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Nöm Meersalzbutter - Unnötig

   Was Konsumenten alles zugemutet wird. Diesmal im Lebensmittel-Check: Eine mit Salz angereicherte Butter.

Meersalzbutter von NÖM - zuviel des Guten (Bild: K. Schreiner/VKI)
Meersalzbutter von NÖM - zuviel des Guten (Bild: K. Schreiner/VKI)

Meersalzbutter von NÖM - zuviel des Guten (Bild: K. Schreiner/VKI)

Meersalzbutter von NÖM - laut Zutatenliste sind 3 Prozent Meersalz zugesetzt (Bild: K. Schreiner/VKI)
Meersalzbutter von NÖM - laut Zutatenliste sind 3 Prozent Meersalz zugesetzt (Bild: K. Schreiner/VKI)

Meersalzbutter von NÖM - laut Zutatenliste sind 3 Prozent Meersalz zugesetzt (Bild: K. Schreiner/VKI)

Nicht mehr als sechs Gramm Salz pro Tag

Das steht drauf: nöm Meersalzbutter mit Meersalzkörnern

Gekauft bei: in vielen Geschäften erhältlich

Das ist das Problem

Salz ist lebensnotwendig: Es reguliert den menschlichen Wasserhaushalt und unterstützt die Nervenfunktion. Einige Gramm Salz pro Tag, über Essen oder Trinken aufgenommen, müssen daher sein. Aber: Mehr als maximal sechs Gramm Salz (das entspricht einem gestrichenen Teelöffel voll) sollten pro Tag auch nicht aufgenommen werden. Denn ein über einen längeren Zeitraum hinweg zu hoher Salzkonsum kann den Blutdruck in die Höhe treiben. Bluthochdruck ist wiederum ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauferkrankungen oder Schlaganfall. Lesen sie dazu den KONSUMENT-Artikel "Salz in Lebensmitteln".

Die meisten konsumieren zu viel Salz

Fakt ist aber: Die meisten von uns konsumieren eindeutig zu viel Salz. Und das geschieht nur zu einem geringen Teil durch unkontrolliertes Nachsalzen. Das meiste Salz wird durch verarbeitete Produkte wie Brot, Wurst, Käse oder Fertiggerichte aufgenommen. Mittlerweile gibt es weltweit bereits eine Reihe von Initiativen, die zum Ziel haben, den Salzgehalt in verarbeiteten Produkten zu reduzieren. Es sind auch viele Unternehmen bestrebt, den Salzgehalt ihrer Produkte schrittweise zu verringern. Das ist allerdings nicht immer so einfach. Denn in etlichen Produkten sorgt Salz für eine längere Haltbarkeit. Eine Reduzierung des Salzgehalts geht dann zu Lasten der Haltbarkeit. Bei Butter ist das allerdings nicht der Fall. Dennoch gibt es sie auch mit Salz als Zutat.

Anreicherung von Butter mit Salz ist unnötig

"Warum wird ausgerechnet ein Produkt wie Butter mit Salz angereichert?“, fragte sich ein Konsument, der uns auf die Meersalzbutter von nöm aufmerksam machte. Laut Zutatenliste sind dieser Butter 3 Prozent Meersalz zugesetzt. Wir fragen uns das auch. Denn aus ernährungsphysiologischer Sicht ist die Anreicherung von Butter mit Salz schlicht unnötig. Sie trägt lediglich zu einer Mehraufnahme von Kochsalz bei.

Bevorzugen Sie frische, unverarbeitete Lebensmittel

Der Gesundheit zuliebe ist jedenfalls Knausern bei Salz angesagt. Kosten Sie, bevor Sie zum Salzstreuer greifen und bevorzugen Sie frische, unverarbeitete Lebensmittel. Und wenn Sie zur Butter greifen, dann zu einer ungesalzenen.

Reaktion der nöm AG

Was die nöm AG dazu sagt, dass sie mit Meersalz angereicherte Butter erzeugt.

"Bei dem von dem Konsumenten angesprochenen Produkt NÖM Meersalzbutter handelt es sich um eine Erweiterung unseres Butterangebotes, mit dieser Art von Spezialbutter.

Durch die Zugabe von Meersalzkristallen wurde ein exklusives, rahmig frisches und fein-salziges Produkt geschaffen. Mit dem roten Deckel differenziert sich die Meersalzbutter deutlich zu der üblichen Standardbutter. Diese ist selbstverständlich nach wie vor ohne Salz im Handel erhältlich. Der Konsument hat somit die freie Wahl, ob er lieber zu gesalzener – mit Meersalzkristallen veredelter Butter - oder zur ungesalzener Butter greifen möchte.“

NÖM AG
5.6.2012

Wir meinen: Bevorzugen Sie ungesalzene Butter. Auch diese sollte übrigens nur in geringen Mengen gegessen werden. 

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