Winterreifen auf Schneefahrbahn Winterreifen auf Schneefahrbahn Bild: LeManna/shutterstock

Winterreifen - 195/65 R 15 und 225/50 R 17

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Test: Auch wenn die Tage mit Eis- und Schneefahrbahn weniger werden, bleiben Winterreifen in unseren Breiten unverzichtbar. Getestet wurden die Dimensionen 195/65 R 15 und 225/50 R 17.

Diese Winterreifen haben wir getestet:

195/65 R 15 91T

  • Barum Polaris 5
  • BFGoodrich G-Force Winter2
  • Bridgestone Blizzak LM005
  • Continental WinterContact TS 860
  • Dunlop Winter Response 2
  • Falken Eurowinter HS01
  • General Tire Altimax Winter 3
  • Goodyear UltraGrip 9+
  • GT Radial Winterpro2
  • Kumho Wintercraft WP51
  • Laufenn i FIT + LW31 +
  • Maxxis Premitra Snow WP6
  • Michelin Alpin 6
  • Nokian WR Snowproof
  • Vredestein Wintrac
  • Yokohama BluEarth*Winter V906

225/50 R 17 98V

  • Bridgestone Blizzak LM005
  • Continental WinterContact TS860
  • Dunlop Winter Sport 5
  • Esa+Tecar Supergrip Pro
  • Firestone Winterhawk 4
  • Fulda Kristall Control HP 2
  • Goodride Z-507 Zuper Snow
  • Goodyear UltraGrip Performance +
  • Kleber Krisalp HP3
  • Linglong Green-Max Winter Uhp
  • Maxxis Premitra Snow WP6
  • Michelin Alpin 6
  • Nexen Windguard Sport 2
  • Nokian Snowproof P
  • Pirelli Winter Sottozero 3
  • Sava eskimo HP2
  • Toyo Observe S944
  • Vredestein Wintrac Pro

Unser Produktfinder informiert Sie über: Testurteil, Dimension, Marke, Verhalten auf trockner und nasser Fahrbahn, auf Schnee und Eis, Kraftstoffverbrauch, Abrieb, Geräusch. - Reifentests sind besonders aufwendig und kostspielig. Daher können wir in jeder Testserie zumeist nur zwei Reifendimensionen testen. Testergebnisse anderer Dimensionen aus der jüngeren Vergangenheit, ein Video, wie wir testen und die Testkriterien finden Sie unter Autoreifen im Test - Auto Extra . - Im Folgenden unser aktueller Testbericht von 10/2021.


Kleinere Dimension verwenden?

Wer unter allen Umständen sicher durch den Winter kommen will, kann sich nach wie vor die Anschaffung echter Winterreifen nicht ersparen – weil sie in ihren Eigenschaften bei tiefen Temperaturen durchwegs besser sind als Ganzjahresreifen, und weil Sommerreifen zwischen 1. November und 15. April nur erlaubt sind, wenn die Fahrbahn tatsächlich keine winterliche Glätte aufweist.

Dabei ist es aber nicht ­immer notwendig, die gleiche Dimension wie bei den Sommerreifen zu verwenden. Eine etwas kleinere Dimension ist mitunter ohne nennenswerte Leistungseinbuße unter winterlichen Rahmenbedingungen deutlich preisgünstiger. Die für ein Auto zulässigen Reifendimensionen sind üblicherweise im Zulassungsschein angeführt. Die Herstellerangaben zur Reifendimension sind in jedem Fall zu beachten.

Test: Topseller im Winter

Zwar steigt bei Neuwagen nach wie vor die Anzahl der angebotenen Reifendimensionen, im Winterreifengeschäft ist aber die Dimension 195/65 R 15 immer noch ein Topseller. Sie ist geeignet für das weite Feld rund um den VW Golf, also die untere ­Mittelklasse. Eine weitere Dimension mit großer Breitenwirkung ist 225/50 R 17, ­vorzugsweise verwendet auf Limousinen und Kombis der Mittelklasse in der Größe eines Audi A4 oder 3er-BMW. Diese beiden Dimensionen waren auch Gegenstand des heurigen Winterreifen-Testprogramms.

Während bei der schmäleren Dimension das Qualitätsniveau im Test durchwegs hoch war und kein Reifen komplett versagte, weist das ­Ergebnis bei den breiteren Reifen eine deutlich größere Spreizung aus: Nur drei statt vier Reifen mit gutem Gesamttestergebnis, zwei Reifen überhaupt mit Note "nicht zufriedenstellend", nämlich Goodride und Linglong, zwei chinesische Marken. Während chine­sische Produkte bei Sommer­reifen immer besser werden, bilden sie bei Winterreifen offenbar noch immer das Schlusslicht.

195/65 R 15

195/65 R 15

Insgesamt erreichte diese Reifendimension ein sehr erfreuliches Ergebnis. Zwei Drittel der Reifen zeigen keine gravierende Schwäche, das Feld erweist sich also als sehr ausgewogen in den wesentlichen Eigenschaften. Auf Schnee verfehlten nur zwei Reifen die Note „gut“. Auf Eis und im Kraftstoffverbrauch erhielten alle Kandidaten eine gute Bewertung.

Was aber auch zu bemerken ist: Beim Verschleiß liegt die prognostizierte durchschnittliche Kilometerleistung bei 27.300 km. Der Sieger in dieser Disziplin, der Michelin Alpin 6, schaffte 34.400 km, der Maxxis hingegen nur 21.800 km. Sommerreifen sind in der Regel generell deutlich langlebiger, mit Spitzenwerten um die 50.000 km.

