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Maistro Mein Salatfein
Die Zutatenliste des Produkts ist überraschend. Bild: VKI/A.Konstantinoudi

Überraschende Zutatenliste beim Produkt „Maistro Mein Salatfein“

„Mit feinen Gewürzen“, „enthält Meersalz“ und „3,5 % Kräuter“: Die Verpackung des Produktes Maistro Mein Salatfein verspricht eine einfache, natürliche Basis für ein leckeres Salatdressing. Doch die Zutatenliste zeigt, dass doch ein wenig mehr drinsteckt.

Diesmal im Lebensmittel-Check

Das steht drauf: Maistro Mein Salatfein

Erhältlich bei: Spar 

Schöne Vorderseite, überraschende Zutatenliste

Die Verpackung des Produktes vermittelt den Eindruck einer natürlichen, gesunden Basis für ein Salatdressing. Die enthaltenen Kräuter, Gewürze und Salz werden speziell hervorgehoben. Doch die Zutatenliste erzählt eine andere Geschichte: Neben den ausgelobten Zutaten finden sich auch noch Zucker, Stärke, Aromen, Zusatzstoffe wie beispielsweise Geschmacksverstärker im Produkt. Das sorgt für einen deutlichen Widerspruch zwischen Werbung und tatsächlichem Inhalt. 

Zutatenliste Maistro Mein Salatfein
Die Verpackung der Gewürzmischung vermittelt eine gesunde Basis für ein Salatdressing. Doch es finden sich auch Zucker, Stärke, Aromen und Zusatzstoffe in der Zutatenliste. Bild: VKI/A.Konstantinoudi

Geschmacksverstärker im Fokus

Maistro Mein Salatfein enthält auch Geschmacksverstärker, unter anderem Mononatriumglutamat. Glutamat intensiviert den Geschmack von Lebensmitteln und hat in den letzten Jahren ein gewisses „Comeback“ erfahren. Es wird von den Behören als grundsätzlich unbedenklich eingestuft, dennoch können gesundheitliche Bedenken nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Empfindliche Personengruppen können beim Verzehr beispielsweise mit Kopfschmerzen oder Schwindel reagieren. Auch die aufgenommene Menge spielt dabei eine Rolle. 

Hochverarbeitetes Produkt

Wir haben darüber hinaus noch einen Blick auf den Verarbeitungsgrad des Produktes (NOVA) geworfen. Dieser zeigt, dass das Produkt in die Kategorie 4 fällt und damit als hochverarbeitet gilt. Es handelt sich hier also nicht mehr um eine einfache Mischung aus natürlichen Zutaten, sondern um ein industriell stark verarbeitetes Produkt mit mehreren Zusatzstoffen. Solche Produkte enthalten auch oft größere Mengen an Zucker, Salz und Fett. Ein Blick auf die Nährwerttabelle und die Zutatenliste ist auch hier zu empfehlen. Hochverarbeitete Lebensmittel sollten die Ausnahme im Speiseplan sein.  

Stellungnahme vom Hersteller:

„Wir nehmen die Rückmeldung sehr ernst, denn Transparenz ist für uns als Kärntner Familienunternehmen ein wesentlicher Bestandteil unserer Grundhaltung. Zum konkreten Vorwurf möchten wir gerne klarstellen:  

1. Es wird nichts verschwiegen. Alle Zutaten unseres Produkts „Mein Salatfein“ sind vollständig und korrekt gemäß der Lebensmittelinformationsverordnung (LMIV) deklariert. Jede einzelne Zutat ist auf der Verpackung angeführt. Es wird weder etwas versteckt noch bewusst ausgelassen.  

2. „Enthält Meersalz, feine Gewürze“ ist keine vollständige Zutatenliste, sondern eine Auslobung. Die Vorderseite dient der Hervorhebung charaktergebender Bestandteile. Die vollständige Zusammensetzung findet sich, wie gesetzlich vorgeschrieben, in der Zutatenliste auf der Rückseite des Produkts. Dieses Vorgehen entspricht der branchenüblichen Praxis und den rechtlichen Vorgaben.  

