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Joghurtgläser auf einem Laufband in der Molkerei
Bild: Vadim/stock.adobe/KI

Nachhaltigkeit von Joghurtverpackungen

Welche Joghurtverpackung ist am besten für die Umwelt?

Der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) hat verschiedene Verpackungen für Joghurt und Desserts verglichen. Es zeigt sich laut Nabu eindeutig: Einwegglas verursacht in allen berücksichtigten Umweltkategorien – Klimawandel, Verbrauch nicht erneuerbarer Ressourcen und Schadstoffemissionen – die höchsten Belastungen. 

Joghurtbecher und Joghurt im Mehrwegglas
Kunststoffbecher mit Pappbanderole und Aludeckel verursachen beim Klimawandel die geringsten Belastungen Bild: VKI/TrudiDesign

Andere Verpackungsarten zeigen ein differenziertes Bild: 

  • Klimawandel: Der 3K-Becher (dünner Kunststoff mit Pappbanderole und Aludeckel) verursacht beim Klimawandel die geringsten Umweltlasten.
  • Ressourcen: Beim Ressourcenverbrauch (inklusive maschineller Reinigung) schneidet das regionale Mehrwegglas mit Einwegdeckel am besten ab. 
  • Schadstoffe: Bei den Schadstoffemissionen schneidet der Polystyrolbecher mit Aludeckel am besten ab. 

Mehrwegglas: Seine Bilanz ist stark abhängig von Transportwegen und Nutzungszahlen. Da es schwer ist, steigen Klima- und Schadstoffbelastungen mit längeren Transporten deutlich an. Regionales Mehrwegglas: Es wurde mit 100km Transportweg und 50 Nutzungen bewertet, überregionale Varianten mit 500 km. Ein großes Problem bleibt der Einweg-Weißblechdeckel, dessen Produktion energieintensiv ist.

Was tun?

Einwegglas möglichst meiden, Mehrweggläser am besten regional kaufen. Einwegbecher sollten korrekt getrennt werden – Pappbanderole ins Altpapier, Kunststoffbecher und Aludeckel in den gelben Sack/die gelbe Tonne. Ausspülen ist nicht nötig; löffelrein reicht (siehe auch konsument.at/gelber-sack-gelbe-tonne).

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