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Zylinderschlösser - Blitzschnell geknackt

, aktualisiert am

20 Zylinderschlösser mussten den Härtetest in Sachen Sicherheit bestehen. Verstörendes Ergebnis: Profis konnten fast die Hälfte der Schlösser innerhalb kürzester Zeit aufsperren. Und das meist, ohne Spuren zu hinterlassen!

Diese 20 Zylinderschlösser haben wir getestet:

Baumärkte und Internet:

  • ABUS E50
  • ABUS E60
  • ABUS PR2600
  • BKS PZ 8812
  • EVVA SB MS

Haushalte und Fachhandel:

  • ABUS EC550
  • Ankerslot Magnet
  • BASI AS Modus Profilzylinder
  • BASI CX6 Profilzylinder
  • DOM 333N (ix 6 SR)
  • EVVA 3KS
  • EVVA A
  • EVVA C
  • EVVA DPI
  • EVVA EPS
  • EVVA GPI
  • GEGE pExtra
  • ISEO R6 Bohrmulde
  • Winkhaus VS 671
  • Winkhaus VS01/P

In der Testtabelle finden Sie Infos zu: Anzahl der mitgelieferten Schlüssel, Sicherheitskarte, Bedienungsanleitung, spurenloses Aufsperren möglich.

Nachfolgend unser Testbericht:


Angst vor einem Wohnungseinbruch

Eine Umfrage von IMAS, dem Institut für Markt- und Sozialanalysen, die im Februar dieses Jahres veröffentlicht wurde, macht deutlich: Der Großteil der befragten Öster­reicher fürchtet sich vor möglichen nuklearen Katastrophen in den Nachbarstaaten und vor Terroranschlägen im eigenen Land. An dritter Stelle der Angstskala steht der Horror eines Wohnungseinbruchs.

Von Einbrechern heimgesucht zu werden, ist längst kein „Privileg“ mehr von Vermögenden, die im Nobelviertel wohnen. Es wird in den Medien nur öfter darüber berichtet. Ein bekannter Banker, der am Abend mit seiner Frau vor dem Fernseher sitzend in seiner Millionen­villa überfallen und ausgeraubt wird, gibt nicht nur für Boulevardzeitungen was her. Home invasion ist der Fachbegriff für diesen Albtraum. Und ein Einbruch, während die Bewohner zu Hause sind, zählt wohl zu jenen Erfahrungen, die man selbst seinem schlimmsten Feind nicht wünscht.

Etwa 15.500 Anzeigen von Wohnungseinbrüchen gab es im Vorjahr in Österreich. Das ist im Vergleich zur Zahl an Anzeigen bei Wirtschaftsdelikten und Gewaltverbrechen wenig. Trotzdem zählt die Polizei Einbrüche in Wohnungen und Wohnhäuser zu jenen Kriminalitätsfeldern, die besonders großen Einfluss auf das Sicherheitsempfinden der Gesellschaft haben.

Für mehr Sicherheit sorgen

Mit Recht: Allein die Vorstellung, Opfer eines Einbruchs zu werden, ist unangenehm. Und wer selbst schon erlebt hat, dass seine ­Behausung ausgeräumt wurde, weiß: Das Schlimmste ist nicht der Verlust von Wert­gegen­ständen oder lieb gewonnen Erinnerungsstücken. Wirklich bedrohlich ist das Gefühl, selbst in den eigenen vier Wänden ungeschützt zu sein. Zu dieser Unsicherheit kommt meist noch die Furcht, dass die Täter jederzeit wiederkommen können.

Was also tun? Das eigene Heim um viel Geld in eine Festung verwandeln? Muss nicht sein. In den meisten Fällen reichen schon ­einige kostengünstige Nachbesserungen an der Eingangstür, um für mehr Sicherheit zu sorgen (siehe unseren Test Türsicherungen: Riegel, Schlösser, Bandsicherungen - Einfache Lösungen).

