Babywindeln - Gut gewickelt

premium

Die Auswahl an guten Babywindeln ist groß, zwei Produkte schnitten im Test sogar sehr gut ab.

Cartoon zeigt drei Babys mit Windeln, einer füllt die Windeln bis oben mit Wasser. Darin schwimmen Fische (Cartoon: Wisniewski/VKI)Folgende Babywindeln der Größe 4 finden Sie in unserem Test:

  • Amazon Mama Bear Nappies ultra dry
  • babylove Nature Öko-Windeln
  • babylove Premium-Windeln
  • Babywell Premium Windeln
  • Hipp Baby Sanft Extra Weiche Windeln
  • Lillydoo Windeln No. 4
  • Lupilu soft & dry
  • Pampers Baby Dry
  • Pampers Premium Protection
  • Penny Babytime Premium Windeln

In der Testtabelle finden Sie Infos und Bewertungen zu:

  • Tragekomfort (Passform für Kinder bis/über 14 kg, Tragegefühl, Hautverträglichkeit)
  • Auslaufschutz
  • Handhabung (Anlegen und Abnehmen der Windel, Schließen und Wiederverschließen der Windel, Transportieren der Packung, Öffnen der Verpackung und Entnehmen der Windel)
  • Schadstoffe

Lesen Sie nachfolgend unseren Testbericht.


10 Babywindeln im Test

Eine zuverlässige Babywindel macht sich bezahlt. Laut Statistik wickeln Eltern ihr Kind im Schnitt ungefähr 5.000 Mal, bis es selbstständig aufs Töpfchen geht. Anbieter versprechen bis zu 12 Stunden Trockenheit oder „sagenhaft saugende“ Windeln.

Unsere Partnerorganisation Stiftung Warentest hat zehn Einwegwindeln der am meisten gekauften Größe 4, oft als Maxi bezeichnet, getestet. Zentrale Fragen waren, wie gut die Produkte trocken halten, wie angenehm sie zu tragen sind und ob sie Schadstoffe enthalten, die empfindliche Babyhaut gefährden können.

Maxi für Kinder zwischen 8 und 14 Kilo

Die Größe Maxi ist für Kinder zwischen etwa 8 und 14 Kilo ausgelobt, einige Anbieter empfehlen sie sogar von 7 bis 18 Kilo. Diese Gewichtsklasse reicht ungefähr vom ersten bis zum dritten Geburtstag. Die Windeln müssen also damit klarkommen, dass ihre Träger damit krabbeln, später rennen, klettern oder rutschen. Weder beim Spielen noch im Schlaf sollte etwas danebengehen.

Rund 50.000 Windeln verbraucht

Um herauszufinden, ob die Produkte das schaffen, waren 254 Familien im Einsatz. Jede bekam nacheinander bis zu sechs verschiedene Produkte ausgehändigt. Rund 50.000 einzelne Windeln wurden so insgesamt für den Test verbraucht.

Saugkraft entscheidet

Testsieger Pampers

Die Eltern mussten genau notieren, wie dicht die Windeln hielten, ob die Babyhaut feucht oder trocken war, ob Rötungen oder gar wunde Stellen am Popo auftraten. Weiters hielten sie fest, wie weich sich die Windeln anfühlten und wie gut sie sich an- und ausziehen ließen. Am Ende gab es mit den Pampers-Modellen Premium Protection und Baby Dry zwei Produkte mit einem sehr guten Testurteil.

Saugkraft entscheidet

Wichtigster Bestandteil einer Windel ist der Saugkern. Er ist gefüllt mit einem sogenannten Superabsorber. Dabei handelt es sich um einen Kunststoff, der das Vielfache seines Eigengewichts an Flüssigkeit aufsaugen und speichern kann. Bei Pampers Premium Protection saugten 14 Gramm Absorber bis zu 344 Gramm Flüssigkeit auf, also rund das 25-Fache des Eigenwichts. Zusätzlich verteilen Saugkanäle die Flüssigkeit schnell und gleichmäßig in der Windel. So bleibt der Po auch nachts trocken. So viel Qualität schlägt sich auch im Preis nieder: Mit 30 Cent pro Windel ist das Produkt das zweitteuerste im Test.

