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Supermarktregal mit sehr vielen Artikeln
Bild: stock.adobe.com/HelgaQ

Marke gegen Eigenmarke

Die einen kaufen nur Markenprodukte, weil sie meinen, diese seien besser. Andere halten die günstigeren Eigenmarken für gleichwertig und vom selben Hersteller erzeugt. Wir schauen genauer hin.

So kennen wir es aus dem Supermarkt: Zwei gleiche Produkte mit unterschiedlichem Namen liegen im selben Regal nebeneinander. Die Verpackung sieht anders aus und der Preis unterscheidet sich oft deutlich. Aber beim Blick auf die Zutaten und Nährwerte fragen Sie sich: Ist das nicht eigentlich das Gleiche?

Was genau ist eine Marke?

Markenprodukte kennen wir meist aus der Werbung oder seit unserer Kindheit. Namen wie Coca Cola, Nutella, Barilla, Schärdinger, Kelly oder Nöm haben in Österreich einen hohen Wiedererkennungswert. Hinter einer Marke steht ein bestimmtes Unternehmen, das viel Geld investiert – in Entwicklung, in Marketing, in Verpackung und in Image. Das Ziel ist, Vertrauen zu schaffen. Menschen sollen ein Produkt sehen und ohne Nachdenken zugreifen.
Dieses Vertrauen macht Markenartikel teurer. Ausgaben für Werbung, Sponsoring und große Kampagnen müssen schließlich wieder eingenommen werden. Deshalb sind die Produkte teurer als viele vergleichbare.

Was ist eine Eigenmarke?

Eigenmarken – auch Handelsmarken genannt – gehören den Supermarktketten selbst. Sie heißen zum Beispiel:

  • Billa/Rewe. Clever, Billa Bio, Ja! Natürlich, Billa immer gut
  • Spar. S-Budget, Spar Vital, Spar Premium, Spar Natur pur
  • Hofer. Milsani, Milfina, Snack Fun, Zurück zum Ursprung
  • Lidl. Alpengut, Milbona, Crownfield

Für Eigenmarken beauftragen diese Händler Lebensmittelbetriebe, die für sie produzieren. Oft sind das dieselben, die auch Markenprodukte erzeugen. Für seine Eigenmarken kann der Supermarkt vieles selbst bestimmen: Rezeptur, Qualitätsstandards, Verpackung, Menge sowie Einkaufs- und Verkaufspreise. Da oft geringere Ausgaben für Werbung anfallen und die Kette große Mengen einkauft, sind Eigenmarken meist günstiger. Eigenmarken haben sich in den letzten 20 Jahren enorm weiterentwickelt. Viele bringen inzwischen eigene Produktneuheiten auf den Markt oder verwenden hochwertigere Rohstoffe als früher. In manchen Bereichen, z. B. Bio, haben sie die Marken sogar überholt – und werden sehr wohl auch beworben.

Gleicher Hersteller?

Kommen Marke und Eigenmarke aus derselben Fabrik? Kurz gesagt: Sehr oft, ja. Etwas länger: Auf vielen Eigenmarken steht der Satz „Hergestellt für …“. Das bedeutet, dass ein Betrieb im Auftrag des Supermarkts produziert. Wer dieser Betrieb ist, muss aber nicht angegeben werden. Die Konsument:innen müssen nur nachvollziehen können, wer dieses Produkt vermarktet oder importiert. Deshalb kann derselbe Hersteller seine eigene Marke produzieren und gleichzeitig Eigenmarken für mehrere Supermärkte herstellen.
Manchmal erfährt man den Produzenten doch, etwa bei Joghurt, Gebäck oder Brot, wenn Händler freiwillig transparent sind. Viele tun das inzwischen wieder häufiger, weil Konsument:innen mehr Klarheit wünschen.