Die besten im Test

Beim Quartett an der Tabellenspitze überwiegen die positiven Eigenschaften naturgemäß deutlich. Der Dunlop Winter Response 2 erwies sich als sehr konstant und ist lediglich in der Geräuschentwicklung etwas laut. Der Goodyear UltraGrip 9+ ­hatte in keiner einzigen Disziplin einen Durchhänger. Der Michelin Alpin weist nur eine leichte Schwäche im Nasshandling auf. Der Vredestein Wintrac stellte sich in zwei Kriterien als nicht ganz optimal heraus: beim Fahrverhalten auf trockener Fahrbahn und beim Aquaplaning.

Die nächsten beiden Reifen in der Tabelle haben nur knapp die gute Bewertung verpasst. Beide schnitten auf Schnee, auf Eis und im Verschleiß gut ab. Auf trockener und nasser Fahrbahn unterscheiden sie sich allerdings deutlich. Der BFGoodrich G-Force Winter2 kann zwar im Trockenen mit hoher Präzision im Grenzbereich glänzen, fällt aber bei Nässe hinter die guten Ergebnisse im Testfeld zurück. Umgekehrt beim Continental WinterContact TS 860: Bestnote auf nasser Fahrbahn und leichte Schwächen im Trockenen.

Verschleißanfälligkeit

Die nächste Reifen-Vierergruppe hat vor allem ein Problem: den Verschleiß. Die Reifen zeigten allesamt nur leichte Schwächen im Fahrverhalten eines einzelnen Kriteriums. Dass sie trotzdem nicht weiter vorne lan­deten, liegt an ihrer schwachen Kilometerleistung. Wer also zumindest im Winter wenig fährt, kann auch diese Reifen ohne weitere Nachteile in Betracht ziehen. So erhielt etwa der Laufenn i FIT auf nasser Fahrbahn eine gute Bewertung, auf Schnee und Eis sogar die Bestnote.

Durch deutliche Schwächen in mindestens einem Kriterium der Fahreigenschaften reichte es bei den nächsten fünf Reifen bloß für ein "durchschnittlich". Mit zahlreichen Schwächen erzielte der Kumho Wintercraft als Einziger in dieser Gruppe nur ein "weniger zufriedenstellend".

225/50 R 17

225/50 R 17

Der überwiegende Teil des Angebots in der breiteren Dimension für Mittelklassefahrzeuge zeigt ein akzeptables Ergebnis. Drei Reifen stechen mit dem Testurteil „gut“ hervor. Vor den beiden Reifen am anderen Ende der Tabelle muss gewarnt werden. Wie schon eingangs erwähnt, haben chinesische Reifenhersteller offenbar bei Winterreifen qualitativ noch aufzuholen.

Allgemein gilt, dass selbst preisgünstige Winterreifen sehr oft akzeptable oder sogar überraschend gute Wintereigenschaften besitzen, dass sie am ehesten im Nassgriff versagen und deshalb in der Bewertung zurückfallen. Der Goodride Z-507 Zuper Snow versagte aber auch auf Schnee komplett und lag auf Eis genauso ganz hinten. Ebenfalls auf „nicht zufriedenstellend“ abgestürzt ist der Linglong Green-Max Winter Uhp, der zwar auf Eis und Schnee ein passables Ergebnis ablieferte, aber bei Nässe total versagte.

Bremswege

Bei einer Vollbremsung aus 80 km/h weist der Linglong einen um elf Meter längeren Bremsweg auf als der ­Sieger in dieser Disziplin, der Bridgestone Blizzak LM005. In Geschwindigkeit aus­gedrückt: Wenn der Bridgestone schon stillsteht, rauscht der Linglong noch mit 40 km/h dahin.

Die Besten

Die drei Kandidaten an der Tabellenspitze zeigen keine nennenswerten Schwächen. Der Dunlop Winter Sport 5 macht als Sieger im Schnee seinem Namen alle Ehre, und der Michelin Alpin 6 glänzt mit dem geringsten Verschleiß. Der Kleber Krisalp HP3 führt das „durchschnittliche“ Mittelfeld an und verfehlte die Note „gut“ nur knapp wegen des mittelmäßigen Ergebnisses bei Nässe.

Der hohe Verschleiß kostete hingegen den Bridgestone Blizzak, den Nexen Windguard Sport 2 und den Vredestein Wintrac Pro ­eine bessere Note als „durchschnittlich“. Der Esa+Tecar Supergrip Pro schaffte zwar beim Kraftstoffverbrauch die Best­note, zeigte aber ein eher schwaches ­Abschneiden auf trockener Fahrbahn. Insgesamt ist die Spreizung zwischen den ­Besten und den Schlechtesten in dieser ­Reifendimension und Produktauswahl doch erheblich.

Testtabelle: Winterreifen 10/2021

Klicken Sie auf den Link. Er führt Sie zur Tabelle.

Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse und Ausstattungsmerkmale von 34 Modellen Dimensionen 195/65 R 15 und 225/50 R 17 zur Verfügung (Stand 9/2021).

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VKI-Tipps

  • Mindestanforderung: Ein Winterreifen muss in Österreich mindestens das „M+S“- Symbol tragen. In Deutschland gilt nur mehr das strengere „Bergpiktogramm mit Schneeflocke“ (auch für das Deutsche Eck). Mindestprofiltiefe 4 mm (in Österreich Pflicht, in Deutschland Empfehlung).
  • Winterreifenpflicht: In ganz Europa gelten je nach Land, Region und Klimazone sehr unterschiedliche Formen der Winterreifenpflicht.
  • Produktionsdatum: Alle vier neuen ­Reifen sollten das gleiche Produktions­datum haben, damit sie auch den gleichen technischen Stand aufweisen.

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