Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Gewußt wie Bio Heidelbeer Sirup
Erhältlich bei: Prokopp
„Ohne Zuckerzusatz“ klingt eindeutig. Beim Gewußt wie Bio Heidelbeer Sirup passte diese Angabe aus unserer Sicht allerdings nicht zur Zutatenliste, denn das Produkt wird mit Bio-Apfeldicksaft gesüßt. Bei unserem Re-Check zeigt sich nun: Der kritisierte Hinweis ist vom Etikett verschwunden.
Das steht drauf: Gewußt wie Bio Heidelbeer Sirup
Erhältlich bei: Prokopp
Aus unserer Sicht widersprach die alte Auslobung “ohne Zuckerzusatz” der EU-Verordnung Nr. 1924/2006 (“Health-Claims-Verordnung").
Die Angabe „ohne Zuckerzusatz“ ist laut EU-Verordnung nur zulässig, wenn einem Lebensmittel keine Mono- oder Disaccharide zugesetzt werden. Dazu zählen auch Fruchtzucker oder Haushaltszucker. Die Verordnung greift auch bei anderen zuckerreichen Zutaten wie Honig, Fruchtkonzentraten oder Sirup, wenn diese einem Lebensmittel aufgrund ihrer süßenden Wirkung zugesetzt werden.
Beim “Gewußt wie Heidelbeer Sirup” war zudem auf der Glasflasche zu lesen “mit Bio Apfeldicksaft gesüßt”. Der Hersteller gab damit sogar zu, das Produkt trotz der Auslobung “ohne Zuckerzusatz” zu süßen.
Im Re-Check sehen wir, dass an jener Stelle, an der früher „ohne Zuckerzusatz“ zu lesen war, nun „Süße aus Früchten“ steht.
Die Zutatenliste ist gegenüber dem früheren Check unverändert, aber die von uns kritisierte Auslobung „ohne Zuckerzusatz“ ist auf dem Etikett nicht mehr zu sehen.
Wir begrüßen die Änderung. Die neue Formulierung beschreibt die Süßung des Produkts für Konsument verständlicher und vermeidet die problematische frühere Auslobung, die einen geringen Zuckergehalt suggerieren konnte. Fein, dass damit wieder ein Produkt am Markt korrekter und für Konsument:innen verständlicher gekennzeichnet ist.
Auf dem Rapunzel Beeren Porridge steht „ohne Zuckerzusatz“. Gleichzeitig enthält es 13 Prozent gemahlene Datteln, deren „feine Süße“ auf der Verpackung ausdrücklich hervorgehoben wird.
Der Name verspricht schwarzen Kaffee, das Bild auf der Dose zeigt eine dampfende Espressotasse. Doch in der undurchsichtigen Verpackung steckt vor allem Milch. Wir haben die Zutatenliste gelesen.
Regionale Marillen aus dem Weinviertel klingen nach kurzen Wegen und Frische aus der Nähe. Tatsächlich legten sie für das Verpacken hochgerechnet über 400 Kilometer durch Österreich zurück. Wir haben nachgezeichnet, wie aus „da komm ich her" ein „da fahr ich rum" wird.
Vor einigen Monaten haben wir einen Kaffeeweißer kritisiert, der als pflanzlich beworben wurde, obwohl Milch drin ist. Der Hersteller hat nachgebessert. Doch auf Amazon steht weiter „vegan".
Auf der Einzelverpackung wirkt der Müsliriegel deutlich länger, als er tatsächlich ist. Dazu kommt reichlich Luft im Karton. Wir haben nachgemessen.
Anfang 2024 kritisierten wir bei diesen Pralinés eine überdimensionierte Verpackung. Jetzt hat der Hersteller reagiert. Ein erfreulicher Re-Check.
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