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Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Viele 1-Kilo-Goldbarren auf einem Haufen
Bild: philoro EDELMETALLE GmbH

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage

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Gerade in Krisenzeiten setzen viele auf Gold. Einen kleinen Teil des Vermögens in Edelmetall anzulegen, kann sinnvoll sein. Der Kauf ist aber vor allem eine Vertrauenssache.

Wir möchten hier ein paar Antworten auf Fragen geben, die bei Interessierten auftauchen könnten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf Gold, weil es klar die Nummer eins unter den Edelmetallen ist.

  • Wie viel Gold kann ich als Privatperson kaufen?
  • Kann ich in Österreich Gold kaufen?
  • Welche Goldbarren sollte man kaufen?
  • Ist Gold in Österreich meldepflichtig?
  • Was muss ich beachten, wenn ich Gold kaufe?
  • Was ist besser, Goldbarren oder Münzen?
  • Was ist besser, Dukaten oder Philharmoniker?
  • Welche Goldbarren-Größe ist die beste?
  • Wie viel Gold sollte man haben?

Der Reiz des Goldes

Gold übt seit Langem eine besondere Wirkung auf uns aus. Es ist dieser strahlende Glanz und diese warme Farbe, die wir sofort mit Wertvollem und auch mit Luxus verbinden. Gold zieht Blicke auf sich. Das Edelmetall kann man aber nicht nur herzeigen, sondern auch wegsperren. Nämlich dann, wenn es als Wertanlage in den Tresor kommt. Aber ist Gold dafür überhaupt geeignet?

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Hand in weißem Stoffhandschuh hält einen 500- und einen 250-Gramm-Goldbarren
Bild: Shutterstock - Sven-Sambunjak

Vorteil von Gold

Gold ist wertbeständig, vor allem über einen längeren Zeitraum betrachtet. Die Gründe dafür sind unter anderem die begrenzten Vorkommen und die aufwendige Gewinnung. Zudem wird Gold seinen Wert nie ganz verlieren, wie das zum Beispiel bei Aktien passieren kann. Vielen Menschen ist auch wichtig, etwas in der Hand halten zu können. Das ist bei Goldbarren oder -münzen der Fall. Auch deshalb war das gelbe Metall immer die klassische Krisenwährung, die im Fall des Falles recht einfach mitgenommen oder in Geld gewechselt werden kann. Gold kann somit als internationale ­Währung gesehen werden, die weltweit anerkannt wird.
Wichtig: Der Kauf von Gold ist steuerfrei. Bei anderen Edelmetallen fallen 20 Prozent Umsatzsteuer an. Nach einem Jahr können Sie Edelmetalle steuerfrei verkaufen.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Jutesack mit Aufschrift "Invest" und Goldmünzen und -barren
Bild: shutterstock - simon-jhuan

Nachteil von Gold

Gold erwirtschaftet – wie auch andere Edelmetalle – keine Zinsen und es werden auch keine Dividenden ausgeschüttet. Auch deshalb raten die meisten Experten, nicht mehr als 10 Prozent des Vermögens in Gold anzulegen. ­Außerdem ist der Wert vom schwankenden Goldkurs und vom Wechselkurs Dollar/Euro abhängig. Gold sollte daher in der Regel als langfristige Anlage betrachtet werden.

Sind Sie auf der Suche nach einer grünen oder nachhaltigen Kapitalanlage, ist Gold wohl nicht erste Wahl. Denn der Abbau ist mit Eingriffen in die Natur und mit oft bedenklichen Arbeitsbedingungen verbunden. Wiederverwertetes Gold kann diese Problematik etwas abmildern. Etwa ein Viertel des am Weltmarkt angebotenen Goldes ist laut World Gold Council wiederverwertet.

Gold kaufen

Der wesentlichste Punkt beim Goldkauf ist die Vertrauenswürdigkeit des Verkäufers. Lassen Sie sich nicht von ­irgendwelchen Schnäppchen im Urlaub blenden. Oder von glitzernden Online-Angeboten. Wenn etwas zu schön ist, um wahr zu sein, ist es meist weder schön noch wahr.

Online-Händler bestehen meist auf Vorkasse. Wenn Sie da Betrügern auf den Leim gehen, ist das Geld weg. Gold.de bietet unter dem Punkt „Service“ eine Liste von betrügerischen ­Seiten an (Fakeshop Blacklist). Beachten Sie immer das Impressum einer Webseite. Fehlt es gar, lassen Sie die Finger von diesem Unternehmen. Das empfehlen wir bei allen Shops im Internet.

