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Umweltfreundliche Schulartikel - Mit Köpfchen kaufen

Umwelt- und Klimaschutz ist inzwischen auch bei Schulartikeln ein Thema. Das Österreichische Umweltzeichen garantiert, dass die Produkte langlebig sind, so weit wie möglich aus Recyclingmaterial bestehen, keine Schadstoffe enthalten und auf ihre Gebrauchstauglichkeit geprüft wurden.

Es ist August und das heißt: Die großen Ferien sind fast zur Hälfte vorbei. Jetzt wird es Zeit, an das nächste Schuljahr zu denken. Zum Beispiel daran, was die Kinder, vom Taferlklassler aufwärts, an Schreibmaterial brauchen. Noch gibt es die Möglichkeit, das Angebot, das bereits in den Papiergeschäften liegt, in aller Ruhe zu sondieren und sich auch mit Qualitätsfragen auseinanderzusetzen. Wenn sich Anfang September die Massen in den Geschäften drängen und hektisch die Regale leer räumen, ist es zu spät.

82.000 Buben und Mädchen

An die 82.000 Buben und Mädchen werden im Herbst 2012 erstmals die Schulbank drücken. Dazu rücken noch rund 1,05 Millionen Schülerinnen und Schüler höherer Klassen in die Klassenzimmer ein. Sie alle brauchen Schulsachen. Etwa 40.000 verschiedene Schulartikel stehen in über 1.100 Papierfachgeschäften und den Filialen der großen Ketten zur Auswahl. Geschätzte 240 Millionen Euro werden dafür in Österreich ausgegeben.

Schulartikel: Grundausstattung

Um den Eltern Stress zu ersparen, sind viele Volksschullehrer inzwischen dazu übergegangen, schon während der Ferien Briefe zu verschicken. Darin wird aufgelistet, was die Kinder im kommenden Schuljahr für den Unterricht brauchen. Aber auch ohne diesen Service ist klar: Wer zur Schule geht, braucht eine bestimmte Grundausstattung. Wir sagen Ihnen, worauf Sie beim Einkauf von Füllfeder, Stiften, Heften & Co achten sollten.

Farbmarkierungen  für Linkshänder

Wichtig: Respektieren Sie es, wenn Ihr Kind Linkshänder ist. Schulkinder sind extrem benachteiligt, wenn sie mit der "falschen" Hand schreiben, schneiden oder spitzen müssen. Für alle diese Tätigkeiten gibt es inzwischen eigene Modelle. Farbmarkierungen machen sie auf den ersten Blick erkennbar (mehr zum Thema Linkshänder finden Sie auch unter www.linkshaenderseite.de).

Schreiblernfüller, Notizblöcke, Mappen

Schreiblernfüller

Egal wie mühsam es Ihnen vorkommt: Kaufen Sie keine Füllfeder, ohne dass Ihr Kind damit Probe schreibt. Das Schreibgerät muss gut in der Kinderhand liegen und eine rutschfeste Griffzone haben. Bruchsicheres Material wie Kunststoff, Holz oder Metall ist ebenso selbstverständlich wie eine stabile Edelstahlfeder mit einem sogenannten Schreibkorn, das für optimale Gleitfähigkeit sorgt. Achten Sie darauf, ob der Füller die Tinte gleichmäßig abgibt und ob die Feder getauscht werden kann. Lassen Sie Ihr Kind ausprobieren, ob es mit dem Wechseln der Tintenpatrone problemlos zurechtkommt. (Einen Test zu Füllfedern und Tintenrollern finden Sie unter Füllfedern 9/2010).

Schulhefte, Notizblöcke

Lappig, unansehnlich grau, mit rauer Oberfläche, auf der die Feder erbärmlich kratzt und die Tinte zerfließt – das war einmal. Diese Kinderkrankheiten des Recyclingpapiers sind inzwischen längst Geschichte. Heute werden mit innovativen Herstellungsverfahren Papiere aus 100 Prozent Alt- papier erzeugt, die in puncto Weißegrad und Schreibkomfort keinen Vergleich zu scheuen brauchen.

Ordner, Mappen, Hefter

Sie bringen Ordnung in das tägliche Zettelchaos. Verzichten Sie hier auf Kunststoff, wählen Sie stattdessen Produkte aus Karton. Im Vergleich zu Erdöl sorgt der Rohstoff Altpapier für die bessere Umweltbilanz. Achten Sie auf den Hinweis "aus 100 % Altpapier“ oder "Recycling-Karton" sowie ein offizielles Umweltzeichen wie den Blauen Engel (Deutschland) oder das Österreichische Umweltzeichen.

Buntstifte, Spitzer

Bleistifte, Buntstifte

Ohne sie geht in der Schule gar nichts. Sie sind auch jene Produkte, bei denen der meiste Ärger vorprogrammiert ist – Stichwort: mehrfach gebrochene Mine, die den Stift trotz mehrmaligen Spitzens unbrauchbar macht. Da der Bleistift bzw. Buntstift neben der Füllfeder das wichtigste Schreibgerät für Schulanfänger ist, sollten Sie Ihr Kind auch hier vor dem Einkauf unbedingt Probe schreiben lassen. Das Innenleben des Stifts, die Mine, wird heute nicht nur mit Holz, sondern auch mit Kunststoff oder einer Mischung aus Holz und Kunststoff ummantelt. Es gibt auch Stifte mit einer Mechanik zum Nachfüllen der Mine – eine besonders umweltfreundliche Variante.

Mindestens so wichtig wie die Bleistifte sind im Schulalltag der Knirpse die Buntstifte. Da die Kids gerne darauf herumkauen, müssen sie unbedingt frei von Schwermetallen sein.

