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E-Bikes: Offroad-Tiefeinsteiger-Pedelecs - Die SUV-Räder

Die meisten schlagen sich gut als Allrounder unter den E-Bikes. Nur eines bleibt sitzen. Es hat Schadstoffe im Sattel.

7 E-Bikes fürs Gelände im Test (Foto: F.Wallner/VKI)

Im Test finden Sie:

  • Bergamont - E-Ville SUV
  • Bulls Iconic - EVO 1 27,5+
  • Conway - Cairon SUV 527
  • Cube - Nuride Hybrid Exc 625 Allroad
  • Kettler - Quadriga Town & Country Comp
  • KTM - Macina Aera 271 LFC
  • Stevens - E-Universe 6.5 FEQ

Folgende Informationen finden Sie in der Testtabelle:

  • TESTURTEIL
  • AUSSTATTUNG: Akku-Kapazität in Wh, Gewicht in kg (gemessen), Laufradgröße in Zoll, Anzahl der Gänge
  • FAHREN: Fahren ohne Motorunterstützung, Bedienelement, Fahren mit Motorunterstützung, Fahrkomfort, Nacht- und Regenfahrt
  • ANTRIEBSSYSTEM UND MOTOR: Reichweite R200, Reichweite Praxis gemittelt, Ladung (Wh/min), Information zur Restreichweite
  • HANDHABUNG: Bedienungsanleitung, Einstellen durch Tester, Bedienung im Stand, Akku, Reparaturen/Reinigung/Wartung; Eigengewicht und zulässiges Gesamtgewicht, Kindersitz- und Anhängertauglichkeit
  • SICHERHEIT UND HALTBARKEIT: Haltbarkeit, Bremsen, Fahrstabilität, Flatterneigung, Verarbeitung
  • SCHADSTOFFE

Test abseits der Straße

Asphalt – kein Problem. Schotter – kein Problem. Erde – auch kein Problem. Worauf auch immer Sie radeln, mit diesen E-Bikes (ganz korrekt eigentlich Pedelecs) kommen Sie fast überall weiter. Sie werden Offroad- Tiefeinsteiger genannt und sollen einer eierlegenden Wollmilchsau im Raduniver­sum sehr nahe kommen. Wären diese Räder Autos, würden wir sie wohl SUVs nennen. Neben der Eignung mit ihren grobstolligen Reifen fürs Radeln auch abseits glattgebügelter Straßen empfehlen sie sich auch durch eine Lichtanlage und einen Gepäckträger.

Bequemer Einstieg ohne Oberrohr

Damit diese E-Bikes bequem bestiegen und wieder verlassen werden können, gibt es kein Oberrohr wie beim altbekannten Herrenrahmen. Wir haben 7 Modelle verschiedener Hersteller zu Preisen von 3.250 bis 3.900 Euro in der Praxis und im Labor getestet. Eigentlich hätten es mehr sein sollen; aber das, was zahlreiche Kaufwillige erfahren, haben auch wir zu spüren bekommen.

Viele E-Bikes nicht erhältlich

Viele Pedelecs sind aufgrund der großen Nachfrage und der Lieferschwierigkeiten einfach nicht erhältlich. Bewertet wurden das Fahren, die Handhabung, Antriebssystem und Motor sowie Sicherheit und Haltbarkeit. Aber auch auf Schadstoffe in Griffen und Sattel haben wir getestet.

Haltbarkeit: 8, 10, 20 Jahre

Ausstattung

E-Bikes im Überblick (Fotos: ADAC)Alle bis auf das Cube verfügen über einen Gepäckträger. Der Straßenverkehrsordnung entsprechen sämtliche Modelle mit Aus­nahme des Bergamont. Dem fehlen Reflek­toren und Klingel. Unverständlich.

Das Wechseln der 10 bis 12 Gänge erledigt mehrheitlich eine Schaltung von Shimano, nur beim Cube ist es eine SRAM. Gebremst wird dem Standard entsprechend durchgehend hydraulisch mit Scheiben. Ruppigem Gelände wird mit einer dämpfenden Vorder­radgabel der Schrecken genommen. Bei al­len Gabeln lässt sich die Dämpfung für den reinen Straßenbetrieb sperren. Die Laufrad­größe beträgt entweder 27,5 oder 29 Zoll.  