Günstige Alternativen

Günstige Alternativen

Gute Windeln bekommt man auch schon deutlich günstiger. Babylove von dm oder Lupilu von Lidl sind halb so teuer wie der Testsieger. Diese Produkte schützen gut vor dem Auslaufen, halten den Po trocken und liegen angenehm auf der Haut. Mit fünf Windeln am Tag sparen Eltern mit den Handelsmarken gegenüber den teuren Produkten im Test rund 270 Euro pro Jahr. Vor allem tagsüber sind diese Modelle eine echte Alternative.

Schlechte Erfahrungen machten manche Testfamilien dagegen mit den Mama-Bear-Windeln von Amazon. Diese Windeln hielten die Flüssigkeit schlecht zurück. Mehrere Testfamilien gaben zudem an, dass die Haut ihres Babys immer feucht und gerötet sei. Manche Eltern brachen den Test sogar ab.

Keine Schadstoffe gefunden

Vor mehr als zwei Jahren sorgte eine Studie der französischen Umweltschutzbehörde Anses auch hierzulande für Aufsehen. In Babywindeln hatte sie Schadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) und Dioxine entdeckt. Die Behörde warnte, Urin könne die Schadstoffe aus Windeln lösen und in Kontakt mit der Babyhaut etwa Unverträglichkeiten verursachen. Deshalb wurden die Windeln in diesem Test ebenfalls auf eine Vielzahl von Schadstoffen untersucht – auch auf jene, die damals in Frankreich gefunden wurden. Kein einziges Produkt setzte kritische Schadstoffgehalte frei.

Passform meist gut

Kindern bis 14 Kilogramm Gewicht passten alle Windeln im Test gut. Die Pampers Premium Protection und die Windeln von Hipp schnitten hier sogar sehr gut ab. Einige Anbieter bewerben ihre Maxiwindeln auch für schwerere Kinder. Die Babylove Nature von dm sowie die Babytime von Penny und Rewe sollen Kindern bis 18 Kilogramm passen. Im Test bestätigte sich das nicht.

Testtabelle: Babywindeln

Tabelle öffnen

Windeln und Umweltschutz

Mehrweg statt Einweg. Einwegwindeln sorgen für erhebliche Mengen an Müll, Herstellung und Entsorgung verbrauchen weitere Ressourcen. Umweltbewusste Eltern greifen deshalb gern auf Mehrwegwindeln zurück. Diese müssen allerdings gewaschen werden. Das Umweltprogramm der Vereinten Nationen hat Studien über die Lebenszyklen von Windeln analysiert. Ergebnis: Mehrwegwindeln haben einen geringeren Umwelteinfluss als Einwegwindeln. Das gilt aber nur dann, wenn sie in einer voll beladenen Waschmaschine mit Temperaturen unter 60 Grad gereinigt werden. Statt im Wäschetrockner sollten die Stoffwindeln zudem auf der Leine getrocknet und so lange wie möglich genutzt werden.

Recycling und weniger Rohstoffe. Der ökologische Fußabdruck von Einwegwindeln lässt sich vor allem durch eine Reduzierung des Rohstoffverbrauches verbessern. Zwischen 1987 und 2013 wurden Windeln im Schnitt um 50 Prozent leichter. Jedes Gramm weniger bedeutet pro Kind bis zu fünf Kilogramm weniger Müll über die gesamte Windeltragezeit. In Italien und den Niederlanden gibt es bereits Pilotprojekte, bei denen volle Windeln gesammelt werden, um daraus Rohstoffe zu gewinnen.

Nachhaltige Materialien. Einige Hersteller setzen bei der Produktion auf nachhaltig gewonnenen Zellstoff und verzichten etwa auf den Einsatz von Duftstoffen, Lotionen und Geruchsbindern.

