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Einbaubacköfen - Neue Öfen backen gut

Einbaubacköfen im Test: Zur Preisfrage wird vor allem der Reinigungskomfort.

Bild: Valeria-Aksakova / Shutterstock.com

Folgende Backöfen finden Sie in unserer Testtabelle:

  • AEG BEB435020M
  • Bauknecht BAR2 KH8V2 IN
  • Beko BVM35400XS
  • Bosch HBG632TS1
  • Bosch HBG675BS1
  • Gorenje BO747S30X
  • IKEA Matälskare 403.687.65
  • IKEA Eftersmak 704.117.29
  • Koenic KBO 42221
  • Miele H2267B
  • Neff B55CR22N0
  • Privileg PBWK3 ON5V IN
  • Siemens HB674GBS1

Die Testtabelle bietet Infos und Bewertungen zu: Ausstattung (Temperatur minimal/maximal, Nutzbare Höhe, Pyrolyse, Dampf, Grill abklappbar, ... ), Backen (Wärmeverteilung, Wärmenachschub, ...), Grillen, Temperaturen und Zeiten (Zeitbedarf zum Aufheizen, Backen, ...), Handhabung, Reinigung, Sicherheit, Umwelteigenschaften (Energieverbrauch, ...) - Nachfolgend finden Sie den Testbericht:


Test: elektrische Einbaubacköfen

Wenn der Duft von Biskuit die Räume des Testlabors erfüllt, muss das nicht bedeuten, dass jemand Geburtstag hat. Die Stiftung Warentest hat unter anderem Biskuitböden als Maß der Dinge herangezogen, um die Qualität von 13 elektrischen Einbaubacköfen zu beurteilen. Wichtige Kriterien waren nicht zuletzt die Wärmeverteilung und das Halten der gewählten Temperatur.

Hohe Temperaturschwankungen beim IKEA-Ofen

Erfreulich: Gleich sieben Testgeräte liefern beim Backen ein "sehr gutes" Ergebnis, drei weitere sind "gut". Beim Grillen befinden sich alle Backöfen auf einem guten Niveau, wobei es natürlich eine gewisse Schwankungsbreite gibt. Diesbezüglich erwähnenswert sind vor allem die beiden im Test­urteil nur durchschnittlich bewerteten Backöfen von Beko und IKEA.

Der Beko unterschreitet die eingestellte Temperatur zum Teil deutlich. Statt 75 Grad im Umluftbetrieb erreichte er im Mittel nur 52 Grad. Das gravierendste Problem beim preisgünstigen IKEA-Backofen Matälskare sind hingegen die Temperaturschwankungen im Ausmaß von 48 Grad bei voreingestellten 200. Der Biskuitboden kann deswegen trotzdem gelingen, allerdings muss man sich zuvor mit den Eigenheiten des jeweiligen Gerätes vertraut machen. 

Bedienung, Reinigung, Energie sparen

Bedienung

Apropos vertraut machen: Die Bedienkonzepte der Backöfen sind ein Auswahlkriterium, das Sie sich im Vorfeld näher anschauen sollten. Drehregler, beschriftete Tasten, digitale Anzeigen – nicht jedem Nutzer liegt alles davon in gleicher Weise, auch wenn die Handhabungsurteile für die meisten Geräte grundsätzlich gut ausfallen.

Reinigung

Und weil wir gerade bei den Auswahl­kriterien sind: Mit vergleichsweise geringem Aufwand zu reinigen sind nur die teureren Backöfen. Entweder erledigen sie das weitgehend selbsttätig mittels Pyrolyse (verbrennt Verschmutzungen zu Asche, die man dann wegwischt) oder eine spezielle Emailbeschichtung erleichtert die schnelle Reinigung zwischendurch. Anders gesagt: Wer beim Kauf spart, muss sich beim Putzen mehr anstrengen.

Energie sparen?

Zuletzt noch ein paar Sätze zum Energiesparprogramm. Ein solches ist – mit Ausnahme von IKEA Matälskare – auf jedem Gerät verfügbar. Tatsache ist aber, dass diese Funktion den Stromverbrauch nur geringfügig senkt.

Zugleich vergrößert sie die Temperaturschwankungen, weil die Hitzezufuhr öfter gestoppt wird als im Normalbetrieb. Dadurch ist das Energiesparprogramm längst nicht für die Zubereitung aller Speisen geeignet. IKEA Eftersmak und Miele schalten zusätzlich die Beleuchtung ab. Wer nach den Speisen sehen möchte, muss die Backofentür öffnen, wobei heiße Luft entweicht.

Testtabelle: Einbaubacköfen

Steckbriefe

Reihung nach erreichter Punktezahl.

Bosch HBG632TS1
Leise im Betrieb, backt schnell und durchwegs sehr gut. Die Grillfunktion überzeugt ebenfalls. Hält die eingestellte Temperatur sehr gut. Praktische Tele­skopschienen. Ohne Pyrolysefunktion.

Neff B55CR22N0
Leise im Betrieb, backt schnell und durchwegs sehr gut. Grillt gut. Praktisch für die Speisenentnahme und fürs Putzen: Die Ofentür gleitet beim Öffnen in das Gerät. Die Pyrolyse funktioniert sehr gut.

Siemens HB674GBS1
Leise im Betrieb, mit durchwegs sehr guten Backergebnissen. Die Grillfunktion überzeugt ebenfalls. Die eingestellte Temperatur wird sehr gut gehalten. Auch die Pyrolyse funktioniert sehr gut. 

Bosch HBG675BS1
Das teurere Bosch-Modell im Test, mit sehr guter Pyrolyse. Backt leise und unterm Strich immer noch sehr gut. Grillt gut und hält die Temperatur sehr gut. Automatikprogramme fürs Backen.