Unterstützung: Bosch-Motor 

Die meisten Räder werden von einem Bosch-Mittelmotor der 4. Generation ange­trieben, nur im Stevens ist noch die 3. Gene­ration verbaut. Den Saft liefert jeweils ein Lithium-Ionen-Akku, der am Unterrohr angebracht ist. Die Kapazität beträgt 625 Wattstunden, nur beim Kettler und beim Stevens sind es 500. Lange laden und kurz fahren lautet das Motto beim Kettler. Ganze 7 Stunden braucht der Akku für die vollständige Energieaufnahme, während es die anderen in etwa 4 Stunden schaffen. Ist die Batterie voll, kommt man beim Kettler auf eine durchschnittliche Reichweite von nur etwas über 60 km. Beim Cube sind es zum Vergleich mit knapp 90 km um fast 50 Pro­zent mehr. Außerdem sitzt man am Kettler eigenartig nach vorne geneigt, das ist für eine längere Tour auch nicht förderlich.  

Haltbarkeit: 8, 10, 20 Jahre 

Die Lebensdauer der E-Bikes wird bei KTM mit mindestens 8 Jahren angegeben, bei anderen Modellen mit 10 oder 20 Jahren. Conway glaubt hier bei entsprechender Pflege an ein ewiges Leben. In der Garantie­zeit spiegelt sich diese Technikgläubigkeit der Hersteller aber nicht wider. Auf die Rahmen gibt es immerhin bis zu 6 Jahre, auf andere Teile aber deutlich weniger. So viel zur Theorie. In der Praxis, nämlich bei der Prüfung der Dauerhaltbarkeit, erwiesen sich drei Räder als auffällig. Beim Conway brach die Schraube für die Winkelverstel­lung am Lenkervorbau, beim Cube und beim Kettler brachen Schrauben an der Adapterplatte am Motor. Das Kettler wurde zusätzlich durch einen kleinen Rahmenriss verwundet. 

Knapp 30 kg Eigengewicht

Familienkutsche  

Die E-Bikes sind mit 27 bis 29 Kilo keine Leichtgewichte. Das macht sich nicht nur beim Tragen über Stufen bemerkbar, son­dern auch beim zulässigen Gesamtgewicht. Es umfasst alles, was mit dem Rad in Ver­bindung steht: das Pedelec selbst, eventuell Anhänger, Gepäck und Kinder – und den Fahrer. Schwerere Personen sind hier schnell stark eingeschränkt. Als Beispiel: Auf das Conway sollten nur Personen steigen, denen auf der Anzeige der Waage eine zweistellige Zahl entgegenlacht. Sonst wird es bei einem zulässigen Gesamtgewicht von nur 130 Kilo und einem Fahr­radgewicht von 27 Kilo nämlich eng. An die Mitnahme eines Kindes im Kindersitz oder gar im Anhänger ist dann nicht mehr zu denken. Die robusteren Räder erlauben als Gesamtpaket 145 oder sogar 160 Kilo (Bergamont). Aber auch da wird’s für schwere Personen auf dem Weg in den Kindergarten mit zwei Knirpsen im Anhän­ger schon knapp.  

Resultat: Sieg an KTM  

Der Sieg nach der Test-Tour geht an das KTM. Es ist ein solider und wendiger Offroad- Tiefeinsteiger. Es zeigt sein agiles Fahrver­halten auf und abseits von befestigten Wegen. Echte Schwächen sind nicht zu fin­den, sieht man vom Gepäckträger ab. Dieser ist nur mit 10 Kilo zu belasten, üblich sind 25.

Das Conway hat sich mit seinem Sattel in die Nesseln gesetzt. Dieser enthält polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) über dem Grenzwert. Damit ist das Conway im Test mit „nicht zufriedenstel­lend“ durchgefallen. Dazu kommen noch Mängel in der Haltbarkeit und das niedrige zulässige Gesamtgewicht.

Noch ein einschränkendes Wort zum Cube: Der Transport auf dem Auto mittels Fahr­radheck- oder -dachträger ist laut Bedie­nungsanleitung nicht erlaubt.  