VKI-Tipps

  • Großpackungen. Im Zuge der Preiserhebung stellten wir fest, dass Großpackungen nicht immer günstiger sind als Einzelpackungen. Achten sie beim Einkauf also auf den Stückpreis und greifen Sie nicht automatisch zur vermeintlich günstigeren Großpackung.
  • Hautpflege. Der Windelbereich sollte vorzugsweise mit lauwarmem Wasser gereinigt werden. Bevor eine neue Windel angelegt wird, sollte der Windelbereich vollständig trocken sein. Das Eincremen des Pos mit Windelcreme ist nur dann sinnvoll, wenn erste Anzeichen von Rötungen auftreten. Gut ist es auch, das Baby ein wenig nackt strampeln zu lassen, damit Luft an die Haut gelangt.
  • Windeldermatitis. Diese Hauterkrankung tritt im Säuglings- und Kleinkindalter häufig auf. Durch das feuchtwarme Milieu weicht die Haut leicht auf und kann sich entzünden. Anfangs ist eine Rötung sichtbar, später kann die Haut an den betroffenen Stellen nässen oder bluten. Dann sollte ein Hautarzt aufgesucht werden. Zur Behandlung ist weiche Zinkpaste empfehlenswert. Sie saugt den Schweiß auf und trocknet die Haut.

Testkriterien

Die Stiftung Warentest hat zehn Babywindeln der Größe 4 getestet.

Untersuchungen

254 Familien testeten die Windeln in der Praxis. Zusätzlich wurden Laborprüfungen zur Hautverträglichkeit durchgeführt. Jedes Produkt im Test wurde von 104 Babys – je zur Hälfte Mädchen und Jungen – aus dem Gewichtsbereich von etwa 8 bis 14 Kilogramm bis zu eine Woche getragen.

Die Eltern beurteilten Tragekomfort, Auslaufschutz und Handhabung anhand von Fragebögen. Die Daten wurden anschließend statistisch ausgewertet.

Tragekomfort

Die Passform für Kinder orientiert sich an dem auf der Packung genannten Gewichtsbereich. Das Urteil basiert auf Bewertungen der Eltern. Für die Prüfung der Passform ab 14 Kilogramm wurden bis zu 47 weitere Kinder unabhängig vom Praxistest mit einbezogen. Das Tragegefühl beurteilten die Eltern anhand der Weichheit der Windel. Unter Hautverträglichkeit erfassten die Eltern, ob die Haut tagsüber und nachts trocken war. Sie dokumentierten Hautreaktionen wie Rötungen.

Ergänzend wurde technisch die Rücknässe bestimmt. In mehreren Schritten wurde definiert Flüssigkeit auf die Windeloberfläche aufgebracht. Nach jeweils 20 Minuten wurden Filterpapierstreifen auf die Oberfläche aufgelegt und jede Windel wurde mit einem Gewicht beschwert. So wurde die Flüssigkeitsmenge, die die Windel als Rücknässe an die Haut abgibt, bestimmt.

Auslaufschutz

Die Eltern dokumentierten das Auslaufen von im Schnitt 3.000 Windeln pro Testprodukt und beurteilten dies für Tag und Nacht. Der Prozentsatz ausgelaufener Windeln wurde bewertet.

Handhabung

Die Eltern beurteilten das Anlegen und Abnehmen, das Schließen und Wiederverschließen der Windel sowie das Transportieren und Öffnen der Verpackung und das Entnehmen der Windel.

Diesen Beitrag teilen

Facebook Twitter Drucken E-Mail
Zum Seitenanfang

DATENSCHUTZ IST UNS WICHTIG!

Bitte erteilen Sie uns die Zustimmung, Ihre Daten zur internen Analyse zu verwenden. Wir geben Ihre Daten nicht weiter. Lesen Sie auch unsere Datenschutz-Erklärung.