Ein gelbes, verwittertes Schild in Pfeilform zeigt nach rechts und steht vor einer roten Backsteinwand. Auf dem Schild steht das Wort „Markenqualität“ in schwarzer Schrift, daneben drei grafische Pfeile. Das Schild wirkt alt und leicht beschädigt, wodurch ein rustikaler, vintageartiger Eindruck entsteht.
Bild: stock.adobe.com/Thomas-Reimer

Erkennungsmerkmale

Wie erkennt man, ob Produkte von derselben Firma stammen? Es gibt einige Hinweise, die darauf deuten:

  • (nahezu) identische Zutatenlisten
  • (nahezu) identische Nährwerttabellen
  • gleiches Identitätszeichen bei Milchprodukten (die ovale Kennzeichnung)
  • gleicher Geschmack und gleiche Konsistenz

Aber Achtung: Gleiches Werk bedeutet nicht automatisch gleiche Rezeptur. Markenhersteller verwenden für die Eigenmarke manchmal andere Zutaten, mehr oder weniger Gewürze, teurere oder günstigere Rohstoffe. Das erklärt, warum zwei Produkte ähnlich, aber nicht völlig ident sind – obwohl sie aus derselben Maschine kommen.
Außerdem können Produkte unter derselben Eigenmarke aus verschiedenen Betrieben stammen. Beim Naturjoghurt kommt dann etwa das Vollfettprodukt aus einer anderen Molkerei als das fettreduzierte – obwohl die Verpackung fast gleich aussieht.

Teils erhellende Produktrückrufe

Sind Produkte im Umlauf, die die Gesundheit der Konsument:innen gefährden, kommt es oft zu öffentlichen Rückrufen – wie sie auch auf vki.at/produktrueckrufe zu finden sind. Bei Lebensmitteln können Rückrufe Zweierlei zeigen:

  • Bei welchen Produkten möglicherweise der gleiche Hersteller produziert.
  • Dass unterschiedliche Hersteller den gleichen Rohstoff verwenden oder vom gleichen Vorlieferanten bedient werden, wie es auch beim aktuellen Babymilch-Skandal der Fall ist.

Ein Beispiel: Im Frühjahr 2026 wurden zahlreiche Säuglingsnahrungen durch eine Verunreinigung mit dem Toxin Cereulid zurückgerufen. Betroffen waren Marken von Danone und Nestlé. Als Ursache wurde ein kontaminierter Rohstoff gefunden, der von einer chinesischen Produktionsstätte an die Konzerne geliefert wurde. Rückrufe sind also nicht nur eine wichtige Sicherheitsmaßnahme, sondern sie machen auch Lieferketten sichtbar.

Warum setzen Händler so stark auf Eigenmarken?

Dafür gibt es mehrere Gründe:

  • Kontrolle über Qualität und Zutaten. Supermärkte können selbst entscheiden, was in ein Produkt hineinsoll. Einige Eigenmarken verzichten auf Palmöl oder bestimmte Zusatzstoffe – oft früher als Marken. 
  • Geringere Einkaufskosten. Eigenmarken müssen nicht teuer beworben werden. Das spart viel Geld. So können Händler niedrigere Preise anbieten. 
  • Höhere Gewinnspanne. Obwohl Eigenmarken billiger sind, verdienen Supermärkte oft mehr daran als an Markenartikeln. 
  • Unabhängigkeit von Markenherstellern. Gerade in Zeiten von Lieferengpässen oder Preisstreitigkeiten sind Eigenmarken ein wichtiges Standbein.

Ein Supermarktregal ist dicht gefüllt mit verschiedenen Lebensmitteln und Getränken. Zu sehen sind Kühlprodukte wie Joghurts, Desserts, gekühlte Kaffees sowie Fruchtgetränke und Snacks. Die Verpackungen sind bunt und vielfältig, ordentlich in Reihen sortiert. Preisetiketten befinden sich gut sichtbar unter jedem Produkt.
Bild: stock.adobe.com/Tupungato

Wie groß ist der Anteil der Eigenmarken?

In Österreich machen Eigenmarken mittlerweile über 40 Prozent des Lebensmittelumsatzes aus. 2025 waren es bei Spar 45 Prozent. Auch unsere Tests zeigen den Anstieg:

  • 2000: 24 % der getesteten Naturjoghurts waren Eigenmarken
  • 2011: 47 % der getesteten Erdbeerjoghurts waren Eigenmarken
  • 2025: 53 % der getesteten Naturjoghurts waren Eigenmarken

Eigenmarken haben sich also von „billig“ zum festen Bestandteil des Sortiments entwickelt – in manchen Produktgruppen stellen sie sogar die Mehrheit.