Fazit: gut geeignet

Einer eierlegenden Wollmilchsau entspricht diese Art von Pedelecs nicht ganz. Sie sind jedoch für alle Straßen und für den leichten Einsatz abseits von Wegen gut geeignet. Damit sind diese Räder echte Allrounder – ein Ersatz für E-Mountainbikes sind sie aber nicht.

Wenn Sie Fahrten von nicht mehr als 60 km bis zum nächsten Aufladen planen, dann reichen Räder mit einem 500-Wh-Akku. Wenn Sie aber auch einmal über 100 km ins Auge fassen, sollten Sie ein 625-Wh-Exem­plar wählen.

Testtabelle: E-Bikes Offroad Tiefeinsteiger Pedelecs

Steckbriefe

KTM – Macina Aera 271 LFC

Der Testsieger ist ein solider und wendiger Offroad-Tiefeinsteiger. Sein agiles Fahrverhalten zeigt sich ebenso abseits der Straße. Gute Konstruktionslösungen an Rahmen und Akkuabdeckungen bzw. dessen Verschluss. Leider erlaubt der Gepäckträger nicht mehr als 10 Kilogramm Gepäck.

+ Gutes Fahrverhalten auch im Gelände
+ Gutes Ansprechverhalten des Motors
+ Gutes Frontlicht
+ Abdeckung des Akkus ist gut gelöst
+ Sportlich zu fahren
+ Wendig
+ Gut abgestufte Motorunterstützung

- Nur 10 Kilogramm Last für den Gepäckträger
- Sattelstütze  ungefedert und ohne Schnellspanner ausgestattet
- Eingeschränkte Montagemöglichkeiten von Fahrradanhängern

Bergamont – E-Ville SUV

Das Pedelec ist für das gemächliche Fahren – hauptsächlich auf der Straße – geeignet. Etwas träge, dafür aber laufruhig, auch dank der 29-Zoll-Bereifung. Gute Alltagstauglichkeit ohne hervorragende Stärken und Schwächen.

+ Laufruhig dank der 29-Zoll-Bereifung
+ 160 Kilogramm zul. Gesamtgewicht
+ Bremslicht hinten
+ Für Fahrradkindersitze und Fahrradanhänger zugelassen

- Informationen im Display sind nicht intuitiv abrufbar
- Schwaches Frontlicht
- einfache Kunststoffpedale
- Gepäckträger erlaubt nur 20 Kilogramm
- Ständer ist mittig angebracht und stört beim Rückwärtsschieben

Bulls – Iconic EVO 1 27,5+   

Das wendige Iconic Evo 1 von Bulls ist ein solides eSUV mit angenehmer Sitzposition und eignet sich gut für Asphaltstraßen und Schotterwege. Mit nur 135 Kilogramm zul. Gesamtgewicht und bedingten Montagemöglichkeiten für Fahrradanhänger eignet es sich dagegen weniger für Familien. Die Batterieabdeckung ist verbesserungswürdig, da sie sich leicht lösen kann.

+ Wendiges Fahrverhalten
+ Versenkbare Sattelstütze für eine schnelle Größenanpassung
+ Gefederte Sattelstütze für mehr Komfort
+ Angenehme Griffe
+ Angenehme Sitzposition und Ergonomie
+ Gutes Frontlicht
+ Komfortabler Sattel

- Nur eine 10-Gang-Kettenschaltung verbaut
- Informationen im Display sind nicht intuitiv abrufbar
- Grelles Rücklicht
- Instabile Akkuabdeckung
- Etwas höherer Kraftaufwand beim Bremsen notwendig
- Eingeschränkte Montagemöglichkeiten von Fahrradanhängern
- Akku nach unten zu entnehmen

Cube – Nuride Hybrid Exc 625 Allroad

Beim Cube merkt man die Herkunft aus dem MTB-Sektor. Unebenheiten werden von der Vordergabel komfortabel abgefedert. Die gute Schaltung und kräftige und spontan ansprechende Bremsen runden das gute Gesamtpaket ab. Negativ fallen die klappernden Kotflügel auf, sowie der nur optionale Gepäckträger. Im Dauerhaltbarkeitsversuch sind bei den Wiegetrittprüfungen Schrauben der Motorhalterung sowie das Gehäuse gerissen.

