Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Dr. Oetker Original Pudding Schokolade
Erhältlich bei: in vielen Geschäften
Nährwertangaben sollen Orientierung geben und einen fairen Vergleich zwischen Produkten ermöglichen. Doch beim Schokoladen-Puddingpulver von Dr. Oetker zeigt sich: Die Art der Berechnung kann entscheidend sein.
Das steht drauf: Dr. Oetker Original Pudding Schokolade
Erhältlich bei: in vielen Geschäften
Auf der Verpackung beziehen sich die Kalorien- und Nährwertangaben ausschließlich auf den fertig zubereiteten Pudding – unter der Voraussetzung, dass dieser mit 1,5 Prozent fettarmer Milch zubereitet wird. Die Nährwerte des eigentlichen Produktes, also des Puddingpulvers, fehlen hingegeben vollständig. Das erschwert eine objektive Beurteilung erheblich.
Gerade bei Trockenprodukten wie Puddingpulver ist es üblich, dass die Nährwerte auch für das unverarbeitete Produkt angegeben werden. Nur so können Konsument:innen verschiedene Marken sinnvoll vergleichen. Wenn jedoch nur die Werte der fertigen Zubereitung angegeben sind und diese auf unterschiedlichen Milchsorten oder Mischverhältnissen basieren, wird ein direkter Vergleich praktisch unmöglich.
Kritik gibt es von uns auch bei der Milchwahl für die Zubereitung: Die Berechnung basiert auf der Verwendung von fettarmer Milch mit 1,5 Prozent Fett. Diese hat deutlich weniger Kalorien als Vollmilch und ist deutlich seltener im Handel erhältlich. In der Praxis greifen viele Haushalte zu Vollmilch mit etwa 3,5 Prozent Fett. Würde man Vollmilch für die Zubereitung des Dr. Oetker Puddings verwenden, steigt auch der Kaloriengehalt pro Portion um rund 22 Kilokalorien an: Von den angegebenen 138 Kilokalorien bei der Zubereitung mit fettarmer Milch auf 160 Kilokalorien pro Portion.
Auch auf der Verpackungsvorderseite findet sich der Hinweis zum Kaloriengehalt des fertig zubereiteten Puddings. Es fehlt dabei aber der klare Hinweis, dass sich dieser Wert auf eine ganz bestimmte Zubereitung mit fettarmer Milch bezieht. Diese Information findet man erst auf der Rückseite.
Lebensmittelkennzeichnung sollen klar, verständlich und vergleichbar sein. Genau hier liegt das Problem:
Eine klare Kennzeichnung, die jedenfalls auch die Nährwerte des Trockenprodukts abbildet, wäre unserer Meinung nach ein wichtiger Schritt für mehr Transparenz.
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