Spitzer

Was nützt der schönste Stift, wenn er stumpf ist? Gut, dass es Spitzer gibt. Unverwüstlich sind solche aus Leichtmetall. Für mehr Sauberkeit in der Schultasche und am Fußboden des Klassenzimmers sorgen aber Dosenspitzer mit Staubverschluss. Achten Sie darauf, dass auch dickere Stifte damit gespitzt werden können. Da die Messer schnell stumpf werden, müssen sie auswechselbar sein. Am besten kaufen Sie mit dem Spitzer gleich mehrere Klingen auf Vorrat. Bei Produkten aus Kunststoff sind solche aus PE (Polyethylen) oder PP (Polypropylen) zu bevorzugen, sie sind weniger umweltbelastend.

Filzstifte, Bastelscheren

Filzstifte: nur 2 Gramm Tinte

Kinder lieben sie und Eltern kaufen sie zähneknirschend. Filzstifte enthalten gerade einmal zwei Gramm Tinte, der Rest ist Plastikmüll. Stifte zum Nachfüllen sind derzeit noch Mangelware. Wenn es trotzdem ein Fasermaler sein muss, dann besser einer „auf Wasserbasis“ (einen Test zu Fasermalern finden Sie unter Fasermaler 9/2009).

Trockene Textmarker können nicht austrocknen

Textmarker gibt es sowohl "trocken“ als auch „nass“. Trockentextmarker sind wie ein Buntstift aufgebaut, nur dass die Mine fluoreszierende Farbpigmente enthält. Vorteil: Sie sind abfallarm und können nicht austrocknen. Alle anderen Marker arbeiten mit Tinte. Kaufen Sie nur solche, die sich nachfüllen lassen. Bevorzugen Sie bei den Nachfüllungen Tinte auf Wasserbasis. Es gibt sie inzwischen in praktischen Patronen oder in Tintenstationen.

Bastelscheren

Geschraubt oder genietet, das ist hier die Frage. Geschraubte Scheren, am besten aus rostfreiem Stahl, kosten mehr. Dafür können sie auch nachjustiert werden, etwa, wenn das Gelenk zu viel Spielraum hat. Ein Tropfen Öl ins sogenannte Lager – das schützt vor Ablagerungen sowie Korrosion und die Schere wird dadurch wieder leichtgängig. Achtung: Auch rostfreier Stahl verträgt langfristig keine Feuchtigkeit. Prüfen Sie außerdem nach – nicht alles, was wie eine Schraube aussieht, ist auch eine!

Clever einkaufen

Umweltfreundliche Schulartikel 8/2012Damit tatsächlich nur in der Schultasche landet, was weder der Umwelt noch den Sprösslingen schadet, hat das Lebensministerium gemeinsam mit dem Österreichischen Papierfachhandel die Initiative „Clever einkaufen für Büro und Schule“ ins Leben gerufen.

Sie setzt sich zum Ziel, Eltern, Lehrer und Schüler beim Einkauf zu unterstützen. Bis zum 30. September werden in den Geschäften der Kooperationspartner hochwertige und umweltfreundliche Artikel mit dem grünen Umwelt-Tipp hervorgehoben.

Auf www.schuleinkauf.at finden Sie eine Liste aller teilnehmenden Betriebe. Ebenso eine Produktliste, die über 2.500 Artikel umfasst. Mehr als 1.000 davon tragen ein staatliches Gütesiegel.

Schulartikel mit Prüfsiegel

Gütesiegel gibt es inzwischen wie Sand am Meer. Manche davon verleihen sich die Hersteller praktischerweise gleich selbst. Wirklich Verlass ist nur auf staatlich vergebene Umweltzeichen. Sie stehen für strenge Kriterien und ein hohes Maß an Umweltfreundlichkeit.

Umweltfreundliche Schulartikel 8/2012Unter den ausländischen Gütesiegeln sind der Blaue Engel aus Deutschland (www.blauer-engel.de), der Nordische Schwan aus Schweden, Finnland, Norwegen, Island sowie Dänemark (www.svanen.nu/en) und das Europäische Umweltzeichen der EU (www.eco-label.com) am bekanntesten.

Materialien müssen dauerhaft sein

Umweltfreundliche Schulartikel 8/2012Hierzulande sorgt das Österreichische Umweltzeichen dafür, dass es auch für den Schul- und Bürobereich umweltfreundliche Produkte gibt. Die dafür verwendeten Materialien müssen dauerhaft sein und dürfen keine gesundheitsgefährdenden Substanzen enthalten. Holz darf nur aus nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Kunststoffe müssen einen Mindestanteil an nachwachsenden Rohstoffen aufweisen oder zumindest Kunststoff-Recyclat enthalten. Für alle Schulartikel gilt die Vorschrift, dass sie zerlegbar, verwertbar, nachfüllbar und reparaturfähig sind. Für Verschleißteile muss es Ersatzteile geben.

Geprüft, ob pädagogisch wertvoll

Ebenfalls vertrauenswürdig sind das Spiel-gut-, das GS- und das FSC- bzw. PEFC-Gütesiegel. Produkte mit dem Spiel-gut-Zeichen (www.spielgut.de) erfüllen die Anforderungen der Spielzeug-Norm. Sie sind frei von PVC (Polyvinylchlorid) und werden darauf geprüft, ob sie pädagogisch wertvoll sind. GS steht für geprüfte Sicherheit. Es ist ein verlässliches Kennzeichen für Sicherheit und Einhaltung der Produktnorm. Das FSC-Zeichen (Forest Stewardship Council – www.fsc.org) oder das PEFC-Zeichen (Pan European Forest Certification – www.pefc.at) garantieren, dass das verwendete Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern oder Plantagen stammt und nicht Umweltfreundliche Schulartikel 8/2012 aus gerodeten Urwäldern.

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