+ Gutes Fahrverhalten
+ Gute Dämpfung der Vordergabel
+ Leichtestes Pedelec im Test
+ Angenehme Sitzposition
+ Gänge lassen sich auch unter Last gut und leise schalten
+ Lässt sich auch gut ohne Antrieb fahren
+ Anfahren und abriegeln des Motors sehr harmonisch
+ Gefederte Sattelstütze
+ Laufruhig dank 29-Zoll-Bereifung

- Schrauben an der Motorhalterung brechen bei der erhöhten Wiegetrittprüfung (nach dem Entwurf der DIN 17404)
- Kotflügel klappern bei Unebenheiten
- Gepäckträger muss separat mitbestellt werden
- Lenkeranschlag beeinträchtigt die Handhabung beim Schieben
- Schlechtes Frontlicht
- Transport mit dem Auto auf Fahrradheck- oder Dachträger laut Bedienungsanleitung nicht erlaubt

Stevens – E-Universe 6.5 FEQ

Das gut ausgestattete eSUV von Stevens ist weniger für das Gelände geeignet, aber dafür gut für Familien. Ein etwas eigenartiges Fahrgefühl rührt aus der Ergonomie zwischen Lenker und Sattel. Zudem wenig Fahrkomfort trotz Sattelfederung. Die Position der Griffe erweist sich nach längerem Fahren als unbequem.

+ Gutes Fahrverhalten
+ Absenkbare Sattelstütze für einfachste Größeneinstellung
+ Akku hat eine Griffmöglichkeit für eine gute Entnahme
+ Vier-Kolben-Bremsanlage vorn
+ Gute Vordergabel
+ Laufruhig, dank 29-Zoll-Bereifung
+ Problemlose Montagemöglichkeit von Kindersitzen und Kinderfahrradanhänger

- Dünne, auf Dauer unkomfortable Griffe
- Informationsumfang des Displays eingeschränkt
- Hat nur einen 500-Wh-Akku verbaut
- Nur 10-Gang-Kettenschaltung
- Beim Plastikdrehhebel der Akkuabdeckung können leicht Fingernägel brechen
- Bei Last läuft der Motor noch ungewohnt etwas nach bzw. hackt nicht gleich aus
- Sattelstütze ohne Schnellspanner ausgestattet

Kettler – Quadriga Town & Country Comp

Das gut ausgestattete Pedelec von Kettler mit der sportlichen Sitzhaltung eignet sich für ambitionierte Tourenfahrer. Mit einer Vorbereitung für einen Doppelständer und die Anbindung eines Fahrradanhängers passt es gut für Familien. Mit dem kleinen 500-Wh-Akku erreicht es die geringste Reichweite im Test. Schwächen zeigt das Kettler bei der Dauerhaltbarkeit. Bei der erhöhten Wiegetrittprüfung sind Schrauben der Motorhalterung gebrochen sowie ein Steg des Rahmens an der Motorhalterung gerissen.

+ Komfortables Fahrverhalten
+ Gut wirkende gefederte und höhenverstellbare Sattelstütze
+ Möglichkeit einen Doppelständer zu montieren
+ Anschlussmöglichkeit eines Fahrradanhängers im Rahmen
+ 12-Gang-Kettenschaltung
+ Lenkerhörnchen im Lieferumfang
+ Vier-Kolben-Bremsanlage vorn               

- Schrauben an der Motorhalterung sowie eine Rahmenstrebe brechen bei der erhöhten Wiegetrittprüfung (nach dem Entwurf der DIN 17404)
- Kunststoff-Kotflügel
- Ohne elektrische Unterstützung schwer zu fahren
- Geringste Reichweite im Test
- Unbequemer Sattel
- Eigenartig nach vorne geneigte Sitzposition

Conway – Cairon SUV 527

Das wendige eSUV von Conway zeigt ein gutes Fahrverhalten, muss aber aufgrund von Schadstoffen im Sattel abgewertet werden. Bei den erhöhten Prüfungsanforderungen der Dauerhaltbarkeit versagen die Stirnverzahnung sowie die Schraube an der Lenker-Vorbau-Einheit. Etwas lieblos, speziell bei der Kabelverlegung. Der Akku lässt sich nur von unten entfernen und die Abdeckung des Ladesteckers ist etwas fummelig zu sichern.

