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Acai-Bowl mit Kiwi, Granola und selbstgemachter Erdnussbutter neben Erdnüssen und Erdnussbutter im Glas auf einem Holztisch
Acai-Bowl mit Kiwi, Granola und selbstgemachter Erdnussbutter Bild: Beck/VKI

Erdnussbutter selber machen

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Erdnussmus und Erdnussbutter lassen sich ganz einfach selbst herstellen. Wie es geht und auf was ihr aufpassen müsst, habe ich euch hier zusammengefasst.

Erdnussmus aus dem Supermarkt besteht meist aus fein pürierten Erdnüssen. Bei Erdnussbutter kommen oft noch Fett, Salz und Zucker dazu. Zu einem „crunchy“ Produkt wird es, wenn ein Teil der Erdnüsse noch in Stückchenform vorhanden ist. Die besten Produkte nennen wir euch in unserem Erdnussbutter-Test.

Nicht alle Zutaten der Produkte im Test sind fein. Ich versuche zum Beispiel Palmöl überall dort zu vermeiden, wo es sinnvolle Alternativen gibt. Das geht bei Erdnussbutter ganz gut, trotzdem steckt Palmöl in vielen Produkten aus dem Supermarkt, wie unser Test zeigte.

Darum macht Selbermachen Sinn

Wenn ihr Erdnussbutter gleich selber macht, habt ihr es in der Hand ob und welches Öl ihr hinzufügt und wie salzig oder süß das Produkt wird. Außerdem könnt ihr Erdnüsse aus biologischer Landwirtschaft verwenden, da ist die Gefahr von Pflanzenschutzmittelrückständen deutlich geringer.

Das Rezept selbst ist einfach. Aber es ist wichtig, dass ihr einen leistungsstarken Blender beziehungsweise Hochleistungsmixer verwendet, der die Nüsse zu einem feinen Mus verarbeiten kann.

Mein crunchy Erdnussbutter-Rezept

Ich mache ein Mittelding zwischen Erdnussmus und Erdnussbutter. Ich mag in meiner Erdnussbutter aufs Brot weder Zucker noch extra Öl, aber ein bisschen salzig darf sie schon sein. Deshalb verwende ich für ein Glas Erdnussbutter:

  • ca. 200 g geröstete, ungesalzene Erdnüsse
  • ca. 100 g geröstete, gesalzene Erdnüsse

So wird es gemacht

Grob zerkleinerte Erdnüsse in einem Blender, Ansicht von oben
Erdnüsse im Blender grob zerkleinern und stehen lassen. Bild: Beck/VKI

Die ungesalzenen Erdnüsse in den Blender geben und zu einem groben Mus verarbeiten, dabei aufpassen, dass die Masse nicht zu warm wird. Sollte das der Fall sein, kurz Pause machen. Das ist wichtig, damit die Erdnussbutter länger hält. Wenn die Nüsse grob zerkleinert sind, die Masse etwas stehen lassen, damit das nusseigene Öl austreten kann. Ich lasse es meist rund 10 min stehen.

Fein zerkleinerte Erdnüsse in einem Blender, Ansicht von oben
Fein püriertes Erdnussmus Bild: Beck/VKI

Dann zu einem feinen Mus verarbeiten. Auch hier aufpassen, dass die Masse nicht zu warm wird. Wenn ihr vorhin lange genug gewartet habt, braucht ihr kein extra Öl hinzugeben um eine weiche, streichfähige Paste zu erhalten.

Fertige Erdnussbutter crunchy in einem Blender, Ansicht von oben
Fertige Erdnussbutter mit Stückchen Bild: Beck/VKI

Wenn das Erdnussmus fein genug ist, gebe ich die gesalzenen Erdnüsse dazu und mixe diese mit der „Pulse“-Funktion unter. Das so lange machen, bis die Nüsse für den „Crunch“ ausreichend zerkleinert, aber noch nicht musig sind. Am besten schmeckt die Erdnussbutter frisch, sie hält sich aber auch im Kühlschrank einige Zeit. Sollte sich oben Öl absetzen, einfach umrühren.

Grundrezept erweitern

Dieses Grundrezept könnt ihr individuell anpassen. Wollt ihr Erdnussmus ohne Salz haben, dann verwendet nur ungesalzene Erdnüsse. Ihr könnt Rapsöl dazu geben, dann wird es noch cremiger oder Zucker, dann habt ihr eine typisch amerikanische Peanut Butter. Sind euch vom Nikolo noch Erdnüsse in der Schale übriggeblieben, könnt ihr die Erdnüsse nach dem Öffnen auch selbst in der Pfanne oder im Backrohr rösten und dann weiterverarbeiten.

Ich esse meine Erdnussbutter am liebsten pur auf frischem Vollkornbrot oder in einer Acai-Bowl. Wie mögt ihr sie am liebsten? Teilt eure Lieblingsrezepte mit uns in einem Kommentar!

Birgit Beck - Ernährungswissenschafterin
Bild: VKI

Ich arbeite als Projektleiterin im Bereich Untersuchungen und blogge über Lebensmittel- und Ernährungsthemen.

Birgit Beck, Ernährungswissenschafterin

 

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