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Symbolbild: Eine Grafik mit einem Computerbildschirm, aus dem mehrere Warnschilder schweben. Daneben zwei Personen.
Hüten Sie sich vor Betrug. Wir helfen Ihnen dabei. Bild: Magura/Shutterstock.com; Montage: VKI

Aktuelle Warnungen

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Warnung der Finanzmarktaufsicht: Money Mules

Redaktion, 26. Februar 2026, 16:02

Money Mules (wörtlich: Geldmulis) sind Personen, die ihr Bankkonto – bewusst oder unbewusst – für Geldtransfers zur Verfügung stellen, hinter denen häufig Geldwäsche (etwa aus Drogen- oder Menschenhandel) steckt. Das berichtet die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA).

Demnach werden die Money Mules von Kriminellen über soziale Medien, täuschend echte Jobangebote oder Betrugsmaschen wie RomanceScams (Liebesbetrug) angeworben. Grundsätzlich könne jede:r – unabhängig von Alter oder Beruf – ins Visier solcher kriminellen Netzwerke geraten.

In einer konzertierten Europol-Aktion wurden im Jahr 2023 europaweit 10.759 Money Mules identifiziert, begleitet von rund 100 Millionen Euro an gemeldeten Schäden, was laut FMA nur die Spitze des Eisbergs darstelle.

Das Problem: Egal ob man sich bewusst oder unbewusst auf eine solche Sache einlässt, man macht sich dadurch strafbar.

Die FMA empfiehlt: Lukrative Jobangebote kritisch hinterfragen. Kontodaten niemals leichtfertig an Dritte weitergeben. Kein Geld für andere Personen überweisen – auch nicht einmalig. Bei Verdacht Meldung an die Polizei oder direkt an die FMA.

Chickenroad.at: Wenn den Hühnern das Lachen vergeht

Redaktion, 26. Februar 2026, 16:02

Unter chickenroad.at und ähnlich klingenden Internetadressen erreicht man ein „innovatives“ Onlinespiel. Ziel ist es, in Gestalt eines Huhns eine Straße zu überqueren.

So weit, so simpel, doch dann kommt Geld ins Spiel. Angeblich kann man durch Bezahlen eines geringen Spieleinsatzes hohe Gewinne lukrieren. Ein KONSUMENT-Leser ist allerdings der Ansicht, dass man erstens dazu gebracht wird, Geld zu verlieren und zweitens persönliche Daten zu übermitteln. Wir sind der gleichen Ansicht und halten das Spiel für Abzocke.

Die Glückspiellizenz stammt aus Curacao, die Webseite selbst hat entgegen den Vorgaben des E-Commerce Gesetzes kein Impressum. Eine Recherche führt zu einer britischen Firma mit Geschäftsführern aus Estland. Das Marketing wiederum übernimmt eine Firma aus Hongkong. Im Internet findet man außerdem Werbevideos, die eindeutig mit KI manipuliert wurden (Deepfake).

Betrug mit Bitcoins

spr@gmx.at, 1. Februar 2026, 18:02

"Berater" haben mich dazu gebracht, dass ich im Juni und Juli 2025 insgesamt € 12.700,00 für die Anschaffung von Bitcoins auf das Konto der Firma ELEKTROJACH SP.Z.O.O eingezahlt habe. Die Polizei hat mir dann gezeigt, dass die einsehbaren Ausweise der Betrüger gefälscht waren. Meine Bank, die bank99, hat sich bemüht Geld zurück zu verlangen. Das gelang nur für die letzte Einzahlung von € 1.500,00. Die Verbrecher haben meine Einzahlungen auf das Konto dieser polnischen Elektrotechnikfirma weiter auf ihr Konto geleitet. Die Verbrecher konnten bisher nicht gefasst werden. Vorsicht vor Bitcoins-Beratern!

