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Defekt oder veraltet: Erst wenn das Smartphone nicht mehr alle Aufgaben erfüllen kann, ist es Zeit für ein neues.
Defekt oder veraltet: Erst wenn das Smartphone nicht mehr alle Aufgaben erfüllen kann, ist es Zeit für ein neues. Bild: kulyk/Shutterstock.com

Brauche ich tatsächlich ein neues Smartphone?

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Weiterentwicklung hin oder her: Solange man mit seinem Smartphone zufrieden ist, braucht man nicht an einen Neukauf zu denken.

Ein Leser schreibt im Zusammenhang mit unserem Produktfinder Smartphones, dass dieser nach seiner Vorstellung eine Vergleichsmöglichkeit neuer Modelle mit seinem alten Handy bieten sollte. Dies wird angesichts von jährlich rund 100 neuen Geräten, unterschiedlichsten Preis- und Ausstattungsklassen, zahllosen Modellvarianten und immer wieder neu auf den Markt kommenden Marken allerdings rein technisch schwer umsetzbar sein.

Der Wunsch des Lesers läuft jedenfalls darauf hinaus, dass er gern Auskunft darüber haben möchte, ob es sich für ihn auszahlt, ein neues Gerät zu kaufen, oder ob er mit seinem alten weiterhin gut bedient ist.

Alt ist nicht grundsätzlich schlecht

Dieser Punkt lässt sich allerdings auch ohne großen Aufwand beantworten. Natürlich veraltet Technik, natürlich sind aktuelle Smartphones (sofern es sich nicht um die Billigschiene handelt) merklich besser ausgestattet als jene, die vor drei, vier oder fünf Jahren angeboten wurden, natürlich sind sie dadurch leistungsfähiger und machen oft (aber nicht immer) qualitativ bessere Fotos.

Doch abgesehen davon, dass es mit Rücksicht auf die Umwelt ohnehin sinnvoll ist, elektronische Geräte so lange wie möglich zu verwenden, gibt es grundlegende Fragen, die man sich selber stellen sollte:

Entscheidende Fragen

  • Beherrscht mein Smartphone alle Funktionen, die ich benötige?
  • Laufen darauf alle Apps, die ich verwenden muss oder möchte?
  • Ist es technisch in Ordnung, sodass ich es ohne störende Einschränkungen nutzen kann?
  • Kurz: Bin ich mit meinem Smartphone weiterhin zufrieden?

Wenn man diese Fragen mit Ja beantworten kann, braucht man sich über einen Neukauf nicht den Kopf zu zerbrechen. Für alle anderen Fälle haben wir unter Smartphones - 38 Android-Handys, 2 iPhones eine Kaufhilfe mit Tipps zur richtigen Gerätewahl zusammengestellt.

Auswahlkriterien für Smartphone-Kauf

Preis

Üblicherweise zeigt die Preiskurve schon bald nach der Markteinführung eines Smartphones nach unten. Bei einem Gerät, das von Beginn an nicht mehr als 100 Euro gekostet hat, sollte man allerdings vorsichtig sein. Ein derart niedriger Preis lässt eine deutlich reduzierte Ausstattung und Leistungsfähigkeit vermuten. Abseits davon sagt der Preis nur beschränkt etwas über die erwartbare Qualität aus.

Ausstattung und Leistungsfähigkeit

Beides geht Hand in Hand. Die Unterschiede zwischen den Top-Smartphones, der Mittelklasse und den Einstiegsmodellen zeigen sich unter anderem darin, dass im mittleren und im preisgünstigen Segment von bestimmten Komponenten die schwächere oder ältere Version verbaut wird (z.B. Prozessor, unterstützte WLAN- und Bluetooth-Versionen, Kamera) bzw. dass manche ganz weggelassen werden (z.B. NFC für kontaktloses Bezahlen oder der die Navigation verbessernde Lagesensor = das Gyroskop). Auch der Speicher ist ein Kostenfaktor – bei dem sich Sparen aus Nutzersicht allerdings nicht lohnt: Der Arbeitsspeicher (RAM) wirkt sich im Zusammenspiel mit dem Prozessor unmittelbar auf Leistungsfähigkeit und Arbeitsgeschwindigkeit aus und sollte niemals weniger als 3 GB betragen. Beim internen Speicher, der das Betriebssystem, die Apps und sämtliche Dateien aufnimmt, kann man 32 GB als absolutes Minimum betrachten. Beim Bildschirm wiederum geht es um dessen Reaktionsschnelligkeit und Berührungssensitivität (also das Ansprechen auf Berührungen), die Auflösung (beeinflusst die Schärfe der Darstellung), die Helligkeit, die aus­gewogene Farbwiedergabe und den maximalen Blickwinkel, aus dem man das Displaybild noch ohne starke Qualitätseinbußen erkennen kann.

Mittel- und Einstiegsklasse

Für die meisten Nutzer bietet die Mittelklasse wohl das beste Preis-Leistungs-Verhältnis, wobei es auch hier die ganze Bandbreite zwischen „durchschnittlich“ und „gehoben“ gibt. Die Bezeichnung Einstiegsmodelle ist hingegen irreführend. Die Geräte sind in erster Linie als Telefone zu betrachten, die man auch für den E-Mail-Versand, das Surfen im Internet und die schriftliche Kommunikation (SMS, WhatsApp) verwenden kann. Häufiges Videostreaming oder die Nutzung anspruchsvollerer Apps (besonders Navigation und Spiele) können die Einstiegsmodelle schnell überfordern. Auch die Kameraqualität reicht meist nicht an jene der teureren Konkurrenz heran.

Akku

Geräte mit Wechselakkus gibt es fast keine mehr. Erfreulich ist, dass die Akkulaufzeiten im Schnitt länger geworden sind. Aber Vorsicht! Wenn der Unterschied zwischen der Laufzeit mit redu­zierter und mit maximaler Helligkeit gering ist, ist das selten ein Qualitätskriterium, sondern deutet darauf hin, dass das Display nicht besonders hell leuchtet – ein Nachteil speziell bei Sonnenschein. Viele Smartphones sind heute fürs Schnellladen geeignet. Das dafür nötige leistungsstärkere Ladegerät wird aber nicht immer mitgeliefert.

Alter

Preislich interessant sind schon länger auf dem Markt befindliche Geräte. Hier findet man dann unter anderem eine attraktive Auswahl an Mittelklassegeräten.

Informationen

Im Optimalfall findet man die infrage kommenden Geräte im Fachhandel und kann sie dort in eingeschaltetem Zustand anschauen und bedienen und die wichtigsten technischen Eckdaten einsehen. Konkrete Aussagen über die Leistungsfähigkeit eines Modells, die sich ja aus dem Zusammenspiel mehrerer Komponenten ergibt, kann man allerdings nur nach einem Test treffen. Unser Produktfinder liefert die entsprechenden Informationen.

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