Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Sushi 4 You Sushi Pop-up Gemüse
Erhältlich bei: Hofer (Aktionsware, auch im Flugblatt beworben)
To-go-Snacks sollen vor allem praktisch sein. Das Sushi Pop-up von Sushi 4 You, bei Hofer verkauft und im Flugblatt als „voll im Trend“ beworben, trifft mit runder Dose und Schiebemechanismus genau diesen Nerv. Fünf Makirollen lassen sich so ganz ohne Fingerkontakt oder Besteck essen. Doch beim Auspacken folgt die Ernüchterung, die uns auch eine Konsumentin gemeldet hat: In der Dose ist deutlich mehr Platz als Inhalt.
Das steht drauf: Sushi 4 You Sushi Pop-up Gemüse
Erhältlich bei: Hofer (Aktionsware, auch im Flugblatt beworben)
In der Dose finden sich fünf Makirollen und ein kleines Flascherl Sojasauce. Es hätten locker mindestens drei weitere Rollen Platz. Der virale TikTok-Trend hält beim Öffnen also nicht unbedingt, was die Verpackung verspricht. Eine Konsumentin hat uns das Produkt gemeldet, weil sie mehr Sushi erwartet hatte und dann enttäuscht war.
Wer bei der Gemüse-Variante automatisch an ein veganes Produkt denkt, wird hier ebenfalls enttäuscht. In den Makirollen steckt auch Frischkäse. Ein Blick auf die Zutatenliste lohnt sich also, gerade bei vermeintlich rein pflanzlichen Sorten.
Für ein paar Makirollen fällt einiges an Material an, wie auch bei vielen anderen To-go-Produkten. Beim Entsorgen ist Mülltrennung gefragt: Die zwei Kunststoffdeckel, die Dose aus Verbundmaterial sowie das Flascherl Sojasauce kommen in den gelben Sack. Das Papierstaberl gehört ins Altpapier.
Hergestellt wird das Produkt laut Verpackung in Polen, in der Nähe von Posen. Von dort tritt der Snack dann gekühlt die weite Reise ins österreichischen Hofer-Regal an. Viel Energieaufwand für eine Dose, in der vor allem Luft mitreist.
Übergroße Verpackungen ärgern nicht nur, sie haben handfeste Nachteile. Aus Sicht der Konsument:innen sind vor allem zwei Punkte relevant:
Ein paar Handgriffe im Supermarkt ersparen die Enttäuschung zu Hause:
Beim Sushi Pop-up gibt es immerhin einen kleinen Pluspunkt: Der Deckel ist farblos, die Füllhöhe ist dadurch schon vor dem Kauf erkennbar. Zumindest für alle, die genau hinschauen.
"Vielen Dank für Ihre Nachricht und die Möglichkeit zur Stellungnahme. Nach Rücksprache mit unserem Lieferanten können wir Ihnen folgendes mitteilen: Es wurde festgestellt, dass die Verpackung nicht nur zur Hälfte gefüllt wurde, wie das übermittelte Fotomaterial vermuten lässt. Bei der verwendeten Tube, die gemäß dem aktuellen Marktstand hergestellt wurde, befindet sich die Sushi Füllung höher in der Verpackung als auf dem Bild dargestellt. Im unteren Teil der Tube werden drei Zentimeter Platz benötigt, da sich dort der Mechanismus befindet, um das Sushi in der Röhre hochschieben zu können. Somit muss die Verpackung größer sein als der Inhalt. Im oberen Teil wird zudem noch etwas Raum benötigen, um das Sojasaucenfläschchen einsetzen zu können. HOFER Kund:innen haben zudem die Möglichkeit sich über die genaue Füllhöhe zu informieren. Zum einen ist auf der Verpackung die genaue Grammatur angegeben, zum anderen haben Konsument:innen die Gelegenheit, oben in die Verpackung hineinzusehen. Der Deckel der Verpackung ist transparent, sodass die Füllhöhe sichtbar ist."
HOFER KG
08.07.2026
Gerade To-go-Produkte kommen häufig mit übermäßig viel Verpackungsmaterial daher. Unser Wunsch an den Hersteller ist klar: Verpackung verkleinern oder Füllmenge anheben. Dass der Mechanismus unten in der Rolle etwas Platz benötigt, so wie Hofer erklärt, ist sicher korrekt. Unserer Meinung nach haben dennoch noch mindestens 3 Röllchen Sushi mehr Platz, auch mit der Sojasauce.
Rot-weiß-rotes Herz am Preisschild, Österreichkarte auf der Flasche: Das Vita D'Or Kürbiskernöl von Lidl wirkt durch und durch heimisch. Dass die Kürbiskerne gar nicht aus Österreich stammen, verrät ein Hinweis, der im Regal von der Kartonverpackung verdeckt wird.
Nachfüllpackungen gelten als die umweltfreundlichere und günstigere Wahl. Beim gemahlenen Zimt von Kotányi trifft das leider nicht zu: Der Nachfüllbeutel kostet pro Kilogramm deutlich mehr als das Einwegglas.
Die Goldbären-Packung ist geschrumpft, jetzt auch im Supermarktregal. Wir haben nachgerechnet, was die kleinere Packung beim Grundpreis bedeutet.
Eine Konsumentin stutzte beim Blick auf die Verpackung: Zucker steht weit oben in der Zutatenliste, in der Nährwerttabelle aber stehen hinter „davon Zucker" null Gramm. Ein Widerspruch? Wir klären auf, was dahintersteckt.
Ein Kaffeeweißer „auf pflanzlicher Basis" klingt nach einem rein pflanzlichen, veganen Produkt. Doch ein Blick auf die Zutatenliste verrät Milchzucker und Milcheiweiß. Wir klären auf, was dahintersteckt.
Eine große Dose lässt auf reichlich Inhalt hoffen. In der Verpackung des Doppelherz aktiv Kollagenpulvers steckt aber neben dem Pulver vor allem viel Luft drin. Wir haben uns Packung und Produkt genauer angesehen.
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