Diesmal im Lebensmittel-Check
Das steht drauf: Nolove Bliss Marshmallow Mochi Raspberry Mango Dream
Erhältlich bei: Snack Shop
Mango, Himbeeren und eine gelb-orange Creme: Die Verpackung der „Nolove Bliss Marshmallow Mochi Raspberry Mango Dream“ weckt eine ziemlich konkrete Erwartung. Auf der Vorderseite steht „Mango Cream Filled & Raspberry Powder Coated“, dazu sind Mangos und Himbeeren naturgetreu abgebildet. Ein Blick auf die Zutatenliste zeigt jedoch ein anderes Bild.
Das steht drauf: Nolove Bliss Marshmallow Mochi Raspberry Mango Dream
Erhältlich bei: Snack Shop
Auf der Verpackung sind ganze und aufgeschnittene Mangos sowie Himbeeren und Himbeerpulver zu sehen. Auch die Mochis selbst sind dort himbeerrosa umhüllt dargestellt, eines davon aufgeschnitten mit einer gelb-orangen, an Mango erinnernden Füllung.
Wer die Verpackung betrachtet, kann daher ein süßes Mochi mit Marshmallow-Geschmack, Mangocreme und einer Hülle aus Himbeerpulver erwarten. In der Zutatenliste finden sich jedoch weder Mango noch Himbeere.
Die Füllung macht laut Zutatenliste 30 Prozent des Produkts aus. Sie besteht aus Zucker, gehärtetem pflanzlichem Fett, Kakaobutter, Vollmilchpulver, einem Emulgator, sowie Aromen für Vanille (Vanillin) und Mango für den gewünschten Geschmack.
Auch die Farben kommen offenbar nicht von den abgebildeten Früchten. In der Zutatenliste finden sich Hibiskus sowie Konzentrate aus Roter Bete, Schwarzer Karotte und Pfirsich. Sie dürften für die rosa Färbung und die Farbe der Creme sorgen.
Milch und Ei sind ebenfalls enthalten. Das Produkt ist somit nicht vegan.
In der Zutatenliste werden insgesamt acht Zusatzstoffe angeführt. Besonders hervorzuheben ist dabei der Emulgator “Polysorbat 80”.
Studien zeigen, dass Polysorbat 80 das menschliche Darmmikrobiom verändern kann. Auch schädigende Effekte auf die Darmbarriere und Darmzellen wurden in Studien nachgewiesen. Es handelt sich somit um einen Zusatzstoff, der durchaus kritisch zu sehen ist.
Auch Kennzeichnungsmängel sind uns bei der Prüfung der Verpackung aufgefallen. So fehlt unter anderem auf der Rückseite eine Produktbezeichnung. Auch die Nährwerttabelle entspricht nicht den EU-Vorgaben und ist nur auf Englisch angegeben.
Hergestellt wird das Produkt laut Verpackung von einer Firma mit Sitz in Istanbul.
Mochi sind eine traditionelle japanische Süßigkeit aus klebrigem Reisteig. Die weiche, elastische Hülle wird häufig mit süßen Füllungen wie Bohnenpaste, Eiscreme oder verschiedenen Cremes gefüllt.
Wir haben die „Raspberry Mango Dream“-Mochis ausgepackt und aufgeschnitten und auch gekostet. Mit der flüssig-cremigen Masse auf der Verpackung hatte der Querschnitt wenig gemeinsam. Eine Kollegin fühlte sich beim Anblick eher an ein gekochtes Ei erinnert. Beim Geschmack war vor allem Süße dominant.
Die Aufmachung der „Nolove Bliss Marshmallow Mochi Raspberry Mango Dream“ kann Erwartungen wecken, die die tatsächliche Zusammensetzung nicht erfüllt. Mango und Himbeere sind prominent in Wort und Bild vertreten, als Zutaten kommen die Früchte aber nicht vor. Stattdessen sorgen unter anderem Aromen sowie Hibiskus und verschiedene Pflanzenkonzentrate für Geschmack und Farbe. Wir meinen: Der Hersteller sollte die Produktaufmachung dringend überarbeiten. Wir haben auch die amtliche Lebensmittelkontrolle verständigt.
Auf der Vorderseite des Chef Select Gartensalats von Lidl prangt der Hinweis „Hergestellt in“ gemeinsam mit einer rot-weiß-roten Österreichkarte. Rückschlüsse auf die Herkunft sind dabei aber nur bedingt möglich.
Das Mindesthaltbarkeitsdatum auf dem Schärdinger Premium Kefir ist schwarz auf dunkelblauem Hintergrund aufgedruckt. Ein Konsument kritisierte die schlechte Lesbarkeit.
Beim Gewußt wie Bio Heidelbeer Sirup hatten wir letztes Jahr die Angabe „ohne Zuckerzusatz“ kritisiert. Nun hat der Anbieter die Kennzeichnung geändert. Stattdessen heißt es auf dem Etikett jetzt „Süße aus Früchten“.
Auf dem Rapunzel Beeren Porridge steht „ohne Zuckerzusatz“. Gleichzeitig enthält es 13 Prozent gemahlene Datteln, deren „feine Süße“ auf der Verpackung ausdrücklich hervorgehoben wird.
Der Name verspricht schwarzen Kaffee, das Bild auf der Dose zeigt eine dampfende Espressotasse. Doch in der undurchsichtigen Verpackung steckt vor allem Milch. Wir haben die Zutatenliste gelesen.
Regionale Marillen aus dem Weinviertel klingen nach kurzen Wegen und Frische aus der Nähe. Tatsächlich legten sie für das Verpacken hochgerechnet über 400 Kilometer durch Österreich zurück. Wir haben nachgezeichnet, wie aus „da komm ich her" ein „da fahr ich rum" wird.
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