Angriffspunkt Schloss

Angriffspunkt Schloss

Was in der allgemeinen Aufrüstungsdebatte erstaunlich oft vergessen wird: Zentraler ­Angriffspunkt bei Einbrüchen ist noch immer das Türschloss. Vor allem im städtischen ­Bereich versuchen die Täter erst einmal dieses zu knacken. Es stellt die entscheidende ­Verbindung zwischen Zarge und Türblatt her. Ist das Schloss offen, geht die Tür auf.

Schlösser halten Jahre, wenn nicht Jahr­zehnte, und so lange sie funktionieren, kommt kaum jemand auf die Idee, sie zu ­tauschen. Doch je älter ein Schloss ist, desto größer die Gefahr, dass es selbst von einem Gelegenheitseinbrecher mühelos geöffnet werden kann. „Bauhüttenschloss“ nennen Kriminalbeamte solche älteren Modelle, die Einbruchsversuchen kaum etwas entgegen­setzen.

Niederschmetterndes Ergebnis

Also her mit einem neuen Schloss? Ja, aber nur mit einem, das hält, was es verspricht. Und da sieht es finster aus. Denn wie unser Test zeigt, ist auch ein nagelneues Schloss keine automatische Garantie für mehr Sicherheit: Fast die Hälfte unserer ­untersuchten Modelle war kinderleicht zu öffnen, und das innerhalb kürzester Zeit. Ein echt niederschmetterndes Ergebnis.Ausgewählt haben wir unsere Zylinderschlösser nach ihrer Marktpräsenz. Gemeinsam mit Experten suchten wir jene Modelle aus, die in privaten Haushalten und in großen Wohnhausanlagen vor allem im städtischen Bereich am häufigsten zum Einsatz kommen.

Die meisten Schlösser im Test, nämlich ­sieben, stammen von EVVA (diese Firma ist speziell im Osten Österreichs stark ver­treten); Produkte von Winkhaus wiederum ­finden sich häufig in Westösterreich, vor ­allem in Vorarlberg und Tirol, um nur zwei bekannte Firmen zu nennen. In ­einigen ­Baumärkten werden auch Schlösser von ­ABUS angeboten.

Testtabelle: Zylinderschlösser - Baumärkte und Internet

Testtabelle: Zylinderschlösser - Haushalte und Fachhandel

Auf dem Prüfstand

Auf dem Prüfstand

Bereits vor dem Einkauf der ausgewählten Zylinderschlösser bauten unsere Tester einen Prüfstand mit mehreren genau gleichen ­Türen auf. In diese wurden nach und nach die Schlösser eingebaut, um für alle Produkte die gleichen Test-Bedingungen zu schaffen.

Dann kamen die Profis dran, allesamt Experten mit langjähriger Erfahrung im Knacken von Schlössern. Ihr Auftrag lautete, die jeweils zweifach versperrte Tür möglichst schnell zu öffnen, und das zerstörungsfrei, also ohne Aufbohren oder Auffräsen des Zylinder­schlosses. Genau genommen handelte es sich dabei um ein Einbruchszenario: Damit ein Raubzug gelingt, muss es schließlich auch schnell gehen und es darf keinen Lärm verursachen.

Testverlierer binnen Sekunden geöffnet

Während die Aufsperr-Fachleute arbeiteten, standen wir mit der Stoppuhr daneben – und waren entsetzt. Gleich 10 der 20 Schlösser wurden in wenigen Minuten geknackt. Und nur auf zwei Produkten waren nach dem ­Öffnen Spuren sichtbar. Schockierend: Bei einigen dieser Testverlierer dauerte es überhaupt nur Sekunden, und schon war die Tür offen. Selbst mit dem Originalschlüsssel ­lassen sich diese miesen Produkte kaum schneller aufsperren!

Am anderen ­Ende der Skala finden sich sechs Top-­Modelle, die auch nach 20 Minuten ­heftigen Bemühens verschlossen blieben. ­Darunter ist auch eines der preiswertesten Schlösser im Test, das E60 von ABUS, das zum Beispiel bei OBI und Bauhaus um 30 Euro verkauft wird. Für die anderen tadellosen Zylinderschlösser aus dem Fachhandel muss man mit 90 bis knapp 200 Euro rechnen.

