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Staubsauger: Akku-Modelle im Test - Ein staubiger Weg

, aktualisiert am

Die Entwicklung der kabellosen Sauger kommt nur langsam voran. Bisher ist keiner ohne Einschränkungen empfehlenswert.

Folgende Produkte finden Sie im Test:

  • AEG - FX9-1-ANIM 
  • Black + Decker - CUA525BHA
  • Dirt Devil - Total DD777-2 Blade 32V
  • Dyson - v10 Absolute (SV12G Cyclone V10)
  • Hoover - RA22SE 011 
  • Philips - FC6823/01 SpeedPro Max
  • Privileg - VC-SPD502-1
  • Rowenta - RH8971WO Air Force Extreme Silence
  • Thomas - ZB1511 Quick Stick Ambition

Die Testtabelle informiert Sie über: Ausstattung und technische Merkmale, Saugleistung - Hartboden, Ritzen, Ecken und Kanten, Faseraufnahme vom Teppichboden, Tierhaaraufnahme vom Teppichboden -, Akku, Handhabung, Umwelteigenschaften - Stromverbrauch, Schadstoffe etc., Haltbarkeit und Sicherheit. - Lesen Sie nachfolgend den Testbericht.


Das Angebot an akkubetriebenen Geräten für Haushalt und Garten steigt. Die Vorteile der Unabhängigkeit vom Kabel sind unbestritten, deren Grenzen allerdings auch. Bei den Akku-Staubsaugern treten sie im Test der Stiftung Warentest weiterhin deutlich zutage, auch wenn gewisse Fortschritte feststellbar sind. Während in KONSUMENT 3/2018 noch 7 von 9 getesteten Saugern mit "nicht zufriedenstellend“ bewertet wurden, musste dieses harte Urteil aktuell nur mehr zwei Mal gefällt werden.

Test: Staubig und laut

Akku-Staubsauger geben deutlich zu viel von dem, was sie aufsaugen, gleich wieder an die Raumluft ab. Staubig und somit unhygienisch gestaltet sich bei allen Kabellosen auch das Entleeren der Staubbox. Hier wäre eine innovative Lösung gefragt. Die zweite Schwachstelle der Akkusauger im Test war die Lärmentwicklung. Die Lautstärke mancher Geräte ist nicht weit von jener eines Standmixers entfernt. Der läuft allerdings eher selten acht oder mehr Minuten durchgehend, ein Staubsauger hingegen schon. Herkömmliche Bodenstaubsauger sind jedenfalls um einiges leiser.

Dyson hat erfolgreich geklagt

Sollten Sie auf einem neuen Staubsauger das von anderen Haushaltsgeräten bekannte Energielabel vermissen: Dyson hat erfolgreich dagegen geklagt, dass die für die Einstufung relevanten Messungen bisher ausschließlich mit leeren Staubbehältern stattfanden. Tatsache ist, dass die Saugkraft mit zunehmender Füllmenge des Behälters nachlässt und folglich die Messergebnisse beeinflusst. Die EU berät noch über die neu zu verabschiedenden Regelungen für ein adaptiertes Energielabel. Die Testkriterien der Stiftung Warentest beinhalten unabhängig davon schon seit Längerem auch die Prüfung mit gefüllten Staubboxen.

 

Gute Saugleistung, kurze Akkulaufzeit

Dyson saugt am besten

Testsieger Dyson v10 Absolute (SV12G) stößt bei der Saugleistung als Einziger in die Regionen der klassischen Bodenstaubsauger vor, was zum Beispiel bedeutet, dass er auf Hartboden fast 90 Prozent des Prüfstaubes aufnimmt. Profitieren kann er weiters von der bei den Akkusaugern üblichen Elektrodüse mit rotierender Bürste; nicht zuletzt, wenn es um die Aufnahme von Tierhaaren von Teppichen geht. Weniger gut kommen diese Bürsten hingegen allgemein an Ecken und Kanten zurecht. Hier nimmt man am besten die Düse ab und saugt mit dem Rohr.

Akkulaufzeit: 8 Minuten

Trotzdem: Zumindest der Dyson zeigt beim Saugen im Großen und Ganzen eine gute Performance. Doch das Aber folgt gleich hintennach: Die Akkulaufzeit bei voller Leistung von nur acht Minuten schränkt die in einem Arbeitsgang bewältigbare Fläche deutlich ein. Da bringt es auch nichts, dass die Ladedauer mit knapp zweieinhalb Stunden vergleichsweise kurz ist. Übrigens: Mit dem Bosch BSS1A114 gibt es zwar ein Akkugerät mit noch besseren Saugergebnissen und etwas längerer Laufzeit als den Dyson, doch es ist in Österreich schwer erhältlich.

Testtabelle: Akku-Handstaubsauger

Die Testsieger

Der Staubsauger überzeugt durch seine Saug-Leistung und hält Feinstaub gut zurück.Dyson v10 Absolute (SV12G Cyclone V10) | durchschnittlich

Von grobem Schmutz abgesehen, liefert der Dyson gute Saugergebnisse und hält Feinstaub sehr gut zurück. Testsieger auch hinsichtlich der Handhabung. Allerdings reicht eine Akkuladung bei voller Leistung auf Teppich und Hartboden nur für acht Minuten. Sowohl auf Teppich- als auch auf Hartboden ist das Gerät sehr laut.

