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Test Olivenöl 2023: Ein Strauch mit Oliven hängt an einem Olivenbaum.
Test Olivenöl: Drei von 18 Ölen sind im Vergleich 2023 komplett durchgefallen. Bild: JoannaTkaczuk/Shutterstock.com

Test Olivenöl 2023: 18 Produkte, viele Verlierer

| 2 Kommentare premium

Wir haben 18 Olivenöle der Güteklasse "nativ extra" getestet, die in Supermärkten, bei Diskontern und im Feinkosthandel angeboten werden. Das Ergebnis ist enttäuschend. Nur zwei Produkte bekamen eine gute Bewertung, drei Olivenöle fielen komplett durch.

Welches Olivenöl ist am besten?

Welches Olivenöl schmeckt am besten, ist unverfälscht und frei von Weichmachern und Mineralölbestandteilen? Wir haben 18 Olivenöle aus dem Supermarkt, vom Diskonter und aus dem Feinkostgeschäft getestet, bewertet und die Produktkennzeichnung überprüft.

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Vergleich Olivenöl 2023

Welches Olivenöl ist empfehlenswert? Unabhängige Testpersonen und Expert:innen prüfen und bewerten Produkte, die wir in Supermärkten, bei Diskontern und im Feinkosthandel eingekauft haben.

Welche Produkte haben wir getestet?

Welches Olivenöl hat die beste Qualität? Wir haben 18 Olivenöle von Expert:innen und Laien verkosten und im Labor untersuchen lassen. Diese Olivenöle wurden getestet:

  • Bio Natura Olivenöl extra nativ
  • Bona Olivenöl extra nativ
  • Clever Natives Olivenöl extra
  • Conte de Cesare Olio estravergine di Oliva
  • Echt Bio! Natives Olivenöl extra
  • Iliada Kalamata PDO
  • Ja Natürlich! Natives Olivenöl extra fruchtig
  • Lyttos Griechisches Olivenöl extra nativ
  • Mani Greek Gold Olivenöl extra nativ
  • Monini Gran Fruttato
  • Nuri Olivenöl extra nativ aus Portugal
  • Primadonna Bio natives Olivenöl extra
  • Primadonna Natives Olivenöl extra
  • Rapunzel Olivenöl extra nativ
  • S-budget Natives Olivenöl extra
  • Spar Natur Pur Griechisches natives Bio-Olivenöl extra
  • Vom Fass Agora - natives Olivenöl extra
  • Yörem Natives Olivenöl extra

Diese Informationen, Bewertungen und Ergebnisse finden Sie in unserem Produktfinder: Sensorik (Expertenverkostung, Laienverkostung, Geschmack, Geruch, etc.), Schadstoffe, Chemie & Mineralölrückstände (MOSH, MOAH), Kennzeichnung, Preis in Euro, Bioprodukt, Testsieger ...

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So haben wir getestet

Wir haben 18 Olivenöle, darunter neun Eigenmarken und sechs Bioprodukte der Qualitätsklasse "nativ extra" getestet.

SENSORIK

Experten-Sensorik: Ein akkreditiertes und staatlich anerkanntes Olivenölpanel aus mindestens acht Personen hat eine organoleptische Untersuchung nach Verordnung (EU) Nr. 2022/2104 in ihrer aktuellen Fassung sowie eine Harmoniebewertung nach der Methode DOP 2007-1 A47 vorgenommen. Wurde ein Produkt beanstandet, wurde dieses von einem Zweit bzw. Drittpanel verkostet und bewertet. Wurde ein Öl als nicht "nativ extra" eingestuft, führt das zu einer Abwertung. Das Gesamturteil konnte dann nicht besser als das Gruppenurteil sein.

Laienverkostung: Jedes Olivenöl wurde von mindestens 20 Testpersonen verkostet. Und nach Aussehen, Geruch, Konsistenz, Geschmack und Nachgeschmack beurteilt. Am Ende wurde ein Gesamturteil vergeben. Die Testpersonen wurden gefragt, ob Sie ein Öl kaufen würden oder nicht.

