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Spätzlebereiter im Kurztest: Spätzlehobel liegt auf einem Topf, indem schon Spätzle im Wasser zubereitet werden.
Spätzlebereiter im Kurztest: Eine patzt Bild: nodrama_Ilama/Shutterstock.com

Schnelltest: Welche ist die beste Spätzlereibe?

Ein Spätzle- bzw. Knöpflebereiter ist ein praktisches Küchengerät, das die Herstellung von Spätzle, also einer Teigbeilage erleichtert. Als Spätzle oder kleine Nockerln bezeichnen wir sie in Ostösterreich, in Westösterreich sind es Knöpfle. Sie eignen sich als Beilage zu Speisen mit und ohne Fleisch sowie Soßen und lassen sich gut zu Aufläufen verarbeiten. 

Der Grundteig besteht aus Eiern, Mehl, Salz und Wasser. Klar der Spätzle-Teig lässt sich auch mit Messer oder herkömmlichem Löffel ins siedende Wasser streichen. Das Ergebnis sind meist ungleichmäßig geratene Spätzle.

Spätzlereibe: wie funktioniert das? 

Beim Zubereiten mit speziellem Sieb legen Sie dieses auf einen Topf mit kochendem Wasser. Dann den Teig ins Salzwasser streichen oder drücken. Das Sieb kann aus Edelstahl oder Kunststoff bestehen und verfügt über eine gelochte Oberfläche. Je nach Teig-Konsistenz bilden sich lange Teigfäden oder kurze Teigklümpchen.

Wodurch unterscheiden sich Spätzlereiben?

Die Unterschiede liegen in der Handhabung. Außerdem gibt es die Produkte mit verschiedenen Lochdurchmessern und für unterschiedliche Topfgrößen. 

Die Funktion ist im Grunde ähnlich. Küchenhelfer auf den Topf legen. ...

Weis Spätzlemacher Rundloch: Spätzlereibe sieht wie Metall-Schale mit Löchern aus, daneben weiße Teigspachtel.
Weis Spätzlereibe funktioniert ausgezeichnet. Teig mit dem Kunsstoffschaber durch die gelochte Edelstahlwölbung reiben. Bild: VKI

... Danach beispielsweise beim Weis Spätzlemacher Rundloch (Durchmesser 8 Millimeter), der die Form einer länglichen Edelstahlschale hat, etwas Spätzleteig in die Mulde des Geräts einfüllen. Den Teig mit dem mitgelieferten Kunststoffschaber durch die Löcher ins leicht kochende Salzwasser reiben. Der Kunststoffschaber erledigt seine Arbeit ausgezeichnet. Jetzt die Spätzle aufkochen bis sie an der Oberfläche schwimmen. Sie geraten nicht ganz gleichmäßig. Mit dem Schaumlöffel herausheben. Die mit einer Teigladung verarbeitbaren Mengen sind nicht groß, für vier bis fünf Personen reicht es jedoch. 

Spätzleteig für Spätzlereibe

Spätzlehobel: das längliche Edelstahlbrett verfügt über Schienen, in denen der Teigbehälter wie ein Schlitten hin- und herbewegt wird.
Spätzlehobel PASTACASA: einfache Handhabung. Auf dem unteren Hobelteil befestigen Sie in Führungsschienen den Teigbehälter, der sich wie ein Schlitten hin- und her bewegen lässt, wodurch der Teig in den darunter stehenden Topf fließt. Bild: VKI

Im Gegensatz zur Weis Spätzlereibe, ebenfalls aus Edelstahlt, besteht der Küchenprofi Spätzlehobel PASTACASA (Lochdurchmesser 7 Millimeter) aus zwei Teilen. Er ist ebenfalls einfach zu handhaben. Auf dem unteren Hobelteil, der die Reibfunktion übernimmt, sind seitlich Führungsschienen angebracht. In diese setzen Sie den eckigen Schlitten ein. Während der Weis Spätzlemacher über zwei Griffe am Topf hält, lässt sich der Spätzlehobel mit Fixierhaken an der Geräteunterseite am Topf befestigen. Er eignet sich für Töpfe bis 26 Zentimeter Durchmesser, der Spätzlemacher für größere Töpfe bis 28 Zentimeter . 

Zum Spätzlebereiten den Hobel wieder auf den Rand eines Kochtopfes mit kochendem Wasser legen, Teig in den Teigbehälter füllen und durch Hin- und Herschieben des Schlittens den Teig in den Topf fließen lassen. Auch hier geraten die Spätzle nicht konstant. Ihre Länge ergibt sich aus der Zähflüssigkeit des Teigs und der Geschwindigkeit, mit der Sie den Schlitten über den Hobel führen. Um den Teig gut abzuschaben, muss der Teigbehälter über die Breitseite komplett am Topf aufliegen. 