Miele H2267B
Guter Allrounder. Backt und grillt sehr gut und ist leise im Betrieb. Die Speisen lassen sich dank des Teleskopauszugs bequem entnehmen. Die Spezial- Emailbeschichtung erleichtert die Innenreinigung. 

IKEA Eftersmak
Heizt langsam. Backt und grillt laut, aber sehr gut, und hält auch sehr gut die eingestellt Temperatur. Ohne Reinigungsfunktion. Netzstecker bei Auslieferung nicht mit dem Gerät verbunden.

Gorenje BO747S30X
Relativ hoher Stromverbrauch. Backt sehr gut, grillt gut. Als Garzubehör wird eine Temperatursonde mitgeliefert. Bequeme Teleskopauszüge. Das Reinigungsprogramm ist kaum wirksam.

Bauknecht BAR2 KH8V2 IN
Grillrost muss zum Einführen geneigt werden, Speisen können daher abrutschen. Teleskopauszüge für die Bleche. Backt und grillt gut. Leise und stromsparend. Reinigungsprogramm kaum wirksam.

Privileg PBWK3 ON5V IN
Backblech und Grillrost verkanten beim Einführen leicht. Der Rost muss zudem geneigt werden, Speisen können daher abrutschen. Heizt schnell, grillt und backt gut und leise.

AEG BEB435020M
Grillt leise und gut, schafft beim Backen aber nur ein „durchschnittlich“. Schlechte Wärmeverteilung auf dem oberen von zwei Blechen. Einfädelhilfe bei den Seitengittern vorhanden.

Koenic KBO 42221
Preisgünstig. Backt und grillt gut, ist aber recht laut. Der Teleskopauszug ist instabil und bringt daher kaum Vorteile beim Einführen der Bleche. Große Abstände zwischen den Stäben des Grillrostes.

Beko BVM35400XS
Starke Temperaturschwankungen. Schlechte Wärmeverteilung auf dem unteren von zwei Blechen. Backt durchschnittlich, grillt gut und ist leise im Betrieb. Praktischer Teleskopauszug.

IKEA Matälskare
Preisgünstig. Backblech und Grillrost können beim Einführen verkanten. „Weniger zufriedenstellend“ beim Backen. Starke Temperaturschwankungen. Sehr ungleiche Wärmeverteilung bei Ober-/Unterhitze. Grillt gut, sparsam im Verbrauch. Netzstecker bei Auslieferung nicht mit dem Gerät verbunden.

Testkriterien

Im Test der Stiftung Warentest waren 13 elektrische Einbaubacköfen mit Heißluft sowie Ober- und Unterhitze, Nischenbreite und -höhe ca. 60 Zentimeter. Preise: August 2019.

Backen (35 %)

Die Prüfung der Wärmeverteilung im Backraum erfolgte mit kleinen Kuchen auf dem Blech bei Ober-/Unterhitze sowie bei Heißluft – in letzterem Fall außerdem auf zwei Ebenen. Bewertet wurde die Bräune der Kuchen. Der Wärmenachschub wurde mit Biskuittorten bei Ober- und Unterhitze sowie bei Heißluft bewertet.

Grillen (5 %)

Mit Toastscheiben wurde die Gleichmäßigkeit der Bräunung bewertet.

Temperaturen und Zeiten (10 %)

Bestimmt wurde der Zeitbedarf fürs Aufheizen bis zum Erreichen von 200 Grad Celsius mit Ober-/Unterhitze sowie 175 Grad mit Heißluft. Außerdem wurde der Zeitbedarf fürs Backen ermittelt. Das Halten der Temperatur wurde geprüft bei 100, 150 und 200 Grad Celsius mit Ober-/Unterhitze sowie bei 75, 150 und 200 Grad mit Heißluft. Bewertet wurde die im Mittel erreichte Temperatur sowie die Schwankung.

Handhabung (20 %)

Zwei Experten beurteilten Bedienungsanleitung und Erstinstallation der Backöfen. Drei Hobbyköche und zwei Experten beurteilten unter anderem das Bedienen der Elemente sowie das Einsetzen und Herausnehmen von Grillrost oder Backblech.

Reinigung (10 %)

Die Tester ließen Bratensaft, Teig und Marmelade 90 Minuten lang bei 200 Grad Celsius einbrennen. Nach dem Abkühlen wurde der Garraum mit Edelstahlspirale, Schwamm und Reinigungsprogrammen gereinigt. Aufwand und Ergebnis wurden bewertet.

Sicherheit (10 %)

Bewertet wurden elektrische Sicherheit, Kindersicherung (falls vorhanden) sowie Verarbeitung und Stabilität des Gitterrostes. Nach einer Stunde Backen mit Ober- und Unterhitze bei 200 Grad wurde die Temperatur an den Oberflächen ermittelt.

Umwelteigenschaften (10 %)

Drei Personen beurteilten das Geräusch beim Backen und den Lüfter. Der Energieverbrauch wurde beim Backen mit Ober- und Unterhitze sowie Heißluft ermittelt. Weiters wurde der Verbrauch im Stand-by sowie jener des Lüfters erfasst.

Abwertungen

Abwertungen führen dazu, dass Produktmängel sich verstärkt auf das KONSUMENT-Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer Fußnote gekennzeichnet. Waren Backöfen bei den Versuchen Wärmeverteilung Ober-/Unterhitze, unteres/oberes Blech sowie Wärmenachschub Ober-/Unterhitze weniger zufriedenstellend, wurde das Urteil fürs Backen um eine halbe Note und bei nicht zufriedenstellendem Ergebnis um eine ganze Note abgewertet.

Testplakette

Achten Sie beim Kauf auf die KONSUMENT-Testplakette.

Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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