CHEMIE

NIR Screening: Alle Öle wurden einem NIR-Screening unterzogen. Bei Verdachtsfällen wurde eine chemische Nachuntersuchung vorgenommen:

  • Steradiene: HPLC-UV-Detektion
  • Pyropheophytine: HPLC-UV-Detektion
  • Isomere Diacylglyceride: gaschromatographisch
  • Freie Fettsäuren/Säurezahl: Titration
  • Fettsäurealkylester (Fettsäuremethylester FAME, Fettsäureethylester FAEE): GC-FID

SCHADSTOFFE

Mineralölrückstände: Die Untersuchung erfolgte mittels on-line HPLC-GC-FID auf MOSH/MOSH-Analoga und MOAH. Ein hoher Mineralölgehalt führt zu einer Abwertung.

Kennzeichnung: Die Produkte wurden bezüglich Einhaltung der Allgemein Verordnung (EG) Nr. 178/2002 (EU-Basisverordnung) vom 28.01.2002; zuletzt geändert am 20.06.2019 und diverse weitere EU-Verordnungen und Richtlinien überprüft.

Wie ist der Test ausgefallen?

Die Ergebnisse unseres aktuellen Tests fielen bescheiden aus. Das Herkunftsland sagt wenig über die Qualität aus und auch der Preis ist kein Qualitätskriterium.

Stimmen die Angaben zur Mindesthaltbarkeit von Olivenöl?

Die Angaben zur Mindesthaltbarkeit waren teilweise fragwürdig. Wir raten dazu, Olivenöl lieber in kleineren Mengen zu kaufen und in einem dunklen und kühlen Raum aufzubewahren. Sollte ein Öl trüb werden oder ausflocken, besteht allerdings kein Grund zur Besorgnis. Ursache dafür sind die Wachse aus der Oberfläche der Früchte. Auf die Qualität hat dies keine Auswirkung.

Warum man ab und zu die Olivenölmarke wechseln sollte

Aufgrund seiner Fettsäurezusammensetzung handelt es sich bei Olivenöl um ein sehr empfehlenswertes Lebensmittel. Die im Test nachgewiesene Belastung mancher Produkte mit Mineralölbestandteilen legt allerdings nahe, die Olivenölmarke gelegentlich zu wechseln. So kann die Schadstoffaufnahme reduziert werden. Ratsam ist es auch, andere hochwertige Pflanzenöle wie Raps-, Lein- Soja- oder Walnussöl zu verwenden. Diese sind u.a. reich an Omega-3-Fettsäuren.

Was sollte man bei der Verwendung von Olivenöl beachten?

Olivenöl eignet sich in der Küche auch zum Braten und Dünsten, es sollte allerdings nicht über 170 Grad Celsius erhitzt werden. Verdorbenes Olivenöl riecht und schmeckt ranzig. Ist eine Flasche schon länger geöffnet, sollte man vor der Verwendung überprüfen, ob es noch in Ordnung ist.

 

Sensorische Schwächen

Ein Olivenöl darf nur dann als „nativ extra“ verkauft werden, wenn es sensorisch einwandfrei ist. Ob dies so ist, lässt sich nicht mit Geräten, sondern nur durch sen­sorische Prüfungen beurteilen. Prüf­berechtigt sind in Europa einige staatlich anerkannte Olivenöl-Panels mit speziell geschultem Personal. Eines dieser Panels haben wir mit der Überprüfung der Testprodukte beauftragt. Kein einziges Produkt schaffte dabei eine Topbewertung. Die sechs geschmacklich besten Öle wurden von den Expert:innen gerade einmal mit „gut“ bewertet.

Zwei fehlerhafte Produkte

Die Produkte von Yörem und Nuri wurden als fehlerhaft beanstandet. Wir haben die beiden Produkte deshalb auch noch von anderen Panels verkosten lassen. Das Ergebnis wurde bestätigt. Diese Öle hätten folglich nicht als „nativ extra“, sondern lediglich als „nativ“ verkauft werden dürfen. Das Testurteil konnte deshalb nur auf „nicht zufriedenstellend“ lauten. In der Laienverkostung schnitten alle Öle deutlich besser ab. Bis auf das Olivenöl nativ extra von Nuri wurden alle Produkte mit „gut“ bewertet.