Ein Händler – mehrere Eigenmarken

Viele Lebensmittelketten haben aber nicht nur eine Eigenmarke, sondern viele. Denn sie wollen verschiedene Zielgruppen bedienen. Ein paar Beispiele:

  • Billiglinie (Clever, S-Budget)
  • Normalpreis (Billa, Spar)
  • Premium (Billa Genusswelt, Spar Premium)
  • Bio (Ja! Natürlich, Billa Bio, Spar Natur pur)

Aber manchmal unterscheiden sich auch die Produkte der verschiedenen Eigenmarken eines Verkäufers nicht merklich.

Hier können wir zwei Beispiele von Spar nennen:

Zwei aufrecht stehende Beutel mit Erdnüssen vor weißem Hintergrund. Links befindet sich eine grüne Verpackung mit Punkten und großem Logo, darunter der Aufdruck „Erdnüsse“. Rechts steht ein höherer, blauer Beutel, ebenfalls mit der Bezeichnung „Erdnüsse“, dekoriert mit einer runden Abbildung gerösteter Nüsse.
Bild: VKI / Alexandra Konstantinoudi

Erdnüsse

  • S-Budget: 500 g
  • Spar: 1.000 g
  • Zutaten und Nährwerte gleich
  • Preis pro Kilo: S-Budget um knapp 40 % teurer
Die Abbildung zeigt zwei hohe, zylindrische Gläser mit weißem Stangenspargel in Flüssigkeit. Links steht ein Glas mit dunkel gestaltetem Etikett und rotem Deckel, auf dem groß „Stangen-Spargel“ und das Markenlogo zu sehen sind. Rechts befindet sich ein ähnliches Glas, jedoch mit grünem Deckel und einem hellen Etikett, das ebenfalls „Stangen-Spargel“ ausweist. Beide Produkte stehen aufrecht vor weißem Hintergrund.
Bild: VKI / Alexandra Konstantinoudi

Spargelstangen im Glas

  • Spar Vital und S-Budget
  • Zutaten und Nährwerte fast ident
  • Preis pro Kilo: Spar Vital um knapp 40 % teurer
  • Unterschied laut Spar: unterschiedliche Dicke der Stangen

Sind Eigenmarken schlechter?

2020 haben wir unsere Tests der vorangegangenen 15 Jahre ausgewertet. Das Ergebnis: Eigenmarken können mit den Handelsmarken mithalten. Bei den Gesamturteilen, den Verkostungsergebnissen und den Schadstoffbelastungen waren kaum Unterschiede zwischen Eigenmarken und Markenprodukten feststellbar. Oft sind Eigenmarken auch Testsieger. Beispiele aus Tests:

  • Naturjoghurt 2025. Rund 80 % der Produkte waren sehr gut – die Hälfte davon Eigenmarken.
  • Reis 2024. Der Testsieger war ein Eigenmarkenartikel.

Was uns zudem in den letzten Jahren aufgefallen ist: Eigenmarken sind oft verbraucherfreundlicher gekennzeichnet. Die Etiketten von Eigenmarken werden eher nicht mit großen Werbebotschaften und Grafiken überfrachtet und oft nur in einer Sprache (deutsch) gekennzeichnet. Das verbessert die Übersichtlichkeit des Etiketts.

Vier Beispiele, die besonders deutlich zeigen, wie nah Marke und Eigenmarke beieinanderliegen können:

Die Abbildung zeigt zwei aufrecht stehende Snackverpackungen mit Gebäckstangen vor weißem Hintergrund. Links befindet sich eine leuchtend gelbe Packung mit der Aufschrift „Tourinos – Feine Gebäckstangen“ sowie einem Hinweis auf Gouda‑Geschmack. Das Produktbild zeigt mehrere knusprige Stangen. Rechts steht eine grüne Verpackung mit Punktmuster und rotem Logo; darauf sind „Snack Sticks“ sowie ein Glas mit gedrehten Gebäckstangen abgebildet. Beide Produkte wirken ähnlich positioniert und vergleichbar groß.
Bild: VKI / Alexandra Konstantinoudi

Gebäckstangen Käse

Marke: DeBeukelaer Tourinos Gouda, 125 g
– Erhältlich z. B. bei Spar
– Füllmenge: 125 g
– Preis: 2,79 € = 22,32 €/kg

Eigenmarke: S-Budget Snack Sticks Käse
– Erhältlich bei Spar
– Füllmenge: 150 g
– Preis: 1,59 € = 10,6 €/kg
– Herstellerhinweis: „Sorgfältig abgepackt in Deutschland für Spar Österr. Warenhandels-AG“ (kein Hinweis zum konkreten Hersteller)

• Nährwerttabelle und Zutatenlisten sind ident.