Fazit: Wie der Test zeigt, ist der verlangte Preis kein zuverlässiger Hinweis auf ein gutes Produkt. Auch für Schrott kann man viel Geld hin­legen. Und große Firmen wie EVVA haben sowohl Top- als auch jede Menge Flop-­Modelle im Programm.

Spurlos

Die meisten miserablen Schlösser im Test ließen sich öffnen, genauer: nachsperren, ohne dass es Spuren hinterließ. Im Fall des Falles kann das heißen, dass Einbruchsopfer manchmal erst Tage später bemerken, dass ein Dieb in der Wohnung war. Das passiert häufig dann, wenn Gegenstände entwendet werden, die man nicht immer im Blickfeld hat: Uhren, Schmuck oder die geerbte Münzsammlung, um nur einige Beispiele zu nennen.

Aber selbst wenn der Einbruch sofort auffällt: Finden sich auf dem vom Täter nachgesperrten Schloss keine Spuren, hat man möglicherweise den doppelten Schaden: Sachen weg und Probleme mit einer Versicherung, die den erlittenen Schaden nicht ersetzen will.

Picking

Mit Lock- und Schlagpicking öffneten unsere Experten die zweifach versperrten Schlösser:

  • Beim Handpicking (links) wird mit kleinen Spezialhaken versucht, die Verriegelungsmechanik des Türschlosses zu überwinden.
  • Beim E-Picking oder Elektropick (Mitte) wird das Schloss mittels Vibration der Pickingnadel geöffnet.
  • Beim Schlagpicking (rechts) wird ein zum Schloss passender Rohling so in das Schloss geschlagen, dass es aufgeht. Alles in allem eine Arbeit für Spezialisten mit großer Fingerfertigkeit und viel technischem Wissen.

Bild: Widmann

So funktioniert ein Zylinderschloss

Ein Schloss ist viel mehr als ein schmaler Schlitz in der Tür, in den man einen Schlüssel schiebt.

Für die Montage wird das Zylinderschloss in ein Einsteckschloss im Türblatt geschoben. Anschließend werden Zylinder und Schloss miteinander verschraubt.

Schema eines Zylinderschlosses

Im Zylindergehäuse liegt der Zylinderkern. Er lässt sich nur durch einen Schlüssel mit dem passenden Profil drehen. Die Schließnase, ein Hebel am Zylinderkern, dreht sich mit und zieht den Riegel und die Falle zurück.

Im Zylinder befinden sich Bohrungen (Stiftkanäle), die mit Stiftfedern, Gehäuse- und Kernstiften bestückt sind. Bei abgezogenem Schlüssel drücken die Stiftfedern alle Stifte nach oben und blockieren damit den Zylinderkern. Beim Aufsperren ordnet der eingeführte Schlüssel die Stifte so, dass die unterschiedlich langen Kernstifte alle in einer Linie stehen. Der Zylinderkern lässt sich drehen und die Tür geht auf.

 

Interview: "Sicherheit von Zylinderschlössern"

"Interessiert es die Erzeuger von Schließzylindern eigentlich, ob ihre Schlösser nachsperrbar sind?" KONSUMENT sprach mit dem Aufsperrtechniker Johann Kauper über die Sicherheit von Zylinderschlössern.

Johann Kauper
Johann Kauper

Früher hat jeder Schlosser auch aufgesperrt. Klappt das heute noch?

Nur Schlosser sein genügt längst nicht mehr. Das Berufsbild hat sich hin zum Aufsperrtechniker entwickelt. Wer sich nicht regelmäßig fortbildet und zu wenig Übung hat, wird sich auf Dauer schwertun.

Sie öffnen Schlösser nach Möglichkeit zerstörungsfrei?

Vor allem, wenn ich im Auftrag des Gerichts eine Wohnungstür öffne, muss das ohne Beschädigung passieren. Menschen, zu denen der Gerichtsvollzieher kommt, brauchen nicht auch noch eine kaputte Tür mit einem aufgebrochenen Schloss.

Andere Aufsperrdienste gehen nicht so behutsam vor.