Chemische Analyse

Eine wichtige Rolle bei der Beurteilung der Qualität von Olivenölen spielt ihre chemische Zusammensetzung. Olivenöle von gesunden, unbeschädigten Früchten, die unmittelbar nach der Ernte gepresst werden, haben in der Regel einen sehr niedrigen Gehalt an freien Fettsäuren. Im Test war das Öl von Nuri auffällig. Es wies den höchsten Gehalt an freien Fettsäuren auf und hielt den erlaubten Höchstwert nur knapp ein.

Pyropheophytin: Niedriger Gehalt zeigt Frische

Ein weiterer Qualitäts- und Frischeparameter ist der Gehalt an ­Pyropheophytin. Diese Verbindung entsteht beim Abbau des im Öl enthaltenen Chlorophylls während der Lagerung. Je frischer ein Öl ist, desto niedriger ist auch der Gehalt an Pyropheophytin. ­Begünstigt wird der Chlorophyll-Abbauprozess auch durch Wärme, Licht und Sauerstoff. Die Proben von Vom Fass, Primadonna, Nuri und Iliada wiesen ­vergleichsweise erhöhte Konzentrationen an Pyropheophytin auf, das Öl von ­Yörem lag sogar über dem diesbezüg­lichen Richtwert. Ein Indiz dafür, dass die Produkte schlecht bzw. schon länger gelagert wurden.

Diacylglyceriden: Niedriger Gehalt zeigt unsachgemäße Herstellung oder Lagerung

Außerdem haben wir die Öle auch auf den Gehalt an 1,2-Diacylglyceriden untersuchen lassen. Auch diese Verbindung wird während der Lagerung bzw., wenn ein Öl mit ­Wärme ­behandelt oder zu warm gelagert wird, abgebaut. Ein niedriger ­Gehalt an 1,2-Diglyceriden lässt Rückschlüsse auf das Alter bzw. die unsachgemäße Herstellung oder Lagerung eines Olivenöls zu. Die Werte in den Proben von Vom Fass, Iliada und Yörem waren auffällig niedrig, das Öl von Nuri lag unter dem Richtwert. Bei Iliada und Vom Fass besteht der ­Verdacht auf eine unerlaubte Wärme­behandlung, mit der unerwünschte Aromakomponenten entfernt wurden. Dies würde auch die gute sensorische Expertenbeurteilung erklären. Die aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdaten der Öle Vom Fass, Iliada, Yörem und Nuri sind vermutlich nicht zu erreichen. Die ermittelten chemischen Eigenschaften deuten darauf hin, dass die Alterung der Produkte ­bereits weiter fortgeschritten ist.

Schadstoffe

Bei den Schadstoffmessungen haben wir uns auf Mineralölrückstände (MOSH, MOAH) konzentriert. Weichmacher und Pestizide, die früher im ­Fokus standen, scheinen inzwischen, wie Tests von Partnerorganisationen zeigen, kein großes Problem mehr zu sein. In acht Produkten fanden wir so hohe Anteile an Mineralölrückständen, dass wir für diesen Testpunkt nur eine weniger bzw. nicht zufriedenstellende Bewertung abgeben konnten. Betroffen sind die Produkte von Nuri, Iliada, Yörem, Conte de Cesare, Monini, Clever, Ja! Natürlich und Mani.

Nicht in allen Produkten Schadstoffe

Die Schadstoffe können etwa beim Herstellungs- oder Verpackungsprozess in die Produkte gelangt sein. Wie man es bei sorgfältiger Produktion richtig macht, zeigen Produkte von ­Lyttos, Spar Natur Pur, Vom Fass, Primadonna oder Bio Natura. MOSH und ­MOAH haben in Lebensmitteln grundsätzlich nichts verloren. Wir haben die Behörde über die schlechten MOAH-­Ergebnisse informiert.

Kennzeichnung und Preise

Die Kennzeichnung war bei den meisten Olivenölen in Ordnung. Lediglich bei den Produkten von S-Budget, Rapunzel und Nuri gab es Beanstandungen. Zum Teil wurde die Mindestschriftgröße nicht eingehalten, zum Teil waren Bezeichnungen nicht korrekt.