Auf der sicheren Seite sind Sie beispielsweise bei österreichischen Banken, der Münze Österreich, der ÖGUSSA oder bei Händlern wie Schoeller oder Philoro.

Bevor Sie zuschlagen, vergleichen Sie die Preise der verschiedenen Anbieter und beobachten Sie den Goldkurs mehrmals täglich über einen längeren Zeitraum. Im Internet finden sich Vergleichsportale wie goldpreis.at oder gold.de. Wenn Sie online kaufen, müssen meist Versandkosten dazugerechnet werden.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Rückseite eines Wiener Philharmoniker in Silber leicht verdeckt von einem 1-kg-Goldbarren von philoro, der leicht verdeckt von der Rückseite eines Wiener Philharmoniker in Gold
Bild: philoro EDELMETALLE GmbH

Gold verkaufen

Beim Verkauf gilt dasselbe wie beim Kauf. Vertrauenswürdigkeit ist Grundvoraussetzung. Beispiele für verlässliche Unternehmen sind hier wieder die österreichischen Banken, ÖGUSSA, Philoro, Schoeller oder das Dorotheum. Meist können Sie überall dort Ihr Gold auch verkaufen, wo Sie es gekauft ­haben. Hier gilt ebenso, vergleichen Sie die ­Anbieter – und berücksichtigen Sie die Aufschläge der Ankäufer.

Lassen Sie sich nicht überreden, bei „günstigen Gelegenheiten“ Ihr Gold zu verkaufen. Im Moment sind Händler unterwegs, die sich für eine gewisse Zeit in Lokale einmieten und billig an Ihr Gold kommen wollen und sogar Hausbesuche anbieten (siehe konsument.at/pelzankauf-mit-gold).

Was ist der Spotpreis? Das ist der „Live“-Preis, zu dem Gold in diesem Moment gekauft und verkauft werden kann. Er zeigt den Durchschnitt der wichtigsten Handelsplätze.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Fotografik mit Balkendiagramm aus Gold
Bild: shutterstock - Lemonsoup14

Goldkurs

Die meisten Anbieter veröffentlichen die aktuellen Preise auf ihrer Homepage. Aber es gibt viele Quellen: Börsenwebseiten, Finanznachrichtenportale, spezielle Apps oder den ORF-Teletext auf Seite 177. Beachten Sie, dass sich der Kurs oft ändern kann.

Wenn Sie einen Blick auf angebotene Barren oder Münzen werfen, finden Sie meist einen Preis für den Ankauf und einen für den Verkauf. Der niedrigere Wert ist der Betrag, den Sie bekommen, wenn Sie verkaufen. Wollen Sie Gold erwerben, gilt der höhere Preis.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Gestapelte Goldbarren, davor verschiedenster Goldschmuck
Bild: shutterstock - NAOWARAT

Der Feingehalt Gold ist nicht gleich Gold. Vor allem zu Schmuck verarbeitetes ist meist eine Legierung mit anderen Metallen, weil reines Gold zu weich ist. Um zu erkennen, wie viel Gold enthalten ist, muss man den Feingehalt kennen. Dieser wird in Tausendstel angegeben. Je höher die Zahl, desto höher ist der Feingehalt. Goldbarren nach LBMA-Standard müssen aus mindestens 995/1000

(99,5 Prozent) Gold bestehen, also praktisch aus purem Gold. Bei uns sind sogar 999,9/1000 üblich. Viele Goldmünzen wie der Wiener Philharmoniker sind ebenso aus reinem Gold. Ab einem Gehalt von 999/1000 spricht man von Feingold. Früher wurde der Goldgehalt in Karat angegeben. 24 Karat entsprechen 999/1000. Wertiger Goldschmuck hat 18 Karat.

Tabelle mit Gegenüberstellung von Feingold und Karat
Bild: VKI

Barren oder Münzen?

In welcher Form Sie das Edelmetall wählen, hängt von Ihren Vorlieben und Zielen ab. Grundsätzlich gilt, dass Barren im Verhältnis zum Gewicht güns­tiger als Münzen sind. Denn die Herstellung von Münzen ist etwa durch die Prägung aufwendiger.

