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Hand hält einen gelben Handgepäckkoffer vor einfärbigem Hintergrund
Bild: stock.adobe.com/ViDi-Studio

Handgepäckkoffer Test 2026

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Von 15 sind 9 gut. Die meisten halten viel aus. Regendurchlässigkeit und Schadstoffe sind die größten Probleme.

Ein Handgepäckkoffer hat kein leichtes Leben. Er wird über Gehsteigkanten gezerrt, in Gepäckfächer gewuchtet, am Flughafen nicht immer pfleglich behandelt und am Rollfeld gerne auch einmal im Regen stehen gelassen. In unserem Test musste deshalb jeder Trolley zeigen, was wirklich in ihm steckt. Die Koffer wurden 5.000 Mal am Griff angehoben, mit ordentlich Gewicht 50 Kilometer über ein Laufband mit Holperleisten geschickt, dass es nur so rumpelte, und insgesamt 18 Mal aus einem Meter Höhe auf Ecken und Rollen fallen gelassen. Dazu kamen Regenduschen und Tester:innen, die prüften, wie gut sich die Modelle packen und bedienen lassen. 

Diese Produkte haben wir untersucht

  • American Tourister Fastforward 55 Expandable
  • Bugatti Hera S
  • Delsey Helium DLX S Slim Expandable Cabin suitcase
  • Eastpak Trans4 S
  • Rimowa Essential Cabin S
  • Roncato Joy Trolley Expandable
  • Samsonite C-Lite 55 Expandable
  • Samsonite Essens 55
  • Stratic Bendigo Light+ S
  • Stratic Straw+ S
  • Titan Upgrade S20
  • Travelite Air Base S
  • Travelite Crosslite 4w S
  • Victorinox Airox Advanced, Global Carry-On
  • Wenger Prymo Carry-On

Wenn Sie angemeldet sind, gelangen Sie hier direkt zur Testtabelle (Produktfinder).

Die Getesteten

Wir haben mit der Stiftung Warentest 15 Handgepäckkoffer untersucht: 10 mit harter Schale und 5 Stoffmodelle. Die Größe betrug jeweils genau oder annähernd 55 mal 40 mal 20 Zentimeter. Damit sind Sie bei vielen Fluglinien auf der sicheren Seite für Gepäck, das Sie in die Kabine mitnehmen können. Die Zeiten, in denen die Mitnahme von Handgepäck mit diesen Maßen immer gratis war, sind allerdings bei vielen Airlines vorbei. Weitere Merkmale der Koffer: Alle besitzen vier Rollen und lassen sich entweder bequem schieben oder klassisch auf zwei Rollen ziehen. Die Preisspanne ist groß – vom günstigen Modell um knapp 120 bis zum Luxus-Trolley für über 700 Euro.

offenes, mit vielen kleinen Koffern gefülltes Überkopffach in Flugzeug
Bild: stock.adobe.com/Gatot

Die Besten

Die gute Nachricht zuerst: Viele Koffer meisterten den Dauereinsatz erstaunlich souverän. Neun Modelle schneiden insgesamt gut ab und zeigten im Labor kaum Schwächen. Ganz vorne landen drei Kandidaten punktgleich: Rimowa Essential Cabin S, Samsonite Essens 55 und Titan Upgrade S20. Allerdings glänzte jeder auf seine eigene Weise. Der Rimowa überzeugte mit besonders stabilen Nähten, blieb im Regentest am trockensten und punktete außerdem mit lebenslangen Gratisreparaturen. Samsonite setzt als einziger Koffer im Test auf einen Rahmenverschluss mit Klappen statt Reißverschluss – das kam vor allem bei den männlichen Testpersonen gut an. Titan wiederum ließ sich am angenehmsten packen und erzielte beim Verstauen des Reisegepäcks die besten Noten.