Deutliche Preissteigerung im Vergleich zum letzten Test

Interessant ist ein Blick auf die Preisentwicklung. Hier zeigt sich gegenüber unserem letzten Test, dass die allgemeine Preissteigerung auch vor Olivenöl nicht Halt gemacht hat. 2020 waren die günstigsten Öle um 5,32 Euro pro Liter erhältlich, heute muss man für die günstigsten Produkte 6,65 bis knapp 8 Euro pro Liter bezahlen. Lässt man das Feinkostprodukt von Vom Fass (ein vergleichbar teures Produkt haben wir 2020 nicht getestet) außen vor, liegt der Durchschnittspreis der getesteten Öle im aktuellen Test bei 12,10 Euro pro Liter. Vor drei Jahren ­kosteten die Öle im Schnitt 10,20 Euro pro Liter. Bedenkt man jedoch, dass sich aus den Früchten eines ­Olivenbaumes im Jahr ­etwa 3 bis 4 Liter Öl pressen lassen, erscheint auch ein Literpreis von 12,10 Euro noch günstig.

Testtabelle: Olivenöl

Klicken Sie auf den Link. Filtern, vergleichen, sortieren, ausdrucken: In unserem Produktfinder stellen wir Ihnen Testergebnisse von 18 Produkten zur Verfügung. (Stand: Mai 2023)

Produktfinder

Wir empfehlen auf konsument.at

Stellungnahmen der Hersteller

Mani Greek
Gold Olivenöl nativ extra

MANI Bläuel sieht es in seiner Verantwortung, gesunde und hochwertige Olivenöle herzustellen. Im Rahmen unseres Qualitätsmanagements unterliegen alle Mani Greek Gold Produkte strengen internen und externen Tests und Analysen - das gilt für jede Charge, die unser Haus verlässt. Zudem heben wir von jeder Lot-Nummer Flaschen versiegelt auf. Nach Erhalt des VKI-Testergebnisses, das in Widerspruch zu unseren Qualitätskontrollen steht, haben wir die entsprechenden Rückstellmuster von unabhängigen Laboren in Deutschland, Italien und Griechenland untersuchen lassen. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen liegen weit unter dem „Orientierungswert" von 2mg/kg1 .

Die Komplexität der MOSH/MOAH-Thematik wird seit Jahren diskutiert und es wird immer wieder festgestellt, dass in einer mineralöl-basierten Wirtschaft solche Einträge kaum ausgeschlossen werden können. Aktuell gibt es hier noch keine gesetzlichen Grenzwerte. Wir freuen uns aber über die Bemühungen seitens der EU einen klaren gesetzlichen Rahmen zu schaffen. Seit 2016 entwickelt MANI Bläuel in Zusammenarbeit mit der Universität Udine (Italien) Maßnahmen gegen MOSH/MOAH Kontamination und optimiert Prozesse in Erzeugung und Verarbeitung. All unsere Maßnahmen finden Sie unter https://mani.bio/schadstoffe-in­olivenoelen/.

1 „Orientierungswert" laut Lebensmittelverband Deutschland e. V. (2021)

Felix Bläuel, Geschäftsführer Pyrgos

 

Ja!Natürlich
Natives Olivenöl extra, fruchtig und
Clever Natives Olivenöl extra

Nach Erhalt der Prüfergebnisse wurden umgehend Rohstoffanalysen angefordert. Vorliegende Analysen anderer Chargen zeigen diese Auffälligkeit nicht. Um die Ergebnisse validieren zu können, werden neben der Einforderung der Rohstoffanalysen auch weitere Produkt-Analysen derselben und anderer Chargen in Auftrag gegeben. Wir stehen hier in engem Austausch mit unseren Lieferant:inenn und verbessern kontinuierlich unsere Produktionsprozesse. Dazu gehört die Kontrolle der kompletten Lieferkette von der Beschaffung der Rohstoffe über den Transport bis hin zur Produktion und Verpackung. Es werden hohe Anforderungen an gestellt und diese auch regelmäßig durch Untersuchungen sowie Audits kontrolliert. Obwohl es aktuell noch keine rechtlich binden Grenzwerte und standardisierte Untersuchungsmethoden für MOSH/MOAH gibt, werden die empfohlenen Richtwerte bei unseren Produkten selbstverständlich spezifiziert und auch regelmäßig untersucht. Wir möchten betonen, dass wir uns der Nachverfolgung in dieser Thematik mit großer Aufmerksamkeit widmen, um hier unseren hohen Qualitätsanforderungen gerecht zu werden.