Wollen Sie hohe Summen – etwa ab 1.000 Euro – in Gold anlegen, eignen sich Barren wohl eher. In allen Fällen ist jedoch zu bedenken: Soll nur ein Teil des Goldes wieder zu Geld gemacht werden, sind kleinere Barren oder Münzen im Verkauf von Vorteil. Denn einen ­großen Barren kann man eben nur als Ganzes verkaufen. Für viele Anleger könnte daher eine Mischung aus verschiedenen Größen sinnvoll sein.

Die Barren

Für Private kommen Barren bis zu ­einem Gewicht von 1.000 Gramm in Frage. Häufig werden Barren ab dem Gewicht von einem Gramm angeboten.

  • Gussbarren. Große Barren – oft ab 250 Gramm – werden gegossen. Diese Gussbarren haben eine etwas gröbere und matte Oberfläche und meist abgerundete Kanten.
  • Prägebarren. Kleinere Barren bis 100 Gramm werden meist aus gewalztem Goldblech gestanzt und geprägt. Sie haben gewöhnlich eine feinere Oberfläche. Ihre Herstellung ähnelt der Münzprägung. Sehr kleine Prägebarren werden immer öfter auch als Kine­barren angeboten. Diese haben auf der Rückseite ein Sicherheitsmerkmal, das Kinegramm.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Sehr kleiner Goldbarren mit Sicherheitsmerkmal Kinegramm in roter Hülle mit Sichtfenster
5-Gramm-Goldbarren mit Kinegramm Bild: Münze Österreich AG

Auf den Wert und die Qualität hat die Herstellungsart keine Auswirkungen. Meistens haben Barren einen Feingoldgehalt von mehr als 999 Tausendstel. Das heißt, sie sind praktisch aus reinem Gold. Auf jedem Barren finden Sie Feingehalt, Gewicht, Name und Logo des Herstellers.

Die Münzen

  • Anlagemünzen. Wenn wir hier von Münzen sprechen, meinen wir Anlageprodukte. Dazu gehören die Bullionmünzen – auch Anlagemünzen genannt. Sie zeichnen sich durch einen sehr hohen Feingehalt aus. Der Preisaufschlag auf den reinen Metallpreis ist im Vergleich zu anderen Münzen ­gering. Typische internationale Bullionmünzen sind der Wiener Philharmoniker, der Maple Leaf oder der Krügerrand. Diese Münzen werden meist in Unzen angegeben. Eine Unze entspricht 31,103 Gramm. Übliche Stückelungen sind 1/25, 1/10, 1/4, 1/2 und 1 Unze. ­Anlagemünzen sind auch gesetzliche Zahlungsmittel. Aber der Nennwert – wie 100 Euro beim Philharmoniker – liegt meist klar unter dem Materialwert.
  • Handelsgoldmünzen. Weitere in Österreich beliebte und zur Anlage geeignete Münzen sind die einfachen und vierfachen Dukaten. Sie gehören wie auch die Kronen und Gulden zu den Handelsgoldmünzen, haben jedoch einen geringeren Feingehalt.
  • Sammlermünzen. Anlagemünzen sollten nicht mit Sammlermünzen verwechselt werden. Diese werden auch immer wieder in Zeitungen und Prospekten angeboten. Sammlermünzen haben in der Regel einen (deutlich) ­geringeren Materialwert. Sie sollen durch schöne Erinnerungen, kunstvolle Motive oder geringe Auflagen an Bedeutung gewinnen. Hier gibt es große Unterschiede. Oft ist ihr Wert nur ein Bruchteil des Kaufpreises. Daher sind Sammlermünzen allgemein nicht als Anlage geeignet.
     

Prägequalität. Bei der Fertigung der Münzen gibt es verschiedene Verfahren mit unterschiedlich hohem Aufwand. Neben der Normalprägung gibt es die Ausführung in „Stempelglanz“, die höher­wertige in „Spiegelglanz“ und als höchste Stufe die „Polierte Platte“. Da es keine allgemeingültigen Bezeichnungen dafür gibt, werden auch andere Qualitätseinstufungen verwendet.
 

