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Person zahlt in einem Lokal ein Getränk mit Kreditkarte
Bild: Shutterstock/Olena Yakobchuk

Mindestumsatz für Kartenzahlung

Sie fragen – wir antworten: Unsere Expert:innen beantworten Ihre Fragen, dieses Mal Bernd Lausecker, Finanzexperte. 

Frage

Ist es nach wie vor rechtens, Bankomatzahlungen erst ab einem gewissen Betrag zu akzeptieren? Es gibt immer mehr Lokale, die erst ab 10 Euro Umsatz die Karte akzeptieren.

Antwort

Eine gesetzliche Grundlage, die ein Unternehmen verpflichtet, bargeldlose Zahlungsmittel anzunehmen, besteht leider nicht. Allerdings gibt es sehr wohl vertragliche Vereinbarungen zwischen dem System-Anbieter (z. B. Mastercard, Visa, Maestro) und dem Unternehmer. So sehen zum Beispiel die weltweiten Regelungen von Mastercard einen Passus vor, der Mindest- und Maximaltransaktionsbeträge verbietet: "Ein Händler darf für die Annahme einer gültigen und ordnungsgemäß vorgelegten Mastercard oder Maestro-Karte keinen Mindest- oder Höchstbetrag für die Transaktion verlangen oder angeben, dass er diesen verlangt."

Bernd Lausecker - Experte: Finanzdienstleistungen
Bernd Lausecker - Experte: Finanzdienstleistungen Bild: VKI

Das bedeutet, dass kein Mindestbetrag erlaubt ist. Allerdings besteht für die Verbraucher:innen ehrlicherweise kaum eine Möglichkeit, dies vor Ort durchzusetzen. Es bleibt nur die Möglichkeit einer Beschwerde beim Kartenausgeber.

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"Wegen der Covid-Infektionen sollen wir ja bargeldlos bezahlen. Bei meinem Bankkonto ist aber nur eine bestimmte Anzahl an Kartenabbuchungen inkludiert. Jede weitere Einzelabbuchung wird dann berechnet." - Leser fragen und unsere Experten geben Antwort - hier Bernd Lausecker.

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