Schlimm sind vor allem jene, die zum Türöffnen schnell einmal über die Grenze kommen. Diese Leute setzen ihre Kunden gnadenlos unter Druck und verlangen für ihre miese Arbeit auch noch viel Geld. Sie zerstören ganz bewusst jedes Schloss und bringen den Ersatzzylinder gleich mit. Es geht ihnen nur um schnelles Geld. Die Kunden sind praktisch immer in einer Notsituation und wagen kaum, sich zu wehren.

Wird Ihre Arbeit leichter oder schwerer?

Aufsperren wird laufend schwerer. Die Industrie bemüht sich redlich, dass die gängigen Aufsperrtechniken nicht mehr funktionieren.

Warum sind trotzdem noch immer miese Schlösser am Markt, wie unser Test zeigt?

Die Industrie setzt einfach keinen Schwerpunkt. Die Erzeuger interessieren sich nicht dafür, ob ein Schloss nachsperrbar ist – oder eben nicht. Natürlich wissen die Firmen genau, ob und welche schleißigen Massenprodukte sie im Sortiment haben. Verkauft werden sie trotzdem.

Weshalb finden sich selbst in Neubau-Anlagen veraltete Schlösser?

Die Bauträger sparen, wo sie können. Das Absurde ist: Die Eingangstüren sind sicherheitstechnisch meist ganz passabel. Dafür wird bei den Schlössern geknausert. Bei den Summen, die hier insgesamt im Spiel sind, sollten einige Euro mehr für einen guten Zylinder eigentlich kein Thema sein.

Was ist mit gesperrten Schlössern, bei denen man eine Sicherheitskarte braucht, um einen Schlüssel nachbestellen zu können?

Auch ein sogenanntes gesperrtes Profil ist nicht heilig. Es bietet nur für eine gewisse Zeit Schutz. Irgendwann läuft das Patent ab und dann kann jeder Schlüsseldienst den Schlüssel probemlos nachmachen.

Kann ein Laie ein gutes Schloss erkennen?

Nein, dass schaffen nur Profis. Leider liefert auch der zugehörige Schlüssel einem Konsumenten keine Auskunft darüber, ob ein Schloss von guter Qualität ist oder nicht.

Wo fängt bei Ihnen preislich ein guter Schließzylinder an?

Hochwertige Schlösser kosten meist zwischen 150 und 200 Euro. So viel sollte einem die eigene Sicherheit auf jeden Fall wert sein.

Wie können Kunden sich selbst schlau machen?

Konsumentenschutzorganisationen wie der Verein für Konsumenteninformation beschäftigen sich laufend mit dem Thema Sicherheit. Der aktuelle Test gibt einen guten Überblick über die Qualität von Zylinderschlössern, die derzeit am Markt präsent sind. Auch auf der Homepage des Kuratoriums für Einbruchsschutz und Objektsicherung (KEO) findet sich eine Liste mit geprüften Schließzylindern. Viele Infos sind online im Web verfügbar. Jeder, der sich heute ein Auto kauft, weiß alles über seinen neuen Schlitten. Das sollte auch beim Schloss für die Eingangstür der Fall sein.

Was raten Sie Mietern, die ihr Schloss tauschen lassen?

Dass sie das alte Schloss keinesfalls wegwerfen, sondern aufheben. Bei einem eventuellen Umzug kommt dann das neue Schloss heraus und das alte wieder hinein. So erspart man sich eventuelle Debatten mit dem Vermieter. Allerdings: Wer sich selbst ein anderes Schloss anschafft, ist dafür dann auch selbst verantwortlich. Gibt es ein Problem, kann man sich damit nicht mehr an die Hausverwaltung wenden.

Und was ist mit Zusatzschlössern, um eine Tür mehrfach versperren zu können?

Damit wäre ich vorsichtig. Nur dann, wenn der Türhersteller schriftlich die Genehmingung dafür erteilt, sind die Kunden auf der sicheren Seite. Häufig ist es so, dass bei einer Tür durch nachträgliche Änderungen z.B. der vorgeschriebene Brandschutz nicht mehr gewährleistet ist. Und das kann dann im Fall des Falles richtig teuer werden.