  • Medaillen. Münzen dürfen nur von staatlichen Münzprägestätten hergestellt werden, das trifft auf Medaillen nicht zu. Jeder darf sie erzeugen. Das Aussehen von Medaillen kommt oft sehr nahe an Münzen heran. Das ­Wesentliche: Medaillen haben keinen Nennwert, sind Erinnerungen oder Ehrenzeichen und nicht mit Münzen vergleichbar. Sie sind keine Anlageprodukte.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Verschiedene internationale Goldmünzen in einer Reihe auf blauem Hintergrund
Bild: shutterstock - LIVEK

Empfehlungen

Will man auf Nummer sicher gehen, sollten übliche Produkte bekannter Anbieter gekauft werden. Diese lassen sich auch leicht wieder veräußern. Sie erkennen solche Barren und Münzen unter anderem daran, dass es von ihnen einen täglichen An- und Verkaufspreis gibt. Wer einen Wiener Philharmoniker, den südafrikanischen Krügerrand, den kanadischen Maple Leaf, den US-amerikanischen Eagle, den China Panda, den Australian Kangaroo oder die bri­tische Britannia kauft, macht beim Münzerwerb nichts falsch. Das Gleiche trifft bei Barren der Münze Österreich, ÖGUSSA, Umicore, Heraeus, Valcambi oder Perth Mint zu. Allgemein gilt, dass nur Produkte von Unternehmen gekauft werden sollen, die auf der Good-Delivery-Liste der LBMA (siehe Kasten) stehen.

Schauen Sie beim Vergleich im Internet, welche Barren und Münzen gerne gehandelt werden und welche höhere Preise erzielen. In der Regel sind die Unterschiede zwischen den genannten Produkten gering. Am häufigsten werden Münzen mit dem Gewicht einer Unze erstanden und Barren mit 100 Gramm. Es gibt aber eine Vielzahl an internationalen Edelmetallanlageprodukten. Die Auswahl ist letztlich eine persönliche Entscheidung.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: 100-Gramm-Goldbarren der Münze Österreich in roter Verpackung mit Sichtfenster
100-Gramm-Goldbarren der Münze Österreich Bild: Münze Österreich AG

LBMA Der Weltmarktpreis für Gold und Silber wird am London Bullion Market (LBM) festgestellt. Die Abstimmung des Handels dort läuft über die London Bullion Market Association (LBMA). Diese setzt sich aus den größten Banken, Herstellern, Veredlern, Verarbeitern, Produzenten und Händlern von Gold- und Silberbarren zusammen. Die LBMA vergibt das „Good Delivery“-Zertifikat. Pro­dukte dieser Unternehmen werden grundsätzlich weltweit angenommen und ohne Abschläge angekauft. 

Denn dieses Siegel garantiert die geprägten oder gestanzten Merkmale wie Feinheit oder Gewicht. Das LBMA-Siegel erhalten außerdem nur jene Unternehmen, die dem „Re­­sponsible Gold Guidance“-Standard entsprechen. Dieser soll weitgehend verhindern, dass die Goldgewinnung weitreichende Menschenrechtsverletzungen, Finanzierung von Waffen und Terror sowie Geldwäsche verursacht oder ermöglicht.

Die richtige Größe

Allgemein gilt, je schwerer die Einheit ist, desto geringer sind die Verar­bei­tungskosten im Verhältnis zum Gewicht. So kommt der Ein-Kilo-Barren günstiger als zehn Barren zu je 100 Gramm. Wenn man sehr viel Geld in Gold anlegen will, spricht wohl nichts gegen große Barren. Will man kleinere Mengen Gold wieder veräußern, sind kleine Stückelungen sinnvoller – auch wenn sie im Verhältnis zum Gewicht mehr kosten als große ­Einheiten. Empfohlen wird meist der Kauf von Barren oder Münzen ab dem Gewicht von einer Unze – sofern es ­finanziell möglich ist. Darunter ist das Verhältnis des Materialwertes zum Kaufpreis ungünstig – und damit auch der Unterschied zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis größer.

Anonymität und Spekulationsfrist

Ab einem Einkauf von 10 000 beziehungsweise online 15 000 Euro müssen sich Konsument:innen ausweisen. Das heißt, bis zu diesen Beträgen kann Edelmetall anonym erworben werden.

Verkaufen Private innerhalb eines Jahres Edelmetall, muss der Gewinn versteuert werden. Nach Ablauf dieser Frist fällt keine Steuer an. 

