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2 Puzzlesteine: einer hat die Aufschrift "Abofalle" der andere ein Rufzeichen
Bild: kebox/stock.adobe

PVZ/VSR: Abofalle - Mahnung und Inkasso

Ein Konsument erhält ein unerwünschtes Abo und muss gegen Mahnungen und Inkassobüro kämpfen. Wir konnten helfen. 

„Ich erhalte“, so berichtet uns Herr Gruber, „seit längerer Zeit ein Abo von einer deutschen Firma an meine deutsche Adresse, obwohl ich in Österreich lebe und niemals ein Abo abgeschlossen habe.“ Er bekommt den „Stern“. Hinter dem Abo steht die VSR Verlag Service GmbH (München). Die VSR sendet ihm, so berichtet er uns, „ein Schreiben, das eine angebliche Registrierung bestätigt. Enthalten ist ein Reisegutschein.“ 

Um für ihn die Sache noch verwirrender zu machen, wird die Pressevertriebszentrale (PVZ) mit der Betreuung des Abos beauftragt. Sie schickt für das angebliche Abo die Rechnung. Es geht um Arbeitsteilung: Einer macht den Abschluss, der andere die Arbeit.

Screenshot zeigt Google-Trefferliste mit häufigen Suchabfragen und Suchvorschlägen, z.B. VSR Abofalle
Bild: Screenshot Google 13.5.2026

Widerspruch, Kündigung, Nachfrist

Herrn Gruber bestreitet die Lieferung - also Widerspruch und Kündigung -, setzt eine Nachfrist und möchte den Vertrag sehen, dem er angeblich zugestimmt hat. Erfolglos. Die PVZ akzeptiert seine Forderungen nicht und macht aus einem nicht gewünschten 91-Euro-Abo durch Mahnung, Spesen und Inkasso der Firma ADU eine Forderung von über 400 Euro. 

Unsere Kolleg:innen vom Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland intervenieren bei der Pressevertriebszentrale. Daraufhin verzichtet die PVZ auf die falsche Forderung und stellt das Inkasso ein.

"Dürfte sich um eine Abofalle handeln"

Ilona Zweckberger - Expertin für nationale Verbraucherbeschwerdefälle sowie für grenzüberschreitende Verbraucherbeschwerdefälle innerhalb der EU
Ilona Zweckberger - Expertin für nationale Verbraucherbeschwerdefälle sowie für grenzüberschreitende Verbraucherbeschwerdefälle innerhalb der EU Bild: VKI

Mag. Ilona Zweckberger ist Juristin, Expertin für Verbraucherbeschwerden Im In- und Ausland und hat bei uns den Fall betreut. - Zweckberger: „Es dürfte sich um eine Abofalle handeln.“ 

PVZ: viele Beschwerden

Sucht man in Google nach „VSR Verlag Service GmbH“, tauchen vor allem Stichworte wie „Abofalle“, „Kündigung“ und „Inkasso“ auf. Die PVZ wiederum ist für die deutschen Verbraucherzentralen eine alte Bekannte: Allein 2024 und 2025 haben 16 Verbraucherzentralen über 21.000 Beschwerden zur PVZ erfasst. 

Abo-Fallen haben verschiedene Gesichter

Die Verbraucherzentralen beschreiben unterschiedliche Methoden, mit denen Kund:innen geködert werden:

  • „Gratis-Abo“ per Telefonanruf
  • Gewinnversprechen über Pop-up-Fenster
  • Beteiligung an einer Umfrage
  • Kostenlose Zeitschriften nach Bestellung im Internet
  • Datenabfragen für Produkttests
  • Werbung in Sozialen Medien für kostenlose Produktproben

Beratung beim VKI

Sollten Sie ein ähnliches Problem haben, wenden Sie sich an uns: vki.at/beratung

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