• Einziger Unterschied: Bei DeBeukelaer wird mit „Gouda“ geworben, bei S-Budget nur mit „Käse“.

• Das Markenprodukt ist mehr als doppelt so teuer wie das Eigenmarkenprodukt.

Zwei abgepackte Proteinbrote in transparenter Kunststofffolie vor weißem Hintergrund. Links liegt ein rechteckiges Paket mit rotem Etikett und der Aufschrift „High Protein EiweißBrot klassisch“. Das Etikett zeigt eine Brotscheibe mit Belag sowie verschiedene Hinweise wie „vegan“ oder „lower carb“. Rechts befindet sich ein größeres Paket mit dunklem Etikett und gelben Akzenten, beschriftet mit „21 Protein Brot Leinsaat“. Darauf sind mehrere Brotscheiben abgebildet.
Bild: VKI / Alexandra Konstantinoudi

Eiweißbrot

Marke: Mestemacher Eiweißbrot klassisch
– Erhältlich z. B. bei Billa
– Füllmenge: 250 g
– Preis: 1,99 € = 7,96 €/kg

Eigenmarke: Billa immer gut Proteinbrot Leinsaat
– Erhältlich bei Billa
– Füllmenge: 350 g
– Preis: 2,15 € = 6,14 €/kg
– Herstellerhinweis: „Sorgfältig hergestellt von Mestemacher GmbH für Billa AG“

• Nährwerttabelle und Zutatenlisten sind nahezu ident (minimale Unterschiede in der Nährwerttabelle).

• Das Markenprodukt kostet ca. um 30 % mehr als das Eigenmarkenprodukt.

Zwei Naturjoghurts im Becher. Links hauptsächlich in Blau gehalten, rechts in Weiß.
Bild: VKI / Alexandra Konstantinoudi

Naturjoghurt

Marke: Nöm Natur Joghurt 3,6 % Fett, cremig
– Erhältlich z. B. bei Billa
– Füllmenge: 250 g
– Preis: 0,69 € = 2,76 €/kg

Eigenmarke: Clever Naturjoghurt 3,6 % Fett cremig
– Erhältlich bei Billa
– Füllmenge: 250 g
– Preis: 0,55 € = 2,20 €/kg
– Herstellerhinweis: „Sorgfältig hergestellt von NÖM AG für Billa AG“

• Nährwerttabelle und Zutatenlisten sind ident.

• Das Markenprodukt kommt ca. um 25 % teurer als das Eigenmarkenprodukt.

Zwei bunt gestaltete Snackpackungen mit Salzstangen vor weißem Hintergrund. Links befindet sich eine hellblaue Packung der Marke „Soletti“ mit einem gezeichneten Salzstangen-Maskottchen und einem Bild, das die dünnen, braunen Sticks zeigt. Rechts steht eine dunkelblaue Verpackung „Snack Fun Sticks“, mit Sichtfenster in Sternform, durch das die Salzstangen sichtbar sind.
Bild: VKI / Alexandra Konstantinoudi

Salzstangerl

Marke: Soletti Salzstangerl
– Erhältlich in vielen Geschäften
– Füllmenge: 230 g
– Preis: 2,79 € = 12,13 €/kg
– Hersteller: Kelly Ges.m.b.H. in 1220 Wien

Eigenmarke: Snack Fun Sticks
– Erhältlich bei Hofer
– Füllmenge: 250 g
– Preis: 0,79 € = 3,16 €/kg
– Auslobungen ad Herkunft: „Qualität aus Österreich”, „aus österreichischem Weizen”
– Herstellerhinweis: „Vertrieb: Snack-Produkte Vertriebs Ges.m.b.H. in Wien”

• Nährwerttabelle und Zutatenlisten sind ident.

• Zum Geschmack: Viele Soletti-Fans sind ja der Meinung, dass nur die „echten“ Soletti wirklich gut schmecken. Wir haben sie blind verkosten lassen. Nur wenige der 30 Verkoster:innen erkannten das Markenprodukt (rund 7 %), für viele schmeckten beide Produkte gleich (30 %). Fälschlicherweise vermuteten die meisten das teure Markenprodukt hinter der günstigen Eigenmarke (rund 63 %).

• Für das Markenprodukt wird ca. das Vierfache verlangt wie für das Eigenmarkenprodukt.