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3 kleine Rollkoffer mit ausgezogenem Handgriff nebeneinander vor weißem Hintergrund
Die Sieger – Rimowa Essential Cabin S, Samsonite Essens 55, Titan Upgrade S20 Bild: Stiftung Warentest

Die Größe

Handgepäck ist praktisch – allerdings längst nicht immer kostenlos. Mehrere Fluglinien erlauben nur besonders schmale Trolleys mit maximal 20 Zentimetern Tiefe. Einige getestete Modelle überschreiten dieses Maß. Am Check-in kann das schnell zusätzliche Gebühren bedeuten.

Auch bei den Herstellerangaben zum Fassungsvermögen lohnt ein genauer Blick. Um herauszufinden, wie viel tatsächlich hineinpasst, wurden alle Koffer mit genormten Kunststoffkugeln gefüllt. Dabei zeigte sich: Manche Anbieter rechnen sehr großzügig. Vor allem der Bugatti entpuppte sich als Plauscher. Statt der versprochenen 35 Liter schluckt der Koffer nur rund 29 Liter. Da fehlt Ihnen beim Rückflug nach dem Urlaubseinkauf Platz für zwei Pullover und eine Jeans. Wenger hingegen fasst unfassbar viel. Mit ausgezogenem Erweiterungsfach passten dort knapp 46 Liter hinein.

2 Hände halten ein gelbes Maßband über die Breitseite eines kleinen Hartschalenkoffers
Bild: stock.adobe.com/auremar

Der Härtetest

Der Dauerlauf verlangte den Koffern einiges ab. Schwer beladen drehten die Trolleys auf dem Laufband ihre Runden, zusätzlich mit einer fünf Kilogramm schweren Laptoptasche darauf. Alle 40 Zentimeter warteten Leisten, über die drübergerumpelt wurde – abwechselnd links und rechts. Die meisten Modelle kamen unbeschadet über die Runden – aber eben nicht alle: Beim American Tourister verabschiedete sich nach 31 Kilometern die Teleskopstange, später verlor der Koffer im Falltest zusätzlich zwei Rollen. Schwacher Trost: Ersatzteile sind erhältlich.

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Beim Regenmacher

Besonders unangenehm wurde es beim Regentest. Die Koffer standen und lagen jeweils zehn Minuten unter künstlichem Dauerregen. Während der Rimowa gerade einmal 90 Gramm Wasser aufnahm, sog sich der Wenger regelrecht voll und brachte danach mehr als zwei Kilo zusätzlich auf die Waage. Das heißt, zwei Liter Wasser verteilen sich dann hauptsächlich im mitgenommenen Gewand. Der Grund dürfte in der Erweiterungsfunktion liegen. Wird der Koffer vergrößert, kommt ein Stoffstreifen zum Vorschein, durch den offenbar das Wasser recht ungehindert eindringen kann. Ohne Erweiterung drang zwar nur halb so viel Feuchtigkeit ein – aber natürlich noch immer viel zu viel. Auch andere Modelle zeigten Schwächen bei Regen. Mehr als ein Liter Wasser landete unter anderem im Victorinox sowie in den Stoffkoffern von Eastpak, Roncato, Stratic und Travelite.

2 verschiedenfärbige Handgepäckskoffer aus vielen Perspektiven betrachtet vor weißem Hintergrund
Bild: stock.adobe.com/imageworld

Die Schadstoffe

Das größte Problem vieler Stoffkoffer steckt jedoch nicht im Regen, sondern im Material. In den Außenstoffen von Delsey, Roncato und Stratic fanden wir sehr hohe Mengen bestimmter PFAS, die seit Juli 2020 beziehungsweise Februar 2023 verboten sind. Die Werte bei Travelite lagen knapp über der erlaubten Grenze. PFAS gelten als besonders problematisch, weil sie sich in der Umwelt kaum abbauen und so langfristig in Böden, Gewässern und letztlich auch in der Nahrungskette landen können. Sie werden eingesetzt, damit Stoffe wasser- und schmutzabweisend sind. Lesen Sie mehr dazu unter vki.at/schadstoffe. Aber auch andere Teile erzeugen mehr als nur Kopfweh. Im Tragegriff von Delsey wurden sehr hohe Mengen polyzyklischer aromatischer Kohlenwasserstoffe (PAK) entdeckt. Einige dieser Stoffe gelten als möglicherweise krebserregend. Auch ein Hartschalenkoffer fiel ähnlich auf: Im Griff des Samsonite C-Lite 55 Expandable steckte zu viel Benzo(ghi)perylen. Dieser Stoff zeigte im Tierversuch erbgutverändernde Wirkungen.

