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Wertkartentarife - Ein Jahr hat 13 Monate

Österreichische Anbieter von Wertkarten verkürzen die Gültigkeit der Guthaben zunehmend. Diese Vorgehensweise ist zwar rechtens, bedeutet allerdings Nachteile für Konsumentinnen und Konsumenten.

Sogenannte versteckte Preiserhöhungen nach dem Muster „weniger Inhalt zum gleichen Preis“ sind immer wieder ein Ärgernis – und sie finden nicht nur im Lebensmittelhandel statt. Einige Mobilfunkprovider haben bei ihren Wertkartentarifen auf einen ähnlichen Trick zurückgegriffen. Entsprechende Meldungen haben uns über Leserzuschriften erreicht und auch die Arbeiterkammer hat sich in einer Erhebung des Themas angenommen. Worum geht es konkret?

Gültigkeit verkürzt

Bis vor Kurzem war es allgemein üblich, dass ein aufgeladenes Guthaben bei Wertkarten 30 Tage lang gültig war. 12 mal 30 ergibt 360 Tage und somit fast ein volles Jahr. Dann aber haben Anbieter wie A1, T­Mobile, Tele.ring, Wowww! oder yooopi! die Gültigkeit auf 28 Tage reduziert. Die Folge der verkürzten Aufladezyklen ist, dass man im Lauf eines Jahres 13 Mal einen Ladebon kaufen muss, um auf eine vergleichbare Gegenleistung von insgesamt 364 Tagen zu kommen.

Versteckte Preiserhöhung

Das entspricht einer „versteckten“ Preiserhöhung von rund 8 Prozent. Rein rechtlich ist diese Vorgangsweise erlaubt, die schiefe Optik lässt sich allerdings nicht schönreden. Unterstrichen wird sie noch durch die Tatsache, dass die 28 Tage zwar korrekt im Kleingedruckten aufscheinen, die Anbieter in der Werbung jedoch lieber von „4 Wochen“ sprechen. Diese Zeit angabe setzt man im üblichen Sprachgebrauch eher mit einem Monat als mit 4 mal 7 Tagen gleich. Ein Schelm, wer Böses denkt.   

 

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