Zum Inhalt
Vater und Tochter beim Kochen - vegetarisch
Darf´s auch nur noch Veggie sein? Gemeinsam gekocht macht es gleich noch mehr Spaß. Bild: George Rudy/Shutterstock

Selbstversuch: Auf die Plätze. Fertig. Fleischlos!

BLOG

ÖKO.LOGISCH

Meine Tochter geht voran, ich folge ihr. Für mich bedeutet das: einen Monat ohne Fleisch. Fürs Erste.

Meine fünfjährige Tochter überrascht mich immer wieder aufs Neue. Na no na net, werden Sie jetzt vielleicht augenrollend denken. Das will ich Ihnen gar nicht krummnehmen, denn das ist in der Tat einer fürs Phrasenschwein der Elternschaft. 

Apropos Schwein.

Ja, ich bin Flexitarier und generell umweltbewusst unterwegs. Ja, meine Partnerin ist Vegetarierin. Ja, wir essen zu Hause wirklich selten Fleisch. Und ja, wir sind bemüht, unsere Kinder dafür zu sensibilisieren, dass diese oder jene Handlung besser oder schlechter für die Umwelt ist. Aber unlängst hat meine Tochter tatsächlich aus freien Stücken für sich beschlossen: „Ich bin jetzt Vegetarierin! Und Veganerin!“

Natürlich nicht völlig unbeeinflusst. Neben den Eltern gibt es noch andere Einflussfaktoren. In ihrem erweiterten Freundeskreis im Kindergarten ernähren sich zwei, drei Kinder fleischlos. Das entfaltet ebenfalls Wirkkraft. Und selbst wenn ihre vegetarische/vegane Einstellung im Moment noch ab und zu auf wackeligen Beinen steht: Ich denke, die Grundrichtung, wie sie sich ernähren will, ist sehr klar vorgezeichnet.

Veggie sein ist keine Qual

Warum sie sich dazu entschieden hat, kein Fleisch mehr zu essen? Sie will Tieren kein Leid zufügen. Der Grund ist in diesem Fall also nicht die Klimakomponente des Fleischkonsums. Gerade für ein kleines Kind ist der Zusammenhang „Fleisch essen ist schlecht für das Klima“ natürlich schwer greifbar. Dennoch sage ich bewusst „in diesem Fall“, weil meine Tochter durchaus schon reinschnuppert in die Öko-Bubble. Und zum Beispiel gar nicht gerne „mit dem stinkaten Auto“ fährt, „weil das schlecht fürs Klima ist“.

Jetzt geht’s los! 

Man hört es oft. Dass Kinder ihren Eltern in Sachen ­Klimabewusstsein (weit) voraus sind, ihnen manchmal Nachhilfe geben. Ich will mich da nicht überhöhen beziehungsweise dem verschließen. Vielmehr möchte ich das Vorhaben meiner Fünfjährigen als Initialzündung nehmen, endlich das anzugehen, was ich schon seit ein, zwei Jahren vor mir herschiebe: 

einen Selbstversuch zu starten, einen Monat lang kein Fleisch zu essen. 

Ich kann jetzt schon sagen, und so ehrlich bin ich, dass mir das nicht sonderlich schwerfallen wird. Ich esse selten Fleisch. Schwieriger wäre es für mich, auf Milchprodukte zu verzichten. Das behalte ich mir als möglichen nächsten Schritt vor.

Vielleicht auch etwas für Sie? 

Obwohl ich eigentlich kein allzu großer Freund von hochtrabend guten Vor­sätzen bin, scheint mir jetzt, in den ersten Wochen des neuen Jahres, der geeignete Zeitpunkt für diesen nächsten „grünen“ Schritt zu sein. Zumindest für mich.

Wie halten Sie es mit dem Fleischkonsum? Kann ich Sie ebenfalls für so einen Selbstversuch erwärmen? Guter Neujahresvorsatz und so?

Schreiben Sie mir doch, ob es für Sie ­infrage kommt, vegetarisch oder vegan zu leben.

Markus Stingl - Redakteur: Nachhaltigkeit, Finanzthemen
Markus Stingl, Bakk. phil. | Redakteur: Nachhaltigkeit, Finanzthemen Bild: VKI

Im KONSUMENT-Magazin und -Blog schreibe ich über Themen im weiten Feld der Nachhaltigkeit. Die Kolumne nennt sich ÖKO.LOGISCH.

Markus Stingl, Redakteur

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail

Das könnte auch interessant sein:

Balkonkraftwerk und Stromausbeute - Resümee BLOG

Balkonkraftwerk und Stromausbeute - Resümee

Das Balkonkraftwerk unseres Nachhaltigkeits-Redakteurs Markus Stingl hat geliefert. Und zwar ziemlich genau jene Menge an Strom, die er für realistisch gehalten hatte.

Kommentieren

Sie können den Text nach dem Abschicken nicht nachträglich bearbeiten, Länge: maximal 3000 Zeichen. Bitte beachten Sie auch unsere Netiquette-Regeln.

Neue Kommentare können nur von angemeldeten Benutzern veröffentlicht werden.

Anmelden

0 Kommentare

Keine Kommentare verfügbar.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

Zum Seitenanfang