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grüner Hartschalenkoffer wird in Autokofferraum gewuchtet
Bild: stock.adobe.com/bilanol

Die Lautstärke

Wer mit dem Rollkoffer über Kopfsteinpflaser muss, weiß: Manche Modelle ziehen Blicke auf sich. Nicht, weil sie so schön, sondern weil sie so laut sind. Wirklich leise Kandidaten gab es im Test nicht. Die Stoffkoffer von Eastpak und Stratic rollen mit rund 55 Dezibel auf Beton immerhin etwas zurückhaltender durchs Leben als die Konkurrenz. Das lauteste Geräusch erzeugt Bugatti mit etwa 64 Dezibel: Auf jeden Fall nichts für eine heimliche, überstürzte Abreise im Morgengrauen.

gelber kleiner Rollkoffer wird von Frau über Kopfsteinpflaster gezogen
Bild: stock.adobe.com/Andrii-Lysenko

Testtabelle Handgepäckkoffer

Klicken Sie auf den Link „Zur Testtabelle“. Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 15 Produkten zur Verfügung. (Stand: Juni 2026)

Bitte beachten Sie, dass Sie mindestens 2 Produkte anhaken und vergleichen müssen, um zu den Detailergebnissen zu gelangen. 

Näheres zur optimalen Nutzung der Online-Tabelle finden Sie in unserer Produktfinder-Hilfe.

Produktfinder
Mann zieht in Flughafengebäude blauen Hartschalenrollkoffer
Bild: stock.adobe.com/Prostock-studio

Maximal-Maße

•   AUA, Lufthansa, Swiss, Eurowings: 55 x 40 x 23 cm, 8 kg 
•   Ryanair: 55 x 40 x 20 cm, 10 kg 
•   Wizzair: 55 x 40 x 23 cm, 10 kg 
•   Easyjet: 56 x 45 x 25 cm, 15 kg

(Stand Mai 2026)

Für das große Handgepäck können Zusatzkosten anfallen. 

Das Bild zeigt eine Flughafenszene mit einem blauen Informationsschild für auf einer Model für Handgepäck. Darauf sind die erlaubten Maße (56 × 45 × 25 cm) sowie ein Maximalgewicht von 7 kg dargestellt. Neben dem Schild steht eine Person mit Jeans und hält einen kleinen rosafarbenen Koffer am Griff.
Bild: stock.adobe.com/-siewwy84

Hartschalenkoffer?

Vorteile

•  Inhalt meist besser geschützt als bei Stoffkoffern 
•  Bestehen oft aus zwei einzeln packbaren Hälften 
•  Häufig widerstandsfähiger gegen Nässe 
•  Packvolumen zum Teil erweiterbar

Nachteile

•  Manche empfindlicher im Fall- und Dauertest 
•  Feste Außenhülle starrer als Stoffkoffer  

2 Hände legen Wäschestück in kleinen Hartschalenkoffer
Bild: stock.adobe.com/Chanakon

Weichschalenkoffer?

Vorteile

•  Oft widerstandsfähiger als Hartschalen  
•  Zusätzliche Außentaschen 
•  Teilweise Volumenerweiterung  
•  Durch Quetschen leichter zu verstauen  

Nachteile

•  Enthalten öfter Schadstoffe  
•  Oft nässeanfälliger 

3 Personen an Händen haltend ziehen 2 Rollkoffer in Flughafengebäude
Bild: stock.adobe.com/rifqi

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