Diesmal im Lebensmittel-Check
Produkt: Rauch Bravo Durstlöscher Multivitamin, Fruchtsaftgetränk im 500-Milliliter-Packerl mit Strohhalm
Wo erhältlich: in vielen Geschäften
Eine Konsumentin hat uns über das Kontaktformular auf das Fruchtsaftgetränk „Rauch Bravo Durstlöscher Multivitamin“ aufmerksam gemacht. Das handliche Saftpackerl mit Strohhalm verspricht schon im Namen Erfrischung und einen gesundheitlichen Zusatznutzen. Wir haben Verpackung, Zutaten und Nährwerte für Sie unter die Lupe genommen.
Produkt: Rauch Bravo Durstlöscher Multivitamin, Fruchtsaftgetränk im 500-Milliliter-Packerl mit Strohhalm
Wo erhältlich: in vielen Geschäften
Schon der Name setzt zwei Versprechen. „Durstlöscher“ weckt den Eindruck, das Getränk eigne sich zur täglichen Flüssigkeitszufuhr. „Multivitamin“ suggeriert einen gesundheitlichen Zusatznutzen. Aufmachung und Bewerbung lassen also ein gesundes Produkt für unterwegs erwarten.
Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt ein anderes Bild. Das Getränk besteht vor allem aus Wasser und enthält 11 Prozent Mehrfruchtsaft aus Konzentrat (Apfel, Orange, Zitrone, weiße Traube, Birne, Maracuja, Ananas), ergänzt um weitere Fruchtbestandteile. Dazu kommen zugesetzter Zucker, das Säuerungsmittel Citronensäure, die Süßungsmittel Sucralose und Acesulfam K sowie Aroma. Die sechs beworbenen Vitamine sind dem Getränk zugesetzt, und zwar zusätzlich zu jenen Vitaminen, die natürlicherweise in den Fruchtsäften vorkommen.
Laut Nährwerttabelle stecken in einer 500-Milliliter-Packung hochgerechnet 25 Gramm Zucker. Das entspricht der Hälfte der Zuckermenge, die Erwachsenen pro Tag maximal empfohlen wird. Wer das Packerl als Durstlöscher über den Tag trinkt, nimmt also allein darüber einen erheblichen Teil des maximalen täglichen “Zuckerbudgets” zu sich. Den Anforderungen an eine gesunde Ernährung entspricht das Getränk damit nicht und ist auch für zwischendurch nur eingeschränkt empfehlenswert.
Neben dem Zucker enthält das Getränk zusätzlich Süßungsmittel. Diese Kombination verstärkt den süßen Geschmack und kann dazu beitragen, dass man sich an stark gesüßte Getränke gewöhnt.
Wir haben den Nutri-Score für das Getränk berechnet. Er liegt bei D, also im unteren Bereich der fünfstufigen Skala. Das bestätigt die Einschätzung: Als alltäglicher Durstlöscher ist das Produkt nicht die richtige Wahl.
Wir haben den Hersteller um eine Stellungnahme gebeten, diese Möglichkeit wurde jedoch nicht in Anspruch genommen.
„Durstlöscher“ und „Multivitamin“ suggerieren ein gesundes Getränk. Mit 25 Gramm Zucker pro Packung, zusätzlichen Süßungsmitteln und nur 11 Prozent Fruchtsaft ist das Getränk weder ein guter Durstlöscher noch eine sinnvolle Vitaminquelle. Wer seinen Durst stillen will, fährt mit Wasser oder ungesüßten Tees besser.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Schärdinger Premium Kefir ist schwarz auf dunkelblauem Hintergrund aufgedruckt. Ein Konsument kritisierte die schlechte Lesbarkeit.
Beim Gewußt wie Bio Heidelbeer Sirup hatten wir letztes Jahr die Angabe „ohne Zuckerzusatz“ kritisiert. Nun hat der Anbieter die Kennzeichnung geändert. Stattdessen heißt es auf dem Etikett jetzt „Süße aus Früchten“.
Auf dem Rapunzel Beeren Porridge steht „ohne Zuckerzusatz“. Gleichzeitig enthält es 13 Prozent gemahlene Datteln, deren „feine Süße“ auf der Verpackung ausdrücklich hervorgehoben wird.
Der Name verspricht schwarzen Kaffee, das Bild auf der Dose zeigt eine dampfende Espressotasse. Doch in der undurchsichtigen Verpackung steckt vor allem Milch. Wir haben die Zutatenliste gelesen.
Regionale Marillen aus dem Weinviertel klingen nach kurzen Wegen und Frische aus der Nähe. Tatsächlich legten sie für das Verpacken hochgerechnet über 400 Kilometer durch Österreich zurück. Wir haben nachgezeichnet, wie aus „da komm ich her" ein „da fahr ich rum" wird.
Vor einigen Monaten haben wir einen Kaffeeweißer kritisiert, der als pflanzlich beworben wurde, obwohl Milch drin ist. Der Hersteller hat nachgebessert. Doch auf Amazon steht weiter „vegan".
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