Sparpotenzial

Vergleicht man die Lebensmittel-Händler untereinander, gibt es bei den Eigenmarken oft nur geringe Preisunterschiede. Häufig werden vergleichbare Produkte – etwa Naturjoghurt oder Mozzarella von Eigenmarken – sogar zum selben Preis angeboten. Die Händler orientieren sich nämlich an der Konkurrenz.

Allerdings sind auch die Preise für Eigenmarken in den vergangenen Monaten und Jahren gestiegen. Verantwortlich dafür sind etwa erhöhte Kosten für Verpackung, Energie, Transport – aber auch die wachsende Nachfrage der Konsument:innen. Eigenmarken werden auf Herstellerebene sehr knapp kalkuliert. Steigende Kosten werden meist zeitnah über höhere Verkaufspreise ausgeglichen. Bei der Herstellung von Handelsmarken gibt es oft etwas mehr Spielraum. Neben direkten Preissteigerungen fanden viele Hersteller in den letzten Jahren auch indirekte Wege: Von verringerten Füllmengen (Shrinkflation) waren sowohl Marken- als auch Eigenmarkenprodukte betroffen.

Produziert ein Unternehmen sowohl Eigenmarken wie auch Marken wird häufig mit einer Mischkalkulation gearbeitet: Der höhere Gewinn beim Verkauf der Markenprodukte finanziert die deutlich günstigeren Eigenmarkenartikel mit, bei denen die Gewinnspanne oft viel niedriger ist.

Allgemein gilt beim Blick auf die Preise: Immer den Grundpreis vergleichen (pro 100 g oder pro 1 kg). Nur dann sieht man, welches Produkt wirklich günstiger ist.
Der wichtigste Spartipp bleibt aber: Mit Einkaufszettel einkaufen – und sich an diesen halten. Wer weiß, was er braucht und was überflüssig ist, kauft weniger unnötige Produkte – egal ob Marke oder Eigenmarke.

Auf dem Bild sind zahlreiche silberne Euro‑Symbole zu sehen, die scheinbar schwerelos durch die Luft wirbeln und teilweise bereits am Boden liegen. Die glänzenden Metallzeichen wirken wie Münzen oder 3D‑Objekte und erzeugen den Eindruck einer dynamischen Bewegung. Die Szene vermittelt Fülle, Finanzthemen und den Eindruck eines Geldregens.
Bild: stock.adobe.com/dekzer007

Marke oder Eigenmarke

Warum wir zur Eigenmarke greifen, dürfte folgende Gründe haben:

  • Verfügbarkeit. In vielen Supermärkten – besonders im Bio-Bereich – gibt es deutlich mehr Eigenmarken als Markenprodukte.
  • Vertrauen. Eigenmarken haben in den letzten Jahrzehnten eine starke Vertrauensbasis aufgebaut.
  • Preisvorteil. Sie sind meist günstiger als Markenprodukte, bei ähnlicher Qualität. Die Inflation hat Konsument:innen zusätzlich preisbewusster gemacht. 

Der Kauf von Markenprodukten könnte diese Ursachen haben:

  • Geschmack. Manche Marken haben einen unverwechselbaren Geschmack, den Eigenmarken nicht exakt treffen – etwa Coca Cola oder Nutella. In unserem Nuss-Nougat-Creme-Test 2022 erkannten Konsument:innen Nutella in der Blindverkostung am Geschmack.
  • Gruppendynamik und Ansehen. Marken können Zugehörigkeit vermitteln, z. B. bei Teenagern, die bestimmte Energydrinks oder Eistees kaufen.
  • Luxusgut und höheres Ansehen. Markenprodukte gelten oft als „Luxusgut“ und werden als etwas Besonderes wahrgenommen – etwa bei Chips, Süßigkeiten oder Alkohol. Bei Einladungen greifen viele daher zu teure-ren Marken, um Wertschätzung oder finanziellen Status auszudrücken.
  • Kultur und Werbung. Manche Marken haben Kultstatus wie etwa Maggi im Gasthaus oder Almdudler auf der Berghütte. 

Abschließend können wir aber feststellen, dass es unter uns kaum jemanden gibt, der im Verkaufsregal ausschließlich zur Eigenmarke oder nur zum Markenartikel greift. Denn beide Arten erfüllen unterschiedliche Wünsche – je nach Situation und dem, was uns gerade wichtiger ist.

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