Team Mediarelations
REWE International AG

 

Monini
Gran Fruttato Natives Olivenöl extra

From our controls on the batch L 1056876 Monini Granfruttato the values of MOSH and MOAH are fully compliant with the UE statement. Even if we don’t know the method that you used, the method validated following the JRC guide line to which the EU statement is referred, apply the uncertainty values for the MOSH and MOAH that is 30% of the founded values.

This means that also the values that you found comply both with the EU statement and with your orientation values. If you want the results of our controls we are glad to share with you.

Lorenzo Lunetti
QC - R&D Mng

 

Bona
Olivenöl extra nativ

Wir sind bestrebt, die Qualität unserer Produkte kontinuierlich zu verbessern und den Ansprüchen der Kunden gerecht zu werden. All unsere Produkte unterliegen einem engmaschigen Kontrollnetz aus Prüfungen der Lieferanten und Überprüfung durch externe Labore. Das Olivenöl wurde von zwei unterschiedlichen, akkreditierten Laboren, wie Eurofins und Agencia de Gestión Agraria y Pesquera de Andalucía jeweils als „extra vergine“ eingestuft. Trotz genauer Rückverfolgung konnten wir keine Abweichung in der Anlieferung, Produktion und Lagerung finden.  Wir können uns die Abstufung auf „ausreichend“ leider nicht erklären.

Oils for Life
VFI GmbH

 

Conte de Cesare
Olio extravergine di Olivia

Die CONTE DeCESARE Olivenöle werden nach strengen Kriterien umfassenden Analysen akkreditierter Prüfinstitute unterzogen sowie routinemäßig regelmäßig untersucht. Jede Untersuchung beinhaltet die Kontrolle der MOSH/MOAH Werte (Mineralölrückstände). Auch bei der beanstandenden Produktionscharge wurden keine Unregelmäßigkeiten bei den Werten festgestellt.


Mag. Nadja Thurner
Product Manager/KAM

 

Yörem
Natives Olivenöl extra

Von Yörem haben wir lediglich einen unkommentierten Laborbericht erhalten. Bis Redaktionsschluss erhielten wir keine Stellungnahme.

 

Iliada
Kalamata PDO

“According to our company’s HACCP plan, the mineral oils have been recognized as an important factor in need of detection in order to accept or not the received raw materials. With a view to ensuring the high quality of the supplied products, we perform tests for the determination of MOSH / MOAH residues in olive oil in every batch. The sampling points are at two different stages of supply chain:

upon raw materials receipt and at final packed product before the release.

As we have mentioned in the past, we are doing a great effort to minimize the indications every year with the informing all the partners in the supply chain for the best practices to mitigate the risk. We established guidelines and practices in cooperation with the olive oil mills and producers. Moreover, we collaborate with external laboratory located abroad, in Italy, with several years’ experience and recognized reputation in analyses of mineral oils.  Furthermore, all packaging materials have been investigated for possible contamination with MOSH and MOAH and all the equipment used are declared to be suitable for food-contact. Also, all the lubricants used are certified for being food-grade and are handled based on manufacturers’ instructions in order to assure that there is no contamination within the plant.

Finally, we send you as attached, the test report MOSH/MOAH of the product Kalamata evoo PDO 750ml tin with lot number: L-221102 and expiration date 12/2024, such as is referred to the Report from VKI.  As you could see all results are complying with the defined limits: MOHA SumC10-C50 <2mg/kg and MOSH SumC10-C50 <13mg/kg. Nevertheless, please let me note some comments regarding the test report that we received: We did not receive an official test report of your side,  but only a letter with two values "3mg/kg" and "17mg/kg" for the parameters MOAH SumC10-C50 and MOSH SumC10-C50 respectively. We have no information relating to the accreditation of laboratory, method of analysis, percentage of method's uncertainty. Therefore, as I am sure you understand, a scientific assessment of the results "3mg/kg" and "17mg/kg" of the parameters MOSH and MOAH cannot be effected and in conjunction with our data, it cannot be accepted.”

