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Ein friedlich schlafendes Baby mit einem Schnuller in der Hand
Bild: Aleksei/stock.adobe.com

Test Schnuller 2026: Spuren von BPA

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Welche Babyschnuller sind garantiert BPA-frei? Die Schadstofffreiheit und die mechanische Sicherheit standen im Zentrum unseres Tests. Tatsächlich stießen wir mehrfach auf Verunreinigungen mit BPA.

Welche Marken wurden getestet?

Wir haben Schnuller ausgewählt, die für den österreichischen Markt relevant sind: Alvär, Babylove, Babylove nature, Baby Nova, Bibs, Canpol Babies, Grün Specht, Mam, Medela Baby, Nip, Nuk, Philips Avent, Shein.

Wo wurde eingekauft?

Der Einkauf erfolgte bei Drogerien, Supermärkten, Online-Baby-Shops, Online-Naturläden und Online-Plattformen wie Amazon und Shein. Standen bei den Schnullern mehrere Größen zur Auswahl, dann wurde die größte davon gewählt.

Mechanische Sicherheit

Die Entscheidung für die größeren Modelle wurde im Hinblick auf die Prüfung der mechanischen Sicherheit getroffen, weil diese Schnuller von Kindern genutzt werden, die bereits Zähne besitzen, und entsprechend stärker beansprucht werden. Zusätzlich zur mechanischen Sicherheit und der BPA-Freiheit haben wir auch auf die korrekte Deklaration geachtet.

Ergänzend ein wichtiger Hinweis: Dieser Test beurteilt nicht den Einfluss der Schnuller-Geometrie auf den Kiefer und die Zahnstellung!

Was wurde geprüft?

Konkret prüften wir die beiden Hauptbestandteile des Schnullers (Mundteil und Schild) auf Bisphenol A (BPA). BPA ist in der EU als besonders besorgniserregender Stoff (SVHC) eingestuft, der aufgrund seiner Ähnlichkeit mit Östrogen das menschliche Hormonsystem negativ beeinflussen kann. Auch wird er mit Unfruchtbarkeit, Krebs, Diabetes und neurologischen Störungen in Verbindung gebracht und kann Hautallergien hervorrufen.

BPA-Verbot in Österreich

An sich sollte die Antwort nach der BPA-Freiheit eindeutig ausfallen, weil es gesetzlich verboten ist, Schnuller und Beißringe mit beabsichtigt hinzugefügtem BPA in Österreich in Verkehr zu bringen. Auf den meisten von uns untersuchten Produkten ist auch eine entsprechende Kennzeichnung vorhanden.

Warum wurde trotzdem BPA gefunden?

Warum wir in unserem Test trotzdem mehrfach fündig geworden sind, liegt daran, dass sehr leicht eine externe Verunreinigung mit BPA stattfinden kann: in der Produktionsanlage, beim Verpacken, durch die Verpackung selbst, durch kontaminierte Materialien im selben Produktionsbereich, ja sogar durch Partikel in der Luft.

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