Spätzleplatte für große Teigmengen

Spätzleplatte aus Edelstahl mit Teigschaber daneben
Spätzleplatte: Mit dem mitgelieferten Spatel den Teig über das gelochte Edelstahlbrett ziehen. Bild: VKI

Wenn Sie eine größere Teigmenge auf einmal zubereiten wollen, eignet sich eine Spätzleplatte (Lochdurchmesser acht Millimeter) wie jene von Weis. Sie passt für Töpfe bis 28 Zentimeter. Wie beim Spätzlemacher den Teig mit einem mitgelieferten Spatel durch das Brett ins siedende Wasser schaben. Je schneller Sie den Teigschaber über die Platte ziehen, desto kleiner geraten die Spätzle. Gut so. Wer eine größere Kuchenspatel daheim hat und diese statt des mitgelieferten Teigschabers einsetzt, kann schneller noch größere Spätzlemengen auf einmal zubereiten. 

Gefu Spätzlelöffel: für kleine Teigmengen

Gefu Spätzlelöffel: schwarze Kunststofflöffel, der einem großen Schaumlöffel ähnelt, mit weißem Teigschaber daneben
Gefü Spätzlelöffel: Produkt ähnelt einem großen Schaumlöffel. Er ermöglicht nur kleine Teigmengen in einem Zubereitungszugang; an die Leistung der anderen Spätzlebereiter kommt er nicht heran. Bild: VKI

Der Gefu Spätzlelöffel aus Kunststoff von Weis lässt das Zubereiten der geringsten Menge Teignudeln in einem Durchgang zu. Eigentlich ähnelt er einem sehr großen Schaumlöffel. Er passt für Töpfe von 18-24 Zentimeter. Mit sechs Millimeter verfügt er über den kleinsten Lochdurchmesser. Praktisch: Der beigefügte Teigschaber lässt sich fürs Aufbewahren am Löffel befestigen. Der Speziallöffel eignet sich zwar fürs Spätzle Bereiten, kommt aber an die drei anderen Utensilien nicht heran. 

Es dauert nicht nur lange, die Teigmasse durch die geringe Oberfläche zu drücken, die runde Löffelform erfordert es, den Teig öfter von den Rändern zusammenzustreichen. Obwohl es naheliegend scheint, eignet sich der Teiglöffel nicht zum Herausheben der fertigen Teigware, außer Sie haben den Löffel zuvor von den Teigresten befreit. 

Worauf achten beim Reinigen

Sie ersparen sich langwieriges händisches Reinigen, wenn der Teig gar nicht erst eintrocknet. Alle Küchenutensilien reinigen Sie deshalb am besten sofort. Beim Spätzlehobel brauchen Sie etwas mehr Zeit fürs Reinigen, da der Teig auch in der Führungsschiene klebt. Außerdem zu beachten: Beim Spätzlehobel lässt sich der Schlitten über den Hobel hinausschieben, wodurch auch der Topf außen Teigreste abbekommen kann. Tipp: Schieben Sie den Schlitten nicht bis zum Rand. Haben Sie die Geräte gut vorgereinigt, sind sie nach dem Durchgang im Geschirrspüler auch wirklich sauber. 

Servierplatte: geringste Verletzungsgefahr

Da die Spätzleplatte die gesamte Topfoberfläche bedeckt, ist die Verletzungsgefahr am geringsten. Beim Spätzlemacher, -hobel und -löffel kann während des Schabens bzw. Hobelns über siedendem Wasser aufsteigender Dampf an die Arme geraten. Tipp: Nehmen Sie den Topf kurz von der Kochstelle, Teig reinschaben, bzw. -hobeln und den Topf wieder auf die Kochplatte stellen. 

Fazit: Spätzlemacher und Servierplatte qualifizieren sich am besten von den ins Rennen geschickten Küchengeräten. Das Zubereiten mit dem Spätzlehobel mit seiner speziellen Schlittenkonstruktion ist etwas aufwendiger, gelingt aber ebenfalls ganz gut. Am zeitintensivsten ist das Zubereiten mit dem Speziallöffel. Durch seine geringe Fläche und die Wölbung dauert das Herstellen der Spätzle länger. Außerdem ist die Form am unregelmäßigsten.

Tipps zum Zubereiten

Worauf achten beim Spätzle Bereiten? 

  • Konsistenz. Der Teig darf nicht zu fest sein
  • Ausprobieren. Mit der Teigkonsistenz am Anfang etwas experimentieren
  • Abstand. Genügend Abstand von Reibe zur Wasseroberfläche einhalten. Der Spätzle-Macher darf nicht zu heiß werden, sonst verkleben die Löcher.
  • Edelstahl. Dieses Material kann sich beim Verwenden über dem Wasserdampf schnell erwärmen. Beim Kauf darauf achten, dass es rostfrei und spülmaschinengeeignet ist. 
  • Geräte mit Schlitten. Beachten, dass sich die Reibe auseinandernehmen lässt. So können Sie den Raum zwischen Schlitten und Reibe besser reinigen.
  • Per Hand vorreinigen. Gleich nach Gebrauch in kaltem Wasser vorreinigen, erst danach in den Geschirrspüler. 
  • Warum kaltes Wasser zum Reinigen? Das im Mehl enthaltene Gluten bekommt beim Reinigen mit heißem Wasser eine klebrige Konsistenz. Deshalb immer mit kaltem Wasser vorreinigen. 

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