Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Hofer Backbox
Erhältlich bei: Hofer
Für viele Kund:innen gehören frisch aufgebackene Backwaren aus der Backbox zum Einkauf bei Hofer dazu. Eine Konsumentin hat uns hier auf eine Änderung aufmerksam gemacht, die sie verärgert: Statt der bisherigen Zutatenlisten am Preisschild finden sich jetzt nur noch QR-Codes darauf, die zu Online-Informationen führen.
Das steht drauf: Hofer Backbox
Erhältlich bei: Hofer
Viele von uns kennen die Hofer Backbox: Frisch aufgebackene Gebäckstücke zum Mitnehmen beim Einkauf. Bisher waren die Zutaten direkt beim jeweiligen Preisschild zu sehen. Diese Information wurde nun durch einen QR-Code ersetzt, welcher auf die Online-Zutatenliste verlinkt. Für Konsument:innen bedeutet das: Wer wissen möchte, was im Gebäck steckt, muss den Code scannen oder aktiv bei den Mitarbeiter:innen nachfragen. Die schnelle, informierte Kaufentscheidung wird dadurch erschwert.
Die Umstellung reduziert die unmittelbare Transparenz am Regal. Besonders problematisch ist das für jene Personen, die kein Smartphone besitzen, es beim Einkauf nicht dabei haben oder keine Zeit haben, die zusätzlichen Informationen online abzurufen. Hinzu kommt, dass nicht alle Filialen eine stabile Internetverbindung haben. Das Einwählen in das Filial-WLAN kann zeitaufwändig sein. Das sehen wir als Nachteil, wenn man nur schnell wissen möchte, ob beispielweise im Roggenbrot auch Weizenmehl enthalten ist, ob Sauerteig verwendet wird oder ob ein Croissant Palmfett enthält. Hofer argumentiert hier mit einer besseren Lesbarkeit für eine breite Gruppe an Personen, da die Schriftgröße am Smartphone angepasst werden kann.
Ein Vorteil der QR-Codes ist, dass online nicht nur die Zutatenlisten, sondern auch die Herstellerangaben und die Nährwerte einsehbar sind. Diese zusätzlichen Details können für interessierte Konsument:innen durchaus hilfreich sein.
Grundsätzlich gibt es keine Verpflichtung, die Zutaten bei unverpackter Ware am Verkaufsort anzugeben, wie es zum Beispiel beim Bäcker oder bei Selbstbedienungstheken wie der Backbox der Fall ist. Die Verkäufer können dies jedoch freiwillig tun. Lediglich die enthaltenen Allergene müssen verpflichtend deklariert werden.
„Vielen Dank für Ihre Anfrage und die Möglichkeit zur Stellungnahme. Bei HOFER kaufen unterschiedlichste Personengruppen ein. Genauso wie Menschen verschiedenen Alters, verschiedener Sprachen, Religionen und Kulturen sowie unterschiedlicher Bedürfnisse und wir sind ständig bestrebt den Einkaufsvorgang für unsere Kund:innen noch angenehmer zu gestalten. So ermöglichen die QR-Codes eine bessere Lesbarkeit der Inhaltsstoffe durch eine größere Schrift am Gerät und mehr, was viele unserer Kund:innen zu schätzen wissen. Die Allergene sind nach wie vor auf den Preistafeln unserer HOFER BACKBOX angegeben. Unsere Verkaufsmitarbeiter:innen sind zudem angehalten, auf individuelle Bedürfnisse einzugehen und aktiv zu helfen, falls erforderlich. Demensprechend informieren sie gerne auch über die vollständige Zutatenliste. Unserem Verkaufspersonal steht für diesen Zweck ein Gerät zur Verfügung, damit es auf Nachfrage von Kund:innen Auskunft erteilen kann. “
Hofer KG
19.02.2026
Die digitale Bereitstellung von Zutatenlisten kann eine sinnvolle Ergänzung sein. Gerade beim schnellen Einkauf wünschen sich Konsument:innen allerdings klar ersichtliche Informationen direkt am Produkt oder am Preisschild, ohne zusätzliche Hürden.
Bei der „Back Family Kuvertüre Vollmilch“ von Hofer wurde der Kakaogehalt reduziert. Statt den bisher 39 Prozent Kakao sind jetzt nur noch 34 Prozent Kakao enthalten. Über die Reduktion der wertbestimmenden Zutat wird nicht transparent informiert.
Dass die Verpackung eines Produktes viel größer als der eigentliche Inhalt ist, kommt mittlerweile leider häufig vor. Die Haferjoghurt-Alternative „Harvest Moon Himbeere“ zählt ebenfalls dazu. Im Kühlregal wirkt der Becher noch gut gefüllt, bei näherer Betrachtung nicht mehr.
Die Rama Good Start Margarine war bereits einige Jahre in veganer Zusammensetzung erhältlich. Durch die Ergänzung der Rezeptur um Joghurt ist das jetzt nicht mehr der Fall.
Ende 2024 haben wir die Erdnusscreme „Peanut Revolution Creamy“ angesehen und festgestellt, dass es zwar heißt, das Produkt sei in Bayern hergestellt, es aber keinen Hinweis zur abweichenden Herkunft der Erdnüsse gab. Die Auslobung wurde nun hinzugefügt.
Nach unserer Berichterstattung 2021 über die überdimensionierte Produktverpackung, bei der schon durch das Sichtfenster der große Leerraum zu erkennen war, wurde der Verpackungsbeutel jetzt verkleinert.
Das Produkt „Hohes C Milder Multi“ ist ein Opfer von Shrinkflation geworden. Das Produkt wurde von 1 Liter-Flaschen auf 750 Milliliter-Flaschen umgestellt. Der Preis ist gleichgeblieben.
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