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Symbolbild: Eine Grafik mit einem Computerbildschirm, aus dem mehrere Warnschilder schweben. Daneben zwei Personen.
Hüten Sie sich vor Betrug. Wir helfen Ihnen dabei. Bild: Magura/Shutterstock.com; Montage: VKI

Aktuelle Warnungen

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Debitkarte und ID-App: Keine telefonische Aktivierung

Redaktion, 26. Februar 2026, 16:02

Keine telefonische Aktivierung. Mehrere Banken haben in letzter Zeit vor einer Betrugswelle im Zusammenhang mit der Erneuerung der Debitkarte (umgangssprachlich: Bankomatkarte) gewarnt.

Wird eine Debitkarte ausgetauscht, kommt diese in einem anonymen Kuvert per Post. Zur Aktivierung muss man sie dann einmalig am Bankomat oder einem Kassenterminal stecken und die Pin eingeben. Kriminelle mach sich dies zunutze, indem sie sich am Telefon als Bankmitarbeiter:innen ausgeben.

Sie behaupten, die Debitkarte müsse mit ihrer Hilfe telefonisch aktiviert werden. So locken sie den Opfern die Pin und andere Daten heraus, die sie dann in weiterer Folge für betrügerische Aktivitäten verwenden.

Eine ähnliche Masche gibt es im Zusammenhang mit den sogenannten ID-Apps der Banken, mit denen man zum Beispiel Zahlungen freigibt. Auch hier behaupten die Kriminellen, dass die Gültigkeit der Apps telefonisch verlängert werden müsse.

Dies stimmt aber in keinem Fall und hat einen rein betrügerischen Hintergrund!

Gamivo: Vermutete Abofalle

Redaktion, 26. Februar 2026, 16:02

Eine KONSUMENT-Leserin hat auf der Website „Gamivo“ ein Computerspiel gekauft, da es dort günstiger angeboten wurde als bei anderen Anbietern. Der Kauf selbst verlief problemlos, und das Spiel funktionierte einwandfrei.

Rund drei Monate später bemerkte sie jedoch einen ungewöhnlichen monatlichen Abzug in ihrem Online-Banking. Ihr wurden regelmäßig 5 Euro für ein sogenanntes Smart-Abonnement berechnet.

Nach eigener Recherche stellte sie fest, dass es vielen anderen Gamivo-Kund:innen bereits ähnlich ergangen ist. Beim Kauf eines Spiels wird dieses Abonnement offenbar automatisch hinzugefügt. Nur durch mehrfaches aktives Ablehnen lässt sich die Buchung vermeiden – und selbst dann berichten einige Betroffene, dass das Abonnement dennoch aktiviert wurde.

Wir gehen daher von einer Abofalle aus, eventuell verbunden mit einer vorangehenden kostenlosen Testphase und möchten hiermit eine Warnung aussprechen.

Lena Boutique: Berlin, China

Redaktion, 26. Februar 2026, 16:02

Seit 20 Jahren betreibe man erfolgreich eine Boutique in Berlin, so die Behauptung auf lena-boutique.de. Eine KONSUMENT-Leserin war nicht die Einzige, die darauf hereinfiel und letztlich nur billige Textilien aus Kunstfasern in Händen hielt. Eine Rücksendung war nicht möglich.

Wir haben uns die Seite näher angesehen: Die Geschäftsadresse ist mit Hertogenbosch in den Niederlanden angegeben, tatsächlich wird aber direkt aus China Billigware geliefert (Stichwort: Dropshipping).

Dieser Fall ist unserer Ansicht nach als klare Täuschung und als Betrug einzustufen. Wir können von jeglicher Bestellung nur abraten. Mehr zum Thema unter: europakonsument.at/dropshipping

Warnung der Finanzmarktaufsicht: Money Mules

Redaktion, 26. Februar 2026, 16:02

Money Mules (wörtlich: Geldmulis) sind Personen, die ihr Bankkonto – bewusst oder unbewusst – für Geldtransfers zur Verfügung stellen, hinter denen häufig Geldwäsche (etwa aus Drogen- oder Menschenhandel) steckt. Das berichtet die österreichische Finanzmarktaufsicht (FMA).

Demnach werden die Money Mules von Kriminellen über soziale Medien, täuschend echte Jobangebote oder Betrugsmaschen wie RomanceScams (Liebesbetrug) angeworben. Grundsätzlich könne jede:r – unabhängig von Alter oder Beruf – ins Visier solcher kriminellen Netzwerke geraten.

In einer konzertierten Europol-Aktion wurden im Jahr 2023 europaweit 10.759 Money Mules identifiziert, begleitet von rund 100 Millionen Euro an gemeldeten Schäden, was laut FMA nur die Spitze des Eisbergs darstelle.

Das Problem: Egal ob man sich bewusst oder unbewusst auf eine solche Sache einlässt, man macht sich dadurch strafbar.

Die FMA empfiehlt: Lukrative Jobangebote kritisch hinterfragen. Kontodaten niemals leichtfertig an Dritte weitergeben. Kein Geld für andere Personen überweisen – auch nicht einmalig. Bei Verdacht Meldung an die Polizei oder direkt an die FMA.

Chickenroad.at: Wenn den Hühnern das Lachen vergeht

Redaktion, 26. Februar 2026, 16:02

Unter chickenroad.at und ähnlich klingenden Internetadressen erreicht man ein „innovatives“ Onlinespiel. Ziel ist es, in Gestalt eines Huhns eine Straße zu überqueren.

So weit, so simpel, doch dann kommt Geld ins Spiel. Angeblich kann man durch Bezahlen eines geringen Spieleinsatzes hohe Gewinne lukrieren. Ein KONSUMENT-Leser ist allerdings der Ansicht, dass man erstens dazu gebracht wird, Geld zu verlieren und zweitens persönliche Daten zu übermitteln. Wir sind der gleichen Ansicht und halten das Spiel für Abzocke.

Die Glückspiellizenz stammt aus Curacao, die Webseite selbst hat entgegen den Vorgaben des E-Commerce Gesetzes kein Impressum. Eine Recherche führt zu einer britischen Firma mit Geschäftsführern aus Estland. Das Marketing wiederum übernimmt eine Firma aus Hongkong. Im Internet findet man außerdem Werbevideos, die eindeutig mit KI manipuliert wurden (Deepfake).

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

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