Liebeart.de: Malen nach (chinesischen) Zahlen

Redaktion, 19. Januar 2026, 14:01

Die Website Liebeart.de vertreibt „Malen nach Zahlen“-Sets und verspricht höchste Qualität und Produktionsstandards. Zudem bekommt man den Eindruck vermittelt, dass die Produkte aus Deutschland stammen.

Eine KONSUMENT-Leserin ließ sich überzeugen und bestellte. Abgebucht wurde sofort, die Lieferung dauerte allerdings vier Wochen, denn die Ware kam aus China.

China-Onlineshop
Wir haben uns die Website näher angeschaut. Zwar handelt es sich nicht um Dropshipping, denn es gibt ein Lager in Prag, doch der Firmensitz befindet sich in China. Der Deutschland-Bezug wird auf der Website und in den sozialen Medien bewusst hergestellt, um zu verschleiern, dass es sich um einen China-Onlineshop handelt, der in Asien produzierte Produkte vertreibt.

Probleme vorprogrammiert
Abgesehen davon, dass man mit Sicherheit keine qualitativ hochwertige Ware bekommt, die noch dazu unter undurchsichtigen Produktionsbedingungen hergestellt wurde, stellt sich die Frage, was passiert, wenn die Lieferung verloren geht oder ein Reklamationsfall eintritt.

In den auf der Website veröffentlichten Geschäftsbedingungen von Liebeart.de haben wir Verstöße gegen das Fern- und Auswärtsgeschäftegesetz, das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb und das Konsumentenschutzgesetz festgestellt.

Sätze wie der folgende lassen keinen Zweifel daran, dass im Reklamationsfall Probleme vorprogrammiert sind: „Wir übernehmen keine Garantie, Verantwortung oder Gewährleistung dafür, dass die Nutzung unserer Serviceleistung ununterbrochen, zeitgerecht, sicher oder fehlerfrei erfolgt.“

So attraktiv das Angebot solcher Websites auch sein mag, wir können nur davon abraten, dort einzukaufen.

Falsche Geschenkversprechen

Redaktion, 28. November 2025, 13:11

Mit Nachrichten dieser Art muss man zwar rund ums Jahr rechnen, in den Wochen vor Weihnachten häufen sie sich allerdings. Es ist schließlich die Zeit, in der die Weihnachtsferien vor der Tür stehen, die Zeit, in der sich aufgrund der vermehrten Nutzung von Kerzen die Wohnungsbrände häufen, und natürlich die Zeit, in der man schenkt und beschenkt wird.

Das machen sich Kriminelle zunutze, indem sie im Namen seriöser Unternehmen mit großer Kundenanzahl Spamnachrichten aussenden, in denen nützliche Dinge gratis in Aussicht gestellt werden.

Nicht existent
Ein kostenloses Notfallset des ÖAMTC ist ein solches Beispiel. Ebenso praktisch, aber genauso frei erfunden, ist das gratis erhältliche Brandschutzset der Generali-Versicherung.

Die Vorgangsweise ist jedenfalls dieselbe: Entweder handelt es sich um ein Gewinnspiel oder um eine kurze Umfrage. Als Belohnung für die Teilnahme gibt es das im Betreff erwähnte Geschenk, das zur Erhöhung des Anreizes natürlich einen gewissen materiellen Wert hat.

Datensammlung
So oder so wird man aufgefordert, keine Zeit zu verlieren und auf einen in der Nachricht enthaltenen Link zu klicken.

An dieser Stelle sollten bereits die Alarmglocken läuten, denn man kann nie ausschließen, dass man sich auf diesem Wege Spionagesoftware auf den Computer holt. Noch attraktiver ist es für die Kriminellen, wenn die Betrugsopfer ihre persönlichen Daten im guten Glauben selbst eintippen, jene der Kredit- oder Debitkarte inklusive.

Teil der Betrugsmasche ist es nämlich, dass man gebeten wird, das Porto für die Zusendung des versprochenen Geschenks selbst zu übernehmen.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

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