Zusammenfassung

Ablaufdatum. Auch wenn ein Schloss noch tadellos funktioniert, sollte es nach spätestens zehn Jahren getauscht werden. Selbst Top-Modelle kommen in die Jahre und Einbrecher haben dann leichtes Spiel.

  • Besser nicht. Do-it-yourself ist beim Einbau von hochwertigen Türschlössern keine gute Idee. Ein Montagefehler genügt, und aus einem sicheren Produkt kann ein unsicheres werden.
  • Nur ein Teil. Schutz vor Einbruch und Diebstahl gibt es nur im Paket. Außer dem Schloss müssen auch die Schutzbeschläge, also das Drumherum, passen.
  • Unbedingt zusperren. Das beste Zylinderschloss nützt nichts, wenn die Tür nur zugezogen und nicht verriegelt wird. Daher beim Weggehen immer den Schlüssel umdrehen.
  • Erst fragen. Wer in einer Mietwohnung sein Türschloss tauschen möchte (altes Schloss unbedingt aufheben), erkundigt sich besser vorher bei der Hausverwaltung. Auch bei Gemeinde- und Genossenschaftswohnungen sind ein Schlosstausch oder Zusatzschlösser heikel.

Testkriterien

Im Test: 20 Zylinderschlösser, davon 5 aus Baumärkten bzw. dem Internet. 15 der getesteten Schlösser sind im Fachhandel erhältlich. Sie werden fast flächendeckend im städtischen Bereich in großen Wohnhausanlagen wie Genossenschafts- und Gemeindebauten eingesetzt.

Beurteilt wurde, ob und in welchem Zeitraum eine zweifach versperrte Tür von einem Profi zerstörungsfrei geöffnet werden kann.

Reaktionen

Anbieter mit einem negativen Testergebnis – „nicht zufriedenstellend“ – bekommen hier Gelegenheit, eine Stellungnahme abzugeben.

ABUS

Unser Zylindersortiment umfasst über 20 Produktserien sowohl für den Fachhandel als auch den Baumarktbereich in den verschiedensten Sicherheitsebenen. Um unseren Kunden eine Orientierung über die jeweilige Sicherheitsstufe des Produkts zu geben, verwenden wir eine 10teilige Sicherheitsskala. Durch diese kann – abhängig vom Anwendungsbereich – das passende Produkt vom Kunden ausgewählt werden. Der von Ihnen getestete E50 ist die günstige von uns angebotene Zylinderserie und weist naturgemäß eine niedrigere Sicherheitsstufe – in diesem Fall 4 – aus. Somit ist der E50 z.B. für absperrbare Innentüren oder eine Gartenhütte ein gern eingesetzter Zylinder.

Bei höherem Diebstahlrisiko, wie das etwa bei Eingangstüren der Fall ist, empfehlen wir Produkte aus unserem Haus mit größeren Sicherheits-Features. Da im professionellen Öffnungsbereich eine Vielzahl von – auch unerkennbaren – Öffnungstechniken besteht, testen wir unsere Produkte gerade im hohen Sicherheitsbereich mit Experten, um die höchsten möglichen Anforderungen zu erfüllen.

ABUS Austria GmbH

BASI

Bei beiden Profilzylinderserien (CX6 und AS modus) handelt es sich um Standardprofile, die nach DIN EN 1303 geprüft und zertifiziert sind. Beide Profilzylinderserien können im Notfall mit professionellen Öffnungswerkzeugen (Elektro-Pick oder Hand-Pick) zerstörungsfrei geöffnet werden. Bei anderen BASI Serien (wie z.B. BM oder AS pro) werden Spezialstifte eingesetzt, welche das Picking oder die sogenannte Schlagtechnik verhindert.

Die Firma BASI schult Kunden mit dem Umgang professioneller Öffnungswerkzeuge (Seminare). Wann wird welches Werkzeug eingesetzt und wie gehe ich mit den entsprechenden Werkzeugen um. Geschulte Mitarbeiter hätten definitiv beide Profilzylinder mit Hilfe professioneller Werkzeuge zerstörungsfrei in kurzer Zeit geöffnet.