Papiergold

Echtes, also physisches Gold ist im Wortsinne „begreifbar“. Seine Vor- und Nachteile haben wir oben bereits angeführt. Gold in Wertpapierform hat mit möglicherweise geringeren Aufschlägen, seiner leichten Handelbarkeit und dem Entfall der Lagerungsproblematik auch seine Vorzüge. Allerdings sind ­einige Produkte gar nicht vollständig mit Gold besichert. Wollten in schwierigen Zeiten viele Besitzer:innen solcher Papiere ihr Gold einlösen, wäre das nicht möglich. Außerdem könnten die Herausgeber theoretisch bankrott gehen und die ­Anlegenden durch die Finger schauen. Menschen, die auf Nummer sicher gehen und deswegen überhaupt in Gold investieren, bevorzugen dieses meist in „angreifbarer“ Form.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Fotografik mit Goldbarren und Hand mit Stift
Bild: shutterstock - Hodoimg

Silber, Platin und Palladium

Es besteht auch die Möglichkeit, in andere Edelmetalle als Gold anzulegen. Hier gibt es aber einen wesentlichen Unterschied beim Ankauf. Während Gold steuerfrei ist, fallen beim Erwerb von Silber, Platin und Palladium im ­Normalfall 20 Prozent Umsatzsteuer an. Das heißt, diese 20 Prozent Mehrkosten müssen erst einmal durch Wertsteigerung hereingeholt werden. Erst danach kann im besten Fall etwas „verdient“ werden.

Silber, Platin und Palladium werden ­daher bei langfristigen Zielen gekauft. Oft, um die Anlage in Edelmetall etwas zu streuen. Diese Gold-Alternativen gibt es ebenso in Barren und Münzen. So ist etwa der Wiener Philharmoniker auch in Silber und Platin zu haben.

Falls Sie überlegen, einen größeren ­Betrag in Silber anzulegen, denken Sie daran, dass dieses Metall sehr viel weniger als Gold wert ist. Daher benötigt es zur Lagerung viel Platz. Möchte man ums gleiche Geld Silber statt Gold erwerben, muss man etwa 80-mal so viel kaufen. Die sichere Verwahrung und auch der Transport können so zur Herausforderung werden.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Wiener Philharmoniker in Gold und in Silber, jeweils Vorder- und Rückseite
Bild: shutterstock - Tatjana-Zvirblinska

Schönheitsfehler

Soll ein Barren oder eine Münze verkauft werden, kann es passieren, dass erkennbare Mängel den Preis drücken. Vielleicht bei einem Barren weniger, aber wenn eine Münze einen sichtbaren Kratzer hat, könnte der Händler diese ablehnen. Oder er nimmt sie nur zu einem niedrigen Preis, weil er sie lediglich wertvermindert verkaufen kann. Der Erlös wird wohl auch von Ihrem Verhandlungsgeschick abhängen. Ist eine Silbermünze nur angelaufen, sollte der Wert theoretisch nicht darunter leiden. Aber jeder kauft bei Wahlmöglichkeit lieber das besser erhaltene Produkt. Auf keinen Fall sollte laut Experten versucht werden, mit fragwürdigen Methoden einer angelaufenen Silbermünze zu altem Glanz zu verhelfen. Allgemein gilt: Lassen Sie Münzen und Barren zum Schutz in ihrer Verpackung.

Aufbewahrung

Bleibt noch die Überlegung, wohin mit dem Edelmetall? Eine Möglichkeit ist, es zu Hause in einem geeigneten Tresor einzuschließen. So haben Sie ständige Kontrolle und Zugriffsmöglichkeit. Das könnte aber zu höheren Versicherungskosten führen. Oder Sie wollen die ­Verwahrung auslagern. Dann wird das Edelmetall in der Bank oder einem ­Depot eines Händlers verwahrt. Das ist allerdings mit Gebühren verbunden. Und Sie können nicht jederzeit auf Ihr Eigentum zugreifen.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Tischlade voller Goldmünzen
Goldmünzen in der Tischlade - da gibt es bessere Aufbewahrungsmöglichkeiten Bild: shutterstock - Cloudy-Design

Wiederverwertetes Gold Da der Goldabbau für Mensch und Natur problematisch ist, sind Produkte aus wiederverwertetem Gold vorzuziehen. Für das Recycling werden etwa Schmuck, Elektronikschrott oder Zahngold gesammelt und verarbeitet. In diesem Prozess wird überdies viel weniger Kohlendioxid freigesetzt als beim Abbau. Es gibt einige Unternehmen, die nur noch recyceltes Gold verarbeiten und verkaufen. Die Münze Österreich zum Beispiel verwendet für ihre Produkte 75 Prozent wiederverwertetes Gold.

Gold kaufen - Edelmetall als Anlage: Riesige Menge an Goldbarren geschlichtet in einer Halle
Bild: shutterstock - Denis---S

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