 

Nuri
Olivenöl extra nativ aus Portugal

Wir bedauern, dass unser Nuri Olivenöl extra nativ aus Portugal in Ihrem Test als „nicht zufriedenstellend“ beurteilt wurde. Die Glatz GmbH ist ein nach IFS Broker zertifiziertes Unternehmen und wir sind daher selbstverständlich stets daran interessiert, unseren KundInnen eine gleichbleibend gute Qualität zu bieten. Wir sind uns der Verantwortung den KonsumentInnen gegenüber bewusst. Daher ist es uns ein großes Anliegen, nur einwandfreie Produkte in Verkehr zu bringen. Dies gilt ebenso für das von Ihnen getestete Nuri Olivenöl extra nativ, welches bereits Innovationspreise von „Cash“ und „Regal“ erhalten hat. Wir sind stolz, mit unserer Marke Nuri vor allem die Elemente „Tradition und Handarbeit“ zu unseren KonsumentInnen zu bringen. Bei unserm Olivenölproduzent in Portugal handelt es sich daher um einen hochwertigen Familienbetrieb in vierter Generation, den wir bewusst ausgewählt haben. Hier wird jede Charge untersucht, um die Qualität sowie die Klassifizierung des Olivenöls nachzuweisen. Auch die von Ihnen getestete Charge „LEQ07“ wurde untersucht und es konnten keine Abweichungen festgestellt werden.

Für die Herstellung unseres Nuri Olivenöls werden ausschließlich portugiesische Oliven der Sorten Galega, Cobrançosa and Arbequino verwendet. Diese zeichnen sich durch einen zarten, süßen und fruchtigen Geschmack nach Apfel, Tomate und grüner Bananenschale aus, ohne Bitterkeit und anhaltenden Nachgeschmack. Leider wurde gerade das von Ihren ExpertInnen als fehlerhaft bewertet. Nichtsdestotrotz sehen wir gerade diese klar differenzierte Note als Qualitäts- und Unterscheidungsmerkmal. Für die Herstellung und das Inverkehrbringen von Olivenölen gibt es strenge Vorgaben seitens des Gesetzgebers. Dies sehen wir auch als vernünftig und sinnvoll an.

Bei Ihrem Test wurden jedoch teils deutlich verschärfte Bewertungskriterien zugrunde gelegt. Das betrifft insbesondere das Vorhandensein von Mineralölrückständen (MOSH/MOAH): Aktuell gibt es lediglich einen Orientierungswert von 13 mg/kg MOSH für Speiseöle. MOAH sollten nicht detektiert werden. Orientierungswerte sind jedoch keinesfalls gleichzusetzen mit Grenzwerten, weshalb sie keinen negativen Einfluss auf die Bewertung haben sollten. Dennoch sind wir der Meinung, dass Mineralöle weitestgehend vermieden werden sollen. Wir arbeiten deswegen zusammen mit unserem Produzenten ständig daran, solche Verunreinigungen auf ein Minimum zu reduzieren, auch wenn diese durch verschiedene Umwelteinflüsse beeinflusst werden und nicht immer vermeidbar sind. Abschließend möchten wir unseren KonsumentInnen versichern, dass all unsere Produkte voll den gesetzlichen Vorgaben entsprechen!

 

Jelena Trifunovic, M.Sc.
Qualitätsbeauftragte
Quality Assurance

 

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2 Kommentare

Olivenölpreise

wmfaak, 26. Dezember 2023, 09:12

Hat das Konsument Team schon im Mai 2023 festgestellt, dass die Preise seit dem Test 2020 stark gestiegen sind, so kann man heute nach 7 Monaten eine weitere gravierende Preissteigerung feststellen. Lyttos von 10,- auf 14,- Euro pro Liter (40% - „Danke“ Hofer)!
und Spar von 14,- auf 18,- Euro pro Liter.
Auffallend ist auch das Ändern der Gebinde (Etikett)
….. soll ja nicht gleich auffallen, wie die Konsumenten abgezockt werden.

TestOlivenöl

Grouper, 6. Juni 2023, 16:06

Na, wenn das mal nicht ganz, ganz grossartig ist. Ein Olivenöl, das in Sensorik durchschnittlich hat, kriegt das Gesamturteil "gut".

Und ich dachte immer beim Essen wäre der Geschmack das Wichtigste.

Gefördert aus Mitteln des Sozialministeriums 

Sozialministerium

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