Fruchtbuttermilch etc.): ≥ 1 Mio. KBE/g, Toleranz minus 0,5 log-Einheiten

3. Frischkäse (Skyr): ≥ 100.000 KBE/g

Reaktionen

Stainzer Dicke Milch

Wir bedanken uns für die Möglichkeit Stellung zum Testergebnis Stainzer Dicke Milch zu nehmen und möchten Ihnen folgendes dazu mitteilen:

Das Ergebnis des Produkttests nehmen wir sehr ernst. Wir möchten darauf hinweisen, dass das Ergebnis der Lebendkeimzahl am Ende MHD, in Anbetracht der absoluten Höhe an Lebendkeimen, relativ knapp unter den Vorgaben des österreichischen Lebensmittelbuches liegt (IST: 5,1 Millionen KBE/ml statt SOLL 10,0 Mio KBE/ml).

Wir sehen hier dennoch Handlungsbedarf und haben entsprechend mit dem Kulturenhersteller Kontakt aufgenommen, da wir nach deren Mengenempfehlungen arbeiten, die eine Mindestmenge an Lebendkeimen im Endprodukt garantiert. Wir möchten uns für Ihre Anfrage und den Hinweis bedanken.

Elisabeth Haimberger
Berglandmilch eGen

Clever Buttermilch 1% Fett, weniger zufriedenstellend

Wir bedauern, dass die Clever Buttermilch laut Testergebnis mit nicht zufriedenstellend beurteilt wurde. Wir haben diese Beanstandung sofort an unseren Produzenten weitergeleitet und dieser hat umgehend die Produktionsabläufe der betreffenden Charge geprüft. Dabei konnten keine Auffälligkeiten festgestellt werden, die die Abweichung erklären könnten. Die interne Untersuchung des betreffenden MHDs zeigte keine Abweichungen betreffend der Lebendkeimzahl (auch Ende MHD):

Weiters war die Lebendkeimzahl bei der von uns beauftragten heurigen Routineuntersuchung (des identen Produkts der Eigenmarke Ich bin Österreich) konform (siehe Gutachten anbei). Eine mögliche Erklärung für die Abweichung könnte der zur Untersuchung verwendete Nährboden sein, da der Kulturenhersteller spezielle Nährböden empfiehlt, welche aber bei dem Test möglicherweise nicht vom Labor verwendet worden sind und damit maßgeblich zum, aus unserer Sicht, verfälschten Ergebnis beigetragen haben könnten. Ebenso sehen wir die Beurteilung mit „weniger zufriedenstellend“ als ungerechtfertigt, da der von der AMA vorgegebene Toleranzwert nicht unterschritten wurde.

Wir nehmen diese Abweichung dennoch zum Anlass die Produktionsabläufe weiterhin genau zu prüfen um diese und ähnliche Abweichungen in Zukunft vermeiden zu können.

Karin Dorfner
REWE Group

Alpengut Buttermilch natur, nicht
Ein gutes Stück Heimat Bio Heumilch Buttermilch,

Wir haben mit beiden Herstellern (Erlebnis Sennerei Zillertal KG bzw. Berglandmilch) Rücksprache zu Ihren Untersuchungsergebnissen gehalten. In beiden Fällen bestätigen die Hersteller, dass die Lebendkeimzahl am Ende des MHD in einem unbefriedigenden Grenzbereich lag. Deshalb haben beide Hersteller interne Maßnahmen eingeleitet, um dies zu korrigieren. Unter anderem wurde dabei der Mengeneinsatz der Kulturen geprüft. Erste Nachuntersuchungen bestätigen die nun eindeutige Einhaltung der Vorgaben.

Christoph Buchgraber
Lidl Österreich GmbH

OM Bergbauern Butter Milch 1% Fett, nicht zufriedenstellend

Da das Thema Lebendkeimzahl aufgrund der regelmäßig durchgeführten externen Untersuchungen bisher nicht relevant war, werden wir genau prüfen woher diese Abweichung kommen kann. Dadurch werden wir sicherstellen, dass weiterhin Lebensmittel höchster Qualität produziert werden.

Richard Weiß
OBERSTEIRISCHE MOLKEREI eGen

Spar Skyr, nicht zufriedenstellend

Vielen Dank für die Information zu ihren Testergebnissen bei unserem Produkt SPAR Skyr. Wir haben ihr Testergebnis von zwei Stellen prüfen lassen und können die Abwertung aufgrund der Keimzahlen nicht akzeptieren. Im Österreichischen Lebensmittelkodex Kapitel B32 Punkt 3.3.1.1.6 gibt es den Passus, dass die Vorgabe, dass Frischkäse einen Gehalt an lebenden produktspezifischen Keimen von mindestens 100.000 KBE/ g am Ende vom Mindesthaltbarkeitsdatum enthält, nicht für Frischkäse, welcher gemäß dem „Thermoverfahren“ hergestellt wird gilt. Wir erwarten uns, dass Sie dies bei der Bewertung berücksichtigen und diese somit richtigstellen.

Viktoria Marinov MAS, MBA
LEITUNG SPAR SERVICE TEAM

Exquisa Milder Skyr, nicht zufriedenstellend

vielen Dank für Ihre Nachricht und die Information über die Testergebnisse unseres „Exquisa Milder Skyr“. Im Test des VKI wird auf die – im Vergleich zu anderen Produkten – geringe Lebendkeimzahlen hingewiesen. Im Rahmen Ihrer Bewertung wurde das als „nicht zufriedenstellend“ eingestuft. Dazu würden wir gerne Stellung beziehen. Der „Exquisa Milder Skyr“ wird mittels eines Thermoverfahrens hergestellt und ist somit laut österreichischen Vorgaben für die Herstellung von Frischkäse von der Mindestmenge an lebenden Keimen ausgenommen (vgl. Absatz 3.3.1.1.6 des Österreichischen Lebensmittelgesetzbuch). Die Verkehrsbezeichnung des Artikels lautet ebenfalls Frischkäse. Die Herstellung von Skyr lässt sich nicht mit der von anderen fermentierten Milchprodukten wie etwa Joghurt, Kefir oder Dickmilch vergleichen. Bei Skyr Produkten muss die Milch konzentriert werden, was bei unseren Artikeln durch ein separieren der gesäuerten Milch erfolgt. Die Milch wird zuvor erhitzt. Dadurch kann garantiert werden, dass keine Hefe- oder Schimmelkulturen entstehen und das Separieren unter den idealen Bedingungen stattfinden kann. Ein Großteil der in der gesäuerten Milch vorhandenen Milchsäurebakterien wird dadurch abgetötet. Die ermittelten niedrigen Lebendkeimzahlen entsprechen dem Standard unserer Skyr-Produkte. Weder in der Spezifikation, noch auf der Verpackung wird auf lebende Keime hingewiesen. Der „Exquisa milden Skyr“ ist ein hochwertiges und einwandfreies Produkt, dass nach höchsten Qualitätsstandards produziert wird und sämtlichen gesetzlichen Auflagen entspricht.

Kristina Pfluger
Karwendel Werke Huber GmbH & Co. KG

Testplakette

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