+ Anzeige sehr informativ, sehr einfach zu bedienen und einzustellen, guter Kontrast
+ Sehr gutes Frontlicht
+ 203-mm-Bremsscheibe vorne

- Abwertung, da PAK-Grenzwerte im Sattel überschritten
- Schwächen an der Lenker-Vorbau-Einheit bei der Dauerhaltbarkeit (nach dem Entwurf der DIN 17404) – DIN 15194 wird bestanden
- Nur 130 Kilogramm zul. Gesamtgewicht
- Kotflügel streift bei größeren Erschütterungen
- Halterung der Anzeige/Bedieneinheit ist locker und das Kabel zur Bedieneinheit liegt frei
- Sattel unkomfortabel
- Akku ist nach unten zu entnehmen

Tipps

  • Eignung: Achten Sie darauf, ob das zulässige Gesamtgewicht Ihren Anforderungen entspricht.
  • Passform: Bestehen Sie vor dem Kauf auf einer Probefahrt. Machen Sie diese zuerst ohne Motor-Unterstützung.
  • Hilfe: Lassen Sie die Grundeinstellungen vom Fachhändler vornehmen.
  • Abstellen: Falls Sie das Rad für die sichere Verwahrung (über Stufen) tragen müssen, denken Sie an die fast 30 Kilo.
  • Schutz: Fahren Sie immer mit Helm.

Testkriterien

Im Test waren 7 Offroad-Tiefeinsteiger (e-SUVs) in Hardtail-Ausführung in der Preisklasse bis 4000 Euro. Einkauf im Februar/März 2021. Preise Mai 2021.

Die Untersuchungen in den Kategorien Handhabung, Fahren und Reichweite wurden durch zwei Experten sowie durch Probanden durchgeführt.

Fahren 30 %
Die Räder wurden auf einem Rundkurs von ca. zehn Kilometern ausgedehnten Fahrversuchen unterzogen. Sechs erfahrene Radfahrer beurteilten Fahreigenschaften ohne und mit Motorunterstützung, Fahrkomfort, Antrieb und einfache Reparaturarbeiten. Zusätzlich wurden Nachtfahrten durchgeführt. Nach Abschluss der praktischen Prüfungen wurden die häufig beanspruchten Bauteile auf Verschleiß überprüft.

Antriebssystem und Motor 20 %
Die Messung der Reichweite wurde auf dem Prüfstand nach R200 sowie in der Praxis durchgeführt. Das Abbruchkriterium ist der leere Akku. Dabei wird das Pedelec mit 90 kg Fahrergewicht belastet. Eine vorhandene Abschaltautomatik wird mitbewertet.

Sicherheit und Haltbarkeit 20 %
In Anlehnung der Anforderungen aus Entwurf der DIN 17404 werden an den sicherheitsrelevantesten Bauteilen wie Lenker inkl. Vorbau, Rahmen und Sattelstütze unter Berücksichtigung des vom Hersteller angegebenen zulässigen Gesamtgewichts durchgeführt.

Die Flatterneigung der E-Bikes, die Leistung und das Ansprechverhalten der Bremsen, Auffälligkeiten bei den Probandentests an diversen Bauteilen werden protokolliert und bewertet.

Handhabung 30 %
Dies beginnt mit der Bewertung der Gebrauchsanleitung sowie der Montage, wenn diese notwendig ist. Weitere Bewertungsaspekte sind die Einstellmöglichkeiten auf die Körpergröße und das Handling des Akkus.

Schadstoffe 0 %
Untersucht wurden berührbare Bauteile und Bezugsstoffe (Lenkergriffe und Sattel) auf PAK (Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe) und Weichmacher (Phthalate), aber auch auf andere Schadstoffe in Anlehnung an die GS-Spezifikation AfPS GS 2019:01 PAK.

Abwertungen
Abwertungen führen dazu, dass sich Produktmängel verstärkt auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Folgende Abwertungen haben wir eingesetzt:

Wenn die Note für Haltbarkeit weniger zufriedenstellend oder schlechter ist, kann das Gruppenurteil Sicherheit und Haltbarkeit maximal eine halbe Note besser sein. Das Testurteil konnte nicht besser sein als das Gruppenurteil Schadstoffe.

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