 

Bosch BSS1A14 ProPower | durchschnittlich

Noch eine Spur besser als der Dyson, aber gleichfalls mit dem Testurteil „durchschnittlich“, hat bei der Stiftung Warentest der Bosch BSS1A14 ProPower abgeschnitten. Er überzeugt insbesondere bei der Saugleistung und hält den Feinstaub gut zurück, hat allerdings eine Laufzeit von nur 15 Minuten (bei einer Ladedauer von mehr als sechs Stunden) und ist auf Teppichboden sehr laut. Der Akku ist wechselbar. Das Gerät wird nach Angaben des Herstellers auf dem österreichischen Markt nicht offiziell vertrieben. Unsere Recherchen haben aber gezeigt, dass man es fallweise zum Preis von ca. 600 bis 700 Euro in Onlineshops findet.

VKI-Tipps

  • Komfort. Akkusauger sind leicht zu verstauen, schnell zur Hand, wendig und – mit Ausnahme von Rowenta im aktuellen Test – auch als Kleinsauger nutzbar. Bei der Saugleistung überzeugt aber nur das Dyson-Modell. Die hohe Lautstärke ist ein grundsätzliches Problem der Akkugeräte.
  • Zweitsauger. Die Kabellosigkeit ist zugleich eine der größten Schwächen. Der Testsieger muss nach nur acht Minuten wieder an die Steckdose und ist somit eher für kleine Wohnungen oder als Zweitsauger für zwischendurch geeignet.
  • Akkutausch. Wir meinen: Geräte, bei denen der Ersatz des Akkus von Haus aus nicht vorgesehen ist, sollte man links liegenlassen (im Test Dirt Devil und Black + Decker). Meist muss der Akkutausch in einer Werkstatt durchgeführt werden. Die Kosten für die Ersatzakkus liegen zwischen rund 50 und 150 Euro.

Testkriterien

Im Test der Stiftung Warentest waren 9 kabellose Handstaubsauger. Der Einkauf der Testprodukte erfolgte im Oktober 2018. Preise: Mai 2019.

Saugen (40%)

Die Staubaufnahme von Teppichboden (Velours/Wilton) wurde mit leerem und gefülltem Staubbehälter geprüft. Außerdem wurde die Staubaufnahme auf Schlingenware (Dura-Stratos-Teppiche), auf glattem Hartboden, aus Ritzen, an Ecken und Kanten geprüft. Um die Faseraufnahme zu bewerten, saugten die Tester genormte Textilfasern von Teppichboden und Polstern. Weiters prüften sie die Grobgutaufnahme von Hartboden mit einer Mischung aus Reis und Linsen sowie die Tierhaaraufnahme von Teppichboden. 

Akku (5%)

Die Akkulaufzeiten und Akkuladezeiten wurden gemessen und bewertet. Es wurde beurteilt, ob die Akkus vom Nutzer, vom Fachhandel oder gar nicht zu wechseln waren. 

Handhabung (30%)

Fünf erfahrene Nutzer beurteilten wichtige Aspekte der Handhabung wie zum Beispiel die Gebrauchsanleitung, das Saugen von Teppich- und Hartboden, auf Treppen und Polstern, das Leeren der Staubbox und das Wechseln der Filter.

Umwelteigenschaften (15%)

Staubrückhaltevermögen: Verglichen wurde der Feinstaubgehalt in der Zu- und Abluft. 
Geräusch: Gemessen wurde der Schallleistungspegel in Dezibel (A) bei maximaler Leistung. 
Der Stromverbrauch wurde beim Saugen auf Veloursteppich für 10 Quadratmeter ermittelt. 
Schadstoffe: Geprüft wurde unter anderem auf PAK und Phthalate in den Griffen. 

Haltbarkeit (10%)

Es wurde eine 70-stündige Motordauerprüfung durchgeführt, der Akku-Laufzeitverlust gemessen und die Geräte wurden einer Stoßprüfung unterzogen. 

Sicherheit (0%)

Die Prüfer beurteilten, ob die kabellosen Staubsauger wichtigen Vorschriften des Geräte- und Produktsicherheitsgesetzes genügen.

Abwertungen

Abwertungen sorgen dafür, dass Produktmängel sich verstärkt auf das Testurteil auswirken. Sie sind in der Tabelle mit einer entsprechenden Fußnote gekennzeichnet. Folgende Abwertungen wurden eingesetzt: War das Saugen weniger zufriedenstellend oder schlechter, konnte das Testurteil nicht besser sein. Waren die Umwelteigenschaften weniger zufriedenstellend, wurde das Testurteil um eine halbe Note abgewertet; waren sie nicht zufriedenstellend, um eine Note.

War das Saugen von Ritzen nicht zufriedenstellend, konnte das Urteil fürs Saugen nur eine Note besser sein. Bei weniger zufriedenstellendem oder nicht zufriedenstellendem Staubrückhaltevermögen konnten die Umwelteigenschaften nicht besser sein. Bei nicht zufriedenstellendem Geräusch auf Teppichboden konnten die Umwelteigenschaften nur eine Note besser sein.

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