3. Zum Thema Stärke: Die in „Mein Salatfein“ enthaltene Stärke ist Erbsenstärke. Wir haben uns bewusst gegen Maisstärke entschieden und setzen stattdessen auf einen pflanzlichen, europäischen Rohstoff. Sie dient als natürliche Bindekomponente unserer Dressingbasis und sorgt beim Anrühren mit Öl und Wasser für eine stabile, homogene Emulsion.  

4. Zur Funktion als Dressingbasis: „Mein Salatfein“ ist bewusst als Dressingbasis konzipiert. Das bedeutet: Der Konsument entscheidet selbst über Ölmenge, Essigart und Intensität. Wir liefern die geschmackliche Grundlage, die individuell angepasst wird. Das unterscheidet unser Produkt wesentlich von fertigen, bereits ölhaltigen Dressings. 

5. Zum Thema Zucker: Zucker ist in sehr geringer Menge enthalten und erfüllt eine geschmackliche Ausgleichsfunktion zwischen Säure und Würze. Es handelt sich nicht um ein „Süßprodukt“, sondern um eine geschmacklich ausgewogene Komponente innerhalb der Rezeptur. Die Mengen sind ernährungsphysiologisch unbedenklich.  

6. Zum Thema Glutamat: Das eingesetzte Mononatriumglutamat (E621) wird mittels Fermentation aus Zuckerrübenmelasse gewonnen. Es handelt sich um das Natriumsalz der Glutaminsäure, einer Aminosäure, die natürlicherweise in fast allen Lebensmitteln vorkommt. Unser Organismus produziert selbst täglich große Mengen davon. Glutamat repräsentiert den fünften Geschmack „Umami“. Es verstärkt nicht künstlich, sondern hebt vorhandene Geschmacksnoten hervor. Zahlreiche internationale Institutionen wie die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) bestätigen, dass die übliche Aufnahme gesundheitlich unbedenklich ist. Auch die vielfach zitierte „Glutamat-Hysterie“ konnte in Doppelblindstudien nicht bestätigt werden. Gegenwärtig führen Neurologen noch laufende Studien zu möglichen Nebenwirkungen von Mononatriumglutamat in Lebensmitteln durch. Diese sind jedoch noch nicht zu abschließenden Ergebnissen gelangt, die etwaige Verbindungen aufzeigen könnten.  

7. Zu Aroma und Zusatzstoffen: „Aroma“ ist eine gesetzlich definierte Bezeichnung. Es handelt sich dabei nicht um ein „verheimlichtes Chemielabor-Produkt“, sondern um geschmackstragende Komponenten gemäß EU-Recht. Auch diese sind korrekt deklariert.  

8. Zum Vorwurf der „Gesundheits-Täuschung“: Unser Produkt ist weder als Diätprodukt noch als „Superfood“ positioniert. Es ist eine würzige Dressingbasis mit klar ausgewiesenen Zutaten. Ob ein Produkt als „gesund“ wahrgenommen wird, ist subjektiv. Entscheidend ist: Die Deklaration ist vollständig, korrekt und transparent. Wir stehen für Qualität, Regionalität und ehrliche Kommunikation. Sollten Konsumenten eine Rezeptur ohne Zucker oder ohne Geschmacksverstärker bevorzugen, respektieren wir diese Entscheidung selbstverständlich. Unsere Aufgabe ist es jedoch, offen darzulegen, warum wir bestimmte Zutaten verwenden und welche Funktion sie erfüllen. Lebensmittelrechtliche Vorgaben sind nicht immer selbsterklärend und führen aus unserer Sicht teilweise zu Missverständnissen in der Wahrnehmung. Als Hersteller sind wir jedoch verpflichtet, diese Bestimmungen exakt einzuhalten und das tun wir selbstverständlich. Abschließend möchten wir betonen: Wir haben nichts zu verbergen, unsere Zutatenliste ist offen einsehbar, unsere Rohstoffe sind nachvollziehbar und wir stehen jederzeit für sachliche Diskussion zur Verfügung.  

Maistro Handels GmbH 

23.02.2026 

Unsere Empfehlung

Auch bei Würzmischungen für Salate lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste und Nährwerttabelle. Statt zu fertigen Salatdressings oder Würzmischungen zu greifen, kann man diese auch einfach selbst machen. So hat man die volle Kontrolle über die Zutaten. Klassisch reicht für ein Dressing oft schon Essig, Öl, etwas Salz, Pfeffer und frische oder getrocknete Kräuter. 

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