BASI GmbH
Mönchengladbach
Deutschland

BKS

Von diesem Unternehmen erhielten wir keine Stellungnahme.

EVVA

EVVA bietet Schließzylinder unterschiedlichster Sicherheitsniveaus an: Vom Normalprofil ohne Sicherheitsmerkmale bis zu hochsicheren Schließzylindern wie 3KS und MCS. Die Technik des Systems GPI ist aus den 1970iger Jahren und entspricht dem Sicherheitsstandard aus dieser Zeit. DPI und EPS sind konventionelle Zylinderschlösser im unteren Sicherheitsniveau, welche die von Normungsinstituten vorgeschriebenen Basisstandards für den Widerstand gegen Einbruch erfüllen. Zylinderschlösser wie ICS, MCS und 3KS verfügen über zusätzliche Sicherheitsmerkmale, die über die geforderten Normen und Standards weit hinausgehen.

Zerstörungsfreies Öffnen von Schließzylindern durch Picking oder Schlagtechnik wird von Kriminellen seit Jahren nicht mehr angewendet. Diese Öffnungstechniken verlangen Produktwissen und Fingerfertigkeit. Kenntnisse, die bei Gelegenheitseinbrechern nicht vorhanden sind. Einbrüche müssen schnell über die Bühnen gehen, ein zerstörungsfreies Öffnen ist heute von untergeordneter Bedeutung.

EVVA Sicherheitstechnologie GmbH

Anbieter

ABUS August Bremicker Söhne KG
Altenhofer Weg 25
D-58300 Wetter
+49 2335 634-0
ABUS

Ankerslot Deutschland GmbH
Zeche Westfalen 1
D-59229 Ahlen
+49 2382 96 98-220
Ankerslot Deutschland

BASI GmbH
Konstantinstraße 387
D-41238 Mönchengladbach
+49 2166 98 56-0
BASI

BKS: GU Baubeschläge Austria GmbH
Mayrwiesstraße 8
A-5300 Hallwang
0662 664 83-0
GU Baubeschläge Aus­tria

DOM Sicherheitstechnik GmbH
Missindorfstraße 19 - 23
A-1140 Wien
01 789 73 77

EVVA Sicherheitstechnologie GmbH
Wienerbergstraße 59-65
A-1120 Wien
01 811 65-0

GEGE: Haus der Schlösser
Stockhofstraße 32
A-4020 Linz
0732  66 36 66

ISEO Deutschland GmbH
Wiesestrasse 190
D-07548 Gera
+49 365 73 62-0
ISEO Deutschland

Winkhaus Austria GmbH
Oberfeldstraße 24
A-5082  Grödig
06246 722 26-0
Winkhaus Austria

Leserreaktionen

Schloss und Schließzylinder

In Ihrem Bericht wird immer über Schlösser gesprochen. Gemeint sind aber nur die Schließzylinder, welche ein völlig separates Bauteil sind und mit dem Schloss zum Schluss eine Einheit bilden. Das Schloss ist ein größerer Bauteil, der fix in die Türe eingebaut ist. Es gewährleistet die mechanische Zuhaltung der Tür im Stock und übernimmt auch einen großen Teil der Sicherheit. Die von Ihnen getesteten Schließzylinder sind nur der kleine Teil, der im Schloss fixiert wird und die Verbindung zwischen Schlüssel und Schloss herstellt.

Andreas Widauer
Wörgl
(aus KONSUMENT 10/2016)

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Unternehmen, deren Produkte von uns mit "gut“ oder "sehr gut“ beurteilt wurden, haben die Möglichkeit, eine Testplakette zu erwerben. Deren Nutzung ist zeitlich begrenzt, und unsere strengen Richtlinien sind einzuhalten. Laut einer für die österreichische Bevölkerung repräsentativen Umfrage vom Juli 2019 verbinden Verbraucher mit der KONSUMENT-Testplakette in erster Linie, dass das entsprechende Produkt durch ein objektives Testverfahren geprüft wurde (41,3 %), eine hohe Qualität aufweist (40,1 %) und ein gutes Preis-/ Leistungs-Verhältnis bietet (33,9 %).

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